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"Kirche muss sich sagen lassen, dass sie eine Täterorganisation ist"

19. November 2018 in Deutschland, 49 Lesermeinungen
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Limburger Bischof Bätzing unter Verweis auf DBK-Missbrauchsstudie: Die Kirche "muss sich sagen lassen, dass Täter geschützt und dass falsch gehandelt wurde. Sie muss sich sagen lassen, die Opfer nicht beachtet zu haben."


Limburg (kath.net/pbl) Bischof Dr. Georg Bätzing will den Weg der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Bistum Limburg konsequent, transparent, offen und mit externer Begleitung weitergehen. Zudem soll vor allem ein nötiger Perspektivwechsel auf die Opfer hin stattfinden. Dies hat er bei einem Treffen mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem gesamten Bistum am Freitag, 16. November, deutlich gemacht. Mehr als 150 Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Diakone und Priester waren der Einladung des Bischofs zum Austausch über die Ergebnisse und Konsequenzen der MHG-Studie gefolgt. Es kam zu einem offenen, dichten und emotionalen Austausch, der deutlich machte, dass Missbrauch in der Kirche keine Marginalie ist. Nach einem dreistündigen Austausch sei das Thema nicht durch und es wäre schlimm, wenn sich dann bereits eine Zufriedenheit einstelle, sagte der Bischof. Es gehe um die Zukunft, die Entwicklung oder Nichtentwicklung von Kirche.
Die Kirche ist eine Täterorganisation

„Das was die MHG-Studie an den Tag gebracht hat, macht traurig und zornig. Die Kirche muss sich sagen lassen, dass sie eine Täterorganisation ist. Sie muss sich sagen lassen, dass Täter geschützt und dass falsch gehandelt wurde. Sie muss sich sagen lassen, die Opfer nicht beachtet zu haben. Und sie muss sich sagen lassen, systemische Faktoren, die sexuellen Missbrauch befördern, nicht im Blick gehabt zu haben“, sagte Bischof Bätzing. In den 350 Seiten der Studie stecke viel drin und an vielen Stellen handle es sich um „schwere Kost“. Deshalb brauche es eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten der Studie auf allen Ebenen des Bistums. „Ein ,Weiter so’ darf und wird es im Bistum Limburg nicht geben. Kirchenentwicklung, der Basisprozess in unserem Bistum, wird sich daran messen lassen müssen, wie es uns gelingt, die Empfehlungen aus der Studie zu diskutieren und umzusetzen“, so der Bischof. Es brauche Austausch und es müsse an einem gemeinsamen Verständnis, was unter Themen wie Klerikalismus, Machtmissbrauch und die Diskussion um den Zölibat alles zu verstehen sei.


Der Bischof kündigte an, dass es einen Prozess im Bistum Limburg geben wird, der sich mit der Bearbeitung des Themas, mit Perspektiven und den Empfehlungen der Studie befasse. Ein Projektfahrplan sei bereits in Arbeit und werde noch in diesem Jahr synodal- und kurial erarbeitet. „Worte sind genug gemacht. Wir müssen ins Handeln kommen“, so Bätzing. Zum Handeln gehöre das Sprechen über Missbrauch in der Kirche. Dazu gehöre, dass es neben einem Beauftragten als Kontaktperson für Opfer auch eine Beauftragte gebe. Auch Veränderungen im kirchlichen Prozessrecht sowie der ergebnisoffene Austausch über die kirchliche Sexualmoral, über Klerikalismus, über die Rolle der Frau in der Kirche, über Macht, über die Ausbildung von Priestern und über die Führung von Personalakten.

Die Kirche muss sich sagen lassen, dass sie eine Täterorganisation ist. Sie muss sich sagen lassen, dass Täter geschützt und dass falsch gehandelt wurde. Sie muss sich sagen lassen, die Opfer nicht beachtet zu haben. Und sie muss sich sagen lassen, systemische Faktoren, die sexuellen Missbrauch befördern, nicht im Blick gehabt zu haben
Bischof Dr. Georg Bätzing

Systemische Faktoren müssen bearbeitet werden

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bistum Limburg machten in ihren Fragen und Ausführungen deutlich, dass sie den Bischof in der Verantwortung sehen, diese systemischen Faktoren wirklich beraten zu lassen und verändern zu wollen. Es brauche den Diskurs. Es brauche eine externe Begleitung, denn die Kirchenleitung sei an vielen Punkten zu lange blind gewesen und habe geschwiegen. Es müsse unbedingt um die Opfer gehen und um deren Wünsche und Perspektiven. Und es müsse immer wieder transparent darüber berichtet werden, wo der Prozess stehe, welche Schwierigkeiten es gebe und welche Veränderungen schon initiiert seien.

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger stellten klar, dass es in der Kirche einen Kulturwechsel und eine neue Sprache brauche, die deutlich mache, worum es bei Missbrauch und bei der Bearbeitung des Themas gehe. Auch, wenn in den vergangenen acht Jahren viel geschehen sei, habe sich am System Kirche nicht viel geändert. Das System sei alt und schwer zu knacken. Krisen böten dazu aber Gelegenheit. Der Erwartungsdruck an die Kirche sei groß.
Das Bistum Limburg und die MHG-Studie

Bei dem Treffen ging es auch darum, was das Bistum Limburg zur MHG-Studie beigetragen hat: Mehr als 600 Personalakten von Klerikern, die zwischen 2000 und 2015 in der Diözese tätig waren, sind von drei externen Fachleuten untersucht und ausgewertet worden. Das Bistum hat ihnen volle Akteneinsicht gewährt. Auch die Akten aus dem sogenannten „Geheimarchiv“ waren in diese externe Auswertung eingebunden.

Das Treffen mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern war Teil des Informations- und Austauschprozesses zur MHG-Studie im Bistum Limburg. Alle synodalen- und kurialen Gremien der Diözese haben sich ein erstes Mal damit befasst und eine Weiterarbeit am Thema beschlossen. Nach der Veröffentlichung der Studie Ende September hatten sich eine Gruppe von Frauen, die in der Seelsorge im Bistum Limburg arbeiten, sowie weitere Berufsgruppen mit dem dringenden Wunsch nach einem Gespräch an den Bischof und die Bistumsleitung gewandt. Diesen Wunsch hat der Bischof aufgegriffen.

Pressefoto Bischof Bätzing


Foto (c) Bistum Limburg


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Lesermeinungen

 st.michael 20. November 2018 
 

@sebi1983 - Genauso ist es!

Volle Zustimmung zu Ihrem Post.
Wie sehr muss man die Kirche hassen, um so undifferenziert daherzuquatschen.
Unfassbar.
Dieser Bischof glänzt nicht gerade mit Gefühl und Sachverstand (Causa Wucherpfennig).
Wie Sie richtig sagen, ist die Kirche eine Stiftung Christi und damit total sakrosant, sie kann nicht sündigen.
Ja es gibt schlimme Kleriker, Täter und solche, die einfach nur als Kriminelle im Priesterrock agieren.
Wuerde man Herrn Bätzing und anderen deutschen "Welttheologen" glauben wäre ja in der Kirche implizit eine solche Täterschaft innewohnenend.
Wissen diese Typen was sie da sagen, ich hoffe nicht !


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 leibniz 20. November 2018 
 

Richtig, Bernhard Joseph!
Deshalb habe ich auch die Worte Leistungen und Kirche in Anführungszeichen gesetzt.
Und Zustimmung auch für Jaeger:
Es muss natürlich "Mitglieder*innen heißen. Wie gut übrigens, dass wir bald" Bischöf*innen" schreiben müssen. Und gerade fällt mir ein, dass alle kirchlichen Gemeinschaften bald Kirchen im vollen Sinne sein werden. Heißt es dann Kirchen oder Kirch*innen oder Kirchen*innen?


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 Bernhard Joseph 20. November 2018 
 

@Pilgervater

Was hält die Hirten des weiterentwickelten=neuen reformatorischen Glaubens von der Konvertierung ab?

Ganz einfach: da müsste man angestammte Pfründe aufgeben und um Pfründe im Apparat der EKD neu kämpfen, das macht erhebliche Mühe, zumal in der EKD diejenigen, die am Fleischtopf der kirchensteuerfinanzierten Pöstchen kleben, diese nicht einfach so hergeben.

Da ist es doch viel einfacher wenn alle auf ihren mühsam erkämpften Pöstchen bleiben, dieses aber den ersehnten Bequemlichkeiten auch im ideologischen Bereich stets neu anpassen.

Die Macht dazu glaubt man ja zu haben.

Ein häufig anzutreffender Irrtum, dem auch ich zuweilen verfalle, liegt darin, Glaubwürdigkeit zu unterstellen, wo diese überhaupt keine Rolle spielt.

Wer so schamlos den von in der Mehrzahl homosexuellen Tätern begangen Missbrauch in der Kirche nutzen will, um eine neue? Sexualmoral zu etablieren, die dann was für legitim hält?, der hat sein Gewissen am Kleiderständer zeitgeistiger Gender-Ideologie abgelegt.


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 jaeger 20. November 2018 
 

Vielsagender Sprachgebrauch

Da sind sie wieder, die "Seelsorgerinnen und Seelsorger", die aus der Kirche eine "Täterorganisation" gemacht haben. Im Sinne der gendergerechten Sprache, die allenthalben in unserer Gesellschaft zum Durchbruch geprügelt wird, möchte ich anregen, dass das Bistum Limburg endlich konsequent den nächsten Fortschritt auf dem Weg in den Abgrund geht und statt der binär-geschlechtlichen Begriffspaare einheitlich von "Seelsorger*innen" spricht. Immerhin dürften sich dann mit dem Sternchen endlich auch diejenigen angesprochen fühlen, die aufgrund ihrer Präferenzen den überwiegenden Anteil der Missbrauchsfälle im kirchlichen Bereich zu verantworten haben...


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 Bernhard Joseph 20. November 2018 
 

Liebe leibniz,

es wäre ja noch ein Trost, wenn die Protagonisten der DBK noch bestimmte zumindest ans Katholische erinnernde Leistungen anbieten würden.

Nicht mal das will man!

Statt dessen jubelt man dem Glaubensvolk nur saure Zitronen unter, weil es lediglich darum geht, den gut mit der Kirchensteuer ausgestatteten Apparat aufrechtzuerhalten. In Analogie zur heutigen Politikwirklichkeit geht es der Mehrzahl der deutschen Bischöfe nur darum dem kaschierten Klerikalismus neuer Prägung zu huldigen, ergo um Fleischtöpfe!


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 Pilgervater 20. November 2018 

Kirche der Mietlinge

Sie wollen eine andere Kirche. Statt konsequent dort hin zu gehen, wo es all das längst gibt, was ihnen solch ein Herzensanliegen ist: zur EKD, ... fühlen sich viele deutsche Bischöfe, Dekane, Generalvikare, Priester und Hauptamtliche gleichsam einer Mission verpflichtet: die Kirche Schritt um Schritt zu verweltlichen, bis sie zeitgeistkonform, aller Ecken und Kanten beraubt, schales Salz geworden ist. Statt ihre Kraft für die Neuevangelisierung dieses verweltlichten, glaubensarmseligen Apparates zu investieren, der sich hierzulande 'Kirche' nennt, setzen sie Ihre ganze Energie in diese Mission: sie telefonieren unentwegt, tauschen Mails, antichambrieren, reisen zu Gleichgesinnten, schmieden Pläne und Strategien, betreiben Personalpolitik wie einst die Genossen des DDR-Politbüros, besetzen Lehrstühle mit Häretikern, schalten lehramtstreue Priester aus, indem sie an die Ränder versetzt werden, können sich nicht oft genug mit Protestanten abstimmen... und nennen das: aufgeklärt glauben


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 leibniz 20. November 2018 
 

Verein

Bernhard Joseph und Gambrinus haben vollständig recht:
Bischof Bätzing und vermutlich auch die meisten "Mitglieder" der deutschen Bischofskonferenz verstehen unter "Kirche" einen rein weltlichen Verein, in welchem die "Mitglieder" einzahlen, um bestimmte "Leistungen" zu erhalten.
Dass man durch die Taufe mit Christus verbunden wird und so in den Leib Christi eingegliedert wird, ist offensichtlich unbekannt. Unsere Bischöfe (von wenigen Ausnahmen abgesehen) benehmen sich wie Aufsichtsräte in einem Großkonzern,welche den eigentlichen Vorsitzenden, Gott, abgewählt haben, um nun endlich ihre persönlichen Interessen verfolgen zu können.


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 Bernhard Joseph 20. November 2018 
 

@Bentheim - Apropos Kirchenbilder - Fortsetzung

"Alle Glieder müssen ihm gleichgestaltet werden, bis Christus Gestalt gewinnt in ihnen"

Schon dieser Satz müsste Ihnen verdeutlichen, dass das von Bischof Bätzing gezeichnete Kirchenbild eine Absurdität ist und in Abgründe blicken lässt.

"Bischof Bätzing meint als "Täterorganisation" (kein glücklich gewählter Begriff) die reale Kirche, die sich gegen den mystischen Leib Christi versündigt hat."

So, so, die "Täterkirche" ist also die reale Kirche und der mystische Leib Christi ist dann die irreale Kirche oder wie soll man das verstehen?

Vielleicht liegt diese Verzerrung des katholischen Kirchenverständnisses auch daran, dass ein Bischof Bätzing meint, nur weil jemand Bischof oder Kardinal sei, stelle er, ergal was und wie er etwas tut, die Kirche dar.

Da ist der Bischof klar im Irrtum, wie man an solchen Gestalten wie McCarrick sieht. Solche Typen müssen wir aus unserer Mitte herausschaffen, mehr ist nicht zu tun.


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 Bernhard Joseph 20. November 2018 
 

@Bentheim - Apropos Kirchenbilder

"... wächst durch Gottes Wirken"

Sie werden mir doch hoffentlich zustimmen, dass hier mit "Wirken" nicht Missbrauch gemeint ist.

"Ich habe euch in meinem Brief ermahnt, dass ihr nichts mit Unzüchtigen zu schaffen haben sollt.

Gemeint waren damit nicht alle Unzüchtigen dieser Welt oder alle Habgierigen und Räuber und Götzendiener; sonst müsstet ihr ja aus der Welt auswandern.

In Wirklichkeit meinte ich damit: Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und dennoch Unzucht treibt, habgierig ist, Götzen verehrt, lästert, trinkt oder raubt; mit einem solchen Menschen sollt ihr nicht einmal zusammen essen." (1 Kor 5,9-10)

Sie übersehen in Ihrer theologischen Spitzfindigkeit, ebenso wie Bischof Bätzing, dass die Kirche eben mehr ist als nur eine Versammlung der Vielen. Wer ihr zugehören will, kann und darf sich nicht gegen Gott versündigen. Wäre es anders, gäbe es keine Exkommunikation.

Täter sind allein die, die durch ihr Handeln die Kirche beschmutzen.


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 griasdigott 20. November 2018 

Volltreffer @ Gambrinus

Danke @Gambrinus !
Mit wenigen Worten haben Sie alles gesagt, so dass es jeder verstehen kann.

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar!


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 Gambrinus 20. November 2018 
 

Was für eine Unverschämtheit!

Ein Bischof beschreibt den mystischen Lein Christi. Das zeigt doch nur, dass dieser vermeintliche "Oberhirte" nicht weiss, was die Kirche ist.

Schuldig an dem Skandal sind zuerst einmal die Täter selbst, in zweiter Linie auch die Bischöfe, die ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Ich als kirchensteuerzahlender Lai fühle mich nicht als Täter, sondern als Opfer.

Bischof Bätzing manifestiert mit seiner Gleichsetzung Klerus = Kirche ganau jene klerikalistische Gesinnung, die angeblich die Hauptursache für die jetzige Krise ist.


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 Bruder Konrad 20. November 2018 
 

@ Stefan Fleischer ‚Das ist also das Ziel‘

Genauso ist es!

So fragt auch Dr. Eduard Werner im 'Fels' 11/2018 u.a.: „Warum sind Kirchenfunktionäre an so großen Zahlen interessiert? Ist es deswegen, weil man nur mit einem riesengroßen Skandal zu „Reformen“ und vor allem zur Abschaffung des Zölibats zu kommen glaubt?

Die Vorspiegelung so hoher Täter-Zahlen scheint eher ein publizistischer Missbrauch des sexuellen Missbrauchs zu sein“.


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 Bruder Konrad 20. November 2018 
 

@ Bentheim ‚Zwei Bilder von Kirche‘

Schön, dass Herr Bischof Dr.Bätzing wenigstens Ihnen geoffenbart hat,wie er zu verstehen ist.
Sonst hätten wir ihm ja völlig Unrecht getan.

Könnten Sie mir –im Vergleich zu Ihnen sicher theologisch wenig Gebildeten- auch noch verraten, was Sie mit den Zitaten aus LG 7 sagen wollen?

Danke!


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 Hadrianus Antonius 19. November 2018 
 

Entlarvend

Daß der Club wozu B. Bätzing gehört, eine "Täterorganisation" ist, ist klipp und klar.
Ich verwehre mich dagegen, daß dieser sein Club die Hl. Katholische Kirche ist.
Nirgendwo steht in der Hl. Schrift daß sein Club die "Kirche" ist.
Im Gegenteil, diese Figuren bis in die höchste Gremien hinein beweisen am laufendem Band, daß dieser Club es nicht ist.
Das ist natürlich äusserst brisant.
@Bentheim: Ihr Wunsch nach "Theologie, nicht Bellettristik" brachte mich zum herzlichen Lachen:
gerade viele Texte des inzwischen sakrosankten 2. Vat. Konzils sind doch durch und durch belletristisch und in der euphorischen Zeitgeistsprache der 60er Jahren; und die Theologie darin hat so auch ihre Tücken...


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 alfons.schaefers1 19. November 2018 
 

MHG-Studie: sexueller Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen

Die sehr missverständliche Übernahme des von feindseliger Polemik geprägten Bezeichnung als "Täterorganisation" ist zweifellos kritikwürdig und abzulehnen. Prüft man auf der Webseite der DBK das dortige Dokument mit den FAQ zu der MHK-Studie erkennt man: in der MHK-Studie wird berichtet über sexuellen Missbrauch von Knaben und Mädchen durch Priester und Diakone und z.T. Ordensleute im Dienst der Bistümer. Der Bischof spricht vor "Seelsorgerinnen und Seelsorgern" (gendergerecht!), also dem Personenkreis, dessen männlicher Anteil als mögliche Täter in Betracht käme . Gemeint sind mit "Kirche" also offensichtlich nur die amtskirchlichen Strukturen, d.h. also die Bischöfe selbst und Personalverwaltungen der Diözesen, soweit es um „Vertuschen“, Auslese und Aufsicht geht, im Übrigen um das „hauptamtliche Personal“ im kirchlichen Dienst.Tätergemeinschaft ist für die große Mehrheit dieser Personen eine unannehmbare Beleidigung. Jedenfalls sind aber nicht„wir alle“ mit "Kirche" gemeint.AS BN


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 Montfort 19. November 2018 

Derzeit versuchen Missbrauchstäter und verschiedene Lobbys,

die seit Jahrzehnten die Kirche - auch durch homosexuelle Priester - zu schwächen und zu unterwandern suchen - auch noch die "eine, heilige, katholische und apostolische Kirche" in Geiselhaft zu nehmen, um ihre Grundlagen zu zerstören und ihre Heilslehre zur Wellness-Götzenanbetung zu pervertieren.

Das aber wird Jesus Christus, das Haupt des mystischen Leibes, der die Kirche ist, nicht zulassen!

Herr, auf das Kommen Deines Gerichtes der Wahrheit und Gerechtigkeit vertrauen wir, da Du uns in barmherziger Geduld die Zeit zur Umkehr gewährst!


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 Zeitzeuge 19. November 2018 
 

Früher wurde unterschieden zwischen

der streitenden Kirche hier auf Erden,

der leidenden Kirche im Purgatorium und

der triumphierenden Kirche der Heiligen
im Himmel,

was theologisch korrekt ist.

Wer sagt "die Kirche" sollte das schon näher erklären.

Etwa so:

Die hl. kath. Kirche Christi mit dem Herrn als Haupt, auch mystischer Leib Christi genannt, verfügt hier auf Erden
leider auch über schlechte, unwürdige Glieder, sogar im Bereich der Amtsträger! Deswegen bleibt sie aber die hl. Kirche als von Gott gewollte
und von Christus gegründete Heilsanstalt!

Zu beachten ist aber auch, daß sich gemessen an der Gesamtzahl der kath. Priester wirklich nur eine kleine, wenn
auch erheblich Ärgernis gebende, Minderheit durch Missbrauchsdelikte schwer versündigt hat, diese Täter müssen, falls noch möglich, gültig beichten,
kirchenrechtlich aber hart bestraft und auch
der weltlichen Gerichtsbarkeit zugeführt werden!

"Die Kirche" kann gar keine "Täterorganisation" sein, sondern eben "nur" einzelne, unwürdige Glieder sind
Täter!


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 Zeitzeuge 19. November 2018 
 

Lieber SpatzinderHand! an Alle!

Da geistert immer noch septus (Trennwand)
als Troll hier auf dem Forum, lassen Sie sich nicht davon beirren und antworten Sie am Besten überhaupt nicht!

Das wäre eher eine Causa für die Redaktion!

Bin mal gespannt, ob unsere studierten
Fachleute hier auch einmal intervenieren!


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 Montfort 19. November 2018 

NEIN, Herr Bischof, "die Kirche" ist KEINE "Täterorganisation"!

Denn sonst wären SIE als Leiter der Diözese einer der "Haupttäter"! Vielleicht sind Sie das ja auch, das wäre zu prüfen.

Jedenfalls scheint Bischof Bätzing einer der Haupttäter der Zerstörung der kirchlichen Lehre zu sein, wenn er den "ergebnisoffene Austausch über die kirchliche Sexualmoral" propagiert!

Heilger Erzengel Michael, du Patron Deutschlands, verteidige uns...!


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 Aschermittwoch 19. November 2018 
 

Mir tut der Herrgott leid!

Herr Bätzing, können Sie sich noch Bischof nennen ohne rot zu werden? Sie nehmen Hr. Wucherpfennig, der Homosexualität positiv bewertet, dem Sie das Priesterseminar und so auch Ihre zukünftigen Priester anvertrauen, in Schutz. Die ganze Misere des Missbrauchs nahm doch in der Ausbildung seinen Anfang. Wenn Sie nun Ihre zukünftigen Priester nicht vor Verführer schützen, so sind Sie nicht Hirte sondern Täter, inklusive der Täterschaft im Vatikan.
Mir tut der Herrgott leid. Ein solch miserables Bodenpersonal hat er nicht verdient!


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 hape 19. November 2018 

MHG-Studie?

Bhf. Bätzing bezieht sich in seinem Statement auf die MHG-Studie. Diese wurde aber doch von Prof. Manfred Lütz als "mangelhaft und kontraproduktiv" (DT, 25.9.18) kritisiert. In der DT heißt es weiter: "Offensichtlich ist man der Versuchung erlegen, eine Studie mit schwacher Datenbasis dadurch öffentlich zu platzieren, dass man – ohne Datenbasis – die üblichen kirchenkritischen Themen raunend oder dezidiert anspricht, was sofort für öffentliche Aufmerksamkeit sorgt."

Eine Antwort der DBK auf die Kritik von Lütz ist mir nicht bekannt, sodass ich mit schon gefragt habe, ob die DBK diese Studie klammheimlich in den Reiswolf gegeben hat. Dort, wo sie hingehört.

Bhf. Bätzing zeigt nun aber eindrucksvoll, wozu diese mangelhafte Studie tatsächlich benötigt wird: zur Rechtfertigung fragwürdiger kirchenpolitischer Ziele.


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 Bentheim 19. November 2018 
 

Bernhard- Joseph: Lumen gentium Nr. 7

"Als Mystischer Leib Christi wird die Kirche verstanden, die vom heiligen Paulus mit einem Leib verglichen wird, dessen Haupt Christus ist und in den die Christen durch die Taufe im Heiligen Geist als ihn ständig erneuerndes Lebensprinzip eingegliedert werden (1 Kor 12,13 EU). Von Christus als dem Haupt her wird der ganze Leib durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten und wächst durch Gottes Wirken (Kol 2,19 EU).

„In jenem Leibe strömt Christi Leben auf die Gläubigen über, die durch die Sakramente auf geheimnisvolle und doch wirkliche Weise mit Christus, der gelitten hat und verherrlicht ist, vereint werden. [...] Das Haupt dieses Leibes ist Christus. [...] Alle Glieder müssen ihm gleichgestaltet werden, bis Christus Gestalt gewinnt in ihnen (vgl. Gal 4,19 EU).“

– Zweites Vatikanisches Konzil, Lumen gentium Nr. 7.


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 Witzbold 19. November 2018 
 

JA, Kirche im Bistum Limburg = Mit-Täterorganisation

http://kath.net/news/63585

Der tödlichste Punkt in diesem betroffenheitsschwangeren Buß-Spektakel wurde nämlich ganz und gar vergessen:

Täter-Komplizenschaft mit der Abtreibungsindustrie, Stichwort: Pseudolebensberatungs-Schein-Verein "Donum Vitae"!

Nur wenn die Betroffenheit über den andauernden Abtreibungsskandal mindestens ebenso groß und mutig zur Schau gestellt wird, kann der Eindruck vermieden werden, die Limburger Kirche würde doch nur jene Straftaten öffentlich ankreiden, die in der momentanen gesellschaftlichen Wahrnehmung tabu und verabscheuungswürdig sind.

Pp. Franziskus: "Abtreibung = Auftragsmord!", wo er Recht hat, hat er Recht...


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 Kirchental 19. November 2018 

@bentheim

Selbst bei dieser wohlwollenden Auslegung des Bischofs wäre ich immer noch wütend.

Denn auch diese Kirche, von der sie sprechen, ist keine Täterorganisation.

Die Deutschen fahren nicht bei Rot über die Straße, die vergewaltigen nicht und morden nicht. Das sind traurige Einzelfälle.

Und auch in der Kirche haben einige wenige missbraucht und andere wenige vertuscht. Insgesamt viel zu viele - aber es war nicht DIE Kirche.

Diesen Schuh ziehe ich mir nicht an.
WIR haben keine Fehler gemacht und deshalb müssen WIR uns auch nicht entschuldigen. Und DIE Kirche leidet unter der Schweinerei einiger ihrer Kleriker und Führungskräfte - aber DIE Kirche - auch die diesseitige ist eine Vereinigung von gläubigen Menschen Guten Willens!


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 Bernhard Joseph 19. November 2018 
 

@Bentheim - Es geht hier nicht um beliebige ausdeutbare Kirchenbilder

Darf ich nochmals Henri de Lubac zitieren, dem Sie hoffentlich nicht ein belletristisches Kirchenverständnis unterstellen wollen: "Die Kirche als ganze und als einzige, heute, gestern und morgen ist das Sakrament Christi. Versteht man sie recht, so ist sie überhaupt nichts anderes. Oder der Rest ist Zugabe...Zuweilen scheint sie sich zu kompromittieren, denn der ihr beistehende Geist gibt nicht jedem ihrer Vertreter oder allen, die sich auf sie berufen, fehlerlose Hellsicht oder Tatkraft, er bewahrt sie nicht vor jedem Fehltritt. Es gibt nicht nur Männer der Politik, sondern auch Männer der Kirche, die da versuchen, die Braut Christi zum Werkzeug ihrer weltlichen Kombinationen zu machen... Sie ist die Kirche Gottes. Zeugin unter den Menschen von göttlichen Dingen. Sie wohnt jetzt schon in der Ewigkeit."

Das, verehrter Bentheim, ist die reale(!!) Kirche und nur von dieser realen(!) Kirche lässt sich als Kirche sprechen. Priester sind DIENER der Kirche, nicht mehr und nicht weniger.


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 Bentheim 19. November 2018 
 

Zwei Bilder von "Kirche"

Durch die Reihe der z.Zt. 24 Postings gehen zwei Bilder von "Kirche": Kirche als der "mystische Leib Christi" und Kirche als die reale Gemeinschaft der Priester und Gläubigen im Gottesdienst.
Bischof Bätzing meint als "Täterorganisation" (kein glücklich gewählter Begriff) die reale Kirche, die sich gegen den mystischen Leib Christi versündigt hat. Das kann man auch noch anders formulieren und die paulinische Ekklesiologie heranziehen. Mir ist aber zunächst nur daran gelegen, verständlich zu machen, dass ohne die Berücksichtigung der beiden Bilder von Kirche der Artikel nicht zu verstehen ist. Wer vom Gegenteil überzeugt ist, der kläre uns bitte auf, aber bitte theologisch und nicht belletristisch!


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 Zeitzeuge 19. November 2018 
 

Was heisst. ich zitiere:

"ergebnisoffener Austausch über die kirchliche Sexualmoral"?

Ich hoffe nicht, daß damit die schändlichen Missbrauchtaten irgendwie instrumentalisiert werden sollen!

Im übrigen schliesse ich mich den Kritikern/innen des Bischofs an!

Nachtrag:

Da mir hier an anderer Stelle unterstellt wurde, durch Benennung eines Zitats würde ich mir die Meinung des Zitatgebers aneignen:

Bischof Bätzing wurde von mir lediglich zitiert, das Zitat entspricht absolut nicht meiner persönlichen Auffassung,
ich hoffe, daß war klar genug!


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 lesa 19. November 2018 

Den Teufel kann man nicht mit Beelzebul austreiben

Die Krise der Kirche ist ein ganzheitliches Phänomen entsprechend der Erkrankung der Gesellschaft. Die Kirche hätte von ihrem Wesen und von den ihr geschenkten Gaben und Sakramenten und durch die lebendige Überlieferung Kraft u. Licht, dem vergifteten Meer Wasser der Entgiftung und Gesundung zuzuführen. Bischof Bätzing merkt wohl nicht, dass er mit jenen den Geist schwächenden Elementen vorangehen will, die die Wüste produziert haben!
Eines der Resultate des Zerfalls der Familie: Seelisch angeschlagene, geschwächte, von Süchten gequälte Menschen. Natürlich hat das sehr viel mit "Frau" zu tun: Genau in der anderen Richtung, als der von B. Bätzing hier anvisierten: Emanzipation und Erfülltheit der Frau und seelisch gesunder Nachwuchs hängt damit zusammen, ob sie Einsicht und Möglichkeit hat, sich mit ihrer "Macht", sich dieser ihre lebensspendenden und Lebens-und kulturerhaltenden Rolle als Frau und Mutter wieder zu identifizieren.
Die Vorgabe und Offenbarung Gottes - das wär`s!


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 girsberg74 19. November 2018 
 

Fehlt noch einer in dieser Riege?

Nachdem Bischof Ackermann sich kürzlich (im „Spiegel“) geäußert hat, nun auch Bätzig. Haben diese „Hirten“ nichts besseres zu tun?
Wenn Bätzig die Kirche als Täterorganisation bezeichnet, so muss er mehr bringen als Allgemeinplätze, wenn er nicht Stroh dreschen will.
Seine Rede impliziert, dass auch er ein Täter ist. Hat er diese Organisation selbst gesucht oder ist er jahrelang dem falschen Ziel nachgelaufen und merkt erst jetzt etwas?

Zurück zur Überschrift: Es ist schon alles gesagt, nur haben noch nicht alle alles gesagt.


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 Dottrina 19. November 2018 
 

Eigentlich eine Frechheit!

Wie kann Bischof Bätzing nur solchen Mist von sich geben. Ich schließe mich den meisten Kommentatoren an, besonders @Bernhard_k, der es kurz und bündig auf den Punkt bringt. DIE Kirche selbst KANN gar nicht sündigen als Braut Christi. Diese "Hirten" beflecken ihr makelloses Kleid mit jedem Wort und jeder Untat, die sie sagen bzw. begehen. Ja, dieser Augiasstall muss schnellstmöglich ausgemistet werden.


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 Bernhard Joseph 19. November 2018 
 

Kardinal Henri de Lubac: "Die Kirche" / Zum Kirchenverständnis von Bischof Bätzing

"Das Mysterium der Kirche, ihr Geschenk an uns, steht immer oberhalb dessen, was wir praktisch darleben. Nur ein geringer Teil der uns von der Mutter ausgeteilten Gaben machen wir uns jeweils zu eigen. Doch müßte ein Katholik schon ein ungeratener Sohn sein, wenn er nicht in den Dankeshymnus des Dichters einstimmen wollte: "Gepriesen sei stets die große ehrwürdige Mutter Kirche, an deren Knien ich alles gelernt habe " (Claudel). Wirklich haben wir alles durch sie gelernt und hören nicht auf, täglich neu alles durch sie zu lernen. Sie kündet uns Tag für Tag das Gesetz Jesu Christi, legt uns sein Evangelium in die Hand und hilft uns bei dessen Entzifferung. Wo wäre dieses kleine Buch hingeraten, in welchem Zustand wäre es auf uns gekommen, wenn es (was unmöglich ist!) nicht in der großen kirchlichen Gemeinschaft entworfen, dann in ihr erhalten und von ihr ausgelegt worden wäre? Welche Verbildung hätte es sonst erlitten, welche Verstümmelungen sowohl im Wortlaut wie im Verständnis?"


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 agora 19. November 2018 
 

Kirche als Täterorganisation?

Mißbrauch des Mißbrauchs! Dieser Bischof ist ein Täter!


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 RJN 19. November 2018 
 

Kirche: Leib Christi nicht Täterorganisation

Kirche als Täterorganisation - so ein Unsinn! Weder sind die geistlichen Fundamente noch Ziel und Zweck oder die Mittel der Kirche die einer Täterorganisation. Die Kirche war, ist und bleibt der auf Erden sichtbare Leib Christi, in den allerdings "Täter" massiv eingedrungen sind. Ich habe diese saudummen Bischöfe satt, die unter dem Deckmantel einer Schuld der Kirche das Projekt einer anderen, selbstgemachten und zeitgeisthörigen Kirche betreiben, dabei aber die Herzen der Gläubigen, vor allem der Priester und Seminaristen leer lassen. Ärgerlichste Missstände gab es zu allen Zeiten, aber noch nie wurden sie so sehr als Vorwand genommen, um die Grundlagen der Kirche zu untergraben (die verheerende Reformation einmal ausgenommen). Bätzing sollte sich lieber einmal in der Kirchengeschichte umschauen, um Inspirationen für eine wirkliche Erneuerung der Kirche zu finden!


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 hape 19. November 2018 

Generalverdacht

Mit der Selbstbezeichnung der Kirche als „Täterorganisation“ macht sich Bhf. Bätzing eine abwertende Sicht auf die Kirche zu eigen. Man fragt sich unwillkürlich, wessen Bischof er nun eigentlich ist: der Bischof der Kirchengegner oder der Gläubigen? Bätzing möchte den Opferanwalt spielen, aber er solidarisiert sich ja gerade nicht mit den Opfern. Stattdessen wirft er sich den Kirchengegnern an den Hals. Denn die Rede von der Täterorganisation verdunkelt den Blick auf das eigentliche Problem. Nämlich, das die Täter v.a. Homosexuelle sind, die ihren Glauben verloren haben. Nur, wer das ehrlich anspricht, kann den Opfern wirklich gerecht werden. Homosexuelle sind aber nur eine winzige Teilmenge der Kirche, wenn auch mit großem Einfluss. Evtl. gibt es hier auch ein strukturelles Problem. Dieser Umstand rechtfertigt aber auf keinen Fall die plumpe Rede von der„Täterkirche“. Damit stellt Bätzing die weitaus größere Zahl der rechtschaffenen Priester und Mitarbeiter unter Generalverdacht.


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 Msgr.Regensburg 19. November 2018 
 

Was?

Weiß Bischof Bätzing denn nicht, was die Kirche ist?
Es ist zutiefst bestürzend, wenn ein Bischof vor lauter angeeigneter Main-Stream-Sprache nicht mehr die richtigen Worte findet.
Ihm muß doch klar sein, daß die Kirche von Jesus Christus eingesetzt wurde, mit allen Regeln und Sakramenten, um die Seelen in den Himmel zu führen.
Das sündhafte, schlechte und falsche Verhalten einiger (evtl. vieler) (auch hoher) Geistlicher und hauptamtlichen Nichtgeistlichen in der Kirche gehört nicht zur Definition der Kirche - sondern der Hölle. Hätte Bätzing nicht sagen müssen, wir Bischöfe müssen uns sagen lassen, daß wir die Hölle gewähren lassen statt sie mit geübter Heiligkeit, Demut und mit der Hilfe der Heiligen zurückzudrängen und so den Seelen wieder den Weg in den Himmel zu bahnen.


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 jabberwocky 19. November 2018 

Mich macht die "Qualität" der sogenannten "Hirten" im Grunde fassungslos

Das ist die Situation:
Die halbe Weltkirche wird derzeit bis ins Mark erschüttert von unzähligen Mißbrauchsfällen auf fast allen Kontinenten. Es heißt, zwischen 80% und 90% dieser Mißbrauchsfälle sind homosexuell motiviert und wurden von schwulen Priestern an Buben, jungen Männern und Seminaristen begangen. Zeitgleich wird ein Herr Wucherpfennig im Priesterseminar von Limburg zum Direktor ernannt, der homosexuelle Partnerschaften gesegnet sehen möchte. Der Vatikan erteilt das Nihil obstat, und Bischof Bätzing begrüßt das. Er befürwortet also, daß seine eigenen Priesteramtskandidaten in seinem eigenen diözesanen Priesterseminar einem Direktor unterstellt werden, der Homosexualität positiv bewertet. Mich macht das fassungslos. Wie es ein kathnet-User vor Jahren mal schrieb:
Dem Wolf wird die Hirtenverkleidung langsam unbequem.
Herr, bitte miste diesen Augiasstall aus und schenke uns Hirten nach Deinem Herzen!


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 Hausfrau und Mutter 19. November 2018 
 

Täterorganisation????

Herr Bischof: wenn die Kirche eine Täterorganisation ist, dann trete ich sofort zurück. Das meine ich ernst!

Ansonsten sehr mit SpatzInDerHand einverstanden.

H&M

Bitte "wenn" nicht übersehen!


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 bernhard_k 19. November 2018 
 

So viel geredet und doch nichts gesagt ...

Die Ursachen und Maßnahmen fehlen doch.

Ursache: Versagen einzelner, homosex. veranlagter Priester aufgrund fehlender Liebe zu Jesus Christus

Maßnahmen: Klartext sprechen, Homosexualität ansprechen, Homolobby rauswerfen, Zölibat und katholische Sexualethik wieder hoch schätzen lernen ...

DIE Kirche SELBST (=Leib Christi) macht gerade KEINE Fehler! Sie war, ist und bleibt immer weiß und rein wie die Mutter Gottes!

Sprecht ENDLICH Klartext!


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 Stefan Fleischer 19. November 2018 

Das ist also das Ziel

"Auch Veränderungen im kirchlichen Prozessrecht sowie der ergebnisoffene Austausch über die kirchliche Sexualmoral, über Klerikalismus, über die Rolle der Frau in der Kirche, über Macht, über die Ausbildung von Priestern und über die Führung von Personalakten. "
Ich habe schon lange den Eindruck, dass Satan und seine (sich dessen oft nicht bewussten) Helfer den ganzen, sicher nicht zu leugnenden, Skandal schamlos ausnutzen, um ihre eigene Agenda durchzusetzen.


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 MSM 19. November 2018 
 

Sie sollten sich schämen!!!!...

Die gesamte Riege derer, die die Missbrauchsopfer abermals missbrauchen, um die eigene Agenda voranzutreiben! Wie zu erwarten, fallen wie immer die selben Schlagwörter: Klerikalismus, der böse Zölibat und natürlich darf auch die Rolle der Frau in der Kirche nicht fehlen!

Unsere heilige Mutter Kirche - der mystische Leib unseres Herrn - wird in diesen Tagen abermals vor den Hohen Rat geschleppt und von denen verleumdet und mit dem abscheulichsten Unrat beworfen, die behaupten, ihre Diener und Hirten ihres Volkes zu sein.

Wie sie plötzlich alle aus ihren Löchern kriechen, nur, um sich an ihr auszulassen, während sie Mitleid mit den Opfern, Offenheit und Transparenz heucheln...


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 Bernhard Joseph 19. November 2018 
 

@Uwe Lay - Sehr richtig

Durch Bischof Bätzings Verallgemeinerung der Kirche als "Täterorganisation" wird die eigentliche Ursache des Missbrauchs verschleiert, so als wären alle Priester potentielle Täter.

Tatsächlich sind aber nicht die Mehrzahl der Priester Täter sondern nur ein kleiner Teil, der aber einen durchaus großen Einfluss in der Kirche seit dem II. Vaticanum gewonnen hat, wie z.B. dieser ekelhafte McCarrick.

Solche Typen, die den Glauben lediglich als Deckmantel benutzten, sind die Ursache für das Übel, das sich in der Kirche ausgebreitet hat und weiter ausbreitet.

Es ist doch geradezu lächerlich, wenn, wie hier Bischof Bätzung, nun von progressiven Kreisen in der Kirche das Gewissen durch angebliche Systemzwänge (Zölibat) ersetzt wird. Missbrauch hat mit den grundlegenden charakterlichen Defiziten derer zu tun, die ihn begehen und nicht damit, dass Frauen keine Priester werden können.

In den Priesterseminaren wurde in den letzten 50 Jahren zu wenig auf die Eignung der Seminaristen geachtet.


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 Kirchental 19. November 2018 

Daher weht der Wind!

Wenn DIE Kirche sich sagen lassen muss, dass DIE Kirche eine Täterorganisation ist, wenn systemische Faktoren in DER Kirche schuld am Missbrauch sind, wenn es in DER Kirche einen Systemwechsel braucht und das System Kirche alt und schwer zu knacken ist

ja dann ist doch eigentlich die Richtung klar vorgegeben :

Das, was bisher für DIE Kirche wesensbestimmend war, muss schleunigst über Bord gekippt werden.

Endlich ist ein Grund gefunden, den Mief aus 2000 Jahren ordentlich auszulüften!

Heiliger Michael hilf!


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 Herbstlicht 19. November 2018 
 

Wenn Täter, die als Priester in Diensten der Kirche stehen und sie z.B. bei der Wandlung in "persona Christi" handeln und dennoch sexuell übergriffig wurden oder gar Missbrauch begangen haben, hat das herzlich wenig mit der "Rolle der Frau in der Kirche" zu tun, vielmehr mit einem zweifelhaften Charakter und fragwürdigem, äusserst mangelhaftem Gewissen.


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 Bernhard Joseph 19. November 2018 
 

@Winrod

In der Tat ist das Kirchenbild von Bischof Bätzing höchst problematisch und die Frage ist dabei erlaubt, ob überhaupt noch katholisch, denn Bischof Bätzing wirft Täter und Kirche in einen Topf, das geht aber so gar nicht.

Dass es Gruppen in der Kirche gibt, die die Braut beschmutzen, kann doch nicht heißen, dass die Braut selbst zur Täterin gestempelt werden darf!

Die Kirche hat niemanden zum sexuellen Missbrauch angeleitet, vielmehr haben sich Tätergruppen von der Lehre und dem Gehorsam gegenüber Gott emanzipiert und die Kirche lediglich missbraucht für ihre niedrigen Motive.

Nicht der katholische Glaube bildet also die Ursache für den Missbrauch, sondern seine Missachtung von Teilen des Klerus.

Die Täter haben sich sowohl gegen ihre Opfer als auch gegen Gott und die Kirche versündigt.

Wenn Bischof Bätzing nun von der Kirche als Täterin spricht, dann offenbart sich darin ein Kirchenverständnis, über das sich ein Henri de Lubac oder ein Romano Guardini sehr verwundert hätten.


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 Uwe Lay 19. November 2018 
 

Zur Desinformationskampagne -aktiver Täterschutz

Es ist erstaunlich, wer alles angeblich Schuld sein soll an den Mißbrauchs-fällen: die Kirche als Ganzes, der Zölibat, das fehlende Frauenpriestertum, die Sexuallehre der Kirche- all denen wird der schwarze Peter zugespielt und das nur um des Täterschutzes willen, damit nicht die gelebte Homosexualität in der Kirche thematisiert wird.
Uwe C.Lay Pro Theol Blogspot


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 SpatzInDerHand 19. November 2018 

"Täterorganisation", das trifft es, da bin ich ausnahmsweise mit Bischof Bätzing einer Meinung!

Die Frage für mich ist: was macht das mit mir? Ich habe an diesen Verbrechen keinerlei Anteil. Ich wollte nur Jesus Christus, dem Heiland nachfolgen - und nun finde ich mich in einer Täterorganisation wieder. Spirituell geht das an mir nicht spurlos vorbei...


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 Bernhard Joseph 19. November 2018 
 

Bitte etwas klarer!

Die Kirche muss sich vor allem sagen lassen, dass in ihr eine gewisse Gruppe, die eine starke Lobby in der Kirche bildet, sowohl zum Täterkreis als auch zu den Schützern dieses Täterkreises gehört.

"Es brauche Austausch und es müsse an einem gemeinsamen Verständnis, was unter Themen wie Klerikalismus, Machtmissbrauch und die Diskussion um den Zölibat alles zu verstehen sei."

Nein, der Zölibat oder die Unmöglichkeit des Priestertums für Frauen sind nicht das Problem, sondern die fehlende Sittlichkeit in einem Teil des Klerus, der den Glauben nur scheinhaft lebt.

Bischof Bätzung will die eigentliche Ursache des Missbrauchs, der in der überwiegenden Mehrzahl männlichen Opfer, nicht ansprechen.

Papst Benedikt XVI. hat die richtigen Konsequenzen gezogen und für homosexuell orientierte Männer den Zugang zum Priesterseminar ausgeschlossen.


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 Winrod 19. November 2018 
 

Nein, Exzellenz!

Die Kirche muss sich das nicht sagen lassen! Man schießt doch nicht mit Kanonen auf das eigene Schiff, als wäre die ganze Besatzung korrupt. So sieht Kapitulation aus! wo bleibt die Differenzierung?


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 Sebi1983 19. November 2018 
 

Der Begriff "Täterorganisation" ist ein Skandal!

DIE Kirche besteht im Jahr 2018 auf Erden aus ca. 1,3 Mrd. Katholiken.
Täter sind ausschließlich die Priester, die Missbrauch begangen haben. Schuldig gemacht haben sich Bischöfe, Generalvikare und Personalchefs, die vom Missbrauch wussten und nicht richtig reagiert oder gar vertuscht haben. Also kann von einer "Täterorganisation" nicht die Rede sein, denn der überwiegende Großteil der Katholiken (Priester und Laien) haben mit Missbrauch nichts am Hut.

Soll Bischof Bätzing Ross und Reiter beim Namen nennen und sich nicht hinter Allgemeinpätzen verschanzen, hinter denen sich die persönlich Verantwortlichen gemütlich verstecken können.

Ganz ähnlich ist, wenn Kardinal Marx ständig davon redet, dass "wir" besser werden müssen, dass "wir" nicht hingeschaut haben usw. Wer ist denn "wir"? Das sind einige Verantwortliche, die ihre Verantwortung nicht wahrgenommen haben: Also Namen nennen und sich nicht hinter Allgemeinplätzen verstecken, die unschuldige Menschen in Mithaftung nehmen.


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