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Dalai Lama an den Westen: Macht aus dem Buddhismus keine Mode!

10. Oktober 2003 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Er habe Menschen getroffen, "die den Buddhismus annehmen wie man Kleider wechselt", kritisiert das Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus.


Madrid (www.kath.net / zenit) Aus dem Buddhismus dürfe man im Westen keine Kulturmode machen, forderte der Dalai Lama, das Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus. Er habe Papst Johannes Paul II. bei seinen Begegnungen weder eine Vermischung noch eine Vereinheitlichung zwischen Buddhismus und Christentum vorgeschlagen, sagte das Religionsoberhaupt nach einem Vortrag im Club Siglo XXI im Madrider Eurobuilding-Hotel. Auf die Frage: "Liegt die Zukunft des Buddhismus im Westen?", sagte der Friedensnobelpreisträger: "Die aus verschiedenen Traditionen stammenden Menschen sollten ihre eigene Tradition bewahren, anstatt sie zu verändern. Natürlich werden einige Tibeter lieber den Islam annehmen - so sei's denn - oder einige Spanier wollen Buddhisten werden - nun denn - aber überlegen sollen sie sich das sehr wohl und diesen Schritt nicht tun, nur weil es eben gerade modern ist. Einige fangen als Christen an, dann werden sie Muslime, dann Buddhisten und zum Schluss glauben sie an gar nichts mehr".

"In den USA habe ich Menschen gesehen, die den Buddhismus annehmen wie man die Kleider wechselt", berichtete der Dalai Lama. "Das ist wie New Age. Sie picken sich etwas aus dem Buddhismus, dem Hinduismus und von hier und da heraus, und das ist nicht heilsam." Er sei dem Papst begegnet, der - wie er - "ein Gegner des Kommunismus" sei. "Diese Vergangenheit des Freiheitsraubes haben wir beide gemeinsam", erklärte das Religionsoberhaupt. "Wir stehen uns daher sehr nahe. Ich bewundere seine Energie und seine Menschlichkeit sowie seine Bemühung, die Religionen in Assisi aufeinander zu führen."

Zwischen den Religionen gebe es bereits "eine Annäherung und gegenseitiges Verständnis". Es könne jedoch keine "Vereinheitlichung" geben. "Es ist wichtig für die Gläubigen, eine Wahrheit, eine Religion zu besitzen. Mehrere Religionen und mehrere Wahrheiten sind ein Widerspruch. Ich bin Buddhist, daher ist für mich der Buddhismus die einzige Wahrheit und die einzige Religion, für meinen christlichen Freund ist das Christentum die einzige Wahrheit und Religion". er respektiere und bewundere seine christlichen und muslimischen Freunde, betonte der Dalai Lama. "Wenn sie aber mit Vereinigung Vermischung zum Ausdruck bringen wollen, dann ist das nicht möglich und auch nicht von Nutzen."



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