Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  2. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  5. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  6. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  7. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  8. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  9. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  10. Israelischer UNO-Botschafter: "Was kommt als nächstes? Eine Schweigeminute an Hitlers Todestag?"
  11. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  12. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  13. Deutschland: Linksextreme Gewalttaten sind 2023 um satte 9 % gestiegen!
  14. Gracie Hunt: 'Ich respektiere ihn und seinen christlichen Glauben'
  15. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide

Pakistan: Mehr Blasphemievorwürfe gegen Christen

23. Juli 2023 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Koranverbrennung in Schweden befeuert auch Hass gegen Christen in Pakistan.


Islamabad (kath.net/ KAP)
In Pakistan kommt es aktuell zu einer Zunahme von Blasphemievorwürfen gegen religiöse Minderheiten. Wie die Agentur "Fides" berichtete, ist es in der pakistanischen Provinz Punjab in weniger als einem Monat zu drei Fälle von Blasphemievorwürfen gegen einheimische Christen gekommen, die zu Gewalt führten. Christliche Bewohner seien um ihre Sicherheit besorgt, hieß es.

Der jüngste Fall ereignete sich laut "Fides" am 16. Juli in einer christlichen Siedlung in der pakistanischen Stadt Sargodha, wo ein Imam der örtlichen Moschee, ein Pamphlet mit blasphemischem Inhalt entdeckt hatte. In Folge soll ein Mob eine harte Bestrafung des unbekannten Gotteslästerers gefordert haben. Obwohl die Identität der Pamphlet-Verfasser nicht bekannt gewesen sei, hätten Gruppen christliche Häuser verwüste, berichtete die Nachrichtenagentur. Die Polizei bewachte schließlich das Gebiet, um weitere Zwischenfälle zu verhindern.


Racheakte nach Koranverbrennung
Pakistanische Christen würden nun einen Ausbruch von Gewalt fürchten, angeheizt seit der Verbrennung eines Korans in Schweden. Sie fürchteten, dass radikale Gruppen den Vorfall der Koranverbrennung in Schweden als Vorwand für Racheakte nutzen, berichtete auch die NGO CLAAS (Centre for Legal Aid, Assistance and Settlement).

"Die Christen in Pakistan glauben an den Respekt vor allen Religionen und haben nichts mit dem blasphemischen Pamphlet zu tun, geschweige denn mit der Koranverbrennung, die sie unmissverständlich verurteilt haben", hielt dazu der Direktor der überkonfessionellen Hilfsorganisation für verfolgte Christen, Nasir Saeed, fest. Er forderte die pakistanische Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Missbrauch des Blasphemiegesetzes in Pakistan zu stoppen und um die Sicherheit "der unschuldigen Familien der christlichen Bürger Pakistans in Sargodha zu gewährleisten".

Todesstrafe droht
Blasphemie kann nach pakistanischem Recht mit dem Tod bestraft werden. Der Tatbestand ist jedoch vage definiert und erfordert vor Gericht nur wenige rechtlich eindeutige Beweise. Die Blasphemiegesetze werden häufig als Waffe bei Streitigkeiten um Geld, Eigentum oder Geschäfte gegen Muslime und Nicht-Muslime eingesetzt. In dem von religiösen Spannungen geprägten Pakistan führen oft schon bloße Anschuldigung wegen Blasphemie zu Lynchjustiz.

Im Jänner dieses Jahres verabschiedete das Parlament eine Gesetzesverschärfung, durch die Strafen für die Beleidigung der Ehefrauen und Familienangehörigen des Propheten auf zehn Jahre und eine Geldstrafe von umgerechnet rund 4.000 Euro erhöht wurden.

Innenminister Rana Sanaullah hatte erst Mitte Juni mit der radikalislamischen Partei Tehreek-e-Labbaik (TLP) eine Vereinbarung über Anwendung des Antiterrorgesetzes unterzeichnet. Die TLP hatte am 22. Mai von der Hafenstadt Karatschi aus einen 25-tägigen Marsch mit Tausenden Anhängern nach Islamabad gestartet, um strengere Strafen und schnellere Gerichtsverfahren in Blasphemiefällen zu fordern.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Christen werden in 160 Ländern der Welt schikaniert
  2. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  3. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  4. Vatikan-Vertreter bei der UNO: Jeder siebte Christ wird verfolgt
  5. Nicaraguas Diktator Ortega verbietet öffentliche Kreuzwegprozessionen

Pakistan

  1. Pakistan: „Ich saß sieben Jahre unschuldig in der Todeszelle“
  2. Pakistan: Christen nach Taliban-Sieg stärker bedroht
  3. Pakistan: Angst vor Taliban wächst
  4. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  5. "Christen in Not" prangert Übergriffe auf Christen in Pakistan an

Schweden

  1. ‚LGBTQ-Leitfaden’ der Schwedischen Kirche behauptet: Jesus war ‚queer’
  2. Schweden: Caritas und Diözese Stockholm in Pro-Abtreibungsorganisation
  3. Malmö schreibt traditionelle ‚Lucia’ geschlechtsneutral aus
  4. Ab Oktober regelmäßig katholische Messen im lutherischen Dom von Lund
  5. Sozialdemokraten in Schweden planen Verbot religiöser Schulen






Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  4. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  5. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  6. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  7. Vatikan veröffentlicht die Normen zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene
  8. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  9. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  10. Jana for Rosenkranz - Freikirchliche Influencerin wirbt für Rosenkranz-Challenge
  11. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  12. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  13. Für 70 Prozent der Wiener Pflichtschüler ist Deutsch nicht Alltags-Sprache
  14. Jesus ist Gott UND Gott ist Jesus!
  15. Israelischer UNO-Botschafter: "Was kommt als nächstes? Eine Schweigeminute an Hitlers Todestag?"

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz