Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. "Derselbe Polarstern"
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

Zum Rücktritt eines Mitarbeiters der Glaubenskongregation

5. Februar 2019 in Weltkirche, 65 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Doris Wagner-Reisinger lebt heute in Wiesbaden, Deutschland, zusammen mit einem Ex-Mitbruder, Philipp Reisinger, einem „a divinis” suspendierten Priester, der sie zivil geheiratet hat. Von Angela Ambrogetti


Vatikanstadt (kath.net/ACI Stampa) "Mit Datum vom 28. Januar 2019 hat P. Hermann Geißler den Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre darum gebeten, seinen Dienst zu beenden. Der Präfekt hat dieser Bitte entsprochen. Pater Geißler hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um weiteren Schaden von der Glaubenskongregation und von seiner Gemeinschaft abzuwenden. Er bekräftigt, dass die gegen ihn vorgebrachte Beschuldigung unwahr ist. Er legt Wert auf eine Fortsetzung des bereits eingeleiteten kirchenrechtlichen Verfahrens. Darüber hinaus behält er sich rechtliche Schritte vor."

Die Erklärung stammt von der Kongregation für die Glaubenslehre und kommt infolge einer Anklage von Doris Wagner.

Diejenige, die den Amtsträger anklagt, der seit 25 Jahren bei der Glaubenskongregation im Dienst dreier Päpste arbeitet - von Johannes Paul II. bis zu Papst Franziskus - ist eine Ex-Schwester, die aus ihrem Leben einen Feldzug gegen die Kirche und gegen gottgeweihte Kongregationen gemacht hat.


Wie sie selbst erzählt: Bei den normalen Katholiken tue sich was. Sie habe selbst an drei theologischen Fakultäten studiert. Bei den Studenten sei es normal, Sex vor der Ehe zu haben, Kinder vor der Hochzeit, homosexuelle Partnerschaften, Verhütung werde nicht als Sünde gesehen. Das sei kein Thema mehr. Die Sexualmoral der Kirche sei absurd. Aber die Bischöfe würden sich in ihrer Einstellung zu diesen Fragen wohl nicht ändern. Da habe sie wenig Hoffnung. Das Problem sei die Struktur der Kirche. Die müsste man abschaffen, aber das würde der Papst wohl nicht tun. Sie glaube, dass sich der zeitgemäße Katholizismus als kleiner extremer Kreis abspalten und sich unabhängig machen werde. (Siehe https://www.youtube.com/watch?v=QID9ZUxh-aQ 19.11.2018)

Im Herbst hat sie im Film “Female Pleasure” mitgewirkt und begann Bücher zu schreiben und an Konferenzen, wie etwa “Voices of Faith”, teilzunehmen, wo sie ihre Geschichte erzählt. Doris Wagner sagt im Film “Female Pleasure” geradeheraus: “Die Kirche ist eine Räuberhöhle geworden, ein Ort, von dem man sich besser fernhält… Alle Religionen werden genützt, um die bestehenden Machtverhältnisse zu legitimieren… Ohne öffentlichen Druck wird die Kirche nie etwas unternehmen”.
In der Folge haben verschiedene Zeitungen, besonders „La Croix international“, von sexuellem Missbrauch vonseiten zweier Priester gesprochen und es taucht der Name von Geißler auf, den Wagner beschuldigt, dass sie nach einer Beichte Annäherungsversuche erdulden musste.

Doris Wagner-Reisinger lebt heute in Wiesbaden, Deutschland, zusammen mit einem Ex-Mitbruder, Philipp Reisinger, einem „a divinis” suspendierten Priester, der sie zivil geheiratet hat und von dem sie einen Sohn hat.

Ihre Geschichte beginnt 2008, als sie als Schwester eine kurze sexuelle Beziehung mit einem Mitbruder, Pater B., hatte. Im Oktober 2011 verließ sie in freundschaftlicher Weise die Gemeinschaft.

Alles ändert sich im Jahr 2012. Sie beginnt alles unter der Perspektive des Missbrauchs, der Gewalt, der Manipulation, neu zu deuten und lernt ihren gegenwärtigen Partner kennen, einen Priester, der „a divinis“ suspendiert ist. Sie beginnt einen medialen und rechtlichen Kreuzzug.
2012 und 2013 bringt sie den Priester zur Anzeige, mit dem sie 2008 eine Beziehung gehabt hatte, wegen sexueller Gewalt. Aber sowohl in Deutschland als auch in Österreich ist das Ergebnis der Anzeige eindeutig: es handelte sich nicht um Gewalt, sondern um eine einvernehmliche Beziehung.

In verschiedenen Zeitschriften und Artikeln der deutschen Presse erzählt sie ihre Geschichte und macht sich zur Ritterin eines Kampfes zur Verteidigung von Frauen und Schwestern, die Missbrauch erleiden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orden

  1. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  2. Eine strahlende Braut Christi im isländischen Karmel - Sr. Bianca hat ihre Lebensberufung gefunden
  3. Die drei Nonnen von Goldenstein - Jetzt wird die Justiz aktiv
  4. Frankreich: Trappisten übergeben ihre Abtei an die Benediktiner von Barroux
  5. Papst an Orden: "Gehorsam ist eine Schule der Freiheit in der Liebe"
  6. Die Anfänge des Mönchtums in Ost und West - Teil 1
  7. Die Dominikanerinnen der hl. Cecilia – eine Kongregation ‚in Christus und seiner Kirche verwurzelt'
  8. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  9. ‚Unlösbare Konflikte’ – Klarissen geben Kloster in Bautzen auf
  10. Vatikan sichert sich weitere Befugnisse bei Ordensneugründung







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  14. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz