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„Gravierende theologische Hindernisse“

5. April 2018 in Kommentar, 75 Lesermeinungen
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Streit um die Kommunionzulassung für evangelische Ehepartner „im Einzelfall“: „Der Vorstoß der Bischofskonferenz kann nicht für sich in Anspruch nehmen, theologisch gedeckt zu sein.“ Von Paul Josef Kardinal Cordes


Bonn-Vatikan (kath.net/pl) kath.net dankt dem emeritierten Kurienkardinal Paul Josef Cordes und dem „National Catholic Register“ für die freundliche Erlaubnis, das Originalstatement in voller Länge zitieren zu dürfen. Link zum Beitrag im NCR.

Die Deutsche Bischofskonferenz votierte bei ihrer jüngsten Vollversammlung, in gemischten Ehen könnte der evangelische Partner in Einzelfällen und unter bestimmten Bedingungen die heilige Kommunion empfangen. Diese Entscheidung stößt auf gravierende theologische Hindernisse.

Da ist zunächst die gut bezeugte kirchliche Tradition. L. Hertling hat in einem beeindruckenden historischen Artikel die Communio-Praxis der frühen Christenheit dargelegt (Communio und Primat, in: „Una Santa“ 17 ((1962)) 91ff.). Nur folgendes sei aus ihm festgehalten.

Die eucharistische Kommunion ist für die frühe Christenheit das sichtbare Zeichen der kirchlichen Gemeinschaft. Als um die Mitte des 2. Jhds. Bischof Polykarp von Smyrna nach Rom kam, um mit Papst Aniketos wegen des Osterfeststreites zu verhandeln, gelang es den beiden Bischöfen nicht, sich zu verständigen. Deshalb lösten sie aber die kirchliche communio nicht. Irenäus von Lyon drückt die bewahrte Glaubens-Gemeinschaft so aus: „Sie kommunizierten miteinander.“

Gegenüber den aufgekommenen Irrlehren und Häresien galt immer der Grundsatz: Jeder gehört dorthin, wo er die heilige Kommunion empfängt. Der häretische Patriarch Macedonius von Konstantinopel ließ daher widerstrebende Katholiken kurzerhand dazu zwingen, seine Kommunion zu empfangen; er ließ ihnen mit Gewalt den Mund öffnen und ihnen so die Eucharistie geben.

Diese Auffassung findet sich noch im 7. Jahrhundert. Katholiken, so wird berichtet, die in häretische Gegenden reisten, nahmen den Leib des Herrn dorthin mit. Dasselbe taten auch die Häretiker, um nicht mit Katholiken in die Glaubensgemeinschaft eintreten zu müssen. So stellen sich Glaube und Praxis der frühen Kirche dar: Der Empfang des Herrenleibes ist authentischer für die Glaubensüberzeugung als alle Worte.

Zu der orientierenden Praxis der frühen Kirche kommt für die Gegenwart eine eindeutige Weisung des kirchlichen Lehramtes. Papst Benedikt XVI. erließ sie in seinem Nachsynodalen Apostolische Schreiben über die „Eucharistie: Quelle und Höhepunkt von Leben und Sendung der Kirche“ (vom 23. 3. 2007). Dort heißt es: Anderseits verbietet uns die Ehrfurcht, die wir dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi schulden, daraus ein bloßes „Mittel“ zu machen, das unterschiedslos angewendet wird, um ebendiese Einheit zu erlangen.

Die Eucharistie drückt ja nicht nur unsere persönliche Gemeinschaft mit Jesus Christus aus, sondern schließt auch die volle Communio mit der Kirche ein. Das ist also das Motiv, warum wir mit Schmerz, doch nicht ohne Hoffnung, die nicht katholischen Christen bitten, unsere Überzeugung, die auf die Bibel und die Überlieferung zurückgreift, zu verstehen und zu respektieren.

Wir meinen, dass die eucharistische Kommunion und die kirchliche Communio so zuinnerst einander angehören, dass es für nicht katholische Christen allgemein unmöglich ist, das Sakrament der Kommunion zu empfangen, ohne die Communio zu teilen.

Der Vorstoß der Bischofskonferenz kann nicht für sich in Anspruch nehmen, theologisch gedeckt zu sein.

"Im Herzen der Weltkirche“ - Kardinal Cordes im Gespräch mit Michael Ragg


Foto Kardinal Cordes (c) Paul Badde/kath.net


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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 11. April 2018 
 

Hochwürdiger Msgr. Schlegl!

Lt. J. Schmitz "Gottesdienst im altchristl. Mailand", S. 403, taucht
die Wandlungsepiklese erstmals erst
bei Cyrill v. Jerusalem auf, während z.B.
der hl. Ambrosius gelehrt habe, daß allein die Einsetzungsworte Christi die Wandlung bewirken.

Ihre Erklärung klingt mir aber auch als sehr
schlüssig, besonders der Hinweis auf die Arkandisziplin und der Hinweis auf die vorh. Einsetzungsworte in anderen orient. Liturgien.

Ich wollte lediglich nicht die römische Erklärung als falsch bezeichnen und halte persönlich natürlich die Einsetzungsworte Christi als die Form
der hl. Eucharistie!


1
 
 SCHLEGL 11. April 2018 
 

@Zeitzeuge

Wenn ich jetzt Ihre Position bezüglich der Gültigkeit der Konsekration OHNE Einsetzungsbericht überlege, läuft dies geradewegs darauf hinaus, dass es dann eben ausschließlich die EPIKLESE = Herabrufung des Heiligen Geistes, ist, welche die Konsekration bewirkt.
Das aber wieder ist die Position der orthodoxen Kirche gegenüber der Theologie der römischen Kirche. Liturgiehistorisch lässt sich aber an den Eucharistiegebeten der Orientalen zeigen,ichdass es sich bei ihnen eher um eine Kommunionepiklese handelt und auch der Orient sehr wohl auf die Wandlungsworte (Einsetzungsbericht) fixiert war.
Nachdem die Assyrer unter dem Druck der Zarathustrianer und später des Islam leben mussten, könnte ich mir vorstellen, dass die intimsten Worte der christlichen Liturgie unter die Arkan-Disziplin gefallen sind und daher nicht niedergeschrieben worden sind. In den anderen Kanones, welche die Assyrer auch benützen, befinden sich die Wandlungsworte nämlich!Msgr. Franz Schlegl


3
 
 Zeitzeuge 10. April 2018 
 

Filioque und Anderes

Das kath. Dogma des filioque erl. jede kath. Dogmatik, z.B.

Lais, Dogmatik I (1965) S. 88:

Der Hl. Geist geht aus dem Vater u n d dem Sohn als einem einzigen Prinzip durch eine einzige Hauchung hervor.
De fide

Bartmann, Dogmatik I(1932):

Die dritte Person geht durch Hauchung von der ersten u n d zweiten aus wie von einem Prinzip -De fide-

B. erläutert das Dogma dann auf Seite
202-209 ausführlich unter Einbeziehung
der Dogmengeschichte

Die innergöttl. Hervorgänge sind natürlich von den Sendungen zu unterscheiden!

Über die Anaphora v. Addai u. Mari informieren:

Uwe-Michael Lang (Hrsg.): Die Anaphora von Addai u. Mari, 210 S., 29,00 EUR,

Martin Lugmayr: Die Anaphora v. Addi und Mari u.d. Dogmatik, online bei stjosef.at verfügbar!

Bzgl. der successio apostolica im Hinblick auf Protestanten kann wg. deren
Ablehnung des Weihesakramtes u.d. daraus
result. Vollmachten, z.B. Darbringung des Messopfers, nicht v. einer echten
apost.Sukzession ausgegangen werden, s.
"Dominus Jesus"!


1
 
 SCHLEGL 10. April 2018 
 

@christine.klara.mm

Was die Ostkirche betrifft,besonders das "filioque" befinden Sie sich im Irrtum!
Das Konzil von Konstantinopel I (381)hat das Credo von Nizäa I(325) erweitert,indem es vom Hl.Geist,"DER VOM VATER AUSGEHT" spricht.Vom "filioque"steht dort nichts.
Eine spanische Synode hat diesen erklärenden Zusatz eingefügt,noch im Jahre 800 (Krönung Karls d.Großen)hat der Papst das Credo OHNE den Zusatz beten lassen!
Die orth. Kirche wirft den Lateinern vor,im Alleingang,ohne die Orientalen zu befragen,das filioque eingeführt zu haben.(Ein Teil der Kirche kann nicht einen gemeinsamen von einem Konzil gefassten Text ändern!)
Das beinhaltet die Gefahr 2Prinzipien in der Dreifaltigkeit anzunehmen.NUR der Vater ist das Prinzip der Dreifaltigkeit,er zeugt den Sohn,er haucht den Hl. Geist.Dem Sohn kommt die geschichtliche Sendung des Geistes auf die junge Kirche zu.
Pius XII hat angeordnet,dass bei einer byz. Liturgie im Petersdom und in den gr.kath. Messbüchern d.Filioque wegzulassen ist.Msgr.Franz Schlegl


2
 
 christine.klara.mm 9. April 2018 
 

ff

Die Aufgabe Petri,bzw.des gültig erwählten direkten Nachfolgers Petri,ist a l l e Worte und Beauftragungen Christi treu zu bewahren und zu spenden. Ihm ist die beauftragende Weitergabe des Priestertums JesuChristi in der Bischofsweihe in EINHEIT in die Hände als "Dienender"gelegt.
Christus hat um die Einheit Seiner Apostel gebetet,im Besonderen für den ausdrücklich von IHM beauftragten Petrus.Jesus sagt es ausdrücklich mit dem Zusatz,daß,wenn dieser sich wieder bekehrt haben würde,er seine Brüder stärken möge bzw.müsse.
So ist nach diesem Auftrag jeder Petrus außerhalb der Nachfolge Christi in Uneinheit mit Gott,auch jeder Priester in Bischöflicher Weihegewalt in Uneinheit mit Christus in Uneinheit mit Gott,um so mehr wenn dieser Bischof einem untreuen Petrus nachfolgen will.CHRISTUS IST HERR UND HAUPT SEINER EINEN KATHOLISCHEN=ALLUMFASSENDEN APOSTOLISCHEN KIRCHE.Und Petrus der irdische gewählte Hüter dieser vollkommenen Einheit in Christus im Heiligen Geist. Auftrag nicht Ehrung!!!


0
 
 SCHLEGL 9. April 2018 
 

@SpatzInDerHand

Sie meinen wohl "vagante" Bischöfe ("umherziehenden Bischöfe", ohne eigene Diözese), zum Beispiel solche, wie FSSPX, die nicht im Auftrag des Papstes auf eine bestimmte Diözese hin geweiht worden sind.
Es ist tatsächlich so, dass in Schweden die Bischöfe um die Sukzession bemüht sind.Msgr.Franz Schlegl


3
 
 christine.klara.mm 9. April 2018 
 

@SpatzinderHand

Ja,es gibt Bischöfe,die von Petrus=Rom getrennt ihre eigenen Wege "unerlaubt" aber gültig das Hochheilige Messopfer zelebrieren können und "unerlaubt" aber gültig getaufte Männer - n i c h t Frauen - zu Priestern weihen können; wobei "unerlaubt" bedeutet nicht in Einheit mit Petrus=Rom.Die Gründe sind immer Nichtübereinstimmung in der Lehre,d.h.mit der Offenbarung u n d der überlieferten gesunden Tradition.
So trennen die Orthodoxen Kirchen die Ehescheidung und soweit ich weiß das sog."Filioque" des Glaubensbekenntnisses voneinander.Vielleicht auch noch anderes im verbindlichen Glaubensgut.Ich bin nicht Spezialist. Das"Filioque"bedeutet,daß der Heilige Geist vom Vater UND vom Sohn ausgeht,was die Orthodoxie verneint.Da aber der Dreifaltige Gott gerade durch die Dritte Göttliche Person der Einheit in der Liebe der EINE GOTT IST,und jede der drei Göttlichen Personenen gleich der jeweils anderen zwei Göttlichen Personen ist sind alle drei bzw.jede der Drei für sich und zugleich GOTT.


0
 
  9. April 2018 
 

Der Rauch Satans = der (Un)Geist der Freimaurerei ist tief in die Kirche eingedrungen

Marx tut genau das was seine Rotarier-Clubkollegen (= der verlängerte Arm der Freimaurerei) ihm vorgeben, von denen er womöglich in die Hl. Kirche eingeschleust wurde; um sie von innen auszuhöhlen und zu zerstören (vgl. Visionen der hl. Anna Katharina Emmerick)?! Aber auch er hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht!
"Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren", prophezeit uns die Hl. Jungfrau wiederholt, deren Hochfest wir heute feiern. Nicht verzagen - bei Maria klagen - sie wird uns durch die Stürme tragen!
Hl. Erzengel Gabriel - du Engel der Verkündigung des Wahren Logos - biete deine Macht und Stärke auf und beschütze die Hl. Kirche Gottes vor den Angriffen der Finsternis!


3
 
 Hadrianus Antonius 9. April 2018 
 

@christine.mm Sehr interessant

Herzlichsten Dank und größte Hochachtung für Ihre Darlegungen.
sie stehen auf dem gleichen Boden als die früheste syrische Kirchenväter der Alten Kiche (Aphrahat, ca. 360), wo als essenziell für ein Christ
a. die Taufe und
b. das Feststehen im Glauben (aminuta/haimen) notwendig ist.
( sie FC Aphrahat, Bd.1, 56-73)
In der Liturgie der syroaramäischer Kirche v. Antiochien stehen die Einsetzungsworte total korrekt- übrigens mit "viele"...
Diese Liturgie ist äusserst ursprünglich und geht auf älteste jüdische Vorbilder zurück, kaum beeinflußt von griechischen und römischem (juristischem) Gedankengut.
Ganz vorne steht bei den Syraramäer übrigens die Abkehr von der Sünde, die Umkehr, die Askese und der Verzicht- was im Augenblick der jetzigen vatikanischen und jesuitischen Tendenz ganz zuwider lauft.


2
 
 christine.mm 9. April 2018 
 

ffff

"Der Geist ist es der lebendig macht".
Auch einem mit Rom verbundenen Katholiken oder einem Orthodoxen,nicht mit Rom verbundenen Getauften nützt der Empfang des Lebendig Gegenwärtigen Christus in den konsekrierten Gestalten von Brot und Wein nichts zum Leben = zum Ewigen Leben in Gott, wenn dieser Empfang n i c h t in voller Einigkeit mit dem dem Ewigen Wort des Vaters im Heiligen Geist der Einheit in der Liebe vollzogen wird.
Es ist nicht mein Verdienst in die römisch katholische Petruskirche hineingetauft worden zu sein. Das ist das Geschenk meiner Eltern an mich.
Wenn ich aber glaubte was i c h glaube,und wäre n i c h t Mitglied einer mit Rom verbundenen Kirche oder gar Gemeinschaft o h n e apostolisches Priestertum - ich würde alles daran setzen in die Gemeinschaft m i t apostolischem Priestertum aufgenommen zu werden.
Und i c h will n i e m a l s die Eine,Heilige und Apostolische Kirche Jesu Christi verlassen. Christus möge mir beistehen und Maria für mich bitten.


3
 
 christine.mm 9. April 2018 
 

fff

Da die Einheit der Getauften darin bestehen muß in Einheit mit Christus,dem Ewigen Wort des Vater in der Einheit des Heiligen Geistes zu sein,also in Einheit mit dem Dreifaltigen Gott zu sein,folgt daraus ganz klar,daß man den Vorgaben des Dreifaltigen Gottes folgen m u s s ,der sich in Seinem Sohn,Seinem Ewigen Wort,uns offenbart und zu uns in Fleisch gewordener Stimme gesprochen hat.

Wer also im Gottesdienst in die Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers hineingenommen werden w i l l, wer also in die hochheilige Opferhandlung im Vollzug des Hochheiligen Messopfers hineinvenommen werden w i l l und unter den Vorgaben Christi Den Hochheiligen Leib und das Hochheilige Blut empfangen w i l l, das heißt sich mit dem Dreifaltigen Gott durch Seinen Mensch gewordenen Sohn im Heiligen Geist vereinen w i l l, MUSS IN EINHEIT MIT DEM DREIFALTIGEN SEIN.
DER DREIFALTIGE IST GOTT VATER,GOTT SOHN,GOTT HEILIGER GEIST.
Es heißt "Das Fleisch nützt nichts,der Geist ist es der lebendig macht".


2
 
 christine.mm 9. April 2018 
 

ff

Jede Gemeinschaft besteht aus Einzelindividuen,hat ein gemeinsames Ziel ihres Handelns.Auf das Ziel kommt es an. Will diese Gemeinschaft Einheit untereinander mit dem Ziel Luthers Vorgaben zu erfüllen oder besteht eine Gemeinschaft darin Christi Vorgaben zu erfüllen.
Ich gebe zu, daß ich nur mit Zittern und Zagen und mit großer Trauer feststellen kann, daß durch Luther und der Tatsache,daß dieser nicht Bischof war und überdies das Weihepriestertum ablehnte,allen,die ihm nachfolgten,die Eucharistische Realpräsenz Christi verlor.
Luther trennte sich weil er sich zu Recht an der Sündhaftigkeit der Bischöfe und Priester stieß und verwechselte damit das Amt mit den Trägern des Amtes.Ich bin sicher,daß Christus bewußt Seine Wahl getroffen hat.Vom Verräter über den Angstleugner bis zum "am Herzen liegenden Johannes" findet sich alles an menschlichen Charakteren. Aber immer dreht es sich um die Liebe zu IHM allein. In IHM, dem Brennpunkt,ist Einheit.


2
 
 SpatzInDerHand 9. April 2018 

@christine.mm:

Das gilt nicht für alle evangelischen Gemeinschaften. Es gibt vagane Bischöfe, die "unerlaubt aber gültig" Priester und Bischöfe weihen können. Wenn ich richtig informiert bin (bin da kein Experte), hat z.B. die evangelische Landeskirche in Schweden durchaus Amtsträger, die in der Sukzession stehen.


0
 
 christine.mm 9. April 2018 
 

@Kleine Maus

Die aus der Reformation durch Luther hervorgegangenen Gemeinschaften haben das von Christus eingesetzte Weihepriestertum gar nie "besessen", da erstens Luther nicht Bischof war und damit, selbst wenn er gewollt hätte, in der selbstgewählten Trennung, nicht weitergeben konnte. Er war Priester und die Priesterweihe beinhaltet n i c h t die volle Weihevollmacht. Christus hat den eigens aus der Jüngerschar herauserwählten Jüngerschar der Zwölf, mit Petrus als Erstem unter Gleichen, im Abendmahlsaal das Geheimnis der Weitergabe des Eucharistischen Opfers anvertraut. Judas der Verräter verließ diese Gemeinschaft und lieferte trotz Jesu Worte:"Du bist es, der mich verrät!" Jesus. Petrus verriet nicht, er leugnete aus Angst,aber er verließ Jesus nicht.
Daß ihn Jesus trotzdem zum Ersten unter Gleichen erwählte zeigt, daß Jesus ihn nach seiner Liebe zu IHM auswählte,für ihn betete und ihm sagte, daß er sich wenn er sich wieder bekehrt haben würde,seine Brüder stärken solle.


2
 
 Kleine Maus 6. April 2018 
 

christine.mm

das ist genau das, was ich ausdrücken wollte: Es geht im Kern nicht um den Glauben an die Realpräsenz (da wären Katholiken und Lutheraner sich sehr nahe), es geht letztlich um die Frage nach dem Amtsverständnis, nach dem Priestertum. Sehr geehrte Christine.mm, es geht nicht darum, ob mir Ihre Kommentare "gefallen" oder nicht. Auch wenn es für mich durchaus schmerzlich ist, es ist voll und ganz das Recht eines Katholiken, so zu urteilen, wie es aus Ihren Kommentaren spricht. Im übrigen haben auch Lutheraner (im Gegensatz zu den "Reformierten" immer daran festgehalten, dass auch der Ungläubige Christi Leib und Blut empfängt - zum Gericht! Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Springender Punkt ist in der Tat das Verständnis des Priestertums. Und wenn wir wirklich zur Einheit finden wollen (und darum bete ich aus ganzem Herzen!), dann kommen wir nicht an der Frage vorbei, wie recht verstandenes Priestertum in die aus der Reformation hervor gegangenen Kirchen zurück geholt werden kann.


3
 
 SCHLEGL 6. April 2018 
 

@Bentheim

Sie meinen wohl,ob die KONSEKRATION ohne Einsetzungsbericht gültig zustandegekommen ist?
Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich von der Übereinkunft zwischen Papst Joh. PaulII und Katholikos Mar Dinkha IV gelesen habe.Im Erzb. Ordinariat habe ich mir den Text des Hochgebetes von Addai und Mari(genau um dieses Hochgebet geht es),allerdings nur Englisch besorgen können.
ichMittlerweile habe ich den Text der ganzen assyrischen Messe(Qurbono = Opfer)samt diesem Hochgebet in Deutsch.Da ist alles drin,außer dem Einsetzungsbericht (wurde der aus Arkan-Disziplin vielleicht weggelassen?) Gewundert hat mich die Zustimmung von Kardinalpräfekt Joseph Ratzinger,weil das Konzil von Trient EINDEUTIG definiert hat:"Verba huius sacramenti sunt verba Christi = die Worte dieses Sakramentes, sind die Worte Christi!"
Das heißt der EINSETZUNGSBERICHT! Dennoch erklärt die Glaubenskongregation das GANZE HOCHGEBET sei KONSEKRATORISCH.Die unierte assyr. Kirche(Chaldäer) musste Wandlungsworte einfügen!


5
 
 Chris2 6. April 2018 
 

@christine.klara.mm

Danke für Ihre Erklärung. Wie es aussieht, hatte ich die Stelle entweder falsch in Erinnerung oder eine andere Bibelübersetzung im Kopf. Und ja, das Wortspielchen hätte ich besser gelassen, da zumindest die ältere Einheitsübersetzung (die neue kenne ich tatsächlich fast nur aus Meldungen) ja gar nicht so schlecht war und ich sie auch selbst meist zitiert habe. Vielen Dank jedenfalls für Ihre Hinweise.


0
 
 Bentheim 6. April 2018 
 

Mgr. Schlegl

Eine interessante Mitteilung! Wie alles Theologische wirft auch Ihre Mitteilung eine Frage auf: War denn eine Kommunion ohne Wandlungsworte eine gültige?
Bei dieser Gelegenheit einmal ein herzliches Danke schon im voraus dafür, dass Sie sich immer genügend Zeit nehmen, solche Fragen eingehend zu beantworten!


7
 
 SCHLEGL 6. April 2018 
 

Sehr klarer Artikel

Der Kardinal hat eine sehr klare Stellungnahme abgegeben,die man unterstreichen muss.
Nur in einem Punkt möchte ich widersprechen.
Nämlich jenem Zitat aus dem 1. Jahrtausend:"Jeder gehört dorthin,wo er die hl.Kommunion empfängt."
Papst Joh.Paul II hat mit dem syrisch orth.Patriarchen Ignatius Zakka I(früher Jakobiten genannt)Interkommunion zwischen Katholiken bei syrisch orthodoxen Priestern und umgekehrt vereinbart!Ebenso mit dem assyrischen Katholikos Mar Dinkha IV(früher Nestorianer genannt)ebenfalls gegenseitige Kommunion und Sakramentenspendung vereinbart!Und das, obwohl das eucharistische Hochgebet der Assyrer KEINEN EINSETZUNGSBERICHT = KEINE WANDLUNGSWORTE enthält!Erstaunt hat mich die ausdrückliche Zustimmung von Kardinalpräfekt Joseph Ratzinger in dieser Sache.
Gegenseitige Sakramentenspendung zwischen Katholiken und Orthodoxen gab es auch nach dem Konzil von Trient immer wieder,besonders während des 1.Weltkriegs in Russland.Mit Protestanten geht das nicht!Msgr. Franz Schlegl


8
 
 lesa 6. April 2018 

@Bentheim: Danke, verstanden.


1
 
 Bentheim 6. April 2018 
 

@lesa

Was Sie geantwortet haben, habe ich nicht bestritten und eine Debatte nicht initiieren wollen. Mir ging es lediglich um die generelle Ungleichheit der beiden Wörter, unabhängig von einem gerade vorliegenden Text. ---


1
 
 christine.klara.mm 5. April 2018 
 

@zeitundewigkeit

So viel ich weiß gibt es bei den evangelischen Christen die Ehescheidung,womit es keine sakramentale Ehe sein kann.Es stimmt,daß sich die Brautleute das Eheversprechen gegenseitig spenden,was der Naturehe entspricht.Bei Mischehen zwischen Evangelischen und Katholiken muß ein katholischer Priester mit dem Einverständnis des Nichtkatholiken dabei sein um diese Ehe "in der Wurzel zu heilen".Und der evangelische Partner darf noch nie geheiratet haben.Aber bei dem immer größer werdenden Durcheinander im Gehorsam der geweihten Priester und deren Defiziten in ihrer Verkündigung mit Applaus zu Ehe für alle,sind den nicht ordnungsgemäßen Realitäten schon gar keine "altvaterischen" Grenzen mehr gesetzt.Freiheit in allem,Gleichheit zu jeglichem Unsinn und Ehe unter Brüdern und Ehe unter Schwestern.....
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Das Erwachen wird nicht lustig sein.Und die Ent-täuschung zu spät kommen.
Aber so lange wir leben können wir unseren Willen in heiligem Tausch Gott schenken