Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  3. 'Annalena und die 10 Verbote'
  4. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  5. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  6. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  7. Die Verheißung der Schechina-Wolke
  8. Das EU-Parlament möchte ein "Recht auf Abtreibung" einführen
  9. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  10. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  11. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  12. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  13. Erzbischof Lackner: Warnung vor neuer "Glaubensknappheit"
  14. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  15. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!

Gegen Religion, aber für den Buddhismus?

9. Juni 2014 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Religionen haben heute in den westlichen Ländern ein schlechtes Image, nur der Buddhismus nicht. Das liege daran, dass er auf Meditation und Achtsamkeit reduziert werde, kritisiert eine Buddhismus-Kennerin.


New York (kath.net/jg)
Während vor allem organisierte Religionen heute ein schlechtes Image hätten, erfreue sich der Buddhismus steigender Beliebtheit, schreibt Joanna Piacenza in der Onlineausgabe von First Things. Viele hätten aber eine völlig falsche Vorstellung vom Buddhismus, kritisiert sie.

Für die meisten Menschen, denen sie begegne, reduziere sich der Buddhismus auf Meditation und Achtsamkeit, schreibt Piacenza, die selbst für eine buddhistische Zeitung arbeitet.


„Buddhismus“ dieser Art sei für viele eine Ergänzung zu ihrer Religion oder etwas, das man in seine selbst zusammengestellte spirituelle Weltsicht einbauen könne. Er beinhalte eine Reihe von Lehren und Praktiken, die fröhlich, unbeschwert und mitfühlend machen. Dafür seien frühe populäre Bücher über den Buddhismus ebenso verantwortlich wie das Auftreten des Dalai Lama. In den Medien sei diese weitgehend entleerte Form des Buddhismus ebenso populär wie bei IT-Unternehmen in Silicon Valley, schreibt Piacenza.

Wesentliche Elemente des Buddhismus würden ignoriert. Es gebe keine Lehrinhalte, die im Buddhismus wesentliche Beziehung zwischen Lehrer und Schüler komme praktisch nicht vor, die Geschichte der Buddhas, Bodhisattvas und Tülkus spiele ebenso wenig eine Rolle wie die spirituellen Gottheiten des Buddhismus.

Besonders auffallend sei das Fehlen von Gemeinschaften in der verwestlichten Form des Buddhismus, schreibt Piacenza. Das sei angesichts der Individualisierung von Religion und Spiritualität in den westlichen Ländern nicht verwunderlich. „Sangha“, die buddhistische Gemeinschaft, sei aber in buddhistischen Ländern bis heute ein wesentliches Element. Sanghas bewahren die Tradition und achten auf die richtige Weitergabe des Dharma, der Lehre des Buddha. Darüber hinaus würden die Gemeinschaften die Mitglieder unterstützen und den (eigentlichen) Buddhismus zusammen halten, schreibt sie abschließend.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Peter Och 10. Juni 2014 
 

Das Fehlen von Gemeinschaften

Aus meiner Arbeit im interreligiösen Dialog bin ich mit einigen buddhistischen Gemeinden in meiner Umgebung bekannt.
Und ich muss Frau Piacenza klar widersprechen. Es gibt in Deutschland und Österreich durchaus lebendige Gemeinschaften. Natürlich sind diese zahlenmäßig viel kleiner als unsere katholischen oder evangelischen Gemeinden, aber dennoch gibt es dort regelmäßige Treffen, gemeinsame Meditation. Die Lehrer oder Mönche leisten "Seelsorge" bei Eheproblemen etc., insofern sind die Funktionen dieser Gemeinschaften durchaus mit unseren Gemeinden zu vergleichen. Nur findet eben kein Gottesdienst statt, sondern es wird die Lehre des Buddha verkündet, die ganz ohne Gott und Erlöser auskommt.

Die Autorin spricht wahrscheinlich eher über "Buchbuddhisten", die ein paar Bücher vom Dalai Lama gelesen haben und meinen, dieses Wissen reicht aus, um sich für Buddhisten zu halten.

Die Buddhisten, die ich im interreligiösen Dialog kennengelernt haben, sind äußerst Kompetent in ihrem Glauben.


1

0
 
 FingO 10. Juni 2014 
 

Was ist mit dem Hinayana-Buddhismus?

Ich stimme der Autorin zu, daß der Mahayana-Buddhismus, sofern er im Westen praktiziert wird, die Rolle der Boddhisatvas etc ignoriert, aber soweit ich es mitbekomme scheinen sich ohnehin hierzulande viele eher mit dem Buddhismus des kleinen Fahrzeuges zu identifizieren.

Trotzdem vielen Dank für den Artikel, zeigt er doch, daß ein Grundproblem des Westens ist, sich die religiösen Elemente herauszupicken, die einem selbst am besten gefallen und den Rest zu ignorieren.


2

0
 
 mundkommunion 10. Juni 2014 
 

Du sollt keine anderen Götter neben mir haben!

Ich weiß ehrlich nicht, was dies auf der kath.net Seite zu tun hat!


0

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Buddhismus

  1. Papst trifft sich in Myanmar doch nicht nur mit Buddhisten
  2. Dalai Lama: 'Johannes Paul II. war ein beeindruckender Mann'
  3. Betet Jesuitengeneral Sosa zu Buddha?
  4. Religionswissenschaftler kritisert 'rosarotes' Buddhismusbild
  5. Buddhismus gegen Jakobsweg
  6. Kritiker: So friedlich ist der Dalai Lama nicht
  7. Der düstere Atheismus des Dalai Lama
  8. 67 Prozent Nein - Bevölkerung lehnt buddhistisches Bauwerk klar ab
  9. Waldviertler Friedenstempel: Respektvolle Diskussion gefordert
  10. Kapuzinerkloster wird Buddhismuszentrum








Top-15

meist-gelesen

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  5. 'Annalena und die 10 Verbote'
  6. Der Missbrauch des Missbrauchs ausgerechnet gegen den Missbrauchsaufklärer Woelki
  7. Medien: Vatikan hat US-Präsident Biden offenbar Mitfeier der Papst-Morgenmesse verweigert
  8. Papst lässt 3-Monats-Frist für Amtsverzicht von Heße und Schwaderlapp verstreichen
  9. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  10. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  11. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!
  12. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  13. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  14. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  15. Die Verheißung der Schechina-Wolke

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz