Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  11. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  15. 'Glaube ist kein PR-Problem': US-Burger-Kette verweigert Entfernung von Bibelversen

Gleichsetzung von 'christlich’ und 'konservativ’ trifft nicht zu

27. September 2010 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Zollitsch auf Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Eine auf dem christlichen Menschenbild basierende Politik lasse sich nicht verengen in konservative, liberale und soziale Ausrichtungen


Berlin (kath.net/dbk.de/red)
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat das Bekenntnis der Unionsparteien zum christlichen Menschen­bild und der Verantwortung vor Gott gewürdigt. Was im aktuellen Grundsatz­programm von CDU und CSU festgelegt sei, stelle sich in einer säkularisierten und pluralisierten Gesellschaft nicht als selbstverständlich dar. „Das grund­sätzliche Bekenntnis bedarf aber immer wieder der Konkretisierung und vor allem der politischen Umsetzung, um kein Lippenbekenntnis zu bleiben oder nur als Gegenstand von Sonntagsreden zu dienen“, sagte Zollitsch auf einem Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin. Er steht unter dem Leitwort „Das ‚C’ ist für uns Programm – Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes“.


Erzbischof Zollitsch forderte zu einer differenzierten Debatte um das christli­che Profil der Partei auf. „Gerade in der derzeitigen Diskussion, die Union vernachlässige ihren konservativen Flügel, wird dies oft mit einer mangelnden Berücksichtigung des Christlichen innerhalb der CDU in Verbindung gebracht. Wer so argumentiert, verkennt jedoch, dass die Gleichsetzung von ‚christlich’ und ‚konservativ’ keinesfalls zutrifft.“ Es werde den christlichen Wurzeln der Union nicht gerecht, wenn man sie lediglich als soziales Korrektiv zu einer wirtschaftsliberalen Position verstehen würde. „Das Christliche ist vielmehr ein Rahmen, ja ein Nährboden, der die Grundlage für alle Geistströmungen in der CDU darstellt. Es hat eine integrierende Funktion. Die aus dem christli­chen Menschenbild abgeleiteten Politikvorstellungen integrieren sowohl die konservativen als auch die liberalen und sozialen Ideen“, sagte Zollitsch. Eine auf dem christlichen Menschenbild basierende Politik lasse sich nicht verengen in konservative, liberale und soziale Ausrichtungen: „Sie umfasst vielmehr all dies, weil sie sich an Jesus Christus orientiert, der kein rückwärtsgewandter Sozialromantiker war, sondern mit allen damit verbundenen Konsequenzen den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hat.“

Erzbischof Zollitsch erinnerte in seinen Ausführungen an das Wort der deut­schen Bischöfe vor genau 20 Jahren: Am 27. September 1990 veröffentlichte die Bischofskonferenz den programmatischen Auftrag „Christliche Verant­wortung in veränderter Welt“, in dem sie den Willen zur Mitverantwortung in Staat und Ge­sellschaft der katholischen Kirche von Ost und West unterstrich. Zollitsch betonte in Berlin: „Eine Politik, die auf einem christlichen Menschenverständnis gründet, ist keine Klientelpoli­tik für die Christen in unserem Land. Vielmehr profitieren alle Menschen davon, wenn aus dieser Geisteshaltung heraus Politik betrieben wird.“ So sei er dankbar für das ‚C’ im Partein­namen von CDU und CSU: „Es ermöglicht und bestärkt uns, Sie an den Anspruch zu erin­nern, den Sie sich selbst gegeben haben.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  2. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  3. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  4. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  5. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  6. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  7. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  8. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  9. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik
  10. Lebensschützerin Lila Rose: ‚Ich werde Trump wählen’







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  13. 'Woke Left' ist die 'wütendste und exklusivste Spaltungsbewegung in der Geschichte'
  14. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  15. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz