Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  5. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  6. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  11. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  13. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen

Am letzten Platz

25. März 2010 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Folge der Kindesmissbrauchsfälle: Sind Christen das Letzte überhaupt? Ein Kommentar von Bernhard Meuser.


München (kath.net / idea) Mit einem Rekordbesuch (156.000 Besucher, 6% mehr als 2009) ging am Sonntag die Leipziger Buchmesse zu Ende. Auf solchen Messen mit über 2.000 Ausstellern und etwa 3.000 Journalisten kann man feststellen, was „Zeitgeist“ ist, was Bürger gerade denken. Und die Stimmung auf der Leipziger Buchmesse bestätigt eine Umfrage, nach der 64% aller Kirchenmitglieder glauben, dass die Skandale der letzten Wochen die Glaubwürdigkeit ihrer Kirchen dauerhaft beschädigt haben.

Was ich mir alles anhören musste

Denn das musste ich mir als christlicher Verleger – und dann auch noch katholisch – allenthalben anhören: „Ihr mit eurem hohen Anspruch! Packt doch ein! Haltet doch endlich mal das Maul und fordert nicht Dinge von andern, die ihr selbst nicht einhalten könnt.“ Christen waren unter den an sich freundlichen und toleranten Besuchern der Buchmesse die „Parias“ – das Letzte. Und stimmt das nicht auch? Sind wir nicht angesichts der schrecklichen Enthüllungen das Letzte?


Auch wenn es auf Reformschulen noch schlimmer war ...

Der Skandal des sexuellen Kindesmissbrauchs – vor allem in katholischen und in geringerem Maße auch evangelischen Internaten wie Schulen – trifft ins Mark. Die entsprechende Häme war verständlich.

Da hilft auch nicht, mit dem Finger auf die liberale reformpädagogische Odenwaldschule zu zeigen nach dem Motto „Die Humanisten haben sich auf ihrer Eliteschule noch viel schrecklicher verhalten!“. Denn diese Reformschulen messen sich ja bewusst nicht an christlichen Maßstäben. Dazu kommt – wenn auch nicht vergleichbar – der Skandal der volltrunkenen Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden.

Nach den katholischen und evangelischen Skandalen …

Der Skandal ist nicht, dass von Christen gesündigt wurde. Das gehört zum Menschsein. Christus ist ja deshalb ans Kreuz gegangen, um Sünder zu erlösen. Der Skandal ist, dass man in angeblicher mitbrüderlicher Solidarität im katholischen, aber auch im evangelischen Bereich lange, zu lange zu Sünden in den eigenen Reihen geschwiegen hat. Wie will man jetzt die Verbrechen, deren Komplize manche Pfarrer und Bischöfe geworden sind, bei den Opfern je wiedergutmachen?

… wer sollte sich noch ändern wollen?

Im Fall der volltrunkenen Bischöfin ist das Schlimme auch nicht die Sünde, sondern der Beifall von der falschen Seite. Nach dem Motto „Sieh mal da, auch Bischöfe sind nur ‚Sünderlein’“. Wir brauchen uns also nicht zu verändern, wenn wir auch in den Kirchen keine veränderten Menschen erleben.

Nicht mit den Säufern saufen!

Hier zeigt sich, dass sich etwas verschoben hat. Es kann nicht die Aufgabe der Kirche sein, mit den Sündern zu sündigen, mit den Säufern zu saufen, mit den Wölfen zu heulen. Christen sind nach dem Neuen Testament Herausgerufene.
Das heißt: Kirche muss anders sein. Das ist nicht einfach, ja oft ein hartes Los, aber es ist notwendig.

Das Gericht Gottes wird uns am Ende der Tage alle treffen, wenn wir uns nicht wenigstens bemühen, anders als die Welt zu leben, uns nach anderen Maßstäben zu verhalten. Ja, wir stehen derzeit als Katholiken wie Protestanten imagemäßig auf dem letzten Platz.

Und unser einziger Trost ist: Hier wartet auf uns unser Retter Jesus Christus! Er möchte uns helfen, aus unserem Christentum der faulen Kompromisse herauszukommen. Lassen Sie uns deshalb bitte alle mit Christus von diesem letzten Platz wegkommen – nicht um eines besseren Images der Kirchen willen, sondern weil wir es unserem Herrn schuldig sind.

Der Autor, Bernhard Meuser (München), ist Leiter des Pattloch-Verlages.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  2. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  3. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  4. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  5. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  6. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  7. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  8. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  9. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein
  10. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  12. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  13. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  14. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  15. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz