Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Journalist von Gersdorff: Bischöfen in Deutschland „fehlt schlicht und ergreifend Bekennermut“
  2. ‚Polithetze gegen die einzige Opposition’ – AfD kritisiert Grundsatzpaper der deutschen Bischöfe
  3. Bestätigt Fiducia Supplicans Häresie?
  4. Identität des nächsten Papstes: Kardinal schreibt
  5. Kardinal Nichols verbietet Ostertriduum im Alten Ritus für Erzdiözese Westminster
  6. Gericht verbietet Falschbehauptung! - Müssen deutsche Bischöfe AfD-Papier zurückziehen?
  7. P. Karl Wallner: "Bei der Weltsynode spielen deutsche Bischöfe keine Rolle mehr"
  8. FDP-Taktiktipp für Bätzing/DBK: Mit Rom reden aber gleichzeitig Synodalen Rat weiter vorantreiben
  9. Papst trifft Pater Andrzej Komorowski, Leiter der Petrusbruderschaft
  10. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  11. Ablehnung der AfD? - „Eine wenig überzeugende Einstimmigkeit der Deutschen Bischofskonferenz“
  12. Brauchen wir DBK-Wahlempfehlungen?
  13. Evanglische Kirche im Rheinland schafft Sonntagsgottesdienst ab
  14. Schlimmste Gefahr ist heute die Gender-Ideologie, die die Unterschiede aufhebt!
  15. Kardinal Sarah ‚sehr stolz’ auf afrikanische Bischöfe nach Ablehnung von Fiducia supplicans

Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen

15. Jänner 2023 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Open Doors"-Partner: Vertriebene Adivasi werden trotz drohender Gewalt durch Hindu-Extremisten zur Rückkehr in ihre Dörfer gezwungen.


Neu-Delhi/Berlin (kath.net/ KAP)

Nach wiederholten gewalttätigen Angriffen von Hindu-Extremisten auf Christen und Kircheneinrichtungen im indischen Bundesstaat Chhattisgarh gibt es massive Kritik an den Behörden. Schon im Vorfeld der Attacken seien Kundgebungen christenfeindlicher Gruppen nicht unterbunden worden, obwohl die Bevölkerung dabei offen gegen Kirchenbesucher und Pastoren aufgehetzt worden sei, schilderte ein - anonym bleiben wollender - örtlicher Partner dem Hilfswerk "Open Doors Deutschland" (Donnerstag). Die Behörden hätten keine Schutzmaßnahmen ergriffen, obwohl bekannt gewesen sei, dass neue Angriffe drohten. Stattdessen seien Gemeinschaftsunterkünfte vertriebener Christen geschlossen worden. "Sie zwingen die Menschen, im Angesicht der Gewalt in ihre Dörfer zurückzukehren", so der "Open Doors"-Partner.


Mitte Dezember waren in den Bezirken Narayanpur und Kondagaon bei einer konzertierten Aktion radikaler Hindu-Nationalisten zahlreiche Dörfer angegriffen und die dort lebenden und zum Christentum konvertierten Adivasi - so werden die Ureinwohner der Region genannt - aus ihren Häusern vertrieben worden. Am 2. Jänner verwüsteten mit Stöcken und Steinen Bewaffnete eine katholische Pfarrei in Narayanpur. Auch andere christliche Einrichtungen und Wohnhäuser sollen beschädigt und örtliche Christen bedroht und zur Flucht aufgefordert worden sein.

In Medienberichten war von einem Mob aus 2.000 Menschen zu lesen, die auch Polizeikräfte attackierten, die eingreifen wollten. Mindestens elf der Angreifer wurden festgenommen. Der Menschenrechtsanwalt Bela Bhatia wies gegenüber dem Magazin "Frontline" freilich hin, dass es nur deshalb Festnahmen gegeben habe, weil Polizisten angegriffen wurden. Die Ereignisse seien "keine plötzliche Entwicklung", so Bhatia. Schon seit Jahren gebe es Angriffe auf die christlichen Adivasi. Anzeigen gehe die Polizei in der Regel aber nicht nach.

In Chhattisgarh gibt es nach Angaben von "Open Doors" wie in zehn weiteren indischen Bundesstaaten Anti-Bekehrungsgesetze; Konvertiten zum christlichen Glauben würden immer wieder zur "Rückbekehrung" zum Hinduismus gezwungen. "Auf Grundlage der Anti-Bekehrungsgesetze kann nahezu jede Aktivität religiöser Minderheiten als unlauterer Versuch einer Zwangsbekehrung interpretiert werden - selbst ein öffentliches Gebet oder karitative Hilfsangebote", so das Hilfswerk. Die Stigmatisierung von Christen wird auf diese Weise stark befeuert. In Chhattisgarh seien die Folgen monatelange soziale Boykotts und der Ausschluss vieler Christen aus der Dorfgemeinschaft, oft verbunden mit Gewalt und Vandalismus, gewesen.

Der indische Premierminister Narendra Modi und seine hindu-nationalistische BJP "treiben die Unterdrückung religiöser Minderheiten beständig voran", kritisiert "Open Doors". Das geschehe etwa durch die Anti-Bekehrungsgesetze und dadurch, dass Angriffe auf Christen und ihre Häuser sowie Kirchen in aller Regel ungestraft blieben. In dem von dem Hilfswerk jährlich erstellten Weltverfolgungsindex zählt Indien zu jenen zehn Ländern weltweit, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu bekennen und zu leben.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 anjali 15. Jänner 2023 
 

Indien

Schlimm. Sind die H.Mutter Teresa schon vergessen?


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  2. Pakistan: Mehr Blasphemievorwürfe gegen Christen
  3. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  4. Vatikan-Vertreter bei der UNO: Jeder siebte Christ wird verfolgt
  5. Nicaraguas Diktator Ortega verbietet öffentliche Kreuzwegprozessionen
  6. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  7. Iran: Für eine Verhaftung reicht es ein Christ zu sein

Indien

  1. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  2. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  3. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  4. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  5. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  6. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren
  7. Corona in Indien: 12-jährige Wanderarbeiterin stirbt nach 100 km Fußmarsch






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. KOMMEN SIE MIT! EINMALIGE REISE - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Identität des nächsten Papstes: Kardinal schreibt
  4. Bestätigt Fiducia Supplicans Häresie?
  5. P. Karl Wallner: "Bei der Weltsynode spielen deutsche Bischöfe keine Rolle mehr"
  6. "Auf dem Berg Golgota ist es nicht unsere Aufgabe, einen Stuhlkreis zu machen“
  7. Gericht verbietet Falschbehauptung! - Müssen deutsche Bischöfe AfD-Papier zurückziehen?
  8. Brauchen wir DBK-Wahlempfehlungen?
  9. Journalist von Gersdorff: Bischöfen in Deutschland „fehlt schlicht und ergreifend Bekennermut“
  10. Die Goldsee-Siedlung am Busko See in Bosnien-Herzegowina
  11. So kann es nicht mehr weitergehen
  12. ‚Polithetze gegen die einzige Opposition’ – AfD kritisiert Grundsatzpaper der deutschen Bischöfe
  13. Ablehnung der AfD? - „Eine wenig überzeugende Einstimmigkeit der Deutschen Bischofskonferenz“
  14. „Ein Zeuge der Wahrheit, der Freude und des Lebens“
  15. ,Kirchen, die reden wie die Welt, braucht die Welt nicht‘

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz