Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Was auch immer Synodalität sein soll
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  12. „Warum bin ich Christ“
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Belgien: Ärzte warnen vor neuem Abtreibungsgesetz

19. Dezember 2019 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


750 Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern und Psychologen gegen geplante Lockerung des Abtreibungsgesetzes


Brüssel (kath.net/KAP) Mehr als 750 Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern und Psychologen haben sich in Belgien gegen die geplante Gesetzesänderung beim Abtreibungsgesetz gewandt. Wie das kirchliche Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am Mittwoch berichtete, befürchten die Gegner der neuen Gesetzesvorlage eine Verschlechterung für Frauen und Gesundheitsberufe. Der Gesetzesvorschlag, der laut belgischen Medien am Freitag (20.12) im Justizausschuss der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament diskutiert wird, sieht vor, die Frist von Schwangerschaftsabbrüchen von drei auf viereinhalb Monate auszuweiten, die erforderliche Bedenkzeit von sechs Tagen auf 48 Stunden zu verkürzen und Abtreibungen als reguläre medizinische Leistung gelten zu lassen.


In einem im November in der Tageszeitung "La Libre Belgique" veröffentlichten Brief riefen Gegner des neuen Gesetzes die belgischen Abgeordneten auf, gegen die neue Regelung zu stimmen. Diese werde weder der komplexen Situation von Frauen in Not gerecht noch dem Auftrag der Mitarbeiter im Gesundheitswesen, so die Unterzeichner der Petition. Außerdem sei Abtreibung kein "harmloser Vorgang", so die Kritiker.

In dem offenen Brief an die belgischen Abgeordneten heißt es, dass ein Angebot von Abtreibung als Teil einer medizinischen Regelversorgung "einer Verharmlosung" gleichkomme. Es sei für Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern unzumutbar zu verlangen, die Abtreibung durchzuführen. Zudem bestehe die berechtigte Sorge, dass der "moralische Druck" auf das Gesundheitspersonal zunehmen wird.

Auch die belgischen Bischöfe hatten die vorgeschlagenen neuen Regeln für Abtreibungen kritisiert. Sie warnten davor, dass sie unter den veränderten Regeln zu einem "gewöhnlichen medizinischen Verfahren" werde.

Hintergrund der Gesetzesänderung sind die andauernden Koalitionsverhandlungen in Belgien. Das Königreich hat sechs Monate nach der Parlamentswahl noch keine Regierung. Kritiker des neuen Abtreibungsgesetzes fürchten, dass Liberale, Sozialisten, Grüne, Kommunisten und DéFI diese Zeit des Regierungsvakuums nützen wollen, um eine gesetzliche Lockerung der Bedingungen für den Schwangerschaftsabbruch durchzubringen. Im Jahr 2018 hatte Belgien als erstes westeuropäisches Land den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Belgien

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Jesuitenorden verlässt Liège nach 456 Jahren
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. Belgien: Rekordzahl an Erwachsenentaufen zu Ostern 2026
  5. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen
  6. Katholische Bischöfe Flanderns veröffentlichen Segnungsfeier für Homosexuelle
  7. Belgien: Jüdische Organisationen kippen Gottesdienstverbot – Bischöfe solidarisch mit Regierung
  8. Belgien: De Kesel gibt aus gesundheitlichen Gründen Leitung ab
  9. Belgien: Ärzte warnen vor neuem Abtreibungsgesetz
  10. Es geht weiter







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz