Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

CDU/CSU, vergiss deine treuen Wähler nicht!

27. Mai 2014 in Kommentar, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zum Ergebnis der Europawahl. Von Helmut Matthies (idea)


Wetzlar (kath.net/idea) Hat die Europawahl christlichen Anliegen geschadet? CDU und CSU haben zwar acht Sitze eingebüßt, aber die Zahl derer, die sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet fühlen, hat noch leicht zugenommen: So gehören laut Wahlprogramm zumindest die sieben Abgeordneten der Alternative für Deutschland (AfD) und die Spitzenkandidaten der ödp (sozusagen die konservativen „Grünen“) wie (laut dessen Aussage) der Familienpartei dazu. Darüber hinaus gibt es natürlich auch bei SPD, Grünen und FDP engagierte Christen, selbst wenn Christliches in deren Programm nicht oder kaum benannt wird. Dass die drei christlichen Kleinparteien PBC, AUF und Christliche Mitte keinen Sitz bekamen, liegt wohl daran, dass sie es bisher nicht schafften, sich zu vereinigen. Zusammen hatten sie diesmal 0,5Prozent, und damit 0,1Prozent weniger als die ödp, die jetzt im Europaparlament ist. Dass sich konservative Christen hier nicht einigen können, hat sicher manchen davor abgeschreckt, eine dieser Parteien zu wählen, obwohl die 3-Prozent-Hürde gefallen ist. Denn 2009 erhielten alle drei zusammen noch 0,6Prozent. Wobei bemerkenswert ist, dass eine Tierschutzpartei auf 1,2Prozent kommt, während Parteien, die ausdrücklich und eindeutig gegen Abtreibung auftreten, keinen Sitz erringen.


Die treuste Wählerschaft

CDU/CSU sollten trotzdem aufpassen, dass sie nicht den Kontakt zu ihrer treusten Wählerschaft – außer den Katholiken den Evangelikalen – verlieren. Wenn viele sie noch gewählt haben, dann wohl auch wegen Volker Kauder, Hermann Gröhe und Peter Gauweiler. Ansonsten wird aufmerksam registriert, dass sich beispielsweise kurz vor der Europawahl die CDU-geführte hessische Landesregierung von einem renommierten evangelikalen Fachverband wie dem Weißen Kreuz distanzierte, obwohl auf seinem Kongress am letzten Wochenende überhaupt nicht – wie behauptet – das Thema Homosexualität explizit behandelt wurde. Da spricht die AfD als „zutiefst bürgerliche Protestbewegung“ (so das Handelsblatt) konservative Protestanten und Katholiken schon eher an, wenn sie Maßnahmen gegen das Gender-Mainstreaming verspricht.

Dazu kommt, dass an der Spitze engagierte Christen stehen – besonders der reformierte Bernd Lucke (der sich ausdrücklich für den „Ausbau des Christenflügels“ in der Partei ausspricht) und die lutherische Beatrix von Storch (die mit dafür sorgte, dass 174.000 Unterschriften für den Schutz ungeborener Kinder gesammelt wurden).

Erfolgreich trotz kirchlicher Warnung

Die neue Partei ist erfolgreich, obwohl sie gegen Linksextreme (in einigen Städten wurden 90 Prozent der AfD-Plakate zerstört) und so gut wie alle Medien zu kämpfen hatte. Manche (von der Tageszeitung „Die Welt“ bis hin zum „Spiegel“) übertrieben es in ihrer Kampagne gegen die AfD so sehr, dass sogar die linksorientierte „Süddeutsche“ schrieb: Die AfD wurde „ausgegrenzt, teilweise regelrecht diffamiert“.

Die Alternativen hatten sogar die großen Kirchen gegen sich. Allenthalben warnten diese vor den „Populisten“ bei der Europawahl. Die Einzige freilich, die so bezeichnet wurde, ist die AfD. Wenn die Kirchen schon Wahlkampf machen, hätten sie da nicht ihren Mitgliedern empfehlen müssen, als Maßstab für die Bewertung von Parteien vor allem die Zehn Gebote zu nehmen? Sie sprechen beispielsweise die Lüge an (was wurde nicht in Sachen EU alles erklärt und nicht gehalten!) oder die Verschwendung von Steuergeld: Ist es zu verantworten, dass rund 4.000 EU-Beamte mehr verdienen als Bundeskanzlerin Angela Merkel (etwa 290.000 Euro im Jahr)? Und dann das sechste Gebot, dem viele EU-Entscheidungen bzw. Pläne widersprechen … Wer nur vor den sogenannten Populisten warnt, macht es sich zu einfach.

Der Autor, Helmut Matthies, ist Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

EU

  1. Europa ist ‚ein müder, unterwürfiger und sogar ein wenig verwöhnter Kontinent’
  2. Europäischer Familiendachverband mit heftiger Kritik an Macron
  3. Dunkle Stunde für den europäischen Rechtsstaat
  4. EU-Initiative begünstigt Leihmutterschaft "durch die Hintertür"
  5. Europäisches Parlament: Abstimmung über neue Abtreibungs-Entschließung steht bevor
  6. EU-Parlament brüskiert Polen und Ungarn und erklärt Europa zur ‚LGBTIQ-Freiheitsraum’
  7. EU: Angriff auf konservatives polnisches Institut
  8. EU-Abgeordnete der ÖVP für ‚Recht auf Abtreibung’?
  9. EU-Kommissions-Vize: Europa braucht mehr christliche Werte
  10. Chaldäischer Kardinal-Patriarch Sako appelliert an die EU







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz