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Papst verurteilt Abwehr von Flüchtlingen

7. September 2015 in Aktuelles, 55 Lesermeinungen
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Papst Franziskus hat sich gegen Barrieren für Flüchtlinge gewandt. Es sei eine Form von Gewalt, «Menschen zurückzudrängen, die vor unmenschlichen Bedingung in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fliehen».


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Papst Franziskus hat sich gegen Barrieren für Flüchtlinge gewandt. Es sei eine Form von Gewalt, «Menschen zurückzudrängen, die vor unmenschlichen Bedingung in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fliehen», erklärte er am Sonntag in einer Botschaft an ein Internationales Friedenstreffen im albanischen Tirana. Zugleich verurteilte er religiösen Extremismus. «Töten im Namen Gottes ist ein großes Sakrileg. Diskriminieren im Namen Gottes ist unmenschlich», sagte er.


Franziskus kritisierte «Mauern und Barrieren» gegen diejenigen, «die einen Ort des Friedens suchen». Man könne nicht gleichgültig bleiben angesichts von Menschen, die unter Krieg und Gewalt litten. Dabei müssten alle Religionen zusammenarbeiten. Der Glaube, dass Frieden gelingen könne, sei den unterschiedlichen religiösen Traditionen «ins Herz gelegt».

Trotz der aktuellen Konflikte und der Unterdrückung von Religionsfreiheit dürften Gläubige nicht resignieren. «Der Frieden ist immer möglich», unterstrich der Papst unter Verweis auf das Ende des Balkankrieges vor 20 Jahren, dessen Jahrestag auch ein Grund für die Wahl des Veranstaltungsortes Tirana war. Albanien sei nach einer langen Leidensgeschichte ein Symbol des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Religionen geworden, so Franziskus.

Das von Sonntag bis Dienstag dauernde Treffen in Tirana, das an das Friedensgebet von Assisi im Jahr 1986 anknüpft, steht unter dem Motto «Der Frieden ist immer möglich - Religionen und Kulturen im Dialog». Organisiert wird die Zusammenkunft von der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Labrador 10. September 2015 
 

Lieber chriseeb74 - fremde Kulturen verstehen (3)

4)Die einzige Möglichkeit dieses zu einigermaßen sicher zu verhindern, wäre ein Transport mit Abholung "vor der Haustüre".
Aus http://denken-erwuenscht.com/gastspiel-gerd-kotoll-ueber-ein-totes-kind-am-strand/
Gerd Kotoll zu Ihrem letzten Satz: "Wo war aber der Aufschrei, als Kinder vom Schutt zerbombter Häuser in Homs und Aleppo erschlagen wurden? Wo war die Empörung, als kleine yesidische Kinder verdursteten auf der Flucht durch die Wüste des Irak? Tatsächlich ist die öffentliche und veröffentliche Meinung dazu eine Mischung aus gefährlicher, verlogener Heuchelei und purer Dummheit.


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 Labrador 10. September 2015 
 

Lieber chriseeb74 - fremde Kulturen verstehen (2)

.., einem Stamm, aber NICHT dem Staat. zB Lybien, Irak oder afrikanische Staaten. Selbst in Albanien konnte ich das beobachten.
-also ist schon Ihre erste Annahme vielfach total falsch.
2)Gründe gibt es wohl immer, gute Gründe mag sein ...
-der zweite Satz ist heiße Luft, bekommt erst durch den dritten Sinn
3)Kardinal Turkson beklagt die Unwissenheit der Flüchtenden (Gefahren) und die falschen Information zu den Chancen, die viele Flüchtende in die Irre führen.
* Der Wert eines Menschenlebens ist kulturbedingt. Wie sonst erklären Sie Selbstmordattentäter oder Kamikaze?
* Österreich hatte einen BK von dem der Spruch "Ohne die Partei bin ich nichts" stammt. Ich nehme an, dass Sie jetzt verwundert ihren Kopf schütteln. Da hat das Individuum nur als Teil einer Gruppe Wert. Man muss also gar nicht in die ferne schweifen.
* Wie erklären Sie die Motivation von Polarforschern früher und von Extrembergsteigern heute, die wissen um die Gefahr!
-so ist auch die diese Schlussfolgerung falsch.


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 Labrador 10. September 2015 
 

Lieber chriseeb74

Sie schreiben:
1)"Die allermeisten Flüchtlinge lieben ihre Heimat sicher so wie Sie und ich"
2)"Wenn sie fliehen, dann hat dies fast immer konkrete Gründe"
3)"wenn sie ihr Leben riskieren dann wohl erst Recht"
4)"Sollen wir noch mehr Fotos von ertrunkenen Kindern sehen???"

Was ich hier schreibe richtet sich nicht an Sie persönlich. Weil Sie aber diese Gedankenkette, deutlich beschreiben, wähle ich diese als Grundlage.

Menschen bewerten Ereignissen aus ihrer Erfahrung. Solange das Milieu ähnlich ist, klappt das Verstehen. Die erste Hürde ist die Dichotomie Mann/Frau, da hat aber jeder Erfahrungen.
Bei der hier angesprochenen Hürde mangelt es oft an entsprechender Erfahrung oder zumindest theoretischem Einblick in die Funktionsweise anderer Kulturen.

Ein Nachweis anhand Ihrer Sequenz:
1)Viele der Flüchtlinge kommen aus einem künstlichen Staat, ohne verbindende Geschichte, ohne nationaler Identität. Ihre Loyalität gilt einer Ethnie, einer Religionsgemeinschaft, der Großfamilie, ...


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 Labrador 10. September 2015 
 

Liebe Antigone

zuerst möchte ich was richtigstellen.
Ihre Antwort zeigt mir, dass meine Erwähnung der Talente falsch angekommen ist. Es ging mir dabei nicht um mehr oder weniger, sondern um anders/ungleich. Verzeihen Sie meine mangelnde Klarheit.

"Sie haben was gegen Asylbewerber"
Das ist Ihre persönliche Meinung, die Sie vielleicht belegen sollten, auch wenn es Ihnen selbst offensichtlich erscheint.
Ich gehe davon aus, dass es Ihnen unmöglich scheint, dass ich etwas für "Asylbewerber" (im weiteren Sinn) habe, weil ich
- um Ihre Schwierigkeiten weiß hier Fuß zu fassen
- Kardinal Turkson und der Kongolesichen BiKo zustimme
- oder Patriarch Laham unterstützen

"vertrenen was ich schreibe"
sehr viel anderes haben Sie ja nicht geschrieben ... das ist bei mir viel schwieriger :)

Mir ist es ziemlich egal, womit Sie mich "bewerfen". Ich denke, ich halte das aus. Aber natürlich muss ich darauf hinweisen (auch dass Sie seltenst Argumente bringen)


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 freethinker 9. September 2015 
 

Naechstenliebe und Menschenverstand

Pauschal allen Individuen und Religionen noble Gewissensgruende und Absichten sowie Gleichwertigkeit mit dem Christentum zuzusprechen, wie viele unsere Kirchenfuehrer und Politiker das tun, ist ein grosser Fehler.

"Lasst uns nicht muede werden das Gute zu tun, denn wenn wir darin nicht nachlassen, werden wir ernten, sobald die Zeit dafuer gekommen ist. Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen die mit uns im Glauben verbunden sind." (Gal 6,9f)

Jesus hat uns Naechstenliebe gelehrt, die sich, wie das Wort schon sagt, zunaechst einmal auf unsere Naechsten in unserer naechsten Umgebung und Gesellschaft bezieht.

Wenn Privatpersonen, Kirchenfuehrer und Politiker die Integritaet ihres eigenen Landes gefaehrden und der Gesellschaft Schaden zufuegen, zeigen sie nicht nur mangelnden Menschenverstand, sie handeln unter Umstaenden sogar gegen die Naechstenliebe.


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 chriseeb74 9. September 2015 
 

@labrador

Lieber labrador:
Ihre Geschichtskenntnisse erstaunen mich.
Sie führen hier nur Jahre auf, in denen es zu Aufständen in den kommunistischen Satellitenstaaten gab.
Ich spreche aber generell von Menschen, die zu uns nach Deutschland kamen:
1. ca. 16 Millionen aus den ehemaligen Ostgebieten nach 1945
2. ca. 1-2 Millionen Ostdeutsche aus der DDR zwischen 1949 und 1961
3. Gastarbeiter aus verschiedenen südeuropäischen Ländern in den 60er und Anfang 70er Jahren
4. ca. 2 Millionen Mitbürger aus Polen in den Siebziger Jahren
5. nach 1989 mehrere Millionen Menschen aus verschiedenen osteuropäischen Staaten (einschl. Russland) nach dem Fall der Mauer
6. einige 100.000 Menschen in den 90er Jahren während des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien
Dies sind jetzt nur die wesentlichen Zuzüge...es gibt aber auch eine hohe Anzahl an Menschen, die aus Deutschland emigrieren.
Schauen Sie sich mal die entsprechenden Statistiken an.


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 Antigone 9. September 2015 
 

@Labrador,

Sie haben Recht, das mit dem Projizieren hätte ich mir sparen können. Es war die Verärgerung über Ihre Positionen.
Ansonsten kann ich eigentlich alles guten Gewissens vertreten, was ich schreibe. Einen "Agitprop-Kurs" habe ich nie besucht, was soll denn das sein? Nie gehört.
Und Ihre Ferndiagnose ist auch etwas gewagt. Mit meinen Talenten bIn ich ganz zufrieden. Einen fröhlichen Tag!


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 Labrador 9. September 2015 
 

Lieber chriseeb74 - Die Sonne geht auf weil der Hahn kräht

"letzten 60-70 Jahre ... DE mit Abstand die meisten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Couleur aufgenommen"
- also die Integration der Millionen von Deutschen aus den verlorenen Ostgebieten, ist nur aufgrund der Anzahl erwähnenswert. da gab es keine Es gab keine kulturelle Distanz und bescheiden waren die Vertriebenen auch.
- 1953 keine Zahlen
- 1956 flohen über 200.000 Ungarn nach A (70.000 blieben) Viele gingen nach Übersee.
- 1968 kamen 162.000 Flüchtlinge nach Österreich (12.000 blieben)
- für den Zerfall Jugoslawiens konnte ich keine Zahlen finden er hat aber Österreich sicher überproportional betroffen.
- Migration aaO

Was sie sagen wird für die absoluten Zahlen stimmen, pro Kopf ist es bloße Einbildung.

Ihrer Schlussfolgerung beantworte ich mit einem Bild: siehe Titelzeile.

"allermeisten integriert"
Die Integrationserfolge für die jüngere Zuwanderung:
Neukölln, Gaarden, Veddel, Bremerhaven, Marxloh, Dortmund-Nord, Katernberg, Mannheim, uvam
alles Einzelfällen, richtig?


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 Klaffer 8. September 2015 
 

@bergkristall

Mich hat es auch irritiert als ich von 2 Flüchtlingsfamilien gelesen habe. Irgendwie kann ich mir fast nicht vorstellen, das man so eine Anzahl als etwas Besonderes hinstellt. Daher glaube ich jetzt, dass ich da etwas falsch aufgefasst habe.


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 rappix 8. September 2015 

Bischof von Basel nimmt Flüchtlinge auf

@bergkristall

Einige Schweizer Bischöfe gelten nicht unbedingt als "romtreu". Mein Bischof Felix hat den Aufruf des Heiligen Vaters vernommen und nimmt ein paar (wenige) Flüchtlinge auf.

Ich hoffe das weitere Bischöfe, in der Schweiz, Deutschland und Österreich diesem Aufruf folgen, ebenso Klöster und Kirchgemeinden.

aus:

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/schweiz/schweiz-sda/Bischof-von-Basel-nimmt-Fluechtlinge-auf;art46447,591944


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 Labrador 8. September 2015 
 

Lieber Klaffer - sich verstehen

bei den „idealistischen Illusion“ sprach ich von meinen, nicht von den Illusionen derer die Kommen. Die gibt es natürlich auch, aber davon werden Sie erst viel später erfahren.

"weit weg vom Zentralraum"
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Erkenntnis (das meine ich ehrlich!, nicht ironisch). Aus diesem Grund sind wir damals zu unserem Boy und unserer Familie gekommen.
Genau das ist der Grund, warum eine Quote nie funktionieren wird. Weder innerhalb eines Landes, noch innerhalb der EU.

Damals mussten die Jungs noch Fotos machen und sie entwickeln lassen, um sie dann per Post nach Hause zu senden. Boy neben Auto, Boy neben 65cm RöhrenFarbTV, Boy neben HiFi Turm. Boy nannte nichts davon sein Eigen und unsere Familie hatte selbiges nur in viel bescheidenerer Qualität.

Auf die Frage, wozu er die Fotos mache, sagte Boy: "Die schicke ich nach Hause, damit meine Verwandten sehen, dass es mir gut geht."

Kardinal Turkson greift diese Motiv mit den Handybildern auf, darum vertraue ich ihm.


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 Labrador 8. September 2015 
 

Liebe Antigone - Welcher Abschluß qualifiziert Sie zu einer Ferndiagose?

Gratuliere, Sie haben im Agitprop Kurs gut aufgepasst.

Danke liebe Antigone, einem Gegenüber, dem man nicht mit Argumenten beikommen kann, psychische Defekte/Krankheiten zu unterstellen hatten wir ja schon in der jüngeren Geschichte. Sie treten da in große Fußstapfen.

Wenn ich Ihre Postings an mir vorbeiziehen lasse, scheinen Sie mir grenzenlos, naiv, voller Gefühle, fakten-resistent, unfähig zu begreifen das andere wirklich anders sind. Eigentlich müsste Sie das Gleichnis von den Talenten furchtbar jucken. Da besitzt doch Jesus glatt die "Frechheit", dem einen 5, dem anderen 2 und dem Dritte nur ein Talent zu geben.

Ich musste/durfte beruflich viel reisen. Wenn man mit anderen zusammenarbeitet lernt man sie viel besser kennen, als wenn man sich täglich grüßt.

Wir haben etwa 20 Jahre mit Flüchtlingen aus einer Weltgegend, die als gut integrierbar gilt, in unserem Haus zusammen gelebt. Da lernt man dass es Unterschiede gibt, da lernt man dass andere Kulturen anders funktionieren.


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 bergkristall 8. September 2015 
 

Papst und Flüchtlinge

Papst ruft die Kirchen und die Klöster auf, eine Flüchtlingsfamilie zu nehmen. Er selbst nimmt im Vatikan 2 Familien auf. Das ist kein Verhältnis zu uns. Er könnte 10 und mehr Familien aufnehmen.


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 Labrador 8. September 2015 
 

Liebe myschkin - Sorry

- Da aber auch die jungen Kerle "vor 'unmenschlichen' Bedingung in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fliehen", sind sie willkommen zu heißen.

- Da Mauern immer für alle Sperren sind und nicht prüfen können ob die Bedingungen zuhause unmenschlich sind, sind eigentlich alle die kommen wollen willkommen zu heißen.

- Da man ohne funktionierende Grenzen auch keine Kontrolle machen kann, muss man zwangsweise auch die IS Schläfer willkommen heißen.

Thats it!


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 Theodor69 8. September 2015 
 

@Herbert Klupp

Sie meinen also, der Papst ist schlecht beraten. Zunächst seine missglückte Enzyklika und nun die Aussagen über die Flüchlinge. Daher muss man als Katholik das nicht wirklich ernst nehmen - so die unausgesprochene Schlussfolgerung. Bei anderen Enzykliken und Aussagen der Päpste, waren sie vermutlich gut beraren... Ist natürlich auch ein Ansatz, wie man papsttreu ist, aber einige Sachen vom Papst ignorieren kann. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob sie das gleiche Denkschema auch bei anderen "papsttreuen Katholiken" akzeptieren würden. "Bei Humanae Vitae war der Papst falsch beraten..."


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 Marienzweig 8. September 2015 

@Klaffer

Danke für Ihre gestrige Antwort! Ich erkenne darin Ihre wirkliche Sorge -auch aus Ihrem heutigen Kommentar- um die Flüchtlinge und um ein gutes Miteinander mit ihnen.
Dass dies christliche Pflicht ist, darin sind wir uns einig.
Aber helfen und ausgenutzt werden sind zweierlei!
Um eine Bevölkerung zum Helfen zu bewegen, sind entsprechende Bilder nötig. Diese Bilder liefern uns TV und Presse.
Stellen Sie sich nun bitte einmal vor, ein Reporter sähe Hunderte aus ihrem Land ausgereiste Leute, vor allem junge, kräftige Männer, gut gekleidet, modern frisiert, Smartphone in der Hand.
Und inmitten dieser Menge wären vielleicht fünf oder sechs Familien zu erspähen, die wirklich einen hilflosen Eindruck machten.
Würde der Reporter nicht diese Menschen ins Bild rücken?
Und es sind genau diese, die unsere Hilfe und Zuwendung brauchen.
Ich glaube sowieso, dass viele, um ihr Leben bangende Menschen finanziell gar nicht imstande sind, ihr Land überhaupt zu verlassen.
Wer hilft ihnen?


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 Klaffer 8. September 2015 
 

@Labrador

Danke für Ihre Antwort.
Ich kenne nur die Flüchtlinge, die in Klaffer wohnen bzw. wohnten. Vielleicht haben wir auch Glück gehabt, ich weiß es nicht. Die Syrer, mit denen ich gesprochen habe, sind von daheim weg, als ihre Häuser zerstört wurden. Ich kann nicht genau beurteilen, ob sie mit einer „idealistischen Illusion“ nach Österreich gekommen sind. Sie haben aber jedenfalls ein idealistisches Bild von Klaffer, weil sie nur die Menschen treffen, die ihnen wohlgesonnen sind.
Sie fragen, warum ich zweifle, dass sie bei uns bleiben.
Klaffer ist eine kleine Gemeinde, weit weg vom Zentralraum. Es gibt hier kaum Arbeitsplätze, die meisten müssen auspendeln. So sage ich mir: Wenn jemand sowieso neu beginnen muss, dann wird er dies eher dort versuchen, wo er auch Arbeit finden kann, also nicht bei uns.


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 wedlerg 8. September 2015 
 

@Rosaire: Angst vor dem Islam ist berechtigt

Die Bilder dieser Tage täuschen darüber hinweg, dass wir medial ein Sommermärchen der heilen Flüchtlingswelt erleben. Facharbeiter, Frauen kleine Kinder, erschöpfte Menschen. Das Bild ist einfach und erzeugt die natürliche Reaktion: Hier ist Hilfe richtig. Aber es gibt auch andere Bilder. Dutzende muslimische Männer singen "Allahu Akbar" und wollen sich nicht mit Almosen abspeisen lassen. Die Türkei und die Golfstaaten haben ein valides Interesse Muslime nach Europa zu schleusen. Und sie tun es inzwischen im großen Stil. Niemand soll sagen, dass es keine fanatisierbaren jungen Männer unter den Flüchtlingen gibt. Die sind nicht zu inhaltlichen Auseinandersetzungen bereit. Die werden, wenn es sein muss, das islamische Schwert sprechen lassen. Heute hat Saudi Arabien angekündigt, 200 Moscheen in D bauen zu lassen. Flüchtlinge aufnehmen wollen sie hingegen nicht. Und hier träumen alle, von den guten Deutschen auf ihrer heilen Wolke - Sommermärchen gibt es aber nicht, das hat 2006 gezeigt.


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 chriseeb74 8. September 2015 
 

@ alle

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie "vernünftig" hier argumentiert wird.
Natürlich ist es "vernünftig" zu sagen und zu behaupten, dass Deutschland nicht alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen kann.
Dies wird jeder Rationalist, Politiker, Sozialethiker usw. sagen.
Ich, als Christ, argumentiere anders: Wir haben bald das "Jahr der Barmherzigkeit", es beginnt im kommenden Advent. Ist es Zufall oder gottgefügt, dass wir Christen in Europa die Chance bekommen Barmherzigkeit konkret zu üben, in dem wir Flüchtlinge ,auch anderen Glaubens, aufnehmen??
Vieles an Argumenten hier erinnert mich an das Gleichnis mit dem barmherzigen Samariter, man muss es nur etwas umdeuten!


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 myschkin 8. September 2015 
 

Daran sollten wir uns halten:

Im Artikel heißt es: "Franziskus kritisierte «Mauern und Barrieren» gegen diejenigen, «die einen Ort des Friedens suchen»." Für diejenigen, «die einen Ort des Friedens suchen», sollte ein herzliches Willkommen selbstverständlich sein.

Leider sah ich auf einem Video aus Ungarn junge Kerle, die den ungarischen Polizisten Wasserflachen und Snacks vor die Füße warfen und verhinderten, dass andere Mitreisende sich versorgen können. Ich meine, bereits in dieser Aktion zeigte sich, dass es unter den Flüchtlinge Rädelsführer und Aufhetzer gibt, die man sofort hätte aufgreifen und ausweisen müssen. Diese arroganten Typen waren Leute, die aus ganz anderen als friedlichen Motiven nach Europa kommen. Es ist naiv und dumm, dass die staatlichen Behörden in den europäischen Ländern und insbesondere in Deutschland nicht mehr sorgfältig prüfen und unterscheiden und offenbar jeden und jede hereinlassen. Mich beunruhigt dieser unkontrollierte Flüchtlingsansturm sehr.


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 rappix 8. September 2015 

"Und Nacht fiel über Gotenhafen"

@Labrador

Bald ist Weihnachten, oder nicht? Die Hauptpersonen in dieser Geschichte sind ein Mann und eine junge Frau, frisch verheiratet. Wegen eines Behördengangs mussten sie ihr Dorf verlassen, obwohl die Frau hochschwanger war.

In der Behördenstadt fanden sie keine Herberge, das Kind wurde in einem Stall geboren.

Fliehen musste die junge Familie auch, nach Ägypten!

Die kurze Geschichte, die in christlichen Landen um die Weihnachtszeit erzählt wird.

Nein, historische Fakten zu dieser Geschichte gibt es nicht Herr Labrador. Aber sie berührt die Herzen der christlichen Menschen.

"Nacht fiel über Gotenhafen"; diese Geschichten sind verbürgt über die Flucht der Menschen.


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 Antigone 8. September 2015 
 

@Lanrador

Eins wird klar: Sie haben was gegen Asylbewerber. Vielleicht haben Sie ja ein ganz persönliches Problem, das Sie projizieren? Ich finde es ärgerlich, so etwas öffentlich zu machen.


