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Weiter keine Nachricht über verschwundenen Bischof in China

11. Juni 2017 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Peter Shao Zhumin war am 18. Mai zu einem Termin beim Amt für Religionsangelegenheiten in Wenzhou gebeten worden - Seither weiß man nichts über seinen Verbleib


Rom (kath.net/KAP) Von dem verschwundenen chinesischen Bischof Peter Shao Zhumin gibt es seit 20 Tagen keine Nachricht. Shao Zhumin, im September 2016 von Papst Franziskus zum Bischof der Millionenstadt Wenzhou ernannt, aber von der Regierung nicht anerkannt, war nach Angaben des vatikanischen Pressedienstes Asianews (Dienstag) am Abend des 18. Mai zu einem Termin beim Amt für Religionsangelegenheiten in Wenzhou gebeten worden. Seither wisse man nichts über seinen Verbleib.

Katholischen asiatischen Medien zufolge war der 2007 zum Bischof geweihte Shao Zhumin bereits vier Mal in Haft, zuletzt Mitte April über die Ostertage. Laut Asianews leben in Wenzhou 120 Katholiken, die mit der regierungstreuen "Patriotischen Vereinigung" verbunden sind, und weitere 80.000 Katholiken der sogenannten Untergrundkirche.


Die Ernennung von Bischöfen ist seit langem zentraler Streitpunkt zwischen dem Vatikan und dem chinesischen Staat. Der Vatikan beansprucht das Recht, Bischöfe frei zu bestimmen. China lehnt dies als Einmischung in innere Angelegenheiten ab. Die Regierung besteht auf einer umfassenden Kontrolle über die katholische Kirche. Nach längerer Unterbrechung wurden chinesische Bischöfe seit 2007 in der Regel in Abstimmung zwischen Vatikan und Regierungsbehörden geweiht. Seit 2011 kehrte Peking immer wieder zur alten Praxis zurück und ordinierte Bischöfe ohne römische Genehmigung.

Der Vatikan und China unterhalten seit 1951 keine offiziellen Beziehungen mehr. Zuletzt haben sich die inoffiziellen Gespräche wieder intensiviert. Die Katholiken in China sind seit den 1950er Jahren in zwei Gruppen gespalten, die "Patriotische Vereinigung" und die romtreue Untergrundkirche. Letztere ist staatlichen Repressalien ausgesetzt; mehrere Bischöfe und Priester sitzen in Haft. Nach offiziellen Angaben zählt die katholische Kirche in China 5,7 Millionen Mitglieder, nach inoffiziellen Angaben etwa 12 Millionen.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild



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Lesermeinungen

 Suebus 13. Juni 2017 
 

Wenn sie nicht mehr weiter mit mir sprechen wollen, dann ist das ihre Sache. Ich habe aber trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
Haben Sie sich intensiv mit der Situation der Kirche in China beschäftigt, oder kennen Sie sie nur aus ein paar Zeitungsartikeln? Warten Sie eventuell schon dort?

Über die Situation hierzulande hatte ich auch einen Kommentar geschrieben, aber er wurde nicht veröffentlicht. Nur so viel: Hier steht selbstverständlich nicht alles zum Besten. Wer jedoch den Glauben der katholischen Kirche teilt und sonntags zur Messe - auch eine Messe des regulären Ritus - geht, kann als katholisch gelten.

Übrigens: das "i" können Sie behalten, das gehört nicht zu meinem Namen.


0
 
 athanasius1957 13. Juni 2017 
 

@ sebius: Und wie ist es bei uns?

Mir scheint, dass Sie die chinesische aber vor allem die europäische Gesamtsituation schön reden wollen. Auf diese Ebene begeb ich mich nicht.
Ich wünsche Ihnen in Ihrem Traum alles Gute und Gottes reichsten Segen


0
 
 Suebus 12. Juni 2017 
 

@athanasius1957

n China ist die Situation noch einmal eine andere, weil dort der Stadt direkt und offiziell versucht, in die Kirche einzugreifen. Aber selbst dort ist es nicht so, dass die offizielle Kirche automatisch "schlecht" und die Untergrundkirche automatisch "gut" ist. Außerdem sind das keine streng voneinander getrennte monolithische Blöcke, sondern es gibt zwischen "offiziell" und "Untergrund" auch viele Schattierungen, und die Übergänge sind oft fließend.
Manche Ihrer Behauptungen, zum Beispiel dass Priester der offiziellen Kirche meist(!) nicht im Zölibat leben, sind schlichtweg falsch.


1
 
 athanasius1957 12. Juni 2017 
 

@ suebius

Was ist mit den Franziskanern der Immakulata, was mit den Priestern die im außerordentlichen Ritus zelebrieren, welcher Pfarrer traut sich noch die Dogmen zu predigen und die Hl. Messe als Opfer zu verstehen, wo gibt es Geistliche, die die Homosexualität, den vorehelichen Verkehr, die Abtreibung zu thematisieren. Wer hört etwas über die letzten Dinge? Das ist die "Afterkirche" nach Emmerick. Eingaben an den Ortsbischof werden schubladisiet und die Rechtglaubigen als Fanatiker angeprangert!


1
 
 Ehrmann 12. Juni 2017 

Maria Auxiliatrix, bitte für China und bitte für uns

Der 24. Mai ist als ihr Gedenktag nach China auch für uns eigeführt - nur weiß kaum jemand davon


2
 
 athanasius1957 12. Juni 2017 
 

wo ist der unterschied zwischen "papsttreuer untergrundkirche und patriotischer kirche chinas"?

relativ einfach:
die ersteren beten und arbeiten nach dem benediktinischen prinzip, die zweiten lassen sich korrumpieren um nicht zu sagen "sie prostituieren sich"
die untergrundkirche ist in den traditionell katholischen diasporagebieten, welche weit von peking liegen, auch bei den dortigen parteimitgliedern sehr beliebt, da sie sie sich um jene kümmern, die sonst verloren sind: ALTE, KRANKE -speziell HIV-Patienten, WAISE, ausgesetzte MÄDCHEN (FEMOZID!!!!), etc.
Die patrioten haben alle zuwendung seitens partei, meist leben sie auch nicht im zölibat, und halten sich bei den predigten an die parteivorgaben. das macht sie für die gläubigen mehr als suspekt!

Nebenbei:
bei uns in den reichen Ländern in EUropa oder Nordamerika oder Australien ..... schaut's nicht anders aus und die europäische Untergrundkirche wird genauso verfolgt. Es hat was an sich, wenn afrikanische geistliche uns als missionsgebiete bezeichnen!


6
 
 athanasius1957 12. Juni 2017 
 

papsttreue untergrundkirche - patriotische kirche


0
 

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