Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  9. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. THESE: Warum die UNO weg muss!
  12. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  13. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  14. „Auf dass doch alle eins seien“ (Joh 17,21)
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Waldviertler Friedenstempel: Respektvolle Diskussion gefordert

13. Dezember 2011 in Österreich, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Auseinandersetzung um buddhistischen Stupa-Bau in Gföhl weisen Altenburger Abt Haidinger und weitere kirchliche Vertreter "feindselige und diffamierende" Aussagen zurück


St. Pölten (kath.net/KAP) Einige kirchliche Persönlichkeiten haben in der Diskussion rund um den Bau einer buddhistischen Friedenspagode in der Waldviertler Stadtgemeinde Gföhl eine sachliche und respektvolle Diskussion eingemahnt. Sosehr es legitim sei, zum konkreten Vorhaben unterschiedliche Meinungen zu vertreten, sowenig könne es angehen, "eine Ablehnung mit einer unsachlichen Diffamierung des Buddhismus zu verbinden" heißt es in einer öffentlichen Erklärung. Diese wurde u.a. vom Altenburger Abt Christian Haidinger, "Furche"-Herausgeber Heinz Nußbaumer und dem Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Prof. Martin Jäggle, unterzeichnet.

Eine Wiener Stiftung will in Gföhl einen Friedenstempel ("Stupa") mit angeschlossenem buddhistischem Zentrum errichten; der Gföhler Bürgermeister ist für das Projekt. Seine Zustimmung wird von vielen in der Gemeinde allerdings nicht geteilt.


Zuletzt hatte zudem BZÖ-Niederösterreich-Chef Ewald Stadler einer Initiative zur Verhinderung des Baus seine rechtliche Unterstützung zugesichert: "Wir brauchen diesen Götzentempel nicht", zitierte der "Kurier" Stadler.

Ein pikantes Detail am Rande: In unmittelbarere Nachbarschaft zu Gföhl, in der Gemeinde Jaidhof, befindet sich der Hauptsitz der lefebvrianischen Piusbruderschaft in Österreich.

Die kirchlichen Vertreter halten in ihrer Erklärung dazu wörtlich fest: "Wenn praktizierende Katholiken den Buddhismus als Sekte hinstellen oder bezogen auf das geplante Bauwerk von einem 'Götzentempel' sprechen, wird damit eine Grenze überschritten." Dies erinnere an Zeiten, "in denen man die Gotteshäuser anderer Religionen auf feindselige Weise diffamierte".

Eine solche Rede- und Denkweise kenne man aus jenen kirchlichen Kreisen, die das Zweite Vatikanische Konzil und dessen Dokument "Nostra Aetate" (1965) nicht anerkennen und sich deshalb von der katholischen Kirche abspalteten, heißt es weiter. Eine derartige Einstellung stehe aber im Gegensatz zur offiziellen Position der katholischen Kirche.

"Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Überzeugungen in der säkularen, multireligiösen Gesellschaft erfordert ein großes Maß an gegenseitigem Respekt", so die Projektbefürworter. Seit dem Konzil habe sich die katholische Kirche zur Haltung des Dialoge und zur Anerkennung der Religionsfreiheit auf Basis der menschlichen Würde verpflichtet. Zuletzt habe auch Papst Benedikt XVI. Ende Oktober zum Friedenstreffen in Assisi Buddhisten eingeladen. Dieser Geist des echten Dialogs, der Verständigung und des aufrichtigen Respekts vor dem religiös Anderen sollte auch im Umgang mit dem konkreten Vorhaben in Gföhl bestimmend sein.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.

Foto: Lesende buddhistische Mönche


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Buddhismus

  1. Papst trifft sich in Myanmar doch nicht nur mit Buddhisten
  2. Dalai Lama: 'Johannes Paul II. war ein beeindruckender Mann'
  3. Betet Jesuitengeneral Sosa zu Buddha?
  4. Religionswissenschaftler kritisert 'rosarotes' Buddhismusbild
  5. Buddhismus gegen Jakobsweg
  6. Kritiker: So friedlich ist der Dalai Lama nicht
  7. Gegen Religion, aber für den Buddhismus?
  8. Der düstere Atheismus des Dalai Lama
  9. 67 Prozent Nein - Bevölkerung lehnt buddhistisches Bauwerk klar ab
  10. Kapuzinerkloster wird Buddhismuszentrum







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  5. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  8. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  9. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  10. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  11. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  12. Bozner Bischof: Wortgottesdienste ohne Kommunionausteilung feiern
  13. Kirche statt Catwalk: Hana Nitsches radikaler Weg zu Gott
  14. „Wenn Klatsch und Tratsch Wasser wären, würden wir darin ertrinken“
  15. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz