Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Wien will Straßen nach Edith Stein und Hildegard Burjan benennen

5. April 2018 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Einstimmiger Beschluss zur Staßenneubenennung im Zuge des Ausbaus der Seestadt Aspern auf Initiative von VP-Menschenrechtssprecherin Kugler


Wien (kath.net/KAP) Die Stadt Wien benennt Straßenzüge in der Seestadt (Wien 22) nach Edith Stein, Hildegard Burjan und Ida Görres, wie am Dienstag bekannt wurde. Auf Anregung der designierten VP-Bezirksparteiobfrau und Nationalratsabgeordneten Gudrun Kugler habe die Kulturkommission Donaustadt beschlossen, die Benennungen durchzuführen. Die Anträge seien einstimmig angenommen worden. Die Straßennamen werden im Zuge des weiteren Ausbaus der Seestadt vergeben, sobald sie benötigt werden. Der Zeithorizont ist noch nicht bekannt.

Kugler, Juristin und VP-Menschenrechtssprecherin, betonte laut Aussendung, sie freue sich sehr, "dass diese drei großen Frauengestalten auf solche Weise nun in Wien geehrt werden". Sie hätten - jede auf ihre Art - Großes getan "und sind damit Vorbild und Denkanstoß zugleich." Eine Adresse wie Edith Stein-Gasse oder Hildegard Burjan-Weg würde sie gerne auf ihrer Visitenkarte anführen können, so Kugler: "Die Straßennamen unterstreichen, wie eng Geschichte und Gegenwart miteinander verwoben sind.


Edith Stein (Heilige Teresia Benedicta vom Kreuz; 1891-1942) war deutsche Philosophin jüdischer Herkunft. Nachdem sie 1922 durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen worden war, trat sie 1933 in den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen ein. In ihren philosophischen Schriften setzte sie sich unter anderem mit dem Denken von Thomas von Aquin, Husserl und Heidegger auseinander. Als "Jüdin und Christin" wurde sie im Nationalsozialismus verfolgt und schließlich 1942 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Von der katholischen Kirche wurde sie 1989 heiliggesprochen.

Hildegard Burjan (1883-1933) war österreichische Sozialpolitikerin und Ordensgründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS). In ihrem vielfältigen Einsatz für die Rechte von Frauen, die unter den grausamen Arbeits- und Lebensbedingungen des Wien Anfang des 20. Jahrhunderts litten, gründete sie neben der Caritas Socialis auch den "Verband der christlichen Heimarbeiterinnen" und den Verein "Soziale Hilfe". Neben ihrem sozialen Engagement wurde Hildegard Burjan auch als "Gewissen des Parlaments" bekannt, in das sie 1919 als christlich-soziale Abgeordnete bei der ersten Wahl, bei der Frauen das uneingeschränkte aktive und passive Wahlrecht hatten, gewählt wurde. Von der katholischen Kirche wurde sie 2012 in Wien seliggesprochen.

Ida Friederike Görres (1901-1971), Tochter des k.u.k. Diplomaten und Schriftstellers Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi , war Schriftstellerin zahlreicher Bücher über geistliche Themen. Nach Absolvierung ihres Studiums in Geschichte und Kirchengeschichte ging sie 1928 als Jugendsekretärin für Mädchenseelsorge nach Dresden und arbeitete dort beim Katholischen Bildungswerk. Bekannt ist sie vor allem für ihre Werke über das Leben verschiedener Heilige sowie für ihren Beitrag in der Entwicklung der Hagiographie. Siehe auch: Die Wunden der Kirche: aufkratzen oder küssen?.



Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  3. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  4. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  5. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  6. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  7. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Die Wintersonne der Vernunft
  10. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  11. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  12. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  13. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  14. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz