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Polnisch katholisch, philippinisch katholisch oder deutsch katholisch?

13. Juni 2017 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
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Anregungen der Synode und des Schreibens Amoris laetita zur Stärkung des Sakraments der Ehe in der Kirche und der Unterstützung der Familien werden durch eine Fußnote und ihre problembehaftete Auslegung völlig konterkariert. Von Peter Winnemöller


Köln (kath.net/Blog „katholon“ /pw) Katholisch bedeutet allumfassend und sollte eigentlich alle weiteren Attribute unnötig machen. Wir kennen das Wort mit dem Zusatz „römisch“. Das bedeutet aber nicht, dass die Römer so eine eigene Sorte Kirche sind, es kennzeichnet vielmehr nur den Ritus. Der Zusatz „römisch“ heißt also nur, dass wir im Westen beheimatet sind und den lateinischen Ritus feiern. Unser Bekenntnis ist also nicht etwa römisch-katholisch, sondern Nicaea-Konstantinopel.

Die Lehre ist eine und sie ist unveränderlich. Mit dem Tod des letzten Apostels ist die Offenbarung abgeschlossen. Und es ist auch nicht die Bibel allein, die womöglich willkürlicher Auslegung ausgeliefert, Grundlage des Glaubens ist. Die Heilige Schrift ist Heilige Schrift der Kirche und nur die Lehrtradition der Kirche legt die Schrift authentisch aus. Die Lehrtradition der Kirche ist in sich eine. Sie wandelt sich in ihrer Substanz nicht über die Zeiten. Was sich nicht nur wandeln kann, sondern sogar wandeln muss, ist die Weise, wie die Kirche die Lehre über den Glauben authentisch aussagt. Und das muss die Kirche tun, das ist die Pflicht des ordentlichen Lehramtes.

Die Sprachen der Menschen wandeln sich. Begriffe verschieben sich in ihrer Bedeutung und somit muss in jeder Generation nachjustiert werden, damit der unveränderliche Glaube in der veränderten Sprache der Zeit authentisch und unverändert ausgesagt wird. Das ist ein steter Drahtseilakt, denn die Menschen haben durchaus den Wunsch, doch bei der Gelegenheit auch gleich den Glauben noch ein wenig anzupassen. Es ist ein altes und doch immer neues Phänomen. Im Zusammenhang mit dem II. Vatikanischen Konzil kennt man dieses unter dem Namen „Der Geist des Konzils“. Es ist ein Spukgestalt, die seit über 50 Jahren nicht müde wird, ihrem kleinen Bruder, dem „Zeitgeist“ nachzuäffen. Der „Geist des Konzils“ gibt sich da zuweilen als bester Freund diverser Funktionäre und postuliert Thesen, die den Texten des Konzils – eben jenes zweiten Vatikanischen – diametral entgegenstehen.

Wir kennen das Phänomen und die Freunde des „Konzilsgeistes“ werden nicht müde zu behaupten, die Väter hätten doch …, wenn sie nur gekonnt hätten. Finstere konservative Kräfte im *schauder* Vatikan *grusel*, hätten dies und das verhindert. Hätte, hätte … Fahrradkette. Die Dokumente sind wie sie sind und auch wenn die Konzilsgeistgroupies hundert Mal behaupten, dieser oder jener Papst habe hinter „DAS KONZIL“ zurück gewollt, so war es doch nur die nachkonziliare Lehrentwicklung, in denen die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. das letzte Konzil für die Gläubigen authentisch vermittelten und im Sinne der Aufträge des Konzils (z.B. neuer CIC, neuer Katechismus etc.) die nötigen Schritte unternahmen.


Die immer schnellere Entwicklung der Welt sorgte für eine zunehmende Drift weg von den Vorstellungen der Kirche. Insbesondere in Fragen der Moral stehen die sogenannte westliche Welt und die Kirche mittlerweile an entgegengesetzten Polen. Es gibt einen guten Grund, dass die Kirche an der Ehe und der Familie als Kern und Keimzelle jeglicher Gesellschaft festhält. Der hohe Standard in Sachen Wohlstand, den wir im Westen haben, der es überhaupt nur ermöglicht, Singlehaushalte, Alleinerziehende oder auch Patchworkfamilien mehr oder weniger komfortabel am Leben zu erhalten, ist alles andere als selbstverständlich. Die Dekadenz, mit der wir dies für naturgegeben halten, wird uns um die Ohren fliegen, wenn die nächste große Krise kommt. Dann nämlich müssen und werden die Familien zusammen rücken und halten. Dann sind es nämlich wieder die Familien, die als einzige wirklich Arbeitsteilung können, weil nur in solch einer Kernzelle der nötige Altruismus herrscht. Was der Welt derzeit zum Beispiel als Familiarismus erscheint, ist schlicht die bessere Überlebensstrategie.

Das Bild von Ehe und Familie, welches die Kirche lehrt, ist durch und durch vernünftig, mag es den Zeitgeist noch so ärgern. Dies Beispiel ist brandaktuell, denn die Familie ist nicht nur von Seiten des Staates in Gefahr, der seinen Einfluss bis in die früheste Kindheit hinein ausdehnen will. Die Familie ist auch durch zu leichte, ja zuweilen leichtfertige Scheidungsgesetze und gesellschaftliche Trends zur Unverbindlichkeit in Gefahr. Das spiegelt sich in der Kirche wider, denn plötzlich finden sich getaufte Katholiken in Lebensumständen wieder, die sie vom Empfang der Sakramente ausschließen. Auch dieser Aspekt war Motivation für Papst Franziskus, eine zweiteilige Familiensynode einzuberufen und anschließend ein umfangreiches Schreiben zu Ehe und Familie herauszugeben.

Dieses Schreiben, Amoris laetitia, wird allerdings in der öffentlichen Wahrnehmung auf eine Fußnote reduziert. Diese Fußnote ist Anlass für einen Meinungsstreit unter Theologen, Kardinälen und Bischöfen. Ist es denn nun erlaubt, wenn geschiedene Katholiken, die eine neue Partnerschaft eingegangen sind, zur Kommunion gehen können oder nicht? Die Positionen in diesem Meinungsstreit decken das komplette Spektrum von „absolut nein“ bis „absolut ja“ ab. Der Zweck der Synode ist in diesen Punkt ganz klar verfehlt. Es herrscht mehr Unklarheit als vorher. Dabei war die Frage durchaus schon geklärt. Es gibt eine einschlägige Regelung von Papst Johannes Paul II. dazu in seinem Schreiben Familiaris consortio. Dieses Schreiben gilt weiterhin. Es erscheint völlig unverständlich, wie ganze Bischofskonferenzen dazu kommen, die besagte Fußnote in Amoris laetitia gegen den Wortsinn von Familiaris consortio auszulegen. „Zeitgeist“ und „Konzilsgeist“ ist also mit dem „Synodengeist“ ein kleines Brüderchen zugelaufen.

Sehr bedauerlich ist, dass man im Vatikan derzeit nicht gewillt scheint, dem Problem mit einer Klärung Abhilfe zu schaffen. Vier Kardinäle hatten in Amoris laetitia offene Fragen entdeckt. Diese haben sie ausformuliert und Form von Dubia an Papst Fanziskus geschickt. Das ist, man kann es nicht oft genug betonen, im Zusammenhang mit der Fortschreibung der Lehre der Kirche ein übliches Verfahren. Dubia werden dem Papst zugeleitet und auf dessen Auftrag hin von der Glaubenskongregation beantwortet. Die Antwort wird dann auf Geheiß des Papstes veröffentlicht. Papst Franziskus handhabt es anders. Er antwortet nicht. D.h. er lässt die Glaubenskongregation keine Antwort erarbeiten. Der Papst ist der Papst, der darf das. Man kommt allerdings zu dem Eindruck, der Vatikan werde inzwischen mit Interviews regiert. Indirekt bekommt man die Antwort auf die Dubia aus Interviews von Papst und Präfekt der Glaubenskongregation. Leider beseitigen diese nicht die Unschärfen.

So kommt es nun zu der absurden Situation, dass die polnische Bischofskonferenz Amoris laetitia in Kontinuität zu Familiaris consortio auslegt, die deutsche hingegen ähnlich wie die philippinische hier auf Diskontinuität setzt. Es ist mehr als nur ein bisschen sonderbar, dass der eine Glaube eine unterschiedliche Praxis der Zulassung zu den Sakramenten hervorbringen können soll. Man sollte sich sehr hüten, auf Grund der Diskontinuität zu Familiaris consortio sofort die Häresiekeule oder alternativ das Schismaschwert zu schwingen. Das wäre zu einfach. Die Entwicklung ist ja noch im Gange. Dennoch darf angemerkt werden, dass die unbeantworteten Dubia der vier Kardinäle die richtigen Fragen aufwerfen und die polnischen Bischöfe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die richtige Antwort gegeben haben.

Die herrschende Unschärfe in der Lehre wird hoffentlich noch einmal einzufangen sein, denn sollte dies nicht geschehen, drohen wirklich Verwerfungen bis hin zur Spaltung. Kaum anzunehmen, dass das in der Intention des Papstes liegt, wenn er von mehr Verantwortung für die Ortskirchen spricht. Was starke Ortskirchen vielleicht noch aus eigener Kraft bewältigen können, daran werden schwache Ortskirchen, wie die teils doch recht geld- und funktionärslastigen deutschen Bistümer durchaus scheitern können. Mit der Last der Spukgestalten Konzil-, Zeit- und Synodengeist im Gepäck ist authentische Verkündigung der Lehre eben doch deutlich erschwert.

Die wertvollen Anregungen der Synode und in Folge des Schreibens Amoris laetita zur Stärkung des Sakraments der Ehe im Leben der Kirche und der Unterstützung der Familien in den Krisen unserer Zeit werden leider durch eine Fußnote und ihre problembehaftete Auslegung völlig konterkariert. Das wird noch verstärkt durch die Sturheit des Papstes, eine verbindliche Entscheidung zu treffen und zu verkündigen. Interviews können – und seien sie noch so gut – keine lehramtlichen Äußerungen sein.

So wird das nichts mit der von den Synodenvätern gewollten Stärkung der Familie durch die Kirche.

Foto Peter Winnemöller




Foto oben (c) kath.net/Michael Hesemann


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Lesermeinungen

 hape 14. Juni 2017 

Die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe.

Dank an Herrn Peter Winnemöller für die gute Standortbestimmung. Aber ist nicht mit den Dubia und dem Schweigen von Papst Franziskus im Grunde schon alles gesagt? Der Papst möchte genau diesen unklaren Schwebezustand haben, warum auch immer. Jedenfalls stehen beide Positionen wohl noch für längere Zeit unversöhnt nebeneinander.

Was tun? – Mir hilft es, deutlicher zwischen Amt und Person zu unterscheiden. Dem Papstamt gilt meine Treue, ebenso dem Bischofs- und dem Priesteramt.

Darüber hinaus denke ich mir: es ist doch der "Herrscher der Welt", der uns hier mit Wucht begegnet. Und mit ihm hat es die Kirche immer zu tun. Dazu sagt der Herr: "Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat." (Joh 14,30)

"Die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe." – Kann das nicht auch unsere Haltung sein, um mit dieser Situation fertig zu werden?

Unsere Liebe Frau der Heiligen Hoffnung, bekehre uns.


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 Stephaninus 14. Juni 2017 
 

Chesterton

Ich bin nicht immer ganz einverstanden mit dem Papst, dennoch:
Chesterton, frei zitiert: Ein Katholik, der päpstlicher als der Papst sein will, mag alles sein, nur nicht katholisch.


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 Kostadinov 14. Juni 2017 

würde mal sagen, die Sache ist amtlich...

Rorate Caeli berichtet von einem Franziskus-ernannten Bischof in Argentinien, der den sog. WvG hochoffiziell die Kommunion gegeben hat, nachdem sie sechs Monate in irgendwelchen Kursen rumgesessen sind.
https://rorate-caeli.blogspot.com/2017/06/breaking-argentina-bishop-organizes.html#more

Alles schön mit Gruppenbild... ich freu mich schon auf die Widerrede, die ich hier ernten werde, der Hl. Vater hätte nix geändert :-)


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 Waldi 13. Juni 2017 
 

Ich habe alles,

was die kath. Kirche vor dem Konzil verpflichtend gelehrt hat, gehorsam und verbindlich angenommen. Ich habe all diese, für mich so wertvollen und unveräußerlichen Glaubenswahrheiten, man höre und staune, sogar vor dem bedrohlichen Zugriff des II. Vatikanums erfolgreich retten können. Daraus erwuchs in mir - und in vielen anderen Katholiken die Entscheidung, das für einen tiefen Glauben so zuverlässig Wertvolle der kath. Kirche vor dem Konzil, nicht leichtsinnig gegen die Billigangebote nach dem Konzil auszutauschen! Daran halte ich fest solange ich lebe, sodass mich die Glaubensverwirrungen von Rom genau so wenig erschüttern, wie jene aus den von Rom abgetrennten deutschen "Filialen"! Der Glaubensverlust der Menschen in großem Ausmaß ist auf den Verlust der Glaubwürdigkeit der kath. Kirche zurück zu führen. Denn eine Kirche, die sich vom Klerus auf den Kopf stellen lässt und alles verwirft, was sie über Jahrhunderte gelehrt und verteidigt hat, ist nicht mehr glaubhaft!


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 Kostadinov 13. Juni 2017 

Wir brauchen doch gar nicht rumeiern...

in dem Moment, als er Kasper zu seinem Lieblingstheologen ausgerufen hatte, war klar, worauf es hinausläuft...


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 wandersmann 13. Juni 2017 
 

Eine guter Erklärung, inwiefern Nachjustierung notwendig sein kann

"Die Heilige Schrift ist Heilige Schrift der Kirche und nur die Lehrtradition der Kirche legt die Schrift authentisch aus. Die Lehrtradition der Kirche ist in sich eine. Sie wandelt sich in ihrer Substanz nicht über die Zeiten.

Was sich nicht nur wandeln kann, sondern sogar wandeln muss, ist die Weise, wie die Kirche die Lehre über den Glauben authentisch aussagt. Und das muss die Kirche tun, das ist die Pflicht des ordentlichen Lehramtes.
Die Sprachen der Menschen wandeln sich.

Begriffe verschieben sich in ihrer Bedeutung und somit muss in jeder Generation nachjustiert werden, damit der unveränderliche Glaube in der veränderten Sprache der Zeit authentisch und unverändert ausgesagt wird."
---

Dem Obigen stimme ich zu.

Allerdings halte ich die Begriffsverschiebungen in der Regel für nicht so bedeutsam, von Einzelfällen abgesehen. Ein Einzelfall ist aber der Begriff "Gerechtigkeit" der heute vor allem "soziale Gerechtigkeit" bedeutet.
Das ist in der Bibel sicher nicht gemeint.


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 girsberg74 13. Juni 2017 
 

Unschärfe bis zum Geht-nicht-Mehr!

Ich finde, der Kommentar von Peter Winnemöller ist zu unentschieden, zu „nett“.

Das an einer Stellt genutzte Wort „Unschärfe“ trifft den Sachverhalt.

Es ist aber nicht eine Unschärfe (die „Unbestimmtheitsrelation“), wie sie von Werner Heisenberg aus Experimenten zur Quantenphysik gefolgert wurde und mit der die Wissenschaft seither arbeitet.

Es ist eine Unschärfe, die aus dem Kopf kommt – unkontrolliert und unbedacht – und die zu beliebigen Zwecken dienlich ist. Über die Folgen dieser Unschärfe ist letztlich nichts mehr zu sagen.

Es geht hier nicht zuerst um einen Verriss von AL, sondern um die Methode. Bei Heisenberg ist alles klar und durch Naturprozesse abgesichert. Bei AL ist nicht nur nichts abgesichert, sondern der Herausgeber arbeitet entgegen der Weisungen des Stifters.


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 wandersmann 13. Juni 2017 
 

Es geht nicht um zu einfach - Häresiekeule

"Man sollte sich sehr hüten, auf Grund der Diskontinuität zu Familiaris consortio sofort die Häresiekeule oder alternativ das Schismaschwert zu schwingen. Das wäre zu einfach."

Bei einer Häresie ist doch nicht die Frage, ob sie einfach zu entdecken ist, sondern, ob es eine Häresie ist oder nicht. Und meiner Auffassung nach ist es eben eine. Enweder Franziskus ist Häretiker oder JPII oder das ganze Thema ist einfach gar nicht häresiefähig, was ich nicht glaube. Dann allerdings wäre keiner von beiden Häretiker.

Was es für einen Papst bedeutet, wenn er Häretiker ist, dass habe ich hier schon mehrfach geschrieben.


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 Rolando 13. Juni 2017 
 

Folgen der lutherischen Irrlehre

Luther lehrte einen dialektischen und sich entwickelnden Gott, dieses Denken hat die ganze Philosophie vergiftet, Heidegger und Hegel übernahmen diese Irrlehre, schmückten sie aus und Rahner trug sie in die Priesterseminare, deswegen werden sie immer leere, (außer Wigratzbad und Heiligenkreuz, wo katholisch gelehrt wird). Dieses sich entwickelnde Gott war die Grundlage des Darwinismus und der Rassenideologie der Nationalsozialisten, das töten wurde legitim, denn in Luthers Gottesvorstellung gab es keine Sünde mehr, der vorherbestimmende Gott ist ja schuld. Und da liegt das Problem, ist Ehebruch und Unzucht, sowie Abtreibung Sünde? Es reicht doch der Glaube allein, sündige tapfer sagte Luther, wieso dann keine Hl. Kommunion, es gibt doch keine Sünde. Diese Irrtümer sind in die katholische Kirche weit nach oben gedrungen. Wir müssen Gott um Sündenbewusstsein und Sündenerkenntnis bitten, dann geht kein Sünder zur Hl. Kommunion ohne vorher gebeichtet zu haben, das ist das Problem.


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 Selene 13. Juni 2017 
 

Fehlt noch

maltesisch katholisch, argentinisch katholisch und was noch kommen mag.


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 wedlerg 13. Juni 2017 
 

Hintergrund: Theologie des Prozesses

Dieser Papst ist der Ansicht, dass theologische und kirchliche Positionen nicht durch Offenbarung und Vernunft gestützt werden, sondern in Entwicklungs-Prozessen gebildet werden. Diese Theologie, die wohl von den Befreiungstheologen entwickelt wurde, ist sehr eng am Marximus angelehnt, der auch eine Entwicklung lehrt.

Deswegen ist es für den Papst GUT, wenn er Veränderungen anstößt, die jeder vernünftige Mensch als chaotisch beurteilen muss. Der Papst will, dass sich (was auch immer) etwas entwickelt.

Vor diesem Hintergrund passt die Fußnote wunderbar ins Bild. Es verändert sich alles, keiner kann sagen wie und Vernunft und Glaube spielen keine Rolle mehr.

Genauso das Bild beim Familieninstitut Joh. Paul II., das der Papst de facto zerstört hat. Bisher haben dort kath. Professoren die Fragen der Zeit kath. beantwortet. Heute wurden 45 neue Mitglieder bestellt: Ungläubige und Abtreibungsbefürworter neben Katholiken. Was rauskommt ist klar: eine chaotische NGO, die entwickelt...


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 Smaragdos 13. Juni 2017 
 

"Es erscheint völlig unverständlich, wie ganze Bischofskonferenzen dazu kommen, die besagte Fußnote in Amoris laetitia gegen den Wortsinn von Familiaris consortio auszulegen."

Vollkommen einverstanden, nur steht der Papst genau hinter den Bischofskonferenzen, die AL anders auslegen als FC (siehe sein Lob an die argentinische Bischofskonferenz!). D.h. der Papst hat die beiden Synoden gerade dazu einberufen, um FC auszuhebeln, das ist mittlerweilen ein offenes Geheimnis. Ungeheuerlich! Man meint im falschen Film zu sein. Und Kardinal Schönborn komme mir bitte nicht mit der heuchlerischen Erklärung, es gehe hier lediglich um eine "Weiterentwicklung" der Lehre. Nein, es geht hier um einen regelrechten Bruch, der inakzeptabel ist!


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 Sebi1983 13. Juni 2017 
 

Leider ist der Papst verantwortlich...

Bei allem Respekt vor dem Papst. Für diesen Dissens ist niemand anderes verantwortlich als Papst Franziskus, der qua Amt Prinzip der Einheit (!) der Kirche sein sollte. Daran muss er sich messen lassen, dafür wird er sich vor seinem Richter verantworten müssen.


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 Kurti 13. Juni 2017 
 

Ich bin der Meinung, daß diese Unsicherheit und das darauf folgende

Chaos mit Absicht gemacht wurde. Wollte der Papst eine klare Linie haben,
hätte er genug Zeit und Gelegenheit gehabt, diese zu schaffen.
So aber kann jede Bischofskonferenz das aus Amoris laetitia herauslesen, was ihr am besten zusagt. Die konservativen Polen tun das und andere tun das Gegenteil. Ein Polin sagte mir vor kurzem, daß ihr ein polnischer Priester zumindest ab und an die persönliche Beichte sehr nahegelegt hat, wogegen in Deutschland das allgemeine Sündenbekenntnis meist reicht. Die Dinge liefen allerdings schon vor Papst Franziskus so und werden jetzt nur noch bestärkt durch seine unklaren Worte und Handlungen. Er sagte ja einmal, daß der Glaube inkulturiert werden müsse. Die Fakten sprechen ja schon längere Zeit dafür,daß das geschieht.


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