Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. 'Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder'
  4. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  5. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  6. Genderkompatible Monstranz
  7. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  8. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  9. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  10. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  11. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  12. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa
  13. Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum bringt ‚Jesus als queere Person’ auf die Bühne
  14. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  15. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“

Blasphemie ist keine Satire

2. Juli 2018 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie tief kann das nicht offizielle katholische Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland noch sinken? Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
„Wohl dem Mann, der nicht [..] im Kreis der Spötter sitzt,!“, so beginnt der erste Psalm. Wer die Eucharistie auf spöttische Weise mit Fußball vergleicht und das als Satire verkauft, ist wohl in der Tat so einer mit dem man gemäß Ps 1,1 nicht zusammen sitzen möchte. Angewidert wendet man sich ab.

Dabei könnte man auf den ersten Blick so einen Vergleich sogar noch als zeitgemäße Dummheit abtun. Doch was soll man sagen, wenn es eine Satire unter dem Label der eigenen, der katholischen Bischöfe ist. Wie tief können wir noch sinken?

Man kann vielleicht noch darüber spekulieren, ob man einen Bischof mit seiner Zuneigung zu einen Fußballverein necken sollte oder nicht. Dies aber zu tun und in einem Atemzug von Gewinnern und Verlierern im Kommunionstreit zu reden, ist geradezu widerwärtig. Es geht um nicht weniger als die Mitte unseres Glaubens, die der ehemalige CvD des umstrittenen Nachrichtenportals der kircheneigenen Firma APG hier verspottet.

Was man schon bei einem weltlichen Portal rügen müßte, ist für ein Portal im Besitz des deutschen Episkopats unerträglich. Man wird vergeblich auf Konsequenzen warten. Solcherart häßliche Verachtung des Allerheiligsten ist offensichtlich gewollt, sonst gäbe es sowas nicht.


Wenn man sich seitens der Bischöfe an die höfische Tadition hält, einen Hofnarren zu zu beschäftigen, dann doch bitte einen, der sein satirisches Handwerk auch versteht. Das Lachen bleibt einem mehr als einmal im Halse stecken, liest man die angebliche Satire in Gänze.

Angesichts der Tatsache, daß Herr Löw und seine Millionäre inzwischen wieder wohlbehalten in ihren Luxushäusern und -appartments angekommen sein dürften, ist der Begriff Märtyrer für die Nationalmannschaft nicht satirisch sondern zynisch. Es kommen einem Bilder ins Gedächtnis, Bilder von knienden gefesselten Menschen in orangen Sträflingsanzügen, die so gedemütigt ihre Enthauptung erwarteten. Diese Bilder gingen um die Welt. Märtyrer, das wird Steffen Zimmermann in seiner aufgeblasen ignoranten Weltsicht wohl nicht wahrhaben wollen, sind eine bittere Realität des christlichen Glaubens. Auch und gerade heute wieder gibt es Menschen, die um Christi Willen das Matyrium erleiden. Das ist nichts, worüber ein angeblich katholisches Internetportal Witze machen sollte.

Im Sinne von Chesterton oder Lewis könne man sagen, unkomische Satire sei ein Zeichen mangelnden Glaubens, so kommentierte einen Leserin in meiner Facebooktimeline. Wahr gesprochen. Solches sollte einem zum Nachdenken anregen. Guter Humor ist nämlich nichts schlechtes, ganz im Gegenteil.

In der Tat kann man entgegen allen Erwartungen im Hause APG Satire schreiben. Wirklich! Es gibt Publikationen, die sind wahre Schenkelklopfer. In einer fingierten - leicht als Satire erkennbaren - Stellenanzeige bewirbt das Portal seine leeren Sitzmöbel. Es gibt wohl einen ernsten Hintergrund, denn das Personal fluktuiert dort offensichtlich sehr stark. Umso besser, wenn man das mit Humor sehen kann und die jungen Leute, die bei APG kündigen, wollen ja auch noch was vom Leben haben.

Es seien keine heiligen Stühle, läßt man die Leser wissen. Wer würde das bezweifeln? Wenn man sich für die Stelle interessiere, solle man einen Hirten nicht für einen Schäfer halten. Ja, was ist denn eine Hirte bitte sonst? Und außerdem so kann man lesen, darf man als Redakteur des Portals dem Kindergartenalter kaum entwachsen sein. Keine der Kollegen habe die WM 1974 erlebt, erfährt man. So erklärt sich also das oft infantile Geschreibsel. Jetzt wissen wir das.

Zu allem Übel aber solle man möglichst nach der Erstkommunion noch mal in der Kirche gewesen sein. Wenn nicht, so scheint das dennoch kein Hindernis zu sein, darf man annehmen. Es ist gut, wenn man auch das mit Humor sehen kann. Den Vogel schießt der letzte Satz ab: „Anfangen kannst Du gleich morgen! Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!“

Lassen Sie mich kurz überlegen. Ach, nein, sorry, das geht nun wirklich! Ich habe nämlich keine Ausbildung als Kindergärtner und es ist mir entsetzlich peinlich, aber ich habe Gerd Müller noch live in Aktion erlebt. Vorschlag für die Zukunft: Der Verfasser des Stellenangebots schreibt künftig die Satiren. Der kann es wenigstens.

ZUR DOKUMENTATION: Der peinliche SATIRE-VERSUCH des "nicht offiziellen" Portals der Deutschen Bischofskonferenz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 3. Juli 2018 

@leibnitz: Ihre Sicht, auf "Derartiges" nicht einzugehen, ist in Tausenden von Fällen das einzig Richtige. Da würde man in unserer Zeit gar nicht mehr fertig werden bei dieser seelischen und geistigen Verarmung. Aber, wie gesagt, nicht immer. Auch der Hl. Paulus sagt, dass man in gewissen Fällen solchen Leuten den Mund stopfen soll.
Wie viele das lesen, müssen wir dem Heiligen Geist überlassen. Kath.net wird jedenfalls von sehr vielen "Beobachtern" ständig gelesen, wie ich täglich feststelle. Das ist für beide Teile ein gutes Zeichen.


1

0
 
 Walter Knoch 3. Juli 2018 

Streben nach Vollendung

Man muss sich nicht nur zeitgeistgemäß durch den Kakao ziehen, man muss den Kakao auch noch trinken.

Welches und wessen Geschäft wird hier eigentlich auf den Seiten des "offiziellen" Portals der deutschen Bischöfe betrieben?


1

0
 
 leibniz 3. Juli 2018 
 

@lesa,von diesem Aspekt her haben Sie natürlich recht. Nur, wer von diesen "Verirren" liest kath net oder geht sogar auf die Seite des Herrn Winnemöller?


0

0
 
 lesa 3. Juli 2018 

... der sich über alles was Gott heißt und Gottesverehrung hinwegsetzt ...

Spott ist immer ein Zeichen von Angst. Blasphemie aber deutet darauf hin, dass da andere Kräfte von jemandem Besitz ergriffen hat. Das, worüber sie sich äußern - Lourdes, Weihwasser etc. und so ihren inneren Notstand bezeugen) ist ein deutlicher Hinweis darauf. "Denn zunächst muss der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbar werden, der Sohn des Verderbers, der sich über alles hinwegsetzt was Gott heißt oder Gottesverehrung, und schließlich sich selbst in den Tempel setzt und vorgibt, er sei Gott." (2 Thess 2) Letzteres tut ja, wer mit Geld und Namen der Kirche so redet.


1

0
 
  3. Juli 2018 
 

Neu- Heidentum auf Kosten der Kirche

Diese antichristliche Entgleisung hat mit Satitre nichts zu tun.
Am besten der Mann bekennt sich zu seinem Fußballgötzen und dies schweigend.


2

0
 
 borromeo 2. Juli 2018 

Das Selbstverständnis von katholisch.de

laut der Eigenbeschreibung im Webauftritt: "Katholisch.de ist das Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland" und "Katholisch.de versteht sich als Nachrichten- und Erklärportal der katholischen Kirche in Deutschland".

Mit dieser eigentlich hehren Zielvorgabe ist der Beitrag des Herrn Zimmermann nicht ein Jota zu vereinbaren. Satire? Daß ich nicht lache! Ja genau, lachen und schmunzeln geht nicht, das bleibt mir vor Empörung im Halse stecken!

Fluchen ("wo zur Hölle"), Verhöhnung echter Märtyrer für den Glauben, Lourdes, das Rosenkranzgebet und Weihwasser durch den Kakao ziehen und das unter dem Deckmantel mit Namen Satire zu verbrämen, ist wirklich allerletzte Schublade, erst recht auf einem selbsternannten Katholisch-Erklär-Portal!

Herr Zimmermann, um es mit Ihren Worten zu sagen: Ich diagnostiziere bei Ihnen eine schlimme Zeitgeist-Vergiftung und beantrage daher für Sie die Rote Karte samt Entzug der Spielberechtigung auf einem sich katholisch nennenden Portal!


6

0
 
 Mmh 2. Juli 2018 
 

Wer liest denn diesen Schwachsinn eigentlich?

Ist ja auch kein Wunder, jetzt wo offiziell bekannt gegeben wurde, dass die Redaktion Schülerzeitungsniveau hat, und man das auch so ok findet.

Diese Polemiken sind so billig, diese Blasphemien so banal und diese Feindbilder so erhaben wie die gegen sie gerichteten Vorwürfe abgedroschen sind, dass ich mich darüber in keiner Weise zu echauffieren vermag. Vielleicht bin ich auch nur abgestumpft. Ich geh jetzt die Kirche zu sperren.

Lieber Heiland, gut` Nacht


1

0
 
 Johann Sajdowski 2. Juli 2018 
 

No comments

Warum wohl hat katholisch.de die Kommentarfunktion abgeschaltet? Weil ihnen die Kritik über die Hutschnur ging.


17

0
 
 Mariat 2. Juli 2018 

Über so eine Stellenanzeige muss man eine Satire schreiben...lich aus ...

Dort darf man seine Arbeitszeit dazu nützen, auf diesem gezeigten Stuhl zu sitzen.
Ein Drehstuhl, welche Freude.

Es wird nicht viel Kenntnis im Glauben verlangt, auch der Hl. Messe darf man fernbleiben. Alles kein Problem.

Da kann es schon vorkommen, dass " man Schafe und Hirten" verwechselt. Ist aber auch kein Problem.

Satire aus.


9

0
 
 girsberg74 2. Juli 2018 
 

Seit 99 kontrolliert wenig; jetzt Schluss!

Eine persönliche Geschichte:

Ich werde es dem Kirchendiener wohl schreiben und in den Kollektenkorb legen, denn er ist ein freundlicher Mensch, der keinen Anlass zu Missmut gibt, dem nur das Wohl der Kirche aus den Augen spricht.

Ich hatte nach den verlogenen Machenschaften um den „Beratungsschein für Schwangere“ und den Widerständen gegen Johannes Paul II in diesem Streit meine Spenden auf Null gesetzt. Später sagte ich mir, dass ich damit anderen, die das nicht so strikt sahen, ein schlechtes Beispiel gebe und ich gab wieder etwas in die Kollekte, quasi als Erziehungshilfe. Bin damit aber nie mehr richtig mit mir zufrieden geworden.

Vielleicht werde ich dem Kirchendiener wohl nicht mehr so in die Augen blicken, zumal er nichts dafür kann. Doch wer so ein Portal unterstützt, wie das die Deutsche Bischofskonferenz tut, der braucht von mir kein Geld.


12

0
 
 Charlene 2. Juli 2018 

Verwechselung

Im Kern handelt es sich wohl um eine Verwechselung, der die Katholditen erlegen sind:

Die glauben lustig zu sein, wenn sie sich lächerlich machen.

Tatsächlich kann man darüber bestenfalls Schadenfreude empfinden. Die verbiete ich mir aber sogar bei Claudia-Roth-Reden. Malicious joy: Das klingt wie ein Krebsgeschwür.

Vielleicht glauben sie bei katholisch.de, es sei besser lächerlich zu sein als langweilig.

Allerdings: Mittlerweile ist es langweilig, wenn kirchliche Webseiten die Kirche durch den Kakao ziehen.

Wiederum aber: Ernsthaft lustig ist dennoch der Gedanke, dass die Kirche auch noch dafür bezahlt.

Und dann: Äger! Die kriegen das Geld ja von mir.

Mann o Mann, Winnemöller: Sie setzen mich da in ein Karussell verwirrender Gefühlswelten.


12

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Katholiken sollten dem Staat misstrauen
  2. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  3. Die große Flucht
  4. Das Osterlicht im zweiten Anlauf
  5. Besser ist es, den Regenbögen auszuweichen
  6. Ein Frauentag gegen das Leben nützt keiner Frau
  7. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  8. ProtesTanten-Aktion gegen die Kirche
  9. Die Kirche steckt in der Befindlichkeitsfalle
  10. Es ist synodaler Weg







Top-15

meist-gelesen

  1. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  4. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  5. Götzen und Göttern oder Gott dienen?
  6. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“
  7. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  8. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  9. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  10. Genderkompatible Monstranz
  11. Sieben von 68 katholischen Bischöfen/Weihbischöfen senden Grußwort zum Marsch für das Leben/Berlin
  12. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  13. Mel Gibson: ‚Ich bin ein Sünder, aber ich kenne den Unterschied zwischen Hirten und Mietling’
  14. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  15. 4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz