Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. "Vaccine Amen"
  5. Leo XIV. möchte bei 'Alter Messe' 'konkrete und großzügige Lösungen'
  6. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  7. Panik in Magdeburg
  8. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  9. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  10. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  11. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  15. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!

Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil

23. August 2025 in Weltkirche, 34 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die ‚massiven Änderungen‘ in der Liturgiereform nach dem II. Vaticanum seien ‚ein Missbrauch‘ der Lehre des Konzils gewesen. Die richtige Art des Gottesdienstes sei wesentlich für die Moral, betonte er im Gespräch mit Raymond Arroyo.


Rom (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Die heilige Messe sei nach dem II. Vatikanischen Konzil „radikal reduziert“, „schöne Elemente“ seien dabei entfernt worden, sagte Kardinal Raymond Burke in einem Interview mit Raymond Arroyo von EWTN.

Der Kardinal hob weiters die Wichtigkeit der Zelebrationsrichtung des Priesters „ad orientem“, also zum Tabernakel gewandt, hervor und verwies auf den Zusammenhang von richtigem Gottesdienst und Moral.

Arroyo stellte fest, dass er in der traditionellen lateinischen Messe immer viele junge Menschen sehe und fragte Kardinal Burke, was diese Form des Römischen Messritus für die Jugend so anziehend machte. Burke sagte, es sei die Schönheit der älteren Form, welche der Römische Ritus seit der Zeit von Papst Gregor dem Großen (590-604) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) und der darauffolgenden Liturgiereform gehabt habe.

Die „massiven Änderungen“ an der Liturgie nach dem II. Vatikanischen Konzil seien ein „Missbrauch“ der Lehre der Kirche gewesen und hätten eine „negative Wirkung“ gehabt.


Der immer wieder gezogene Vergleich zwischen den Liturgiereformen nach dem Konzil von Trient (1545-1563) und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sei nicht richtig. Die Reformen nach dem Konzil von Trient hätten einzelne Elemente betroffen, aber die Form des Ritus sei beibehalten worden und damit Kontinuität seit mehr als 15 Jahrhunderten. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sei – nicht entsprechend der Lehre des Konzils, sondern durch einen Missbrauch dieser Lehre – der Ritus „radikal reduziert“ worden, fuhr Burke fort.

Es gebe zwar eine Kontinuität zwischen der traditionellen lateinischen Messe und dem Neuen Ritus, doch sei diese sehr „gespannt“. „Man nimmt nicht etwas, das so reich an Schönheit ist und fängt an, die schönen Elemente wegzuschneiden, ohne dass das einen negativen Effekt hat“, sagte Burke wörtlich.

Das wesentliche Element des Alten Ritus, welches auch junge Menschen anziehe sei die Form des Ritus, die zum Ausdruck bringe, dass es Christus sei, der handelt, sagte Kardinal Burke. Während er in der Person Christi handle, verschwinde der Priester in den Hintergrund und Christus werde aufgrund der Form des Ritus sichtbar.

„Wir gehen nicht in die heilige Messe, um an einer säkularen Aktivität teilzunehmen, die uns im Weltlichen lässt und die uns nicht erhebt und inspiriert“, sagte Burke wörtlich. „Wir gehen hin, um Gott zu begegnen und erhoben und in eine größere Konversation über das Leben gezogen zu werden, und das finden wir in dem, was wir jetzt die außerordentliche Form oder die ältere Weise des Römischen Ritus nennen“.

Viele Menschen würden von der „Transzendenz“ der Alten Messe sprechen und wie deutlich es werde, dass bei diesem Ritus etwas Himmlisches geschehe, etwas, das außerhalb dieser Welt sei.

Die Zelebrationsrichtung „ad orientem“, wie sie im Alten Ritus üblich sei, sei die „natürlichste, logischste Position“ für den Priester, sagte Kardinal Burke. Jeder stehe Gott gegenüber, der Priester bete nicht in Richtung der Gläubigen und führe nicht eine Art von Theater auf. Er stehe vielmehr wie ein Hirte an der Spitze der Menschen und führe diese im Gebet zu Gott.

Liturgische Fragen dürften in ihrer Bedeutung nicht unterschätzt werden, sagte Kardinal Burke. Vielmehr sei die richtige Verehrung Gottes wesentlich für die Moral und die Tugend, da sie Kraft zur Überwindung des Bösen verleihe. In der heiligen Messe finde der Mensch auf die intensivste Weise Kontakt zu Gott. Diese Begegnung stärke die Menschen, damit sie das Böse überwinden und das Gute tun könnten.

Die Welt bedürfe der Erlösung, was auch die heilige Liturgie betreffe. Wir sollten im Gottesdienst Gott anbeten und nicht uns selbst und unsere gefallene Natur, sagte Kardinal Burke abschließend.

 

Foto: Archivbild Kardinal Burke

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  10. Leo XIV. möchte bei 'Alter Messe' 'konkrete und großzügige Lösungen'
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz