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Liberale Muslime warnen vor Unterwanderung des Bundesheers

29. September 2015 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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„Es muss gegengesteuert werden, sonst droht eine systematische Unterwanderung des österreichischen Bundesheeres durch radikale Islamisten wie Muslimbrüder oder IS-Sympathisanten“, warnt die Initiative liberaler Muslime Österreich.


Wien (kath.net) „Im Laufe der letzten Wochen gelangten mehrere Besorgnis erregende Verdachtsfälle an die Öffentlichkeit. So berichteten mehrere Medien, etwa die Kronen Zeitung oder das Nachrichtenmagazin Profil über wiederholte islamistische Gesten und Symboliken (etwa den ausgestreckten Zeigefinger - ein IS-Symbol) von Rekruten des Österreichischen Bundesheeres. Falsch verstandene und kontraproduktive Aktionen, wie etwa der Militärimam verhindern derartige Entwicklungen nicht - im Gegenteil! Es muss hier endlich gegengesteuert werden, sonst droht eine systematische Unterwanderung des österreichischen Bundesheeres durch radikale Islamisten wie Muslimbrüder oder IS-Sympathisanten.“ Dies schreibt Amer Albayati, Präsident der „Initiative Liberaler Muslime Österreich“ in einem offenen Brief an den Bundesminister Mag. Gerald Klug, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport.


Anlass für das Schreiben war die Einstellung eines Militärimams durch das österreichische Bundesheer. Albayati stellt fest: Eine solche Funktion gibt es sonst nirgends, mit Ausnahme weniger Länder, die nach dem Scharia-Recht beherrscht werden.“ Im Islam seien aber „Geistliche“ unbekannt, auch gebe es im Islam keine Hierarchie und kein Priestertum, „weil der Glaube Privatsache ist und es zwischen Mensch und Gott keinen Vermittler gibt. Es gibt auch keine Seelsorger im Islam. Bei einer aktuellen Angelobung neuer Soldaten sprach dieser ‚Militärimam‘ einen Segen. Auch das gibt es nicht im Islam. Hier werden, in Unkenntnis religiöser Umstände, anscheinend die Regeln anderer Religionen auf den Islam übertragen. Die Muslime halten das für einen schwer wiegenden Eingriff in die freie Religionsausübung.“

Der Präsident der Liberalen Muslime kritisiert weiter, dass nun auch „streng gläubige“ Muslime im Bundesheer von der Rasur befreit würden. Doch „eine Bewertung, ob jemand ‚streng‘ oder ‚weniger‘ gläubig ist, gibt es weder im Koran noch sonstwo im Islam. Entweder jemand bekennt sich als Muslim oder nicht. Die Rasur-Befreiung wird anscheinend mit einer Bescheinigung der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) gewährt. Auch das ist nicht verständlich. Die IGGiÖ ist ein Dachverband für Vereine. Sie übt keine religiöse Funktion aus und nimmt keine einzelnen Muslime als Mitglieder auf. Die IGGiÖ kann daher nicht einmal feststellen, ob eine Person Muslim ist oder nicht. Schon gar nicht vertritt die IGGiÖ daher alle Muslime.“

Die Initiative Liberaler Muslime Östererreich stellt warnend fest: „Es scheint, das Bundesministerium für Landesverteidigung ist hier einer groß angelegten Täuschung aufgesessen, mit der die politischen Interessen einiger konservativer fundamentalistische Randgruppen gefördert werden sollen. Als österreichische Muslime können wir das weder nachvollziehen noch begrüßen.“ „Wir empfehlen Ihnen dringend, diese unislamischen und nur von radikalen Islamisten betriebenen Umtriebe wieder abzustellen und die Trennung zwischen Staat und Religion zu achten.“


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