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Dammbrüche - Über die schöpferische Spannung zwischen Mann und Frau

30. Juni 2017 in Kommentar, 25 Lesermeinungen
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„Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1, 27), das bleibt die Realität des Menschen, in der der Segen Gottes liegt, denn dem Bund zwischen Mann und Frau hat der Schöpfer die Erde anvertraut. BeneDicta am Freitag von Gudrun Trausmuth


Wien (kath.net)
„Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein“( Apg 7,57) – Die Reaktion auf die Wahrheitsschau des ersten Märtyrers Stephanus („Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes sitzen“) ist symptomatisch für viele aktuelle Situationen, wo sich eine Evidenz auftut: Etwas ist unumstößlich klar und eingängig, doch das ist völlig egal und spielt keine Rolle mehr: “Sie aber schrien laut hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein.“

– Dass nur Mann und Frau ein Kind zeugen können, und zwar in jedem Fall (auch im Falle einer In-Vitro-Fertilisation) Mann und Frau!, ist – neben vielen anderen Gründen psychologischer, ethischer, religiöser Natur - das entscheidende Argument, warum Ungleiches nicht gleich sein kann, warum eine Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Menschen von ihrem Wesen her eben nicht das Gleiche ist wie die Verbindung von Mann und Frau. Völlig einleuchtend und klar. Aber was soll’s? - Ein Stück abendländischer Geisteskultur, die Fähigkeit nämlich, Argumente zur Grundlage des Denkens und Handeln zu machen, kracht angesichts der Forderung nach „Ehe für alle“ völlig weg; die Koalition von Emotion und Konstruktivismus treibt Faktizität und Vernunft medial vor sich her, und wehe dem, der wagte, sich dem Sturm entgegenzusetzen – „Sie aber schrien laut, hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein“ (Agp 7,57)

Es gehört zu den Rätseln unserer Zeit, warum die Reaktion derer, die das Natürliche und fraglos quantitativ völlig Überwiegende leben, so kraftlos ausfällt. Zur offensiven Strategie des Genderismus gehören schrille groß beworbene und professionell inszenierte globalisierte Paraden und Events, und die naiv und sensationslüstern im Dunstkreis des Schrillen und Grenzüberschreitenden mitschwimmenden Zuschauer und Ballbesucher lassen sich trefflich im Sinne der Meinungsbildung funktionalisieren: Gegenüber den „vom Veranstalter geschätzten 185.000 Teilnehmern“ einer „Regenbogenparade“, die stolz verkehrtherum über die Wiener Ringstrasse zieht, gehen ein paar hundert Teilnehmer am parallel stattfindenden „Marsch für die Familie“ natürlich völlig unter; die gutgemeinte und richtige Demonstration für das, was die absolute Mehrheit in Selbstverständlichkeit lebt, wird auf diese Weise zum peinlich mickrigen Schauspiel. Das „Übliche“, dh. die klassische Ehe und Familie hat wenig Attraktion im Sinne des Plakativen und Provokanten, in der Art der Demonstration die Gegenseite zu spiegeln, ist deshalb eher wenig zielführend. Damit zusammenhängend und dazukommend: das Gesetz des Handelns obliegt im Moment völlig dem Gendermainstreaming, welches souverän, immer die Zügel der Medien fest in der Hand, zwischen großen Gesten und kleinteiliger Fokussierung auf exemplarische Stories agiert. Auch Angela Merkel vermerkte ja, ihr einschneidendes Erlebnis sei gewesen, wie eine lesbische Frau aus ihrem Wahlkreis sie zu ihrer Partnerin und den vielen Pflegekindern eingeladen habe, um ihr zu zeigen, wie gut es den Kindern gehe – Story und „Bauchgefühl“ schlägt Reflexion und Wertetreue ….


Dem forschen Vorangehen der einschlägigen Lobby scheint resignatives Schweigen der Gegenkräfte gegenüberzustehen: Die Presse titelt „Schwuler Bürgermeister traut sich – und bekommt kirchlichen Segen“ (Kurier 19.6.), die Meldung ist in sämtlichen Medien, einschließlich Fernsehnachrichten – doch die Klarstellung der Diözese St. Pölten war nur mühsam zu finden. Dabei ist es natürlich höchst kommentarbedürftig, wenn da gejubelt wird „… und auch die Kirche gibt ihren Segen“ (Die Presse 19.6.) Wie Bischof Küng auch klarstellen ließ: „Papst Franziskus hat bekräftigt, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Es geht um eine respektvolle Begleitung, damit jeder den Willen Gottes im Leben begreifen und erfüllen kann.

Allerdings können zwischen homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie keine Analogien gezogen werden, daher gibt es nach der Liturgie der Kirche auch keine Segnungshandlungen dafür. Mit dem Mitbruder im priesterlichen Dienst wurde bereits klarstellend gesprochen.“ Dass angesichts dieser klärenden Worte die Schlagzeile „und auch die Kirche gibt ihren Segen“ in ihrem pauschalierenden Anspruch negiert und die betreffende Segnung als kirchlich nicht autorisierte Aktion eines einzelnen Pfarrers (übrigens Mitglied der „Pfarrerinitiative“, vgl. 2011 den „Aufruf zum Ungehorsam“) - erklärt wird, dringt zum „normalen Medienkonsumenten“ kaum mehr durch - was wirkt, ist die prägende Kraft der ersten Schlagzeile.

Tatsächlich scheinen wir in Europa auch an dieser Front völlig überrannt zu werden: Es sei dahingestellt, was Angela Merkel mit ihrem am Montag im „Brigitte-Interview“ geäußerten Wunsch in Richtung einer „Gewissensentscheidung“ der Abgeordneten in Bezug auf die „Ehe für alle“ wollte oder nicht wollte (wahrscheinlich will sie schlicht und einfach und panisch einen Koalitionspartner!), doch die sich überstürzenden Ereignisse im Gefolge ihres Einlenkens demonstrieren, dass für die entsprechende Lobby die kleine Welle genügt, und schon reißt ein Taifun alle Barrieren nieder: die eigene Partei erfährt die Wende via lockerem Talk - egal, das Grundgesetz mit Verankerung des besonderen Schutzes von Ehe und Familie - egal, dass Merkel (und hier wird auch sie überrannt) von einer Gewissensabstimmung in der nächsten Legislaturperiode gesprochen hatte, egal – alle Dämme brechen und heute wird abgestimmt!
Was einzig vor Verzweiflung und Einschüchterung angesichts der Radikalität und Aggression dieser Entwicklung retten kann, ist der beständige Blick auf die Wirklichkeit und Zusage Gottes. „Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1, 27), das bleibt die Realität des Menschen, in der der Segen Gottes liegt, denn dem Bund zwischen Mann und Frau hat der Schöpfer die Erde anvertraut. Ganz konkret in Bezug auf das Weiterbestehen der Menschheit, aber auch – was viel zu wenig reflektiert wird – hinsichtlich der geistigen Fruchtbarkeit des Menschen. Eine Exklusivität der Verbindung von Mann und Frau existiert ja nicht allein in Bezug auf Fortpflanzung, sondern geht viel weiter in Richtung dessen, was den Menschen als solchen wesentlich bestimmt: seine Geistigkeit. So herausfordernd das Sich-Einlassen auf das andere Geschlecht in jeder, und vor allem auch in geistiger Hinsicht ist, so wunderbar sind die Früchte, die es mit sich bringen kann.

Eine - auch diesbezüglich - viel zu wenig wahrgenommene Stimme stellt die Dichterin Gertrud von le Fort (1876-1971) dar. In ihrem 1938 (auf das reduzierende Frauenbild der Nazis reagierenden) Essai „Die ewige Frau“, betont le Fort vor allem die Wichtigkeit einer “geistigen Fruchtbarkeit” zwischen Mann und Frau. Nach le Fort steht die Ebene der gesamten Kultur im Kraftfeld der Polarität von Mann und Frau, Polarität hier im Sinne der Zugeordnetheit und positiv-fruchtbarer Spannung. In diesem Sinne bedeutet das Bräutliche, das le Fort der Frau zuschreibt, auch “Braut des männlichen Geistes” zu sein – über le Fort hinausgehend, könnte man in Wendung der Perspektive gleichermaßen den Mann als „Bräutigam des weiblichen Geistes“ beschreiben. Diesem faszinierenden Gedanken le Forts liegt die Überzeugung zugrunde, dass die Frau für den Mann (wiederum genauso der Mann für die Frau) überhaupt “die andere Hälfte des Seins” repräsentiere. Denn, so le Fort, “auch für die geistige Schöpfung gilt der wunderbare Ausdruck der Bibel, dass der Mann das Weib ‘erkennen’ muss. Er erkennt in ihr die andere Dimension des menschlichen Seins. Polarität ist Totalität: sie stellt die Voraussetzung jedes ganz großen Werks dar.” Die Frau als Gefährtin seines Geistes, bringt dem Mann “als Mitgift die Hälfte einer Welt zu”.

Öffnung und schöpferische Spannung auf das andere Geschlecht hin, auch und gerade in geistiger Hinsicht, statt steriler Beschränkung auf die eigene „Hälfte des Seins“; statt Einsamkeit und Enge, Fülle und Freude!: „Als Mann und Frau schuf er sie“.


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Lesermeinungen

 phillip 3. Juli 2017 
 

ad Henry_Cavendish vom 1.7.2017

Richtig ist, dass dem allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff "verpartnert" (ich sage: noch) fremd ist. Klar erkennbar ist aber auch das Bestreben der viel Lärm machenden Minderheit und der ihnen - aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer - gewogenen Politikern und Medien, Sprache und natürliches Empfinden zu manipulieren und ins Gegenteil zu kehren. Ihr Argument, die allermeisten Menschen sprächen im Alltag auch bei Schwulen und Lesben von "Hochzeit", geht am Begriff der Ehe nur sowas von vorbei, zumal der genannte Begriff, der im Übrigen seine Wurzeln im Religiösen hat, kein Wesensmerkmal einer Ehe, sondern eine Form der Publizität darstellt. Ihr Verweis auf den Schreibwaren- oder Buchhandel zeigt mE, dass den dort Verantwortlichen - im Gegensatz zur Schwulen und Lesbenszene - ein natürliches Tatsachenempfinden noch nicht abhanden gekommen ist. Der staatliche, profane Begriff "Ehe für alle" umfasst mE nunmehr zweierlei: eine natürliche und widernatürliche Personengemeinschaft.


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 lesa 1. Juli 2017 

Zugeordnetheit sprachlich beachten schützt vor geistiger Ausspülung

Gudrun Trausmuth hat den Grundgedanken des Buches von Gertrud von Le Fort meisterhaft wiedergegeben. In diesem Zusammenhang sei noch auf ein Buch hingewiesen, das zwar vergriffen, aber im Archiv erhältlich ist:
"Mann und Frau in christlicher Sicht Taschenbuch – 1993 von Werner Neuer
Dazu z.B. Christa Meves
Was für ein kluges Buch! Wie sehr möchte man wünschen, dass es eine große Verbreitung fände … Ein Juwel im Zeitalter des geistverwirrenden Pluralismen …“
„Eine bedeutende theologische Behandlung der Thematik. Die Darlegung des Autors stellt den Leser im verwirrenden Pluralismus unserer Zeit auf festen Grund.“ (Prof. James Atkins, Oxford)
Es könnte helfen, verwischende sprachliche „Höflichkeitsbezeugungen“ innerhalb der Liturgie bleiben zu lassen. Manche Verwirrung gedeiht bis zur Unausrottbarkeit. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein. Darf sich die Kirche angesichts der politischen Vorgänge weiterhin 2aus Höflichkeit" an der Ausspülung des Geistes beteiligen?


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 Ad Verbum Tuum 1. Juli 2017 

@Cavendish

in der Präambel der Verfassung heisst es: in Verantwortung vor GOTT und dem Menschen - das werden Sie auch als Agnostiker akzeptieren müssen. Und diese Präambel ist zweifellos auch Interpretationshilfe für unser Grundgesetz.
Naturrecht wiederum ist eher ein philosophischer als ein religiöser Ansatz. Wobei ich einräumen muss, dass dies, wie auch die Kant'sche Logik für mich nur relevant sein kann, wenn ich auf eine größere Vernunft dahinter vertrauen kann - sonst ist eh' alles nichtig, zufällig, relativ - in Folge dann auch jedes Regel- und Gesetzeswerk, da dann nur Menschenswerk, nichtig und unverbindlich.
Und nur weil Sie sich nicht dran stören, bleibt es dennoch Missbrauch der Sprache, Umdeutung der Worte, Umwertung der Werte - bleiben Sie wachsam, dies waren & sind die Werkzeuge der großen Diktaturen des Faschismus und des Kommunismus.


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 Dinah 1. Juli 2017 

@Henry_Cavendish

Sie bezeichnen sich selbst als Agnostiker, d.h. sie sehen sich selbst nur in der Lage zu bezeichnen, was ist, aber nicht zu erkennen, was E S (ER,SIE)ist! Für Ihre selbstverschuldete Unmündigkeit sind allein sie zuständig, es ist jedoch mehr als unangemessen,wenn Sie anderen Menschen ebenfalls die Fähigkeit abzusprechen versuchen, das Wesen im Wort zu erkennen. Nicht alles, was als Ehe bezeichnet wird, ist dem Wesen nach eine, so wenig wie z.B. der "Schüler" Pfeiffer in dem bekannten Film "Die Feuerzangenbowle" wahrhaftig ein Schüler war, auch wenn es nach außen so gewirkt hat und er es sich eingebildet hat ;-).


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 chiarajohanna 1. Juli 2017 
 

Bischof Vorderholzer ruft zu Protest-Mails auf - siehe Link (kath.de)

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/marx-bedauert-mogliche-auflosung-des-ehebegriffs

---

Im Text ist ein Verweis auf die Seite:
"Demo für alle" - mit den Themen:
Normenkontrollklage

https://demofueralle.wordpress.com/2017/06/30/ein-schwarzer-tag-fuer-die-ehe-jetzt-normenkontrollklage-auf-den-weg-bringen/

---

Weiter eine Unterschriften-Aktion:

http://www.citizengo.org/de/24468-ehe-bleibt-ehe

---

Und eine Unterschriften-Sammelliste zum Ausdrucken + Verteilen bei Edeka,
beim Bäcker, in der Kirche etc.

https://demofueralle.files.wordpress.com/2016/03/sammelliste_appell-an-angela-merkel_neu.pdf

---

Email-Adressen + Telefon-Nummern
von den Abgeordneten des Bundestages
finden sich hier:

https://demofueralle.files.wordpress.com/2017/06/union_nein_ehefueralle.pdf

---

Wer mit Ja oder Nein gestimmt hat, erfährt man in dieser Liste:
https://demofueralle.files.wordpress.com/2017/06/abstimmungsverhalten-ehefc3bcralle.pdf


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 Henry_Cavendish 1. Juli 2017 
 

Niemand verfügt letztlich über die Umgangssprache, @Ad Verbum Tuum

Daher läuft Ihr Argument ins Leere. Tatsache ist, dass im allgemeinen Sprachgebrauch nahezu keiner "verpartnert" sagt. Die die allermeisten Menschen sprechen im Alltag auch bei Schwulen und Lesben von "Hochzeit", von "Mann"/"Frau" oder "Ehemann"/"Ehefrau" und davon, dass sie "verheiratet" sind.

Auch ganz praktisch: Haben Sie sich mal die Glückwunschkarten im Schreibwaren- oder Buchhandel angeschaut? Offensichtlich ist "eingetragene Partnerschaft" nicht der Begriff, zu dem Menschen außerhalb von Bürokratie und Juristerei greifen.
Übrigens entfielen laut Ihrer Sicht entweder auch Agnostiker wie ich, sollte ich standesamtlich heiraten, nicht unter den Ehebegriff des Grundgesetzes oder aber Sie meinen bestimmen zu dürfen, dass entgegen meiner Weltanschauung meine Ehe doch religiös wäre. Dem stehen aber fest und sicher Artikel 2 und 3 des Grundgesetzes entgegen.


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 kleines Lichtlein 30. Juni 2017 
 

Sodom und Gomorrha lassen grüßen !


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 Josie 30. Juni 2017 
 

Dammbrueche

Wunderschoen und wahr! Es gibt nichts hinzuzufuegen.
Die Autorin sollte diesen Text dringend an den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz schicken.
Ich wuerde mir wuenschen, solche Worte aus dem Munde einer unserer Bischoefe zu hoeren.


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 Justme 30. Juni 2017 
 

Von Vater zu Elter 2

Die heute beschlossene Änderung zur Ehe wird Auswirkungen zeigen, die im Moment noch gar nicht absehbar sind. Ein Beispiel: Ich rechne damit, dass staatliche Fragebögen künftig nicht mehr nach Vater und Mutter fragen, sondern nach Elter 1 und Elter 2. Dies als Beispiel, wie damit emotionale Inhalte der Sprache verwässert werden. Vater und Mutter und Mutter und Vater sind Familie, Geborgenheit, Schutz, Vorbild, Einheit und noch vieles Mehr. Elter 1 und Elter 2 bleiben lediglich "Funktionseinheiten" und zeigen neben der Verarmung der Sprache auch die seelisch-geistige Verarmung. Wir werden wohl erst durch ein tiefes dunkles Tal gehen müssen, bis es zu einer grundsätzlichen Umkehr kommt.


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 Dinah 30. Juni 2017 

Eins oder/und Zwei?

In Genesis 1,27 ist der Mensch als Ebenbild Gottes männlichweiblich, d.h. noch Eins, er ist noch nicht Zwei! Von Trennung hören wir erst im zweiten Schöpfungsbericht.Leider wird im deutschen Sprachraum üblicherweise die Falschübersetzung Luthers genutzt und so ein falsches Bild im Kopf des Lesers oder Hörers zementiert. Im katholischen Glauben ist aber jeder einzelne Mensch vollständig, ob Mann oder Frau! Jeder Mensch hat weibliche und männliche Seiten, so wie jeder Mensch Vater und Mutter hat, das weiß auch der gesunde Menschenverstand. Die Überbetonung der Trennung zwischen Mann und Frau birgt die Gefahr des heidnischen, spaltenden Denkens.Wesentlich ist aber jede Frau und jeder Mann auch unverheiratet ein vollständiger Mensch! Spanndend wird es also erst im zweiten Schöpfungsbericht, dort erfahren wir von einer Trennung in die Zweiheit und die Frage "Wozu?" taucht auf. Erstmals erfährt der Mensch Sehnsucht nach jemandem, den er verborgen kennt und dem er zugleich gegenüber steht.


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 Ad Verbum Tuum 30. Juni 2017 

@sesto

Eindeutig nein. Mir, uns geht was verloren!
Zunächst das Offensichtlichste: die Sprache. Das Wort Ehe wird nun durch etwas besetzt, das nicht die Ehe ist, das NIE die Grundlage der Gesellschaft sein kann.
Dann: der besondere Schutz der Verfassung. Ein besonderer Schutz ist nur besonderer Schutz, wenn das was geschützt wird noch differenzierbar bleibt.
Zum dritten wird damit der Bezug zum Naturrecht, zur Unverfügbarkeit erkannten Rechts aufgebrochen.

Und ja - ich persönlich finde es anmaßend, ich bin persönlich betroffen, wenn Paare sich nun als "verheiratet" bezeichnen, was sie natürlicherweise nicht sein können - weil es eine unfruchtbare Beziehung bleiben muss. Es ist die Gleichstellung des Ungleichen, eine Anmaßung.


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 Weinberg 30. Juni 2017 
 

@ wedlerg

Sieben CSU-Angeordnete haben für die "Ehe für alle"gestimmt: Bernd Fabritius, Astrid Freudenstein,Hans Michelbach, Wolfgang Stefinger, Dagmar Wöhrl, Tobias Zech und Gudrun Zollner. Silke Launert hat sich bei der Abstimmung enthalten. (Quelle:FAZ).
Entscheidend aber war der Schwenk von Kanzlerin Merkel aus machtpolitischen Gründen, der mit Seehofer abgesprochen war. Deshalb war der Protest aus München auch so verhalten. Die Koalitionsoption Schwarz-Gelb-Grün ist den Unionsführern mehr Wert als als die EHE.


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  30. Juni 2017 
 

Augustinus

Es ist tröstlich, Benedicta zu hören:
Als Mann und Frau schuf er sie.
Der Herr wird uns beistehen.Auch bei allem, was noch kommen wird.---
Ich fürchte , das war der Anfang einer
Gehirnwäsche!
Dies jedenfalls waren die Aussagen einer
puren Kommunistin. Sie war es auch in
ihrer Jugend.Keinesfalls ist sie dieeee
"Pfarrerstochter"
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.


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 sesto 30. Juni 2017 
 

Worüber wird denn gestritten??

Zunächst: Ich, seit vielen Jahren Familienvater, bin gegen die Ehe für alle, wie sicherlich die Meisten hier.

ABER:
Wer ist denn davon betroffen? - Nur eine Minderheit unserer Gesellschaft. Ich nicht, wie die Meisten hier!

Wem geht durch "Ehe für alle" etwas verloren? - Mir nicht, wie den Meisten hier!

Muss zukünftig irgendjemand einen glichgeschlechtlichen Partner Heiraten? - Ich nicht, wie wohl die Meisten hier!

Können WIR uns nicht einfach auf die sakramentale bzw. christliche Ehe beschränken, und gut ist? - Ich mache das! Und die Meisten hier ??


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 wedlerg 30. Juni 2017 
 

ein interessanter Beitrag zum Kindeswohl

und warum die Ehe für alle eben nicht vernunftbasiert ist: http://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/gleichgeschlechtliche-elternschaft/


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 golden 30. Juni 2017 
 

Gott hilft !

Nicht umsonst hat vor 100 Jahren die Hl. Muttergottes ihre Botschaft der Umkehr und Reinheit gesagt: Für unser dunkles Jahrhundert !
Und die Kirche schart und sammelt sich neu um das HERRENWORT (Matthäus 19,4-6)
Der im Anfang den Menschen geschaffen hat,schuf sie als Mann und Frau und sprach "Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen und die zwei werden ein Fleisch sein !


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 Hoppe 30. Juni 2017 
 

Etikettenschwindel!

Merkel und Seehofer sind gegen die Ehe für alle aber für das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Partner. Was soll der Quatsch! Hier geht es offensichtlich nur noch um eine Namenshülse, um rein machttaktisch sagen zu können, dass nur die Verbindung von Mann und Frau eine Ehe sei, um sich den letzten Anstrich des Konservativen zu geben. Das ist so absurd, wie die Beibehaltung des Etiketts auf einer jetzt mit Brause gefüllten Champagnerflasche, weil diese so schön ist. Mit dieser Entscheidung ist alles Tafelsilber verscherbelt worden. Etwas Konservatives gibt es an und in der Union nicht mehr. Die Christen sollten es sich gut merken. Spätestens ab jetzt muss es heißen: "Wer hat uns verraten? - die Christdemokraten"


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 Kurti 30. Juni 2017 
 

Selbst der Papst ist für eingetragene Lebenspartnerschaften

In Deutschland haben wir die ja schon, aber selbst das geht zu weit und was jetzt beschlossen ist erst recht. Die Kirche darf solche Verbindungen in keinster Weise fördern oder legitimieren, auch nicht andeutungsweise. Wer sich als Mann mit einem Mann verbinden will, der kann das privatrechtlich tun bis hin zum Erbrecht, lediglich die Rente ist ausgenommen. Die Ehe ist lt. Grundgesetz Mann und Frau vorbehalten und ist Grundlage der Familie und die ist wieder Grundlage eines Staates, weil sie Kinder bekommen hat.Die Kirche hätte viel mehr gegen die gesetzliche Regelung solcher sündiger Beziehung gegenhalten sollen und nicht nur solala wie man es von Marx und anderen kennt. Im Bundestag sitzen maximal ein oder zwei Prozent Homosexuelle, aber die Mehrheit, die der "Ehe für alle" zugestimmt hat, lag bei deutlich üebr 50 %, darunter etwa 75 CDU-Abgeordneten. Wie kann die kleine Minderheit der Homosexuellen, für hat man die ja Sodomisten genannt, so eine große Zustimmung bekommen?


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 wedlerg 30. Juni 2017 
 

Immerhin die CSU Abgeordneten

haben praktisch vollständig gegen die Ehe für alle gestimmt. Außer Dagmar Wörl finde ich keine Abweichler in der Liste.


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 Selene 30. Juni 2017 
 

Es war zu erwarten

Trotzdem nehme ich es mit Entsetzen und großer Traurigkeit zur Kenntnis.

Wie tief will Deutschland noch sinken?


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 Xaverflo 30. Juni 2017 
 

Sehr schöne Gedanken

über Braut und Bräutigam, Geist, Fruchtbarkeit. Zur Hoffnung: Frau von le Fort (1876-1971) erlebte auch das Ende der NS-Zeit. Ideologien kommen und gehen. In Psalm 37 heißt es: "Errege dich nicht über die Bösen, / wegen der Übeltäter ereifere dich nicht. / Denn sie verwelken schnell wie das Gras, / wie grünes Kraut verdorren sie / Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, / bleib wohnen im Land und bewahre Treue! / Freu dich innig am Herrn! / Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt. / Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; / er wird es fügen. / Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht / und dein Recht so hell wie den Mittag."


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 PBaldauf 30. Juni 2017 
 

Verfassungswidrig

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ehe-fuer-alle-ex-verfassungsrichter-hans-juergen-papier-haelt-sie-fuer-verfassungswidrig-a-1155215.html


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 Ad Verbum Tuum 30. Juni 2017 

Mit brennender Sorge

blicke ich auf das Land, das einmal mein Land war. Wer vermag die Dekadenz und Dekonstruktion noch aufzuhalten?
Zensurgesetz und Ehe für Alle an einem schwarzen Tag.
Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?
Zu lange hat die Kirche herumlaviert, weil alles immer nur ein bißchen schlimmer wurde als zuvor. Sie wird "ihr Volk" nicht mehr hinter sich scharen können. Zu drastisch müsste die Kehrtwende im deutschen Episkopat ausfallen, als dass sie realistisch ist. Nur ein gemeinsames Mea Culpa zu den letzten fast 50 Jahren (1968er) könnte eventuell den ethisch-moralischen Anspruch der Kirche wieder rechtfertigen, neu aufrichten.
Das wird nicht passieren.

Wohin soll ich mich wenden ..


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 lesa 30. Juni 2017 

Herausforderung versus Unlebbarkeit

Ein hervorragender, treffender Kommentar, danke! Nur eines: Die Beziehung zwischen Mann und Frau mag oft herausfordernd sein. Die Beziehung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren aber ist nicht nur herausfordernd, sondern, wie die Statistik und langjährige Beobachtungen zeigen, über weite Strecken unlebbar und zerstörerisch. Österreichs Politiker haben ihren Teil getan, um junge Menschen vor so etwas zu schützen bzw. nicht durch entsprechende bewusstseinsbildende Gesetzgebung den Gang in die Verzweiflung zu fördern. Sie sind nicht auf gefühlsduselige Postfaktizität hereingefallen. Gott sei Dank!


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 Ginsterbusch 30. Juni 2017 

Ich flehe die Hl. Katholische Kirche aus tiefstem Herzen an...

das Sakrament (!) der Ehe heilig zu halten und zu achten. Ich bitte jeden katholischen Geistlichen sich nicht unter Druck setzen zu lassen und dieses Unheil auch noch „abzusegnen“.
Diese Forderungen werden ganz sicher bald gestellt werden!
Hält die Kirche dann stand? Oder wird es kommen, wie bei den wiederverheirateten Geschiedenen?
Aufweichung im Namen der Barmherzigkeit?
Und ich möchte mich heute explizit von dem angestimmten Ergebnis im Bundestag distanzieren.
HERR, ich bitte dich heute für mein Land um Entschuldigung.
Hl. Gottesmutter, steh unseren Priestern bei.


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