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Irland: Rückkehr der Messsteine in der Corona-Krise?

30. Mai 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Während der Verfolgung der irischen Katholiken in früheren Jahrhunderten feierten die Gläubigen die Messen im Freien und verwendeten große Steine als Altäre. Eine Möglichkeit für die Corona-Zeit, schlägt ein irischer Lokalpolitiker vor.


Dublin (kath.net/jg)

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Katholiken Irlands immer wieder verfolgt und die öffentliche Feier der Messe war untersagt, auch wenn die geltenden Gesetze nicht immer vollzogen wurden. Um die Bestimmungen zu umgehen, feierten die irischen Katholiken die Messe im Freien auf so genannten „Mass Rocks“, also Messsteinen. Das waren große Steine, die als Altäre verwendet wurden, berichtet Aleteia.


 

Die Messsteine wurden zum Symbol des Widerstands des katholischen Irland gegen die britische Herrschaft. Im Zuge der Corona-Pandemie hat ein irische Politiker vorgeschlagen, die Messsteine wieder zu verwenden.

 

Ger Deere, ein Councillor (Abgeordneter) der Grafschaft Mayo, hat vorgeschlagen, angesichts der geltenden Abstandsregeln die heiligen Messen wieder im Freien an den Messsteinen zu feiern. Es könnten neue Messsteine errichtet werden, beispielsweise auf Wiesen oder in Parks.

 

„Den Menschen fehlt die Teilnahme an der Messe“, sagt Deere der Zeitung The Connaught Telegraph. Im Freien wäre es ein Leichtes, die Abstandsregeln einzuhalten. Deere will Michael Neary, dem Erzbischof von Tuam, die Idee vorlegen.

 

In Irland sind öffentliche Messen derzeit aufgrund der Corona-Pandemie untersagt. Die Kirchen sind jedoch geöffnet.

 


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 30. Mai 2020 
 

Messsteine

Eine sehr gute Idee! Im Freien ist die Gefahr einer Übertragung von Corona äußerst gering. Immer wieder wurde auf die Möglichkeit eine Feldmesse zu feiern hingewiesen. Bei entsprechenden Areal lässt sich auch der Abstand von 1m leicht einhalten. Besonders in Pfarren auf dem Land lässt sich das leicht organisieren. Für ältere Personen lassen sich sicher auch Klappsessel auftreiben.


3
 

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