Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  7. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  8. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  9. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  10. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  11. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  12. Zwei Formen - ein Ritus
  13. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut

Missbrauch: Kirchengericht verurteilt früheren Personalchef

1. Mai 2012 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen im Januar 2009 wegen Verjährung eingestellt. Danach strengte die Erzdiözese das kirchenrechtliche Strafverfahren an.


Bamberg (kath.net/KNA) Mit einem Schuldspruch ist nach mehr als drei Jahren ein kirchenrechtlicher Prozess gegen einen früheren Bamberger Domkapitular wegen sexuellen Missbrauchs zu Ende gegangen. Der 67-Jährige wurde strafweise in den Ruhestand versetzt und darf nicht mehr den Titel eines emeritierten Domkapitulars führen, wie das Erzbistum Bamberg am Montag mitteilte. Den Prozess hatte das Gericht des Erzbistums München-Freising im Auftrag der römischen Glaubenskongregation geführt. Der Verurteilte ist der bisher ranghöchste deutsche Geistliche, dem sexueller Missbrauch nachgewiesen wurde.

Dem Kirchengericht zufolge verübte der Priester während seiner Tätigkeit im Erzbischöflichen Knabenseminar Ottonianum in Bamberg zwischen 1978 bis 1984 sexuelle Übergriffe an Minderjährigen in sechs «jeweils minderschweren Fällen». Nach Ablauf der zweiwöchigen Einspruchsfrist ist das Urteil rechtskräftig.


Die Bamberger Bistumsleitung hat festgelegt, dass der Priester auch weiterhin keine seelsorglichen Funktionen «in dem in der Öffentlichkeit wahrnehmbaren Bereich» ausüben darf. Generalvikar Georg Kestel erläuterte auf Nachfrage, dies entspreche einem vollständigen Verbot, als Seelsorger tätig zu werden. Es gebe «keinerlei Ausnahmen». Nach seinem Wissen habe sich der Verurteilte bereits in den vergangenen vier Jahren an diese Auflage gehalten. Deswegen gehe er, Kestel, davon aus, dass der Priester dies auch weiterhin tue. Erzbischof Ludwig Schick entschuldigte sich erneut in einem Brief bei den Opfern.

Die Vorwürfe waren im Sommer 2008 öffentlich geworden, woraufhin das Erzbistum den damaligen Personalchef für alle Seelsorgeberufe suspendierte. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen im Januar 2009 wegen Verjährung ein. Danach strengte die Erzdiözese das kirchenrechtliche Strafverfahren an. Brisant war der Fall, weil zu den Untergebenen des Personalchefs auch frühere Zöglinge des Ottonianums zählten, die ihn mit ihren Aussagen belasteten. Der Geistliche machte damals Erinnerungslücken geltend.

Der Generalvikar sagte der KNA, der Erzbischof habe in der vergangenen Woche mit dem Priester gesprochen und ihm weitere Gespräche angeboten. Auch wenn der Geistliche nicht mehr selbst Seelsorger sein dürfe, gelte ihm weiterhin die Fürsorge der Bistumsleitung.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Bamberg

  1. Bamberger Erzbischof Schick warnt vor „Liturgie light“
  2. Erzbischof Schick: 'Augen auf, Ohren auf und Mund auf'
  3. Die Kirche bietet die Schätze des Himmels
  4. Den Glauben behält man nur, wenn man ihn weiter gibt
  5. Erzbistum Bamberg verurteilt Hexenwahn gestern und heute
  6. ‚Der christliche Glaube macht lebenstauglich und einsatzpflichtig‘
  7. Erzbischof Schick: 'Das Wahre, Gute und Schöne muss Normalität sein'
  8. Missionarisch Kirche sein für den Dienst am Menschen
  9. ‚Zu Benedikt kommen sie, um ihn zu hören’
  10. ‚Die Geister unterscheiden, um nicht dem Zeitgeist zu verfallen’






Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  3. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  4. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  7. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  8. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  9. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  10. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  11. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  12. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  13. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz