Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Kontemplation und Handeln zusammenbringen

21. Juli 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: lass dich nicht von Dingen hinreißen, die zu tun sind, sondern hör zuallererst auf die Stimme des Herrn, um gute Leistungen bei den Aufgaben zu erbringen, die das Leben dir zuweist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am sechzehnten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium von der Begegnung mit Marta und Maria (Lk 10,38-42): „Marta nahm ihn gastlich auf – Maria hat den guten Teil gewählt“:

„Als sie weiterzogen, kam er in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden“.

Auch für jeden von uns sollte es wie für Maria keine Beschäftigung oder Sorge geben, die uns vom göttlichen Meister fernhalten könnte, so der Papst. Alles müsse beiseite gelegt werden, denn wenn er uns in unserem Leben besuche, kämen seine Gegenwart und sein Wort vor allem anderen. Der Herr überrasche uns immer wieder. Wenn wir anfingen, ihm wirklich zuzuhören, „verschwinden die Wolken, Zweifel weichen der Wahrheit, Ängste der Gelassenheit und die verschiedenen Lebenssituationen finden ihren richtigen Platz“. Wenn der Herr komme, dann bringe er die Dinge immer in Ordnung.


In dieser Szene von Maria von Bethanien zu Füßen Jesu zeige der heilige Lukas die Gebetshaltung des Gläubigen, der es verstehe, in der Gegenwart des Meisters zu bleiben, auf ihn zu hören und mit ihm in der Stille in Einklang zu sein, um Platz für den Herrn zu schaffen, der „vorübergeht“, und den Mut zu finden, ein wenig mit ihm alleine ihm zu bleiben, um dann mit mehr Gelassenheit und Effektivität zu alltäglichen Dingen zurückzukehren.

Jesus lobe das Verhalten Marias, die „den guten Teil gewählt hat“. Er scheine jedem von uns zu wiederholen: „Lass dich nicht von Dingen hinreißen, die zu tun sind, sondern hör zuallererst auf die Stimme des Herrn, um gute Leistungen bei den Aufgaben zu erbringen, die das Leben dir zuweist“.

Dann sei da die andere Schwester, Marta. Der heilige Lukas sage, dass sie Jesus aufgenommen habe. Vielleicht „war Marta die ältere der beiden Schwestern, wir wissen es nicht, aber mit Sicherheit hatte diese Frau das Charisma der Gastfreundschaft“. Während Maria Jesus zuhöre, werde Marta von den vielen Diensten völlig in Anspruch genommen.

Deshalb sage Jesus zu ihr: „Du machst dir viele Sorgen und Mühen“ (V. 41). Mit diesen Worten wolle er sicherlich nicht die Haltung des Dienstes verurteilen, sondern die Anstrengungen, mit der er manchmal erlebt werde. Auch wir teilten Martas Sorge und nähmen uns nach ihrem Beispiel vor, dass wir in unseren Familien und in unseren Gemeinden das Gefühl der Akzeptanz und der Brüderlichkeit lebten, damit sich jeder „zu Hause“ fühlen könne, besonders die Kleinen und die Armen.

Das heutige Evangelium erinnere uns daher daran, dass die Weisheit des Herzens genau darin liege, zu wissen, wie man diese beiden Elemente vereinbaren könne: die Kontemplation und das Handeln. Marta und Maria zeigten uns den Weg. Wenn wir das Leben mit Freude verkosten wollten, „müssen wir diese beiden Einstellungen miteinander verbinden“: einerseits zu Füßen Jesu sitzen, um auf ihn zu hören, während er uns das Geheimnis von allem offenbare. Andererseits dann aufmerksam und bereit sein in der Gastfreundschaft, wenn Er vorbeikomme und an unsere Tür klopfe, mit dem Gesicht eines Freundes, der einen Moment der Erfrischung und Brüderlichkeit brauche.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz