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Brüssel: ‚Gemeinschaften von Jerusalem’ müssen Tätigkeit einstellen

14. März 2017 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Die seit 2001 in Brüssel tätigen Gemeinschaften wirken durch durch ihr monastisches Leben inmitten großer Städte, Gebet, Bibelkreise und eucharistische Anbetung.


Brüssel (kath.net/LSN/jg)
Die monastischen Gemeinschaften von Jerusalem mussten ihre Tätigkeit in Brüssel einstellen. Offizieller Grund ist die „Reform der pastoralen Einheiten“ des Erzbistums Brüssel.

Jozef Kardinal de Kesel, der Erzbischof von Mechelen-Brüssel, hat angekündigt, mehrere Pfarren des Erzbistums in der Nähe von Brüssel zusammenzulegen. Das neue Zentrum soll die Pfarre St. Gilles sein, in der bis jetzt die Gemeinschaften von Jerusalem untergebracht waren. Die Gemeinschaften waren aufgefordert worden, einen neuen Sitz zu suchen. Als die Brüder und Schwestern ein neues Gebäude gefunden hatten, war die das Erzbistum nicht bereit, die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften für mehr als zwei Jahre zu garantieren.


Das war für die monastisch lebenden Angehörigen ein zu kurzer Zeitraum um sinnvoll planen zu können. Die Verantwortlichen entschieden, das Erzbistum Mechelen-Brüssel zu verlassen. „Es gab keinen Raum mehr für einen Dialog“, sagten sie gegenüber der italienischen Zeitung La Nuova Bussola Quotidiana. Die Gemeinschaften von Jerusalem waren seit 2001 in der belgischen Hauptstadt tätig gewesen. Sie wirken durch ihr monastisches Leben inmitten großer Städte, Gebet, Bibelkreise und eucharistische Anbetung.

Bereits 2016 hatte Erzbischof de Kesel die Zusammenarbeit mit der Priesterbruderschaft von den Heiligen Aposteln beendet, die erst 2013 von seinem Vorgänger Andre-Joseph Leonard begonnen worden war. Die Priesterbruderschaft bildete Priester aus und betreute zwei Pfarren im Erzbistum. Erzbischof Leonard wollte damit eine Alternative zum Priesterseminar des Erzbistums schaffen. Nach drei Jahren gehörten ihr sechs Priester und 21 Seminaristen an.

Als Grund für die Maßnahme gab Erzbischof de Kesel, der als Protege seines Vor-Vorgängers Godfried Kardinal Danneels gilt, an, die Priesterbruderschaft habe zu viele Seminaristen aus Frankreich. Dies sei gegenüber den französischen Bistümern „nicht solidarisch“, von denen viele unter Priester- und Berufungsmangel leiden würden.


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