Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  7. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  11. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  12. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Es gibt keine Garantie, dass sich Werte nicht ins Gegenteil verkehren

6. Juli 2011 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg, beim 100. Jahrestag der Priesterweihe des NS-Märtyrers Max Josef Metzger


Freiburg (kath.net/pef) Metzgers Schicksal sei ein Mahnmal, „die Hände nicht in den Schoß zu legen und unsere gesellschaftlichen Zusammenhänge nicht als selbstverständlich hinzunehmen.“ Viele von Metzgers Visionen seien „damals als Wunschträume belächelt“, inzwischen aber wahr geworden: Europa ist „weltweit zum Garanten für Frieden, Stabilität und Solidarität geworden“. Das sagte der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch in einem Pontifikalamt in Freiburg zum 100. Jahrestag der Priesterweihe des 1944 von den Nationalsozialisten hingerichteten Priesters Max Josef Metzger am Dienstagabend.

Der Erzbischof von Freiburg sagte wörtlich: „Es gibt keine Garantie, dass sich Werte nicht erneut in ihr Gegenteil verkehren. Es braucht unseren Einsatz, sie lebendig zu halten, sie von Generation zu Generation weiterzugeben, ihren Wert für unser Zusammenleben denen klarzumachen, die sie für selbstverständlich – und dann bald für überflüssig – halten. Das ist der Auftrag an uns, als Bürger und als Christen.“


Für Erzbischof Zollitsch zeichnete Max Josef Metzgers uneingeschränkte Ausrichtung auf Jesus zugleich seinen Lebens- und Leidensweg in der totalitären Ideologie der Nazidiktatur vor: „Er musste anecken; seine persönliche Überzeugung, seine Treue zu Christus, musste zum Widerspruch zum Führer-Idol werden; musste zum Widerstand gegen die innerweltliche Erlösungshoffnung der Herrenmenschenideologie herausfordern.“

Max Josef Metzger mache jedem Mut, sein eigenes Charisma zu entdecken und auszuprägen, so Zollitsch: „Er lebt uns vor, dass der, der Christus in die Mitte stellt, sich konsequent an ihm ausrichtet und ihm sein Leben anbietet, sich nicht verliert – sondern gewinnt!“

Max Josef Metzger wurde am 03. Februar 1887 in Schopfheim geboren. Nach seinem Theologiestudium in Freiburg i.Br. und in Fribourg/Schweiz sowie seiner Priesterweihe am 5. Juli 1911 war er in Mannheim, Karlsruhe und Oberhausen als Seelsorger tätig.

Seine Erfahrungen als Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg machten Max-Josef Metzger zu einem radikalen Pazifisten. Schon 1917 entwickelte er ein internationales religiöses Friedensprogramm, das vom damaligen Papst Benedikt XV. mit großem Interesse aufgenommen wurde.

Ab 1933 geriet der Geistliche aufgrund seiner vielfältigen und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten ins Visier der Nationalsozialisten. Wegen scharfer Kritik inhaftierte ihn die Gestapo bereits im Januar 1934 für einige Tage und noch einmal im November 1939 für einen Monat.

Am 29. Juni 1943 wurde er endgültig verhaftet und wegen "Hochverrat und Feindbegünstigung" als "allzeit ehrloser Volksverräter" verurteilt. Nach acht Monaten in der Todeszelle wurde Max Josef Metzger am 17. April 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden durch das Fallbeil hingerichtet.

Foto: Gedenktafel in Berlin-Wedding, © OTFW


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Freiburg

  1. Erzbistum Freiburg: ‚Walpurgisnacht’ in katholischer Kirche
  2. Erzieherin erhält Kündigung, nachdem sie aus der katholischen Kirche austrat und altkatholisch wurde
  3. Ordinariat Freiburg beurlaubt Geistlichen wegen Missbrauchsvorwurf
  4. #corona - Anleitung zum Liturgiemissbrauch im Erzbistum Freiburg
  5. „Welche Neurosen haben sich denn da zur Fachschaft versammelt?“
  6. Deutschland: Erzdiözese Freiburg vor radikalem Strukturwandel
  7. Ohne Gender keine Pastoral?
  8. Anklage gegen Freiburger Priester wegen finanziellem Betrug
  9. Freiburger Altdechant verhaftet: Erzbischof Burger schockiert
  10. Explosion in Mannheimer Kirchturm – Tatverdächtiger festgenommen






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz