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Zulehners eigenwillige Sakramententheologie

29. Mai 2014 in Österreich, 40 Lesermeinungen
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Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner hat sich in einem Blog-Eintrag zur Causa Heizer geäußert und dabei fragwürdige Aussagen zu den Sakramenten gemacht. Ein Kommentar von Johannes Graf


Wien (kath.net/jg)
„Heizers Exkommunikation lässt mehr Fragen offen als sie klärt“, überschreibt der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner einen Eintrag in seinen Blog. In Wirklichkeit ist es aber Zulehners Kommentar, der viele Fragen offen lässt.

Zunächst stellt er fest, dass das Ehepaar Heizer weder die Ersten noch die Einzigen seien, welche die Eucharistie ohne Priester feiern würden. Nachdem er einige aktuelle Beispiele aufgezählt hat, befasst er sich in einer längeren Passage mit einer Schrift des Kirchenvaters Tertullian (ca. 150 – ca. 220 n. Chr.). Dieser habe von der frühkirchlichen Praxis berichtet, Eucharistiefeiern ohne Priester abzuhalten. Er zitiert aus dem siebenten Kapitel von „De exhortatione castitatis“ (Über die Aufforderung zur Keuschheit): „Sind nicht auch wir Laien Priester? Es steht geschrieben: ‚Er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern für Gott und seinen Vater.’ Den Unterschied zwischen Priesterstand und Laien hat die Autorität der Kirche festgesetzt und die von Gott geheiligte Rangstellung im Kreise der Kleriker. Wo kein kirchlicher Stand eingerichtet ist, da bringst du das heilige Opfer dar und spendest die Taufe und bist für dich allein Priester; selbstverständlich ist da eine Kirche, wo drei beisammen sind, mögen sie auch Laien sein.“

Die Eucharistiefeier sei für die Gläubigen zur Zeit Tertullians so wichtig gewesen, dass sie nicht auf die Zuteilung eines geweihten Priesters durch die Kirchenleitung warten wollten, schreibt Zulehner.

An dieser Stelle stellt Zulehner folgendes fest: Die Kirche habe diese „Möglichkeit“ bei der Eucharistiefeier – mit guten Gründen, wie Zulehner zugesteht – unterbunden, sie bei der Taufe aber beibehalten. Wie ist das zu verstehen? Er hält eine Eucharistiefeier ohne Priester für eine – wörtlich – „Möglichkeit“. ´Damit ist wohl gemeint, sie sei eine Möglichkeit, die Eucharistie gültig zu feiern. Der Vergleich mit der Taufe legt das nahe. Die Taufe kann von jedem gültig gespendet werden, der den Willen der Kirche erfüllen will. Die Taufe durch Laien ist aber nur in Notfällen zulässig, in denen Lebensgefahr besteht und es keine Möglichkeit gibt rechtzeitig einen Priester oder Diakon zu rufen. Spendet ein Laie die Taufe, ist sie auf jeden Fall gültig, auch wenn sie nicht erlaubt ist. Ähnlich scheint Zulehner das Sakrament er Eucharistie zu verstehen: Eine von Laien durchgeführte Eucharistiefeier sei gültig, aber von der Kirche untersagt.


Die folgenden Überlegungen Zulehners scheinen diese These zu unterstützen. Die Heizers hätten „das geltende Kirchenrecht gegen sich“, schreibt er. Dass sie auch die geltende Dogmatik gegen sich haben verschweigt er. Nach kirchlichem Verständnis kann nur ein gültig geweihter Priester die Eucharistie feiern. Nur er hat die Vollmacht Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi zu wandeln, wie etwa das IV. Laterankonzil oder der heilige Papst Johannes Paul II. (Enzyklika Ecclesia de eucharistia) festgestellt haben. Eine von Laien simulierte Eucharistiefeier ist daher nicht nur verboten sondern auch wirkungslos. Brot und Wein werden nicht gewandelt sondern bleiben Brot und Wein.

Für Zulehner ist das nicht so eindeutig. Die theologische Bedeutung einer privaten Eucharistiefeier wie sie vom Ehepaar Heizer durchgeführt werde bleibe offen, schreibt Zulehner. Dann zitiert er ausgerechnet Josef Ratzinger. Dieser sei als Kardinal in München einmal gefragt worden, was er zu „Ehen ohne Trauschein sage“. Diese seien „theologisch nicht nichts“, habe Ratzinger damals geantwortet. Dasselbe hätte er auch dem Ehepaar Heizer sagen können, schreibt Zulehner abschließend.

Leider bleibt er uns eine Quellenangabe für das Zitat von Kardinal Ratzinger ebenso schuldig wie eine Erläuterung seines Gedankenganges. Was ist eine „Ehe ohne Trauschein“, wenn sie theologisch nicht nichts ist? Auch eine Sünde ist auch „theologisch nicht nichts“, und genau darum handelt es sich bei einem eheähnlichen Zusammenleben zweier Katholiken ohne Trauschein. Selbst wenn Zulehner Kardinal Ratzinger richtig zitiert hat, bleibt offen was er daraus im Zusammenhang mit der Eucharistiefeier durch Laien tatsächlich ableiten will.

Unter Berücksichtigung des zuvor angeführten langen Tertullian-Zitat gewinnt man den Eindruck, Zulehner wolle sich nun bei Kardinal Ratzinger bedienen um eine gültige Eucharistiefeier durch Laien begründen zu können. Aber nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich. Das Sakrament der Ehe wird nicht vom Priester gespendet sondern von den Ehepartnern. Die Spender des Ehesakramentes sind also immer Laien. Wenn sie ohne Trauung eheähnlich zusammen leben, dann wollen oder können sie einander dieses Sakrament nicht spenden. Es fällt also schwer, die Aussage Kardinal Ratzingers so zu interpretieren, dass er in einer eheähnlichen Gemeinschaft irgend etwas sehen könnte, das an ein Sakrament erinnert.

Die Stelle bei Tertullian ist auch nicht unbedingt dazu geeignet, die kirchliche Lehre über die Priesterweihe als Voraussetzung für die Eucharistiefeier in Frage zu stellen. Die Sakramentenlehre bildete sich erst im Lauf der Zeit heraus, getreu der göttlichen Zusage: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.“ Bereits Justin der Märtyrer (ca. 100 – 165 n. Chr.) stellt fest, dass der „Vorsteher der Brüder“, also der Bischof, die Eucharistiefeier vollzieht, während die Diakone bei der Spendung der Kommunion helfen. Die Tradition dass nur ein geweihter Priester die Eucharistie feiern kann geht also bereits in die Zeit vor Tertullian zurück. Das Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) spricht den Diakonen die Konsekrationsgewalt ab. Diese hätten nicht die Vollmacht, das eucharistische Opfer darzubringen heißt es in Kanon 18.

Am Ende von Zulehners Blog-Eintrag bleiben viele Fragen offen. Wie steht er zum Weihepriestertum als Voraussetzung für die Eucharistie? Hält er entgegen der kirchlichen Lehre eine von Laien gefeierte Eucharistie für gültig (wenn auch nicht erlaubt)? Wie hält er es mit eheähnlichen Gemeinschaften?


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Lesermeinungen

 newtube 6. Juni 2014 
 

Thomas-Karl: Vertiefung tut Not - 6 und Ende

"bevollmächtigter Diener der Einheit" (furchtbare Formulierung!) gestiftet, sondern durch die Gemeinschaft mit dem Leib des Herrn.
Der Priester ist in einem viel tieferen Sinne "Diener der Einheit", indem er die Teilhabe der Gläubigen am Leib des Herrn durch sein Sprechen der Umwandlungsworte und die Spendung des Leibes Christi in der Heiligen Kommunion ermöglicht.


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 newtube 6. Juni 2014 
 

Thomas-Karl: Vertiefung tut Not - 5

Gott:] Heilige unsere Gaben durch deinen Geist, damit sie uns werden + Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus [...] Schau gütig AUF DIE GABE DEINER KIRCHE [m.H.]. Denn sie stell dir das Lamm vor Auge, das geopfert wurde und uns nach deinem Wille mit dir versöhnt hat."
(4) Gemeinschaft mit dem Leib des Herrn ist zugleich Gemeinschaft mit dem ekklesialen Leib. Die Eucharistie ist Zeichen nicht nur der Gegenwart Jesu Christi, sondern ebenso Zeichen der Gegenwart seines ekklesialen Leibes (vgl. Augustinus, Sermones 272; PL 38,1247).
Der Geist wird wie über Brot und Wein so auch über die versammelte Gemeinde herabgerufen, damit sie durch die Teilnahme am eucharistischen Leib der eine ekklesiale Leib werde: "Stärke uns durch den Leib und das Blut deines Sohnes und erfülle uns mit seinem Heiligen Geist, damit wir EIN Leib und EIN Geist werden in Christus" (Drittes Hochgebet).
Die Einheit von Ortsgemeinde und Gesamtkirche ist nicht erst vom "Ordinierten" als


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 newtube 6. Juni 2014 
 

Thomas-Karl: Vertiefung tut Not - 4

(3) Dass die Kirche (konkret, der Priester und die versammelte Gemeinde) die in den Leib und Blut Christi umgewandelten Gaben von Brot und Wein als Opfer dem Vater darbietet, kommt in den Hochgebeten der Kirche in wunderbarer Weise zum Ausdruck.
Im Ersten Hochgebet: "Dich, gütiger Vater, bitten wir durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus: Nimm diese heiligen, makellosen Opfergaben an und + segne sie. WIR [m.H.] bringen sie dar vor allem für ...".
"Nimm gnädig an, o Gott, diese Gaben deiner Diener und deiner ganzen Gemeinde ...".
"Schenke, o Gott, diesen Gaben Segen in Fülle und nimm sie zu eigen an. Mache sie uns zum wahren Opfer im Geiste, das dir wohlgefällt: zum Leib und Blut deines geliebten Sohnes, unseren Herrn Jesus Christus."
"So bringen wir aus den Gaben, die du uns geschenkt hast,dir, dem erhabenen Gott, die reine, heilige und makellose Opfergabe dar; das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heils."
Drittes Hochgebet:
"[Darum bitten wir dich, allmächtiger


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 newtube 6. Juni 2014 
 

Thomas-Karl: Vertiefung tut Not - 3

(2) Sie schreiben:"Der eigentlich Handelnde in der Eucharistie ist Christus.
Der Priester als Vorsteher der Gemeinde bittet Gott, dass ER handelt (= Epikletische Character der Eucharistie).
Es fehlt in Ihrer Darlegung ein wesentliches Element der katholischen Eucharistie, nämlich die Wandlung der Gaben (Metabolismus), die auf die Konsekrationsworte des Priesters, der freilich "in persona Christi" handelt, jedoch nicht der Herr Jesus Christus ist (!), zurückgeführt werden muss (vgl. Ambrosius, De Sacramentis, 4,23).
Beide, Trienter und II. Vatikanisches Konzil, reden vom "Dienst des Priesters" in diesem Bezug, wodurch die Gaben Brot und Wein zum Leib und Blut Christi verwandelt werden. Sie verlieren kein Wort darüber. Der Priester, für Sie, ist - äußerst reduktiv - der "Vorsteher der Gemeinde".
Wie wesentlich dieser Dienst ist, wird dadurch klar, dass ohne die vom Priester gesprochenen Einsetzungsworte, am Altar kein "makelloses Opfer" gäbe, das die Kirche dem Vater darbieten könne.


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 newtube 6. Juni 2014 
 

Thomas-Karl: Vertiefung tut Not - 2

(1) Es gibt nur ein einziges Opfer, welches von Christus dargebracht worden ist und in der Eucharistie der Kirche anamnetisch vergegenwärtigt wird.
Die Wirklichkeit, also das Opfer Jesu Christi in seiner historischen Tatsächlichkeit, wird im eucharistischen Mysterium eingeholt.
In meinem Beitrag habe ich von "Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi am Altar durch den Dienst des Priesters" gesprochen. Eine Formulierung, die auf das Konzil von Trient hinweist: "Die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst des Priesters; allein die Weise des Opfers ist verschieden" DH 1743.
Diese Formulierung wird vom II. Vatikanischen Konzil in SC I,7 teilweise übernommen. Das hinzufügt:
"Denn die apostolische Arbeit ist darauf hingeordnet, dass alle, durch Glauben und Taufe Kinder Gottes geworden, sich versammeln, inmitten der Kirche Gott loben, AM OPFER TEILNEHMEN [m.H.] und das Herrenmahl genießen" (SC I,10).
(folgt)


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 Thomas-Karl 5. Juni 2014 

@newtube

1) In der Eucharistie wird das Erlösungswerk (Kreuz, Tod und Auferstehung Christi) Gegenwart und uns zugewendet. (= Anamnetischer Charakter der Eucharistie.) Dass Leib und Blut Christi (nochmals ) Gott geopfert werden, ist eine mittelalterliche Theorie, die nie allgemein geteilt wurde.
2) Der eigentlich Handelnde in der Eucharistie ist Christus. Der Priester als Vorsteher der Gemeinde bittet Gott, dass ER handelt. (= Epikletischer Charakter der Eucharistie.)


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 newtube 5. Juni 2014 
 

Thomas-Karl: Vertiefung tut Not

Ihr Verständnis über die Funktion des Priesters in der Eucharistiefeier ist außerordentlich reduktiv, und deshalb inakzeptabel. Es wird dem heiligen Mysterium der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi am Altar durch den Dienst des Priesters nicht gerecht.
Am Altar bietet der Priester gemeinsam mit der Gemeinde dem Vater das Fleisch und Blut Jesu Christi, die durch seinen priesterlichen Dienst aus der Umwandlung von Brot und Wein hervorgegangen sind.
Priester und Gemeinde treffen sich zum Feiern der heiligen Eucharistie, um dem Vater "das Sühneopfer", Christus selbst, darzubringen. "Orate fratres, ut meum ac vestrum sacrificium acceptabile fiat Deo Patri omnipotenti." Und an dessen Fleisch und Blut in der hl. Kommunion teilzuhaben.
Der "ordinierte" Priester als offizielle "Verbindungsperson zwischen der Ortsgemeinde und der Gesamtkirche" verblasst regelrecht angesichts seiner Rolle im eucharistischen Mysterium.


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 newtube 4. Juni 2014 
 

@ Thomas Karl

Warum braucht die Gemeinde überhaupt ein geweihtes Mitglied, um eine Feier Sonntags morgen zu leiten? Gibt es keine leitungsfähigen Gemeindemitglieder, die in der Lage wären, diese Funktion nach dem Rotationsprinzip etwa zu erledigen?
Es handelt sich doch um eine einfache Feier, für deren Leitung kein besonderes Können erforderlich ist, oder?
Man braucht ja keinen Riccardo Muti, um ein Kinderorchester zu leiten, oder?
Oder ist die Eucharistiefeier etwas mehr als eine Feier, ein fröhliches, lustiges Beisammensein der besonderen Art, mit Orgel und Weihrauch, mit Gesängen und Trompetenstössen ... ? Und ist deren "Leiter" etwas mehr als einer, der dieses fröhlich lustiges Beisammensein zur allgemeinen Zufriedenheit der Vereinsmitglieder gestaltet? ...
Ein Animateur, etwa, wie im Club Mediteranné?


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 Thomas-Karl 3. Juni 2014 

@Trierer

Nein! Die Gemeinde feiert Eucharistie, geleitet von einem ihrer geweihten Mitglieder.


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 Trierer 1. Juni 2014 

Kompliziert ist es eigentlich nicht.

Kann sein, dass mein vorh. Post verstümmelt war, liebes Moderatorenteam, ich versuch´s noch mal.
Liebe Foristen, gute Überlegungen und kluge Kommentare äußern Sie hier zum Thema. Ich bewundere immer wieder das theologische Wissen, dass sich hier im Forum sammelt. Ich selbst hab´s eigentlich aufgegeben, mir die verquasten Gedankengänge unserer Priesterseminarle(e)rer noch weiter anzutun. Denn es ist doch eigentlich ganz einfach:
1. Wer am Unsinn der Heizer´schen "Eucharistiefeier" auch nur irgendetwas zu rechtfertigen sucht, redet selber Unsinn, Doktor hin, Professor her.
2. Die Anmaßung ein liturg. Zimmertheater auch nur in die Nähe der Hl. Wandlung zu bringen grenzt an sakrilegisches Tun!
3. Dadurch hat sich Familie Heizer bewusst und freiwillig selbst aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen!
4. Ein gültiges Messopfer feiert in unserer röm.kath.Kirche nur und ausschließlich ein gültig geweihter kath. Priester!
Causa finita, korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.


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 Trierer 1. Juni 2014 

Liebe Mitforisten, viele gute Gedanken außern Sie, sachverständig und belesen. Ich selbst befasse mich eigentlich so gut wie gar nicht mehr mit den relativistischen Priesterseminarle(e)hrern unserer Tage, wie immer sie heißen mögen. Denn im Grunde ist doch alles ganz einfach:
1. Wer an dem Unsinn des Heizer´schen Liturgie-Theaters irgendetwas glaubt verteidigen zu sollen, der redet selber Unsinn, Doktor hin, Professor her!


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 ottokar 1. Juni 2014 
 

Durcheinander

Das Spenden von Sakramenten durch Laien oder Diakone ist in der Peripherie weit verbreitet. Das Sakrament der Letzten Ölung verbunden mit der Beichte und nachfolgender Absolution wird in dem helvetischen Pastoralraum, in dem ich leben muss, gezielt vom Diakon, dem Leiter des Pastoralraumes durchgeführt, obwohl ein Priester zur Verfügung stünde, der aber nicht informiert wird. Ein solcher Betrug an sterbenden Gläubigen ist m.E. schrecklich und nie mehr zu korrigieren.Es ist äusserst bedauerlich, dass sich unsere Bischöfe um derartige Missstände nicht ausreichend kümmern. Gerade dort, wo Diakone für die Organisation eines Pastoralraumes verantwortlich sind,müssten in regelmässigen Abständen die Gläubigen, Pastoralassistentinnen und Diakone vom zuständigen Bischof darauf hingewiesen werden,wozu diese ermächtigt sind und zu was nicht. Mangelnde Aufsicht ist die wesentliche Ursache der zunehmenden sakramentalen Entweihung.


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 newtube 1. Juni 2014 
 

@ Humb (29.05.14) an Celine - (B)

"Der Beistand aber, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe" (Jo 14,26).
Dies klingt viel weniger revolutionär als diejenige es meinen, die den Heiligen Geist für sich in Anspruch nehmen, wenn es darum geht, gegen die Apostel (Papst und Bischöfe, das magisterium der Kirche) auf der Suche nach dem Zeitgemässen und dem Neuen zu agitieren, und ihnen vorwerfen, den Heiligen Geist "in Schränken [zu] verweisen".
Als ob der Heiliger Geist nicht Beistand vor allem derjenigen wäre, die von Christus dazu beauftragt wurden, seine Kirche zu lehren und zu leiten, seine Schafe und Lämmer zu weiden.
Und als ob der Heilige Geist uns vom Vater nicht gesandt worden wäre, um uns "an alles zu erinnern, was Jesus uns gesagt hat", der für uns der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Joh 14, 6).
Dies schließt Empfehlungen zur Führung der Kirche, die im Widerspruch zu dem stehen, was Jesus im NT gesagt hat, wohl aus.


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 newtube 1. Juni 2014 
 

@ Humb (29.05.14) an Celine - (A)

Sie schließen Ihren Beitrag mit zwei rhetorischen Fragen, die lauten:
"Wissen wir, wohin der Heilige Geist seine Kirche führt? Wollen wir ihn in Schranken verweisen?"
Beide Fragen sind mit "nein" zu beantworten. Dies gilt allerdings nicht nur für Celine, sondern auch für Sie.
Ihre zweite rhetorische Frage ist zudem unsinnig, denn, wenn wir in der Tat nicht wissen, wohin der Heiliger Geist seine Kirche führt, können wir auch nicht "wollen" Ihn in Schranken zu verweisen, denn das Wollen setzt das Wissen voraus: ich kann nicht das wollen, was ich nicht weiß.
Abgesehen von der Logik bzw. Unlogik Ihrer Aussage, andere Feststellungen drangen sich auf, die sich auf das von Ihnen Ungesagte richten.
Jesus Christus, Haupt der Kirche, seines mystischen Leibes, und einziger Mittler zwischen uns und dem Vater (Jo 14, 6, hat den Elf, und damit seiner Kirche, hinsichtlich des Heiligen Geistes Folgendes gesagt: "Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird,


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 newtube 1. Juni 2014 
 

@ Humb & das Weihepriestertum - 5

28, 16-20),gehen dieser Auftrag und Befugnis auf die Apostelnachfolger, die Bischöfe, und durch Teilhabe am vollen Priestertum des Bischofs, auf den Priester über.
Die Laien können sich nicht auf ihre Taufe und auf ihr allgemeines Priestertum berufen, um das zu vollziehen, wozu der Herr sie nicht beauftragt und befugt hat, die Eucharistie und die Vergebung der Sünden.
Sie können zwar tausendmal die Einsetzungsworte sprechen, aber aus dem Brot und Wein wird niemals der Leib und Blut des Herrn. Dies gilt auch für nicht-katholische Christen, die kein Weihepriestertum haben, entweder weil die apostolische Sukzession unterbrochen wurde, oder weil bei noch vorhandener Sukzession ihre Bischöfe die Weihe nicht in dem Sinne vollzogen haben, der dem katholischen Verständnis derselben entspricht (vgl. Leo XIII. "Apostolicae curae" zu den Anglikanern).
Sie können tausendmal Absolution erteilen, ohne dass dadurch die Sünden vergeben werden.
Hierüber herrscht absolute Klarheit.


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 newtube 31. Mai 2014 
 

@ Humb & das Weihepriestertum - 4

an dieser Stelle verklausuliert ausgedrückt haben?
Der Text ist Johannes 20, 21-23:
"Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu Ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert,dem ist sie verweigert."
Auch hier, keinerlei Verklausulierung.
Die Schwierigkeit, die manche erfahren, das geweihte Priestertum zu verstehen, hängt m.E. im Wesentlichen davon ab, dass sie das von Jesus gestiftete Apostelamt nicht verstehen.
Denn die volle Teilhabe am Priestertum Christi haben durch seinen Willen und Tun die Zwölf, die er ausgewählt hatte.
Ihnen gab Jesus den Auftrag und Befugnis, das eucharistische Opfer, in persona Christi, dem Vater darzubringen, und wiederum in persona Christi die Sünden zu vergeben.
Da nun die Kirche von Ihm als Sakrament des Heils bis zum Ende der Welt angelegt wurde (Mt


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 newtube 31. Mai 2014 
 

@ Humb & das Weihepriestertum - 3

- Lk 22, 19-20:"Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird."
- 1 Kor 11, 23-25:"Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis."
Akteure des Geschehens sind Jesus und die Zwölf. Die Formulierung Jesus ist linear, klar und deutlich. Keinerlei Verklausulierung.
Die zweite wesentliche Handlung des geweihten Priesters ist die Vergebung der Sünden.
Könnte Jesus sich zumindest


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 newtube 31. Mai 2014 
 

@ Humb & das Weihepriestertum - 2

1. Formulieren, und dabei mit Klauseln, Vorbehalten o.Ä. versehen: einen Vertrag verklausulieren;
2. verwickelt, und mit mehr oder weniger versteckten Vorbehalten, Erweiterungen u.s.w. ausdrücken, schwer verständlich formulieren.
Nun frage ich Sie, werte(r) Humb, ob die folgenden Texte aus dem Neuen Testament als verklausuliert bezeichnet werden können.
Es handelt sich um die Gründung des geweihten Priestertums durch den Herrn Jesus Christus, indem er seine Apostel (!) und nur sie zu den zwei priesterlichen Handlungen befähigt, nämlich das Darbringen des eucharistischen Opfers und die Vergebung der Sünden.
Diese sind nicht Befugnisse des allgemeinen Priestertums der Getauften und Firmierten, werden Sie wohl zugeben.
Darüber hat es in der Kirche seit ihren Anfängen absolute Klarheit geherrscht, keine Verklausulierung, also.
Hinsichtlich des Feiern der Eucharistie als apostolischer Auftrag & Befugnis, die fundamentalen Texte im NT sind Lk 22,17-20 und 1 Kor 11, 23-25.


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 newtube 31. Mai 2014 
 

@ Humb & das Weihepriestertum - 1

(1) Wären Sie der Stimme des Kindleins gefolgt, und hätten Sie den Katechismus der katholischen Kirche an der von mir angegebenen Stelle auch gelesen, wäre die in Ihrem letzten Beitrag vom 31.05.14 aufgestellte und unzutreffende Dichotomie zwischen Katechismus bzw. Lehre der Kirche, einerseits, und Heiliger Schrift, andererseits, wohl hinfällig.
Denn, erstens, basiert die Lehre der Kirche wesensgemäß auf die Heilige Schrift und auf die apostolische Überlieferung, und, zweitens, gibt der KKK durchweg seine biblischen Quellen explizit an.
Durch dessen Lektüre wären demnach Ihre beiden Bedürfnisse, sowohl die Lehre der Kirche, als auch ihr biblisches Fundament zu erfahren, befriedigt.
(2)In Ihrem vorletzten Beitrag (29.05.14) schreiben Sie an @ Celine:"Also von der Heiligen Schrift her ist dieses sog. allgemeine Priestertum sehr gut dokumentiert.
Den Weihepriester hingegen findet man nur verklausuliert."
Was heißt nun "verklausulieren"?
Der DUDEN kennt folgende Bedeutungen:


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 humb 31. Mai 2014 
 

@newtube

Sie haben natürlich recht, der Katechismus definiert Wesensart von allgemeinem Priester und dem Weihepriester. Als Christ ist es für mich lediglich auch interessant, was die Heilige Schrift dazu sagt. Also bitte wieder Stacheln einfahren!😜


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 newtube 31. Mai 2014 
 

Das Sakrament der Weihe: keine Verklausulierungen, keine Undeutichkeiten

Der Hl.Johannes-Paul II hat uns ein vortreffliches Instrument in die Hand gegeben, worin die Lehre der Kirche in aller Klarheit, in theologisch wie kirchenhistorisch kompetenter Weise, dargelegt wird.
Dieses Buch, das "Katechismus der katholischen Kirche" heißt, steht jedem zur Verfügung, der wissen will, was die katholische Kirche lehrt.
Das dritte Kapitel, Artikel 6 (in der Ausgabe von 1993, SS. 414-430), gibt dem geneigten Leser ausführlichen Auskunft über das Sakrament der Weihe in seinen verschiedenen Facetten.
Bevor weiteren Unsinn seitens des namhaften Pastoraltheologen im Ruhestand und mancher Mitforisten verzapft wird, lädt das Kindlein, wie einst Augustinus, jeden von uns ein: "Tolle et lege!"


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 nurmut 30. Mai 2014 
 

Typisch Zulehner

schreibt viel, sagt aber nichts konkretes zum Thema, bezieht nur indirekt Stellung, macht hinkende Vergleiche,...
Lässt dann die Anderen (=Kirchenkritiker) seine Ergüsse interpretieren und ist selber fein heraus, weil er persönlich ja nichts gegen die Lehre der Kirche gesagt hat.


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 Dottrina 29. Mai 2014 
 

Wir hatten heute

eine unendlich schöne, würdige Christi-Himmelfahrts-Liturgie in unserer Pfarrei! Absolut würdig. Dafür sei dem Herrn großen Dank!


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 Scotus 29. Mai 2014 

@humb

Die "Differenz zwischen beiden (allgemeinem und Weihe-Priestertum) ist 'essentia', 'von wesenhafter Art', d.h. beide sind zwar einander zugeordnet, doch auf einer ganz anderen Ebene, die gerade nicht durch Über- und Unterordnung, durch 'mehr' und 'weniger' hinlänglich beschrieben wird."
(Gisbert Greshake)

Das allgemeine Priestertum bedeutet auch nicht, dass man das Weihepriesterum kopieren sollte, sondern vielmehr, dass wir über den Kult hinaus auch priesterlich - im Sinne einer ganz besonderen Berufung - wirken können und sollen.

"Das allgemeine Priestertum ist nicht eine Konkurrenz zum liturgischen Auftrag des Presbyters, sondern die Ausweitung des christlichen Kults in den Raum der Welt und der Menschheit hinein, für die die Gesamtheit der Christen priesterlichen Dienst zu tun berufen ist."
(Joseph Ratzinger)

Ceterum censeo: das allgemeine Priestertum verstanden im Sinne des Weihepriestertums ist nichts Anderes als versteckter Klerikalismus.


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 Stefan Fleischer 29. Mai 2014 

Die "Jesus-Gedächntnisfeier"

Solange für Herrn Zulehner und die anderen "Reformbewegten" das heilige Messopfer nur mehr eine Jesus-Gedächntnisfeier ist, können sie nie verstehen, dass es dafür den Priester braucht. Die Reformierten brauchen für ihr Abendmahl auch keinen Priester, ein ordinierter (durch die Gemeinde beauftragter Pfarrer) genügt da vollauf.
.
Es geht wie schon einmal gesagt um das Eucharistieverständnis, und damit um grundlegende Aussagen unseres Glaubens. Damit aber geht es gegen das Lehramt der Kirche, haben wir erste, aber bereits grosse Schritte hin zu einer neuen Kirchenspaltung (2017 lässt grüssen).


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 Tamburinus 29. Mai 2014 

@ Bruder Konrad: II. Vat. Konz., Lumen gentium, Nr.

" ... [Die Priester sind] kraft des Weihesakramentes (101) nach dem Bilde Christi, des höchsten und ewigen Priesters (Hebr 5,1-10; 7,24; 9,11-28), zur Verkündigung der Frohbotschaft, zum Hirtendienst an den Gläubigen und zur Feier des Gottesdienstes geweiht und so wirkliche Priester des Neuen Bundes (102). Auf der Stufe ihres Dienstamtes haben sie Anteil am Amt des einzigen Mittlers Christus (1 Tim 2,5) und verkünden allen das Wort Gottes. Am meisten üben sie ihr heiliges Amt in der eucharistischen Feier oder Versammlung aus, wobei sie in der Person Christi handeln (103) und sein Mysterium verkünden, die Gebete der Gläubigen mit dem Opfer ihres Hauptes vereinigen und das einzige Opfer des Neuen Bundes, das Opfer Christi nämlich, der sich ein für allemal dem Vater als unbefleckte Gabe dargebracht hat (vgl. Hebr 9,11-28), im Meßopfer bis zur Wiederkunft des Herrn (vgl. 1 Kor 11,26) vergegenwärtigen und zuwenden (104)."


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 humb 29. Mai 2014 
 

@Celine

Also von der heiligen Schrift her ist dieses sog. allgemeine Priestertum sehr gut dokumentiert. Den Weihepriester hingegen findet man nur verklausuriert. Und bitte bedenken Sie, dass das ursprüngliche levitische Priesteramt mit dem Tod Jesu beendet war. Der Vorhang im Tempel zerriss von oben bis unten. Alle Christgläubigen haben damit den unmittelbaren Zugang zum "Innersten des Tempels" überall in der Welt.

Ich würde die Worte Tertullians nicht verachten. Auch Vat. II hat in vielen Dingen wieder seinen Blick stärker wieder auf die Urkirche geworfen. Wissen wir, wohin der Heilige Geist seine Kirche führt? Wollen wir ihn in Schranken verweisen?


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 Scotus 29. Mai 2014 

Nach dem Matthäusevangelium

Wehe euch Theologen und Schriftgelehrten, die ihr den Menschen mit nichts zurücklässt außer einem Scherbengericht! Soll der Mensch auf euren Scherbenhaufen seine Hoffnung setzen? Worauf können sie noch hoffen? Ist das euer Trost? Wer wird einem Hungernden, der euch um ein Stück Brot bittet, einen Stein geben! Aber genau so seid ihr. Ihr habt ihnen alles genommen, nicht einmal die Hoffnung gönnt ihr ihnen. Von eurem Scherbenhaufen sollen sie leben. Ihr sagt: Das ist die Wahrheit! Es bleibt nichts übrig. Aber davon kann kein Mensch leben. Nicht einmal ihr!


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 Bruder Konrad 29. Mai 2014 
 

@ Tamburinus

Bitte helfen Sie mir:
Was wollen Sie mit diesem Auszug aus LG ausdrücken?


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 Celine 29. Mai 2014 
 

Die alte Leier

Der Pastoraltheologe bringt wieder die alte Leier vom allgemeinen Priestertum. Das allgemeine Priestertum ist nämlich gar kein Priestertum. Dann macht jeder selbstgestrickt was er will mit Katholisch hat das dann nichts mehr zu tun.


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 Waldi 29. Mai 2014 
 

Ich will mich in Bezug...

auf Zuhlehner spartanisch kurz fassen. Dieser seltsame "Heilige" hat innerhalb der katholischen Kirche in den Menschenseelen schon viel mehr Schaden angerichtet und Zwietracht gesät, als alle Atheisten von Außen jemals zustande brachten!


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 synesis 29. Mai 2014 

Tertullian: Keine "Notwendigkeit" wird entschuldig, die nicht zu sein braucht!

Wie heisst es u.a. so schön in der von Zulehner zitierten Schrift Tertullians "Über die Aufforderung zur Keuschheit", in der dieser hauptsächlich sogar gegen eine zweite Ehe nach Tod (!) des ersten Ehepartners argumentiert (bei Priestern wie bei Laien!):

„’Sed necessitati‘, inquis, ‘indulgetur‘. Nulla necessitas excusatur quae potest non esse.“
„’But to necessity“, you say, ‘indulgence is granted’. No necessity is excusable which is avoidable.
„’Aber der Notwendigkeit‘, sagst du, ‘wird nachgegeben (verziehen,Nachsicht gewährt)‘. Keine Notwendigkeit wird entschuldigt, die nicht zu sein braucht.“

Auch das gilt dann aber gerade für die Feier "privater Messen" oder öffentlicher "simulierter Messen" dort, wo nach Tertullian "ein kirchlicher Stand eingerichtet ist".


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 synesis 29. Mai 2014 

Zulehner ist schon lange nicht mehr Dekan!

Zulehner war lt. Internet 2000-2007 Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät in Wien, ist aber bereits seit 2008 emeritiert. Ein schönes Alter von 74 Jahren bringt anscheinend nicht automatisch Weisheit mit sich, sondern könnte u.U. auch mit der Zunahme von Eigensinn und dem Offensichtlichwerden von recht eigen(!)-willigen Positionen verbunden sein - was ja so manche soziologische Umfrage zu ihren "Möchte-gern"-Ergebnissen kommen lassen könnte ... Die Kirche sollte sich in ihrer geordneten Hirtensorge nicht von solcher "Wir-WISSEN-wo-es-langgeht!-SCHAFT" verwirren und fehlleiten lassen, sondern lieber auf den Heiligen Geist und die gesunde theologische Tradition und Frömmigkeit hören!


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 Scotus 29. Mai 2014 

Da fragt man sich

mit wem von den Dreien - Frau Heizer, Herrn Schüller oder Herrn Professor - man am meisten Mitleid haben sollte.

Erbärmlich ist die Theologie von allen Dreien allemal.


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 Philosophus 29. Mai 2014 
 

Die "Jesus-Gedächntnisfeier"

der Frau Heizer ist von einer Eucharistiefeier derart weit entfernt, dass sie auch dann keine gültige Heilige Messe darstellen würde, wenn sie ein Priester vollzogen hätte.

An der Exkommunikation dieser Dame führt trotzdem kein Weg vorbei!


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 synesis 29. Mai 2014 

Zulehner+Pfarrerinitiative wollen kirchliche Unordnung

Zulehner argumentiert wie die Pfarrerinitiative mit einer angeblichen "Notsituation", um Heizer zu rechtfertigen: "... nimmt die derzeitige Entwicklung in der Kirche immer mehr Gemeinden die Möglichkeit der sonntäglichen Eucharistiefeier mit einem ordinierten Priester. Insofern legen Martha und Gert Heizer den Finger auf eine Wunde, die in den Gemeinden weltweit immer mehr schmerzt: dass die Eucharistie, die Messe, die zentrale Feier unseres Glaubens und des Lebens als Gemeinde wegen der abnehmenden Zahl an Priestern immer seltener möglich ist." (Pfarrerinitiative)
Heizers wohnen in Absam, die Gemeinde feiert regelmäßig mit geweihten Priestern Eucharistie - warum feiern Heizers privat?
Zulehner zitiert Tertullian: "Wo KEIN kirchlicher Stand eingerichtet ist, da bringst du das heilige Opfer dar...", verschweigt aber, dass in Absam etc. ein "kirchlicher Stand" ordentlich eingerichtet ist! Nach Tertullian gilt für Heizer&Co. aber ganz klar: "... da bringst du das heilige Opfer NICHT dar!"


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 Wiederkunft 29. Mai 2014 
 

Zulehner

Ist ein Wolf im Schafspelz. Er benutzt seine Stelle als Dekan einer Fakultät um in die Kirche hinein zu wirken und mit zu helfen, sie von innen her zu zerstören. Als sich das Stift Heiligenkreuz von der Fakultät in Wien los löste, und unter Papst Benedikt eine eigene Hochschule für die Priester Ausbildung gründete, die dem Papst untersteht äußerte sich Zulehner kritisch und besorgt:" Eine Hochschule die sich dem Stand der Wissenschaft entziehe und sich ihre eigene Wissenschaft zu recht macht und so ihre Priester ausbildet wird ein Problem werden. Heiligenkreuz platzt aus allen Nähten, die Bewerber kommen aus aller Welt, hat diese Hochschule doch den Segen von Papst Benedikt, und wurde von ihm bei seinem Österreich Besuch feierlich eröffnet. Und was ist auf der Universität los? An den Früchten werdet ihr sie erkennen. Zulehner kenne ich in der Zwischenzeit genau, ganz genau!!


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 Tamburinus 29. Mai 2014 

II. Vat. Konzil, Lumen gentium [Über die Laien], Nr. 34

"... [den Laien] nämlich, die er mit seinem Leben und seiner Sendung innigst verbindet, gibt er auch Anteil an seinem Priesteramt zur Ausübung eines geistlichen Kultes zur Verherrlichung Gottes und zum Heil der Menschen. Deshalb sind die Laien Christus geweiht und mit dem Heiligen Geist gesalbt und dadurch wunderbar dazu berufen und ausgerüstet, daß immer reichere Früchte des Geistes in ihnen hervorgebracht werden. Es sind nämlich alle ihre Werke, Gebete und apostolischen Unternehmungen, ihr Ehe- und Familienleben, die tägliche Arbeit, die geistige und körperliche Erholung, wenn sie im Geist getan werden, aber auch die Lasten des Lebens, wenn sie geduldig ertragen werden, "geistige Opfer, wohlgefällig vor Gott durch Jesus Christus" (1 Petr 2,5). Bei der Feier der Eucharistie werden sie mit der Darbringung des Herrenleibes dem Vater in Ehrfurcht dargeboten. So weihen auch die Laien, überall Anbeter in heiligem Tun, die Welt selbst Gott.


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 kathuser 29. Mai 2014 
 

Bitte

Herr Zulehner, hören Sie bitte endlich auf mit Ihren irrigen Ansichten Verwirrung zu stiften!


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 Christoph 29. Mai 2014 
 

hm

Bei Prof. Zulehner wundert man sich immer wieder, wie jemand mit seinen Ansichten Dekan der katholisch-theologischen Fakultät sein kann. Und wie er immer als eine theologische Kapazität in der katholischen Kirche gehandelt wird. Denn seine kritische, romfeindliche Gesinnung blitzt immer wieder durch. Auch wenn er sehr diplomatisch ist und weiß, wie man solche Ansichten in weichen und sanften Worten verpackt... ;-)


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