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Wegen Familientragödie: US-Pastor Rick Warren nimmt eine Auszeit

31. Mai 2013 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Tief bestürzt aber nicht zerstört: Sein Sohn hatte sich infolge einer psychischen Erkrankungdas Leben genommen - Warren kündigte an, sich in Zukunft in seinen Ansprachen und Publikationen stärker mit dem Thema psychische Erkrankungen befassen werde.


Lake Forest (kath.net/idea) Zum ersten Mal seit der Selbsttötung ihres Sohns vor sieben Wochen sind der US-amerikanische Pastor und Bestsellerautor Rick Warren (Foto) und seine Frau Kay öffentlich in ihrer Saddleback-Gemeinde in Lake Forest (Kalifornien) aufgetreten. Sie seien tief bestürzt, aber nicht am Boden zerstört, sagte der 59-jährige Geistliche in einer bewegenden Ansprache am 25. Mai. Seine Frau musste das Podium vor Rührung nach wenigen Minuten verlassen.

Gleichzeitig gab der freikirchliche Pastor bekannt, dass er eine Auszeit von mehreren Monaten nimmt; mindestens bis August werde er keine Auftritte in den Medien und in seiner Mega-Gemeinde wahrnehmen. Die Warrens dankten den bis zu 20.000 Gottesdienstbesuchern sowie Christen weltweit für ihre Anteilnahme. Nach eigenen Schätzungen hat die Familie mit zwei weiteren erwachsenen Kindern etwa 30.000 Kondolenzbotschaften erhalten.


Psychisch Kranke sind nicht irre

Der 27 Jahre alte Matthew Warren hatte sich am 5. April mit einer Waffe erschossen, die er illegal über das Internet erworben hatte. Zeit seines Leben habe er unter einer psychischen Erkrankung gelitten, die ihn zeitweise in Depressionen mit Selbsttötungsabsichten gestürzt habe, so Rick Warren.

Der Pastor kündigte an, dass er sich in Zukunft in seinen Ansprachen und Publikationen stärker mit dem Thema befassen werde. Es sei falsch, psychisch Erkrankte als irre oder geisteskran einzustufen. Weltweit litten mehr Menschen unter psychischen Störungen als beispielsweise unter Diabetes oder Herzkrankheiten.

Warren: Ich war nie getrösteter

Wie Warren weiter sagte, fühle er sich aufgrund der seelischen Belastung nach der Selbsttötung seines Sohnes zwar körperlich und geistig ausgelaugt, doch habe er nie zuvor mehr geistliche Kraft erfahren: „Ich bin dem Herrn nie näher gewesen, ich habe nie mehr Gottvertrauen gehabt, ich bin nie getrösteter gewesen, ich habe die Liebe Gottes nie stärker erfahren, weil ich viel Zeit mit Gott verbracht habe.“

Warren ist über die USA hinaus besonders als Autor des Ratgeberbuchs „Leben mit Vision“ mit einer Auflage von über 52 Millionen Exemplaren bekannt geworden.


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Lesermeinungen

 Fink 31. Mai 2013 
 

Ein "Pastor" ? -Etwas genauer bitte !

Ein Pastor ("minister") einer evangelikalen Freikirche ? "Mega-Gemeinde" lässt es vermuten. Eine Erläuterung wäre schön. Die meisten von uns sind nicht vertraut mit den Verhältnissen in den USA.


2
 

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