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Menschwerdung ist Eintritt der Ewigkeit in die Zeit

25. Dezember 2019 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Bischof Voderholzer bei Christmette: Die Weihnachtsbotschaft ist ein Wort der Orientierung in allen Unsicherheiten“


Regensburg (kath.net/pm)
Noch bevor Bischof Rudolf Voderholzer mit den Weihbischöfen, dem Domkapitel und den Ministranten durch den Mittelgang der Kathedrale einzog, begrüßte der Domchor die Gläubigen am Hauptportal mit dem Weihnachtsgesang: „O nata lux de lumine“. Das Festgeläut der Domglocken, das weit über die Altstadt hinaus zu hören ist, verkündete den Regensburgern „Der Heiland ist geboren. Es ist Weihnachten!“ Im Anschluss brachten drei Domspatzen Bischof Rudolf das Licht aus Betlehem, der damit zusammen mit den jungen Sängern vor den Altarstufen die Kerze an der Krippe und die Kerzen am Christbaum entzündete.

Christmette mit den Domspatzen – eine Premiere für den neuen Domkapellmeister

Für den neuen Domkapellmeister, Christian Heiß, war es heuer die erste Christmette in der Regensburger Kathedrale. Unter seiner Leitung sangen die Regensburger Domspatzen unter anderem die Missa brevis in D-Dur (KV 194) von Wolfgang Amadeus Mozart, "Quem pastores laudavere" von Carl Loewe und "Stille Nacht, heilige Nacht". Eine Schola der Domspatzen unter der Leitung von Kathrin Giehl sang unter anderem den Gregorianischen Choral. An der Domorgel spielte Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber. Außerdem gestaltete ein Streichorchester der Dommusik die liturgische Feier musikalisch. Damit alle Gläubigen von ihren Plätzen aus das Geschehen im Altarraum mitverfolgen konnten, waren große Leinwände in den Seitenschiffen der Kathedrale aufgestellt worden. Gleichzeitig wurde die Heilige Messe als Livestream über das Internet übertragen.


Bereits am Nachmittag des 24. Dezembers hatte der Bischof an der Weihnachtsfeier des Diözesancaritasverbandes zusammen mit Caritasdirektor Diakon Michael Weißmann für alleinstehende und bedürftige Menschen im Fürstlichen Schloss teilgenommen, ein katholisches Frauenhaus und die städtische Einrichtung „Strohhalm“ für obdachlose Menschen in Regensburg besucht.

Jesus vermag das vermeintlich Sinnlose in Sinn zu verwandeln

Die Menschwerdung Christi, so Bischof Rudolf in seiner Predigt, ist nicht nur irgendein historisches Ereignis, sondern der Eintritt der Ewigkeit in die Zeit. Die Verbindung von Gott und Mensch. Deshalb hat dieses Ereignis Bedeutung für jedes „hier“ und jedes „heute“ in der gesamten Geschichte der Menschheit. In diesem Jesus von Nazareth ist Gott, der Ursprung und das Ziel der Schöpfung, Mensch geworden.
„Die Geburt Christi geht alle an, und die Kunde davon ist eine Botschaft für jeden und jede. Sie ist ein Wort voll Licht und Wärme besonders für alle, deren Leben sich verfinstert hat …“, hob Bischof Rudolf Voderholzer hervor. Und weiter: „Sie ist eine Botschaft des Trostes und ein Wort der Ermutigung für alle, deren Zukunft von einer schlimmen Diagnose überschattet wird oder die Weihnachten im Krankenhaus oder daheim im Krankenbett zubringen müssen. Er, der alle unsere Krankheiten getragen hat, vermag auch zu helfen, das vermeintlich Sinnlose in Sinn zu verwandeln!“
Die Weihnachtsbotschaft, so Bischof Rudolf, ist ein Wort der Orientierung in allen Unsicherheiten und Zukunftsängsten. Der Mensch gewordene Gottessohn ist selbst der Weg und die Wahrheit und das Leben. Im Blick auf ihn, im festen Vertrauen auf seine Freundschaft und an seiner Hand finden wir den rechten Weg in allen Irrnissen und Wirrnissen unserer Tage. Die Gabe der Weihnacht, das Geschenk des Erlösers, wird zur Aufgabe, ihn hier und jetzt wie Maria neu zur Welt zu bringen, ihn Mensch werden zu lassen in uns und durch uns, an seiner Menschlichkeit Maß zu nehmen und ihm Hand und Fuß, Kopf und Herz zur Verfügung zu stellen. Ihm, der uns nicht gebieterisch und mit erhobenem Zeigefinger befiehlt, sondern einladend von der Krippe aus umwirbt.

Die Regensburger wünschen sich eine gesegnete Weihnacht
Zum Ende der Feier der Christmette spendete Bischof Rudolf Voderholzer allen Gläubigen den Segen. Traditionell wurde das elektrische Licht im gesamten Dom ausgeschaltet, der dann lediglich durch die Kerzen der Christbäume erleuchtet wird. Dazu sang der Domchor in unglaublich sanfter und eindringlicher Weise „Stille Nacht, heilige Nacht“. Ein Gefühl von Gänsehaut machte sich bei den Besuchern breit und kein „Mucks“ war während des Gesangs zu hören. Erst nachdem die Gläubigen nach draußen auf den Domplatz traten, brach die Freude über die Ankunft des Herrn aus den Menschen heraus: Freunde, Bekannte, Nachbarn und Familienmitglieder wurden begrüßt, man schüttelte sich die Hände und wünschte dem Gegenüber eine frohe und gesegnete Weihnacht. Und so manch einer freute sich nun auf die heiße „Mettenwurst“, die zuhause bereits dampfend wartete.


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 27. Dezember 2019 
 

Predigt von Bischof Voderholzer

Menschwerdung Christi: "der Eintritt der Ewigkeit in die Zeit. Die Verbindung von Gott und Mensch". Wunderschön gesagt! Die Predigt war offenbar GLAUBENS-VERKÜNDIGUNG, und das ist der Auftrag derjenigen, die in Christi Nachfolge getreten sind!Es ist nicht richtig, wenn sich die halbe Predigt um Umwelt-probleme, Politik und Migrantenleid dreht. Davon werden wir allüberall überhäuft und brauchen dazu keinen Messbesuch, denn für weltliche Themen gibt es bessere Quellen und kompetentere Leute. Unsere Priester und Verkünder sollen uns zu Christus führen und seine Werte vermitteln! - Anders gesagt: wenn ich krank bin, gehe ich zum Arzt und nicht zum Bäcker; wenn meine Stromanlage kaputt ist, gehe ich zum Elektriker und nicht zum Krankengymnasten ... WIR BRAUCHEN GLAUBENSVERKÜNDER!


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