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 Labrador 8. September 2015 
 

Klaffer - "persönlich" - In einer Beziehung

- ist man meist viel zurückhaltender als anonym im staatlichen Asylantenheim.
- werden übertriebene Erwartungen zurecht gerückt.
- Erlauben sie mir ein Gedankenexperiment, um den Unterschied zwischen persönlicher Erfahrung und (statistischer) Realität zu zeigen.
Ich habe leider keine Daten zu Männern/ Seitensprüngen gefunden, es geht um eine gut bekannte, gemischte Gruppe zB einen Pfarrgemeinderat:
In DE hat etwa jede 7-te Frau eine Abtreibung, in A ist es eher jede 4-te. Nehmen wir an, dass Katholische Frauen nur halb so oft abtreiben.
Dann sind in dieser Gruppe etwa 1-2 Frauen die abgetrieben haben. Das deckt sich sicher nicht mit Ihrem persönlichen Eindruck.

"mit Flüchtlingen keine schlechten Erfahrungen gemacht"
Ich würde die Zerstörung der idealistischen Illusionen des Beginns nicht als schlecht bezeichnen.

"wäre schön, wenn einige bei uns bleiben"
Warum sollten sie nicht? Sie werden für diese Gruppe bald kaum mehr Zeit haben, da noch viele weitere kommen werden.


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 Klaffer 7. September 2015 
 

@Marienzweig

Ich frage deshalb, weil ich persönlich mit den Flüchtlingen bei uns keine schlechten Erfahrungen gemacht habe und mir denke: Es wäre schön, wenn einige von ihnen bei uns bleiben könnten.
Nur ein Beispiel, weil es heute war: Wir feierten gestern den 60. Geburtstag unseres Pfarrers mit einem Gottesdienst und anschließender Feier im Pfarrsaal. Wir vereinbarten, dass wir heute um 18 Uhr den Saal aufräumen werden. Als wir um 18 Uhr kamen, war nichts mehr zu tun, weil eine Gruppe von Flüchtlingen schon alles erledigt hatte.

Ich möchte niemandem etwas vorwerfen, aber dazu ermuntern, mit den Flüchtlingen zu reden, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Nach meinen Erfahrungen sind sie froh, wenn sich jemand mit ihnen beschäftigt.


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 ivanka 7. September 2015 
 

Balkan

Die Situation auf dem Balkan wird voll unterschatzt. Dieser Gebiet war immer ein Pulverfass. Leicht anfallig fur Unruhen und Kriege. Die Wirtschaft ist schlecht. Politische unstimmigkeiten sind standard. Dieser Gebiet ist schon jetzt durch die Volkerwanderung stark belastet. Falls die Menschen jetzt aus Deutschland zuruck gesendet werden, was sehr warscheinlich ist, werden 400.000 Menschen in diese Gebiete zuruckkommen. GLEICHZEITIG kommen 400.000-500.000 Fluchtlinge aus der Welt die durch dieses Gebiet gehen werden, um dessen Platz in Deutschland zu nehmen. Hm. Unruhe ist vorprogramiert. Es kommt ein starker Winter. In diesen Gebieten mit Schnee. Die Region steht wirtschaftlich schlecht. Also, kalte, Schee, schlechte Wirtschaft, gereizte Menschen von beiden Seiten. Irgendwann wird Ungarn, Deutschland und Osterreich STOP sagen. Die Menschen bleiben auf dem Balkan. Die Unterbringung der Fluchtlinge ist nicht so moglich wie in D. Was kommt auf Balkan zu in nachsten Monaten?


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 Labrador 7. September 2015 
 

Lieber Klaffer - Antwort

25 Jahre Erfahrung von 18 an


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 Herbert Klupp 7. September 2015 
 

Unser Papst ist schlecht beraten

Nach dem Klima-Faux-Pas in der Enzyklika ( an dem der Schellnhuber-Beitrag schuld ist ) haben wir jetzt einen recht unqualifizierten Beitrag unseres - von mit hochgeschätzten - Papstes. Man sollte ihm sagen, daß er, wie jeder Mensch, die Pflicht hat, sich gut zu informieren, bevor er öffentlich Stellung bezieht. Weiß er denn nicht, daß er mit seinemr undifferenzierten Meinung "alle reinlassen" auch dem Islam, auch Abenteurern, Eindringlingen, Christenverfolgern, und sogar den Islamisten Tür und Tor öffnet ?


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 Labrador 7. September 2015 
 

Lieber chriseeb74 - Bitte um eine Abschätzung

zum Beleg für Ihre Behauptung:

"Angst um ihr bißchen Wohlstand, der um 2-3% zurückgehen wird, wenn wir 2-3 Mio. Flüchtlinge aufnehmen"


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 Herbert Klupp 7. September 2015 
 

Demnächst in Europa

@Rosaire: ZITAT: "Haltet ihr unseren Glauben für so schwach, dass er gegenüber dem Islam nicht standhalten kann?" ZITATENDE. Im Orient ist es jedenfalls schon mal schiefgegangen. Was VOR dem Islam zu vielleicht 90% christlich war, ist DURCH den Islam (fast) ausgerottet worden. Warum sollte er das in Europa nicht schaffen, wenn Politk und Medien immer nur zurückweichen vor seinen Forderungen ?


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 rappix 7. September 2015 

"Wieder eine Schiffsladung Schweizer"

aus Bernerzeitung:

http://www.bernerzeitung.ch/leben/gesellschaft/wieder-eine-schiffsladung-schweizer/story/15541239

Zitat:

"Einst waren Schweizer Wirtschaftsflüchtlinge. Und wenig geliebt, wie ein Blick ins Archiv der «New York Times» zeigt."


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 Rosaire 7. September 2015 

Angst vor Islam?

Seit wann haben Christen denn Angst vor Andersgläubigen? Haltet ihr unseren Glauben für so schwach, dass er gegenüber dem Islam nicht standhalten kann?

Es gibt unter Muslimen hier in Deutschland sogar schon welche die sagen, dass in den arabischen Staaten, die keine Flüchtlinge aufnehmen, die wahren Ungläubigen wohnen. Da sieht man mal wieder, wie die Christen durch ihre unübertroffene Nächsten- (und Fernsten-)liebe missionieren können.


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 Klaffer 7. September 2015 
 

Ich habe schon an anderer Stelle eine Frage gestellt, auf die ich keine Antwort erhlaten habe und versuche es jetzt nochmals: Wer von Ihnen hat im persönlichen Umgang mit Flüchtlingen negative Erfahrungen gemacht und welche Erfahrungen waren das?


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 freethinker 7. September 2015 
 

Unglueckliche Wortwahl

Man kann sich nicht genug wundern ueber die Wortwahl unseres Papstes.
Ich quotiere den Artikel:

"Zugleich verurteilte er (der Papst) religiösen Extremismus. «Töten im Namen Gottes ist ein großes Sakrileg. Diskriminieren im Namen Gottes ist unmenschlich".

Laut Diktionary ist ein Sakrileg eine Schaendung heiliger Sachen durch Raub, Missbrauch oder auch ein Angriff auf geweihte Personen. Gotteslaesterung und Blasphemie sind die verbale Art von Sakrileg.

Die Verursacher dieser Kriegs Fluechtlingskrise sind selstverstaendlich schuldig des Sakrilegs, aber noch viel , viel mehr. Sie sind des Massenmordes und und des Genozides schuldig.


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 bergkristall 7. September 2015 
 

"echte" Flüchtlinge

meine Meinung: Kriegsflüchtlinge ja, Wirtschaftsflüchtlinge nein.
Deutschland wird unterwandert vom Islam. lassen wir uns nicht täuschen. Politiker macht endlich die Augen auf.


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 Marienzweig 7. September 2015 

differenzieren

Dass die USA, auch Großbritannien, die meiste Schuld an der Destabilisierung Syriens, Lybiens, Afghanistans u.a. trägt, sollte auch einmal offen ausgesprochen werden. Es sind nicht viele, die sich das trauen.
Die USA ist ein weiträumiges Land, groß genug also, Flüchtlinge in großer Zahl aufzunehmen.

Jeder weiß, dass es vorwiegend junge Männer sind, die hierher kommen; modern gekleidet, gut frisiert.
Obwohl "traumatisiert", haben sie auf ihrer "Flucht", die wohl mehr einer Abreise glich, nicht vergessen, ihr Handy oder Smartphone einzupacken.

Die wirklich Bedürftigen, die wirklich Traumatisierten, die wirklich vor drohenden Massakern Flüchtenden herauszufiltern aus diesem Strom und ihnen Hilfen zu gewähren - dies wäre das christliche Gebot.
"Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, ...!"


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  7. September 2015 
 

Das Kirchenoberhaupt vor zwei Jahren zu Migranten/Flüchtlingen:

„Jeder von euch, liebe Freunde, trägt eine Lebensgeschichte mit sich herum, die von Kriegen und Konflikten berichtet.
Aber vor allem trägt jeder von euch einen menschlichen und religiösen Reichtum mit sich:
einen Reichtum, den es anzunehmen, nicht zu fürchten gilt.
Viele von euch sind Muslime oder von anderen Religionen;
ihr kommt aus ganz unterschiedlichen Ländern und Lagen.
Wir brauchen keine Angst vor den Unterschieden zu haben!
Die Brüderlichkeit läßt uns erkennen,
dass diese Unterschiede ein Reichtum, ein Geschenk für alle sind!
Leben wir die Brüderlichkeit!“

Jeder möge für sich entscheiden ob er diese Aussage aus päpstlichem Mund ernst nimmt...


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 dominique 7. September 2015 
 

Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge

sind die beiden Seiten einer katastrophalen Weltpolitik. Nun verbinden sich die beiden Wanderbewegungen mit Ziel Europa und insbesondere Deutschland, dessen Politiker und Eliten so viel Willkommens-Werbung gemacht haben und jetzt da stehen wie der Zauberlehrling im Goethe-Gedicht. Die Eingeborenen glauben den Politkern kein Wort mehr. Sie spüren, dass etwas ganz Schlimmes passiert ist mit extrem gefährlichen Folgen für den sozialen Frieden in unserem Land.


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 frajo 7. September 2015 

Wer ist bitte ein Wirtschaftsflüchtling?

Ist es einer, dem von der eigenen Regierung, mit der unsere Regierungen und unseren Unternehmen/Konzernen die Lebensgrundlage entzogen wird - Stichwort Westafrika-Fischerei?
Ist es der von seinem Land Vertriebene, weil dort Bodenschätze zu finden sind und oft über Nacht fliehen muß?
Ist es derjenige, dessen Glaube mit den Gesetzen des Landes inkompatibel ist?
Ist es derjenige in einem "unterentwickelten" Land, dessen Fachkräfte von uns entwickelten Ländern abgeworben wurde?

Bei Missio können viele und weitere solche Ursachen von "Wirtschaftsflüchtlingen" gefunden werden.

Es sind nicht nur unsere (auch dt., engl., franz. etc) Waffen in der ganzen Welt, die Menschen zu Flüchtlingen machen. Und: Wäre unser Wohlstand ohne diese Einkünfte aus der Kriegsindustrie auch in gleicher Höhe?


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 chriseeb74 7. September 2015 
 

@ulmi

Machen Sie sich mehr Sorgen um den Unglauben und den ungezügelten Materialismus und Hedonismus in Deutschland.
Letztlich haben doch alle nur Angst um ihr bißchen Wohlstand, der um 2-3% zurückgehen wird, wenn wir 2-3 Mio. Flüchtlinge aufnehmen.
Es ist schon bitter immer wieder festzustellen, dass auch Christen sich dagegen wehren. Gott sei Dank hat der Papst diesbezüglich Klartext gesprochen!


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 Irustdim 7. September 2015 
 

Gedanke (3)

Die heutigen Nationen in Nordafrika, Nahost und Kleinasien waren einst christlichen Nationen. Alle wurden islamisiert durch eine Mischung aus Migrationen, Kriegen und kulturellen Druck. Als die Islamisierung dort begann, stießen die Eroberer auf eine sehr geschwächte Christenheit: die dortigen Orientalen Kirchen waren durch Monotheletismus, Monophysitismus und die Nachwirkungen der arianischen Krise extrem geschwächt. Die Parallelen zur heutigen Situation der Christenheit in AT und DE sind, meines Erachtens, unbestritten. Sogar würde ich sagen, dass die heutige Situation noch schwieriger ist: schon allein bei der Betrachtung von den Zielen, die die Kirchen in AT und DE in der kommenden Synode angeblich verfolgen (Laut Medien) und deren Abgleich mit den Einstellungen der Masse der neuen Migranten über Ehe, Familie oder Sexualität; sieht man klar, welches Konfliktpotenzial hier gibt.


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 chriseeb74 7. September 2015 
 

Schon interessant...

wie einige argumentieren...ja, es stimmt, eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel...
Mir wird mit zunehmenden Alter immer mehr bewusst, worauf es letztlich ankommt...jedenfalls nicht auf materielle Dinge und den Wohlstand Europas...sondern auf das letzte Gericht und das Himmelreich!
Der Papst mit Namen Franziskus, der ganz andere materielle Situationen aus Argentinien und Lateinamerika kennt, hat das schon erkannt...


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 Irustdim 7. September 2015 
 

Gedanken (2)

Die Einflüsse, die Religionen und Ideologien auf ihren Angehörigen ausüben, sind niemals zu unterschätzen. Sie überwiegen sogar das Anstreben nach Dankbarkeit. Deswegen kann, meines Erachtens, die religiöse Zugehörigkeit einer solchen massiven Migration entscheidend für die Zukunft des Gastgebers sein. Selbst wenn alles friedlich liefe, ist die Auswirkung des gegenwärtigen Zustroms von Migranten aus muslimischen Gebieten auf das religiöse Leben sowie auf Sitten und Gebräuchen in DE und AT mittelfristig nicht zu leugnen. Ich habe nicht den Eindruck, dass es zu Massenbekehrungen von Migranten kommen könnte. Auch wenn es zu durchgehenden Bekehrungen von muslimischen Migranten käme; diese werden nur tropfenweise erfolgen. Die Masse wird weiterhin tief im eigenen Glauben behaftet bleiben. Auch sehe ich nicht an, dass die Masse der heutigen Flüchtlingen in absehbarer Zeit Heimkehren könnten oder gar wollen. Daraus ergebt sich, für mich, ein immenses Potenzial für gewaltige Konflikte.


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 Irustdim 7. September 2015 
 

Gedanken (1)

Trotz all dem Leid von den moslemischen Flüchtlingen, Gott verzeihe mir, kann ich solches Enthusiasmus und Hilfebereitschaft, seitens katholischen Geistlichen und Laien in AT und DE, für das Zustandekommen diese anrollende Völkerwanderung, überwiegend islamischer Prägung, überhaupt nicht teilen. Die meisten östlichen bzw. balkanischen Ländern haben, bis vor nicht so langer Zeit, unter der islamischen Herrschaft furchtbar gelitten. Diese Erfahrungen sind tief im Gedächtnis diesen Völkern eingraviert. Deswegen kann auch die Haltung dieser Nationen gegenüber dem Zustrom von Millionen Zuwanderer aus islamischen Ländern perfekt nachvollziehen. Viele Menschen, wie ich, die spanische Abstammung sind, haben dieselben Gefühle. Ich weiß auch, dass arabische bzw. asiatische Christen, die schon seit einigen Jahren in Deutschland und Österreich leben, meine Befürchtungen teilen. Denn der Islam stand uns Christen NIE freundlich gegenüber.


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 Anita-Therese 7. September 2015 
 

Seltsam ...

aber es scheint, dass unser Papst nicht richtig informiert ist ...
Die Christen sind nicht für alle Wirtschaftsflüchtlichge verantwortlich - eine Zumutung. Und ja, es braucht sehr wohl eine genaue Unterscheidung, wer woher und warum kommt, denn ansonst kann denen, die es wirklich brauchen, nicht geholfen werden: die gehen in der Masse der Migranten unter.


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 Rosaire 7. September 2015 

@ulmi

Zerstört wird Deutschland nicht. Wie kommen Sie darauf?

Aber alles, was Sie da aufzählen, was Deutschland ausmacht, verpflichtet uns geradezu dazu, Flüchtlinge aufzunehmen.

Wenn Humanität und christliche Nächstenliebe Kern unserer Kultur ist - wie können wir dann unsere Kultur schützen, indem wir gerade diese Werte aussetzen, wenn es ernst wird?


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 Gewitterwolke 7. September 2015 
 

friederschäfer

Ich fürchte, dass Sie meinen Beitrag total missverstanden haben. Meine Stirn ist nicht zornumwölbt, ich bin auch noch katholisch und respektiere unseren Papst. Aber ich bin gegen die unkontrollierte Zuwanderung die momentan stattfindet. Natürlich müssen wir Kriegsflüchtlingen helfen aber ich bin gegen die massenhafte Zuwanderung von Menschen die aus wirtschaftlichen Gründen hierher wollen. Es ist lobenswert dass Sie sich um Hilfesuchende kümmern, ich tue das auch, aber in anderer Weise als Sie, ich nehme sonntags 4 Schwarze, die in der Nähe in einer Turnhalle untergebracht sind, mit zur Sonntagsmesse.


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 friederschaefer 7. September 2015 
 

zur Gewitterwolke

Ist Ihre Stirn zornumwölkt? Und katholisch? Ist dann der Papst nicht mehr katholisch? Mit dieser Meinung wären Sie vielleicht nicht allein.
Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?

1. Sind Sie persönlich mit Flüchtlingen befasst? Und würden Sie Ihre Meinung auch einem von Ihnen mitteilen?

2. Ich helfe einigen dieser Menschen, die ich als Geschwister wahrzunehmen versuche, indem ich ihnen helfe Deutsch zu lernen und dann eine Arbeit zu finden. Was tun Sie? Als Bürger, der zufällig in Deutschland geboren ist? (?) Was tun Sie als Christ? (?)


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 Stefan Fleischer 7. September 2015 

Die Tragik ist,

dass weder der einzelne Mensch noch ein Staat, die Kirche oder eine andere Gesellschaft daran vorbei kommt, sich dem Spagat zu stellen, den schon Christus aufgezeigt hat: "Seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben."


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 ulmi 7. September 2015 
 

Ich mache mir große Sorgen um Deutschland

Deutschland, mit seiner großartigen Kultur, seinen enormen historischen Leistungen, dem großen Beitrag, den dieses Land der Weltgemeinschaft geleistet und zur Verfügung gestellt hat, Deutschland, das Land der Dichter und Denker, das Land der Innovationen. Dieses Land soll nun zerstört werden.

Warum, frage ich mich!


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 Gewitterwolke 7. September 2015 
 

Kardinal Marx

Der Papst hat am Wochende vorgeschlagen dass jede Pfarrei eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen soll. Da Kardinal Marx als Vertrauter des Papstes gilt, wird er bestimmt jetzt mit gutem Beispiel vorangehen und die Residenz in München, die er bewohnt, mit Flüchtlingen auffüllen.


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 chriseeb74 7. September 2015 
 

@alle

Der Papst hat noch mehr gefordert...nämlich, dass jede Pfarrei mindestens eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen soll.
Und nochmals JA, wir müssen aus christlichen und humanitären Gründen die Flüchtlinge aufnehmen.
Deutschland hat nach dem Krieg ca. 16 Mio. Flüchtlinge aus den Vertreibungsgebieten aufgenommen, unter ganz anderen Umständen...von daher ist die Million, die jetzt zu uns kommt locker zu verkraften.
Im übrigen wandern auch sehr viele Menschen aus Deutschland aus...von daher "brauchen" wir sogar Einwanderer!
In den 80er Jahren hat unsere Pfarrerei mehrere Familien aufgenommen...wir haben die Jugendräume zur Verfügung gestellt...Duschen hat es natürlich nicht gegeben...es geht schon, man muss es nur wollen!


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 zweifelTom 7. September 2015 
 

Undifferenziert

Der Papst ist kein Politiker und sollte sich m. E. mit Ratschlägen zur „richtigen“ Flüchtlingspolitik zurückhalten.
Dass die deutsche dabei ist, ganz Europa zu destabilisieren, erleben wir gerade.
Wenn der Heilige Vater fordert, jede Pfarrgemeinde, jede geistliche Gemeinschaft, jedes Kloster sollte EINE Flüchtlingsfamilie aufnehmen, dann geht das zumindest an der deutschen Realität weit vorbei.
Sosehr man den Glaubensverlust und Mängel in der Glaubensverkündigung beklagen muss – in punkto Flüchtlinge überschlagen sich viele Pfarreien hierzulande geradezu. Die, der ich zugeordnet bin, hat allein 30 (!) Flüchtlingsfamilien aufgenommen.
Dagegen nehmen sich die 2 Flüchtlingsfamilien, die der Vatikan als „Vorbild“ aufnehmen will, bescheiden aus.
Auch verglichen mit den 4.500 Juden, denen Papst Pius XII. 1943 im Rahmen des Kirchenasyls in Rom und kirchlichen Einrichtungen Italiens Zuflucht vor den Nazi-Schergen gewährte, hat der Vatikan noch Luft nach oben.


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 wedlerg 7. September 2015 
 

Ich wünsche mit mehr Differenzierung

Ich wünsche mir Hilfe für die verfolgten, v.a. für die verfolgten Christen, Jesiden und weitere Opfer des IS. Warum werden diese Gruppen, die genau die Idee unseres Asylrechts adressieren, nicht von kirchlichen Organisationen in europäische Einrichtungen gebracht? Aufnahme in Gemeinden, Klöstern, Caritas, etc.? Es wäre ein sehr glaubwürdiges Signal, wenn mit der Kirche Vorort genau diese Verfolgten gerettet würden. Unterstützung der Einreise durch kirchliche Organisationen sollte doch möglich sein. Und durch die Helfer Vorort würde auch klar, wer Verfolgt ist. Stattdessen machen wir die Augen zu und sehen einen Flüchtlingsstrom, der v.a. von der Aussicht auf gute Lebensbedingungen in D getrieben wird mit Verfolgten, Nichtverfolgten Armen, Abenteuerern, etc. Nicht, dass diese Menschen zu verurteilen sind - sie versuchen ihre Situation zu verbessern. Aber das können wir nicht über das Asylrecht leisten - der Strom ist zu groß. Auch AUT hat seit Ende Juni alle Asylanträge ausgesetzt.


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 Nathaniel 7. September 2015 
 

Aus irgendeinem Grund...

...wollen die Menschen aber trotzdem nicht im friedlichen Albanien bleiben.


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 Gewitterwolke 7. September 2015 
 

Gut, wenn der Papst das auch fordert, dann lassen wir uns eben überrollen von den Flüchtlingen. Irgendwann wird es aber zum Kollaps kommen. Kriegsflüchtlinge ja, aber Wirtschaftsflüchtlinge nein.


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