Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

TV-Schlagabtausch über Gewalt im Islam und Christentum

12. März 2015 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Künast: Das Christentum sei bei den Kreuzzügen auch nicht besser als der Islam gewesen


Hamburg (kath.net/idea) Einen heftigen Schlagabtausch über das Thema Gewalt im Islam und im Christentum haben sich der Schweizer Kabarettist Andreas Thiel (Bern) und die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast (Berlin) geliefert. Sie traten am 10. März in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ zum Thema „Vorurteilsfalle – Gute Muslime, böser Islam?“ auf.

Thiel sagte, der Koran sei ein einziger Aufruf zur Gewalt und eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung; daher müsse er geändert werden. Mohammed sei auch kein Prophet, sondern ein Massenmörder, Sklaventreiber und Kinderschänder gewesen, so Thiel, der nur noch unter Polizeischutz auftreten kann.


Künast widersprach ihm: Das Christentum sei zu Zeiten der Kreuzzüge und der Hexenverbrennungen auch nicht besser gewesen als der Islam. Auch in der Bibel werde zu Gewalt aufgerufen („Auge um Auge“, „Zahn um Zahn“). Sie verstehe nicht, warum der Koran für seine Rückständigkeit kritisiert werde, Romane aus dem 18. Jahrhundert aber nicht für ihr konservatives Frauenbild. Auch im Islam gebe es einen barmherzigen Gott, „der nicht nur prügelnd und mordend durch die Gegend zieht“.

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn (Münster), hielt Künast entgegen, dass die beiden von ihr genannten Stellen im Alten Testament stünden, das Neue Testament aber einen anderen Schwerpunkt habe.

Fernsehjournalist: Der Islam hat ein Gewaltproblem

Nach Worten des Fernsehjournalisten Joachim Wagner (Hamburg) hat der Islam ein Gewaltproblem. Er habe keine Aufklärung durchlaufen. Es gebe keine Religionsfreiheit und keine saubere Trennung zwischen Religion und Gesellschaft.

Kritik übte Wagner auch an einem verbreiteten fehlenden Integrationswillen unter Muslimen in Deutschland. Untersuchungen zufolge seien 30 Prozent von ihnen Fundamentalisten. Für sie haben im Zweifelsfall religiöse Vorschriften Vorrang vor deutschen Gesetzen. Zudem gefährde eine islamisch geprägte Paralleljustiz die Gesellschaft.

Der Islamwissenschaftler und Berliner Moscheevorstand Ender Cetin sagte, der Islam sei „die Religion der Barmherzigkeit und des Friedens“. Den Koran müsse man lesen und interpretieren lernen. Eine wortgetreue Auslegung helfe nicht weiter. Auch gemäßigte Muslime hätten unter dem Terror radikaler Islamisten zu leiden. Muslime in Deutschland litten sogar doppelt, weil sie einerseits fürchten müssten, als Täter abgestempelt zu werden, anderseits Angst hätten, selbst Opfer von Anschlägen zu werden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  2. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  3. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  4. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  5. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  6. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  7. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  8. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  9. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  10. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz