Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Kardinal Marx würdigt Bundeskanzlerin Merkel

2. Februar 2017 in Deutschland, 53 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Marx in Laudatio auf Bundeskanzlerin bei Verleihung des Eugen-Bolz-Preises: Merkel betreibe Politik „aus dem christlichen Glauben heraus. Dabei trägt sie ihre christlichen Glaubensüberzeugungen jedoch nicht vor sich her“.


Stuttgart (kath.net/DBK) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt, die Welt aus christlicher Perspektive mitzugestalten. „Das Wissen, dass sich das Paradies auf Erden nicht herstellen lässt, gibt den Christen Gelassenheit in den vorletzten Dingen. Diese innere Ruhe strahlt Angela Merkel aus. Aber sie weiß: Christen dürfen der Welt nicht einfach ihren Lauf lassen. Wir haben sie mitzugestalten! Dafür gibt uns Angela Merkel ein überzeugendes Beispiel“, sagte Kardinal Marx heute in Stuttgart in seiner Laudatio auf die Bundeskanzlerin, die mit dem Eugen-Bolz-Preis 2017 ausgezeichnet wurde. „Politik betreibt die Bundeskanzlerin aus dem christlichen Glauben heraus. Dabei trägt sie ihre christlichen Glaubensüberzeugungen jedoch nicht vor sich her“, so Kardinal Marx. Sie lebe den Glauben „eher unaufdringlich als politische Grundlage. Man sollte sich aber über ihre christliche Verwurzelung nicht hinwegtäuschen.“


Die Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland und die Förderung der Bereitschaft, Menschen in Not bei uns willkommen zu heißen, seien Ausgangspunkt für die Verleihung des Eugen-Bolz-Preises an die Bundeskanzlerin. „In einer kritischen Phase Europas haben Sie ein wichtiges Zeichen für Humanität gesetzt und in der Politik ein Beispiel christlicher Nächstenliebe gegeben“, betonte der Kardinal. Er warnte vor einem Erstarken populistischer Tendenzen in Europa und weltweit. Dieser Populismus gehe weit über die Kritik an einem bestimmten Politikfeld hinaus und stelle die Systemfrage, indem er die staatlichen Institutionen zu delegitimieren und die Rechtsstaatlichkeit dem vermeintlichen Mehrheitswillen der Nation unterzuordnen versuche. „Dies basiert dann noch auf einem verkrampften Begriff der Nation, der immer wieder auch mit der Religion verbunden wird. Damit werden dann undifferenzierte Schaukämpfe gegen den Islam geführt und man beruft sich auf ein kulturell enggeführtes Verständnis des Christentums“, so Kardinal Marx. Letztlich richteten sich die populistischen Bewegungen vor allem gegen das Konzept einer offenen, freien und pluralen Gesellschaft. Ein Zurück zu geschlossenen Gesellschaften sei aber weder möglich noch wünschenswert. „Und ein Rückzug auf das Nationale, auf das Geschlossene ist keine christliche Option. Der christliche Glaube will den Blick weiten, will auf eine Öffnung hinaus“, sagte Kardinal Marx.

Die Verleihung des Eugen-Bolz-Preises an Bundeskanzlerin Merkel sei Ausdruck dafür, dass ihr Einsatz geschätzt werde und die Kanzlerin nicht allein sei: „Sie stehen mit der politischen Verantwortung Ihres Amtes an einer besonders wichtigen Stelle, wenn wir diese immense politische und gesellschaftliche Herausforderung meistern wollen“. Kardinal Marx fügte hinzu: „Als Kirche begleiten wir Sie und alle, die Verantwortung tragen für unser Gemeinwesen, mit unserem Gebet.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Marx

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  3. Wenn der Münchner Erzbischof das unselige "Wir schaffen das" von Angela Merkel verteidigt...
  4. Wenn der Erzbischof von München das Trump-Bashing vom Spiegel nachplappert
  5. US-Bischof Strickland: "Marx hat den katholischen Glauben verlassen. Er sollte zurücktreten"!
  6. Kardinal Marx und die Anbiederung an die Münchner Gay-Community
  7. Der Angriff von Marx auf die Lebensform von Jesu
  8. 'Bruder Marx', bleib in München!
  9. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  10. Marx-Kurs in München: Erstmals mehr als 10.000 Kirchenaustritte in 1 Jahr






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz