Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

Flammender Appell an den Innenminister

9. Dezember 2014 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Transport des Friedenslichts im Münchner Nahverkehr in Gefahr. Von Barbara Just (KNA)


München (kath.net/KNA) Längst ist es guter Brauch, dass sich mitten im Trubel des Münchner Christkindlmarkts am Nachmittag des dritten Advents katholische und evangelische Christen im Liebfrauendom versammeln. Bei dem ökumenischen Gottesdienst wird alljährlich das «Friedenslicht aus Bethlehem» verteilt. Ein Kind hat es wenige Wochen zuvor in der Geburtsgrotte entzündet. Nun soll es «an alle Menschen guten Willens» in Europa als Zeichen des weihnachtlichen Friedens ausgesandt werden. Jung und Alt haben deshalb ihre Laternen dabei, um die brennenden Kerzen sicher nach Hause zu transportieren. Das aber könnte den Münchnern in diesem Jahr im öffentlichen Nahverkehr verboten werden.

Die für die Aktion hauptverantwortlichen Pfadfinder bekamen den Ärger schon im vergangenen Jahr zu spüren. Als Jugendgruppen ihres Verbands mit dem Licht in S- oder U-Bahnen einsteigen wollten, schritt vereinzelt das Sicherheitspersonal ein. Angesichts der vollen Züge und in der Sorge vor einem möglichen Brand mussten die Lichter um des lieben Friedens willen ausgemacht werden - zur Enttäuschung der Kinder und Jugendlichen. Die Pfadfinderverbände der «Arbeitsgruppe Friedenslicht» ließ das nicht ruhen, sie fragten in diesem Jahr ganz offiziell bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und beim Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) an.


Die Antwort war erhellend. So darf auf Geheiß der Technischen Aufsichtsbehörde und der Branddirektion wegen des «zu dieser Zeit herrschenden hohen Fahrgastaufkommens» grundsätzlich das Friedenslicht nicht mehr mitgenommen werden. Dabei war dies in den vergangenen 15 Jahren nie ein Problem, weder in den Bahnen noch in den Trams oder Bussen, wie Andrea Jaumann von der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) sagt. Seit Wochen nun laufen im Hintergrund Anstrengungen, um den entstandenen Schwelbrand zu löschen.

Am Montag aber war es mit der stillen Diplomatie erst einmal vorbei. Die Politik mischte sich ein in Gestalt von Diana Stachowitz. Die kirchenpolitische Sprecherin der SPD im Landtag wandte sich in einem offenen Brief an Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Darin bat sie ihn, auf die Regierung von Oberbayern, in der die Technische Aufsichtsbehörde ansässig ist, einzuwirken. Diese sollte den Transport der Friedenslichter erlauben. «Selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass diese sich in einem geschlossenen Behälter befinden.»

Gerade in diesem Jahr, «vor dem Hintergrund der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit und der leider wieder zunehmenden antisemitischen Aktionen bei uns», gewinne das Friedenslicht noch einmal mehr an Bedeutung. So laute das Motto dieses Mal auch noch «Friede sei mit dir - Shalom - Salam», schreibt die evangelische Christin.

Die noch verbleibenden Tage bis zum Sonntag wollen die Pfadfinder nun nutzen, um eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen, wie es heißt. Vielleicht kann dabei auch ein vor Jahren von der Deutschen Bahn konzipiertes «Merkblatt für Reisende mit Friedenslicht» helfen. Darin heißt es unter anderem, dass sich das Licht in einem «geschlossenen Metallbehälter» oder in einem «geschlossenen Glasbehälter» befinden muss, der in einem Metallbehälter stehe. Und vielleicht wäre es auch von Vorteil, die Sicherheitsdienste von dieser Bedingung zu unterrichten. Laut Jaumann fahren in anderen Bundesländern die Pfadfinder in ihrer Kluft samt Friedenslicht sogar kostenlos mit der Bahn.



(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto © kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Weihnachten

  1. „Das Wort ist Fleisch geworden – Dieser Satz ist Abgrund und Gipfel zugleich“
  2. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“
  3. Das Epiphanie-Fest – Erscheinung Gottes in der Zeit
  4. Fest der Heiligen Familie – „Gott wohnt unter uns – und geht mit uns“
  5. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  6. ‚Urbi et Orbi‘ 2025: Weihnachten - Geburt des Friedens
  7. Der Friede begann zu weinen. Weihnachten - die Gegenwart Gottes im verletzlichen Fleisch
  8. Wenn Gott Mensch wird. Die angebrochene Morgenröte des neuen Tages
  9. Stille Nacht, Heilige Nacht
  10. Gottesgeburt in der Seele







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz