Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  13. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  14. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  15. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg

Vatikan-Vertreter bei der UNO: Jeder siebte Christ wird verfolgt

25. März 2023 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienerzbischof Nwachukwu warnt bei UN-Menschenrechtsrat vor Einschränkungen der Religionsfreiheit, steigende Zahl der Angriffe auf religiöse Führer und Gebetsorte sowie auch subtilere Formen der Diskriminierung hinter einer "Fassade von Toleranz".


Genf (kath.net/ KAP)
Auf die anhaltende Verfolgung von Christen und Anhängern anderer Religionen aufgrund ihres Glaubens hat der Vatikan bei der UNO hingewiesen. "Gewalt und repressive Maßnahmen haben in den letzten Jahren zugenommen. Gläubigen wird oft das Recht verweigert, ihren Glauben auszudrücken und zu praktizieren, selbst wenn dies nicht die öffentliche Sicherheit gefährdet oder die Rechte anderer verletzt", sagte Nuntius Fortunatus Nwachukwu, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, laut Vatican News (Mittwoch) bei der 52. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf. Jeder siebte Christ leide heute unter Verfolgung.

Die Verfolgung von Menschen nur aufgrund der Tatsache, dass sie sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen, sei "besorgniserregend", betonte der Kurienerzbischof, der erst vor kurzem vom Papst zum Sektionssekretär im Dikasterium für die Evangelisierung ernannt wurde. Einschränkungen der Religionsfreiheit gebe es heute in vielen Ländern, in denen insgesamt rund ein Drittel der Weltbevölkerung leben. Die allgemeine Anerkennung der Religionsfreiheit sei eine unbedingte Voraussetzung für Frieden und auch für ein Leben in Würde unabkömmlich.


Betroffen seien einerseits religiöse Minderheiten, gegen die sich die Repressionen - "auch durch nationale Behörden" - in vielen Ländern in den jüngsten Jahren verschärft hätten, sagte Nwachukwu. Gläubigen werde oft das Recht verweigert, ihren Glauben auszudrücken und zu praktizieren, selbst wenn dadurch weder die öffentliche Sicherheit gefährdet noch die Rechte anderer Gruppen oder Personen verletzt werde. Darüber hinaus hätten Schändungen und Zerstörungen von Gebetsstätten und religiösen Stätten sowie auch gewalttätige Angriffe auf religiöse Führer in letzter Zeit zugenommen. Sie seien "in erschreckendem Maße häufiger geworden".

Zensur hemmt Verkündigung
Nicht weniger besorgniserregend ist laut dem Vatikan-Vertreter die "subtilere und heimtückischere" Diskriminierung von Gläubigen in einigen Ländern, die oft hinter der "Fassade von Toleranz" und infolge eines "falschen Verständnisses von Integration" geschehe. Zunehmend schränkten Zensurmaßnahmen die Möglichkeit ein, eigene Überzeugungen öffentlich und politisch zu äußern, "häufig unter dem Vorwand, die Empfindlichkeiten anderer nicht zu verletzen". Dies schade dem gesunden Dialog und dem öffentlichen Diskurs, sowie in Folge auch dem Grundrecht auf Religionsfreiheit und der Gedanken- und Gewissensfreiheit.

Gewalt und Diskriminierung gegen Christen sowie Einschränkungen der Religionsfreiheit seien jedoch auch in vielen Ländern auf dem Vormarsch, in denen Christen keine Minderheit sind, sagte der Nuntius unter Bezugnahme auf Zitate von Papst Franziskus. Die Regierungen stünden in der Pflicht, Religionsfreiheit zu schützen. Jeder Mensch müsse in einer mit dem Gemeinwohl zu vereinbarenden Weise die Möglichkeit haben, "nach seinem Gewissen zu handeln, auch im öffentlichen Bereich und bei der Ausübung seines Glaubensbekenntnisses", so Nwachukwu.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Zerstörte Kirche, (C) Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  11. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  12. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  13. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  14. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz