Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

Wenn ein Ex-Caritas-Angestellter seine wirklichen Ansichten zeigt

7. Dezember 2009 in Österreich, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Öster. Ex-Caritas-Generalsekretär Stefan Wallner zeigt nach Jobwechsel zu den "Grünen" jetzt seine wahre Gesinnung: Ich glaube, dass niemand den rechtlichen Rahmen der Fristenlösung ernsthaft infrage stellt." Für "Pille danach", wenn...


Graz (kath.net)
Der ehemalige Generalsekretär der Caritas Österreich, Stefan Wallner, zeigt in einem Interview mit der "Presse" nur wenige Tage nach dem Antritt als Generalsekretär der österreichischen Grünen seine Gesinnung und meint, dass viele kirchliche Engagierte schon jetzt mit den "Grünen" mitgehen, weil hier die "Frage der Menschenrechte" das erste Zuhause habe.

Keine klare Antwort wollte Wallner aber zu der Frage nach den Kruzifixen in Schulklassen geben. Er meint dazu: "Wir brauchen eine wirkliche Debatte über die Rolle von Religionen und religiösen Symbolen. Das betrifft sowohl die Kruzifixe als auch die Frage der Minarette." Für Wallner hänge beides zusammen. "Es ist offensichtlich, dass religiöse Symbole in einer multireligiösen und zunehmend säkularen Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Aber das Ergebnis kann nicht sein, dass alle religiösen Symbole verräumt werden. Sie sind immerhin Teil unserer Kultur."


Auf die Frage, ob Frauen in der katholischen Kirche Priester werden dürfen, meinte der Neo-Generalsekretär dann: "Dazu habe ich als Katholik eine Meinung, die ich als Politiker nicht äußern werde. Klar ist, dass Frauen eine wichtige Rolle in der katholischen Kirche spielen und dass diese Bedeutung noch stärker zum Ausdruck kommen könnte. Aber das ist Sache der Kirche."

Wallner bekennt sich auch zum österreichischen Abtreibungsgesetz und behauptete: "Ich glaube, dass niemand den rechtlichen Rahmen der Fristenlösung ernsthaft infrage stellt. Das hat auch die Bischofskonferenz nicht getan. Andererseits haben wir in Österreich ein faktisches Problem: Mit 30.000 bis 40.000 Abtreibungen im Jahr liegen wir im europäischen Spitzenfeld mit Russland und Rumänien. Und: Die Zahl junger Mädchen, die Abtreibungen vornehmen, steigt kontinuierlich."

Die Österreichische Bischofskonferenz hat vor etwa einem Monat klargestellt, dass die Fristenregelung niemals die Zustimmung der Bischöfe finden werde.

Wallner möchte in den Schulen mehr Aufklärung und einfacheren Zugang zu den Verhütungsmitteln. Auf die Frage, ob die "Pille danach", eine Abtreibungspille, rezeptfrei gestellt werden solle, meinte Wallner: "Ich bin kein Fachmann. Wenn es hilft, um Abtreibungen zu reduzieren, dann sollte man das ernsthaft andenken."

Die österreichischen Grünen haben übrigens im Herbst im österreichischen Parlament einen Antrag eingebracht, der für Pro-Life-Gruppen von großer Bedeutung ist. In dem Antrag soll das österreichische Strafgesetzbuch im § 105 mit einem Zusatz ergänzt werden, mit dem de facto die Lebensschutzarbeit deutlich eingeschränkt wird.

Wörtlich heißt es in dem kath.net vorliegenden Antrag: „Wer unangemessenen Druck, sei er moralischer, psychischer oder auch körperlicher Art, auf eine Frau ausübt, die einen nach § 97 Abs 1 StGB straffreien Schwangerschaftsabbruch vornehmen lässt oder lassen will, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten zu bestrafen.“ Bestrafen möchten die Grünen auch alle, die einen „unangemessenen Druck“ auf „medizinisches oder nicht-medizinisches Personal“ von Abtreibungsanstalten ausüben.

Foto: (c) Grüne Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  2. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  3. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  4. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  5. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  6. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  7. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  8. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik
  9. Lebensschützerin Lila Rose: ‚Ich werde Trump wählen’
  10. Deutsche Grüne - Angriff auf die Meinungsfreiheit im Wahljahr 2025






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  9. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  13. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  14. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz