Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  2. Ein unvermeidliches Schisma?
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  5. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  6. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  7. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  8. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  9. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  10. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  13. Kirche SOS
  14. Bischöfe aus aller Welt werden in Rom über Familien in Krisen sprechen
  15. Das sakrale Abenteuer als Zukunft der Kirche

Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren

2. Jänner 2026 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichische Ministerin: beklemmend zu sehen, wo christliche Kirchen überall angegriffen, Priester entführt und Gemeinden drangsaliert werden - Gemeinsamer Einsatz von Politik, Hilfswerken, Medien und Gesellschaft gefordert


Wien (kath.net/KAP) Europa-, Integrations- und Familienministerin Claudia Plakolm (ÖVP) hat dazu aufgerufen, Christenverfolgung weltweit stärker zu thematisieren und nicht zu relativieren. Angesichts vorliegender "Zahlen und Fakten" dazu sei es "beklemmend, zu sehen, wo christliche Kirchen überall angegriffen, Priester entführt und Gemeinden drangsaliert werden", sagte Plakolm im Interview mit der Wochenzeitung "Die Tagespost" (Donnerstag). 

In Europa würden Vorfälle jedoch oft "abgetan", differenziert oder abgeschwächt. "Das finde ich nicht gut. Wir müssen christenfeindliche Straftaten genauso laut und ernst ansprechen wie jegliche andere Form von Hass", so die Ministerin. Auch die Medien sollten verstärkt darüber berichten und somit zu mehr Bewusstsein dafür beitragen. Aufgabe auch für Österreich müsse es sein, "da nicht wegzusehen" und Religionsfreiheit als "eine zentrale Menschenrechtsfrage unserer Zeit" zu schützen.


Die österreichische Bundesregierung nehme die Verfolgung religiöser Minderheiten "sehr ernst" und habe konkrete Schritte für mehr Religionsfreiheit gesetzt. Plakolm verwies hier auf die 2023 im Bundeskanzleramt eingerichtete Ombudsstelle, die 2024 in die eigenständige Stabstelle "Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten" überführt wurde. Dieses Projekt solle sich weltweit für die Rechte dieser Gruppen sowie für Religions- und Glaubensfreiheit einsetzen. Man arbeite dabei eng mit kirchlichen Hilfswerken zusammen. Mit dem Malteser-Ritterorden sei erst kürzlich ein Memorandum unterzeichnet worden, "dass wir über dessen Struktur vor Ort gezielt helfen können".

Zu den Aufgaben der Stabstelle erklärte Plakolm, sie sammle Informationen und berichte, "damit wir in der Bundesregierung eine solide Basis und einen guten politischen Überblick über die laufenden Entwicklungen haben". Zudem würden konkrete Förderprojekte umgesetzt, wie etwa die Unterstützung einer katholischen Schule im Irak gemeinsam mit der Katholischen Jungschar. 

Im Blick auf Integration betonte die Ministerin die Verteidigung grundlegender Prinzipien: "So ist zum Beispiel auch das Kreuz in den Schulklassen nicht verhandelbar." Es stehe symbolisch für das Christentum und dessen Geschichte und sei zudem auch "Ausdruck unserer christlichen Werte für das Miteinander".

Zur Debatte um den Entzug von EU-Förderungen für katholische Organisationen sagte Plakolm, Europa müsse zu seinen christlichen Wurzeln stehen: "Wir müssen aufhören, mit unserem christlichen Glauben zu fremdeln. Das ist falsch verstandene Toleranz." Mit Blick auf internationale Initiativen wie das ungarische Programm "Hungary Helps" zeigte sich die Politikerin offen: Dessen Grundgedanke sei "richtig und wichtig", und es brauche "mehr denn je" eine verstärkte internationale Zusammenarbeit für Religionsfreiheit.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  2. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  3. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  4. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  5. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  6. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  7. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  8. Papst zieht auch in Castel Gandolfo zurück in seinen Palast
  9. Ein unvermeidliches Schisma?
  10. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  11. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  12. Kirche SOS
  13. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  14. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  15. Leo XIV. überarbeitet Franziskus-Reform für Diözese Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz