Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Wiener Dommuseum: Sonderschau über "Maria lactans"

12. November 2009 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ausstellung über stillende Gottesmutter zeigt Aspekte der Kunstgeschichte und der Volksfrömmigkeit, will aber auch die Bedeutung des Stillens vermitteln


Wien (kath.net/PEW)
Das Wiener Dommuseum präsentiert in der großen Sonderausstellung "Maria lactans - Die Stillende in der Kunst" rund 70 Werke zu einem "zentralen Thema der Menschheitsgeschichte": die stillende Mutter anhand von Darstellungen der Gottesmutter mit dem Jesuskind an der Brust.

Das Motiv der Maria mit der unbefangen entblößten Brust mag manche durch seine Freizügigkeit überraschen, finde sich aber quer durch die Kunst- und auch Religionsgeschichte, sagt der Direktor des Dommuseums, Bernhard Böhler, am Dienstag bei einer Presseführung. Dementsprechend reichen die Exponate von der den Horusknaben stillenden Isis, laut Böhler Vorbild der christlichen Ikonographie, bis zu modernen Darstellungen stillender Mütter und Madonnen bei Picasso, Armin Horovitz oder Michael Fuchs, dessen Gemälde erst vor drei Wochen fertig wurde.

Die Ausstellung sei durch Gert Czermark angeregt worden, berichtete Böhler. Gert Czermak ist der Sohn des großen Wiener Kinderarztes und Still-Befürworters Hans Czermak (1913-1989). Eine kleiner Abschnitt der Sonderausstellung ist sozialpädiatrischen Themen gewidmet.


Schwerpunkt der Schau sind Bilder der stillenden Gottesmutter aus dem Raum Wien und Niederösterreich. Aus den zirka 70 Exponaten ragen die beiden in Wien existierenden Darstellungen der stillenden Madonna aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren heraus: eine aus dem Kapuzinerkloster in Wien, die nun erstmals seit Jahrhunderten außerhalb des Konvents präsentiert wird, die andere aus der Schausammlung des Dommuseums. Auch von den anderen gezeigten Werken der Malerei, Grafik und des Kunstgewerbes werden viele zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Leihgeber der Schau waren u.a. das Kunsthistorische Museum, das Wiener Volkskundemuseum sowie einige Ordensgemeinschaften in und um Wien.

Gerade für hilfesuchende Frauen sei das Motiv der stillenden Madonna an Wallfahrtsorten von großer Bedeutung gewesen, erläuterte Ausstellungskurator Franz Groiß. Der Volkskundler folgte bei der Gestaltung dem Ziel, anhand der gezeigten bildlichen Darstellungen und der ausgewählten Objekte der Volksfrömmigkeit die gesamte Breite des Themas abzudecken und auch den Bedeutungswandel im Laufe der Jahrhunderte zu illustrieren. Die entblößte Brust Marias sei etwa oft verknüpft mit dem Motiv der Barmherzigkeit für die Sünder erbittenden Schutzmantelmadonna.

Die Ausstellung "Maria lactans - Die Stillende in der Kunst" ist bis 27. Februar 2010 im Wiener Dommuseum (Stephansplatz 6, 1010 Wien) zu sehen. Feierlich eröffnet wurde sie am Dienstagabend im Beisein des Abtes von Heiligenkreuz, Gregor Henckel-Donnersmarck, dessenOrdensgemeinschaft der Zisterzienser laut Bernhard Böhler ein besonderes Nahverhältnis zum Motiv der stillenden Gottesmutter hat: Ordensgründer Bernhard von Clairvaux erhielt der Legende nach durch einen Milchstrahl der "Maria lactans" die Gabe der Beredsamkeit, dargestellt ist diese Szene auf einem berühmten Gemälde des spanischen Barockmalers Bartolome Murillo.

Ein wichtiges Anliegen der Ausstellung ist es, die Bedeutung des Stillens zu vermitteln. Es geht dem Dommuseum auch darum, "über die Liebe der Gottesmutter zum Jesuskind diese besonders innige Beziehung am Lebensbeginn des Menschen prototypisch zu veranschaulichen". Im Wiener Domverlag erscheint demnächst das Buch "Die Stillende in Kunst und Alltag", in dem das Stillen aus kunstgeschichtlicher, kinderärztlicher, theologischer und gesellschaftspolitischer Sicht beleuchtet wird.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Maria

  1. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"
  2. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  3. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  4. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“
  5. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  6. Mariologen-Vereinigung IMA kritisiert ‚Mater Populi Fidelis‘
  7. Leo XIV. betet nach Fahrt im Papamobil an römischer Mariensäule
  8. US-Präsident Trump veröffentlichte erstaunliche Würdigung der Muttergottes
  9. Vatikanankündigung: Neues Dokument „Mater Populi Fidelis“ wird am 4.11. veröffentlicht
  10. 150.000 Teilnehmer an neunmonatiger Novene zu Maria von Guadalupe







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz