Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  8. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  9. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  12. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren

2. Jänner 2026 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichische Ministerin: beklemmend zu sehen, wo christliche Kirchen überall angegriffen, Priester entführt und Gemeinden drangsaliert werden - Gemeinsamer Einsatz von Politik, Hilfswerken, Medien und Gesellschaft gefordert


Wien (kath.net/KAP) Europa-, Integrations- und Familienministerin Claudia Plakolm (ÖVP) hat dazu aufgerufen, Christenverfolgung weltweit stärker zu thematisieren und nicht zu relativieren. Angesichts vorliegender "Zahlen und Fakten" dazu sei es "beklemmend, zu sehen, wo christliche Kirchen überall angegriffen, Priester entführt und Gemeinden drangsaliert werden", sagte Plakolm im Interview mit der Wochenzeitung "Die Tagespost" (Donnerstag). 

In Europa würden Vorfälle jedoch oft "abgetan", differenziert oder abgeschwächt. "Das finde ich nicht gut. Wir müssen christenfeindliche Straftaten genauso laut und ernst ansprechen wie jegliche andere Form von Hass", so die Ministerin. Auch die Medien sollten verstärkt darüber berichten und somit zu mehr Bewusstsein dafür beitragen. Aufgabe auch für Österreich müsse es sein, "da nicht wegzusehen" und Religionsfreiheit als "eine zentrale Menschenrechtsfrage unserer Zeit" zu schützen.


Die österreichische Bundesregierung nehme die Verfolgung religiöser Minderheiten "sehr ernst" und habe konkrete Schritte für mehr Religionsfreiheit gesetzt. Plakolm verwies hier auf die 2023 im Bundeskanzleramt eingerichtete Ombudsstelle, die 2024 in die eigenständige Stabstelle "Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten" überführt wurde. Dieses Projekt solle sich weltweit für die Rechte dieser Gruppen sowie für Religions- und Glaubensfreiheit einsetzen. Man arbeite dabei eng mit kirchlichen Hilfswerken zusammen. Mit dem Malteser-Ritterorden sei erst kürzlich ein Memorandum unterzeichnet worden, "dass wir über dessen Struktur vor Ort gezielt helfen können".

Zu den Aufgaben der Stabstelle erklärte Plakolm, sie sammle Informationen und berichte, "damit wir in der Bundesregierung eine solide Basis und einen guten politischen Überblick über die laufenden Entwicklungen haben". Zudem würden konkrete Förderprojekte umgesetzt, wie etwa die Unterstützung einer katholischen Schule im Irak gemeinsam mit der Katholischen Jungschar. 

Im Blick auf Integration betonte die Ministerin die Verteidigung grundlegender Prinzipien: "So ist zum Beispiel auch das Kreuz in den Schulklassen nicht verhandelbar." Es stehe symbolisch für das Christentum und dessen Geschichte und sei zudem auch "Ausdruck unserer christlichen Werte für das Miteinander".

Zur Debatte um den Entzug von EU-Förderungen für katholische Organisationen sagte Plakolm, Europa müsse zu seinen christlichen Wurzeln stehen: "Wir müssen aufhören, mit unserem christlichen Glauben zu fremdeln. Das ist falsch verstandene Toleranz." Mit Blick auf internationale Initiativen wie das ungarische Programm "Hungary Helps" zeigte sich die Politikerin offen: Dessen Grundgedanke sei "richtig und wichtig", und es brauche "mehr denn je" eine verstärkte internationale Zusammenarbeit für Religionsfreiheit.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  2. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  5. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  6. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  7. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  8. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  9. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  10. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße
  15. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz