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Indien: Ärzte fordern schärfere Kontrolle in Leihmutterschaftskliniken

5. Oktober 2019 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Jährlich kommen in Indien 25.000 Kinder durch Leihmutterschaft zur Welt – Jährliche Einkommen von 3.000 Leihmutterschaftskliniken: über 400 Millionen US-Dollar pro Jahr - Polnisches „Radio Vatikan“ kommentiert: Kindeswohl wird nicht berücksichtig


Neu-Dehli (kath.net) Ärzte in Indien fordern schärfere Kontrollen in Leihmutterschaftskliniken. Das ist eine Reaktion auf den tragischen Tod einer 42-Jährigen in Neu-Dehli, die trotz Tuberkulose und schweren Depressionen eine Leihmutterschaft angestrebt hatte. Jetzt haben Ärzte eine Petition an zentrale Behörden eingereicht, in der sie darauf aufmerksam machen, dass die Leihmutterschaft nach wie vor in erster Linie ein rentables Geschäft ist, bei dem das Wohl der Mutter und ihrer Bedürfnisse in keiner Weise berücksichtigt wird. Darüber berichtete die polnischsprachige Ausgabe von „Vatican News/Radio Vatikan“. Kliniken finden immer wieder Möglichkeiten, das bereits bestehende Verbot der kommerziellen Leihmutterschaft zu umgehen. Das jährliche Einkommen von 3.000 privaten Leihmutterschaftskliniken wird auf über 400 Millionen US-Dollar (etwa 370 Millionen Euro) pro Jahr geschätzt, jährlich kommen in Indien 25.000 Kinder durch Leihmutterschaft zur Welt.


Das Wohl des Kindes wird in der gesamten Diskussion um Leihmutterschaft nicht berücksichtigt, kommentiert das polnischsprachige „Vatikan News“. Vielmehr werde das Kind zu einem Endprodukt von Wünschen und entstehe „in einer langen Produktionslinie, angefangen bei der Befruchtung im Labor über die Entwicklung in einer fremden Gebärmutter bis hin zur Übergabe der gekauften Ware an ein homosexuelles Paar“.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 girsberg74 6. Oktober 2019 
 

Abschaffung dieses Problems?

Das würde nur durch Verbot möglich sein. Denn bestimmte Kreise, die einen „unabweisbaren“ Bedarf reklamieren, schieben alle ethischen Bedenken beiseite, nehmen auf nichts und niemanden Rücksicht.

Die Frage, die im Beitrag nicht gestellt wird, ist, ob der zahlenmäßige Umfang des Problems nicht verkleinert werden kann.

Das betrifft vor allem diejenigen, die normal gesund sind und sich Kinder und Familie wünschen. Es scheint oft nicht realisiert zu werden, dass mit zunehmendem Lebensalter, auch bei Männern, die Fruchtbarkeit und anderes nachlässt. Damit man nach einem langen sorglosen Leben und / oder beruflicher Anstrengungen nicht in einer Torschlusshandlung hängen bleibt, sollte jeder sich selbst fragen, ob der Wunsch nach Kindern und Familie nicht einen höheren Rang hat und anderes dafür hintan zu stellen wäre.

Meist lässt sich solches einrichten, eigentlich immer, und Kinder hätten dann tüchtigere Eltern.


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