Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Tantum ergo Sacramentum
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Wiener Dommuseum: Sonderschau über "Maria lactans"

12. November 2009 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ausstellung über stillende Gottesmutter zeigt Aspekte der Kunstgeschichte und der Volksfrömmigkeit, will aber auch die Bedeutung des Stillens vermitteln


Wien (kath.net/PEW)
Das Wiener Dommuseum präsentiert in der großen Sonderausstellung "Maria lactans - Die Stillende in der Kunst" rund 70 Werke zu einem "zentralen Thema der Menschheitsgeschichte": die stillende Mutter anhand von Darstellungen der Gottesmutter mit dem Jesuskind an der Brust.

Das Motiv der Maria mit der unbefangen entblößten Brust mag manche durch seine Freizügigkeit überraschen, finde sich aber quer durch die Kunst- und auch Religionsgeschichte, sagt der Direktor des Dommuseums, Bernhard Böhler, am Dienstag bei einer Presseführung. Dementsprechend reichen die Exponate von der den Horusknaben stillenden Isis, laut Böhler Vorbild der christlichen Ikonographie, bis zu modernen Darstellungen stillender Mütter und Madonnen bei Picasso, Armin Horovitz oder Michael Fuchs, dessen Gemälde erst vor drei Wochen fertig wurde.

Die Ausstellung sei durch Gert Czermark angeregt worden, berichtete Böhler. Gert Czermak ist der Sohn des großen Wiener Kinderarztes und Still-Befürworters Hans Czermak (1913-1989). Eine kleiner Abschnitt der Sonderausstellung ist sozialpädiatrischen Themen gewidmet.


Schwerpunkt der Schau sind Bilder der stillenden Gottesmutter aus dem Raum Wien und Niederösterreich. Aus den zirka 70 Exponaten ragen die beiden in Wien existierenden Darstellungen der stillenden Madonna aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren heraus: eine aus dem Kapuzinerkloster in Wien, die nun erstmals seit Jahrhunderten außerhalb des Konvents präsentiert wird, die andere aus der Schausammlung des Dommuseums. Auch von den anderen gezeigten Werken der Malerei, Grafik und des Kunstgewerbes werden viele zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Leihgeber der Schau waren u.a. das Kunsthistorische Museum, das Wiener Volkskundemuseum sowie einige Ordensgemeinschaften in und um Wien.

Gerade für hilfesuchende Frauen sei das Motiv der stillenden Madonna an Wallfahrtsorten von großer Bedeutung gewesen, erläuterte Ausstellungskurator Franz Groiß. Der Volkskundler folgte bei der Gestaltung dem Ziel, anhand der gezeigten bildlichen Darstellungen und der ausgewählten Objekte der Volksfrömmigkeit die gesamte Breite des Themas abzudecken und auch den Bedeutungswandel im Laufe der Jahrhunderte zu illustrieren. Die entblößte Brust Marias sei etwa oft verknüpft mit dem Motiv der Barmherzigkeit für die Sünder erbittenden Schutzmantelmadonna.

Die Ausstellung "Maria lactans - Die Stillende in der Kunst" ist bis 27. Februar 2010 im Wiener Dommuseum (Stephansplatz 6, 1010 Wien) zu sehen. Feierlich eröffnet wurde sie am Dienstagabend im Beisein des Abtes von Heiligenkreuz, Gregor Henckel-Donnersmarck, dessenOrdensgemeinschaft der Zisterzienser laut Bernhard Böhler ein besonderes Nahverhältnis zum Motiv der stillenden Gottesmutter hat: Ordensgründer Bernhard von Clairvaux erhielt der Legende nach durch einen Milchstrahl der "Maria lactans" die Gabe der Beredsamkeit, dargestellt ist diese Szene auf einem berühmten Gemälde des spanischen Barockmalers Bartolome Murillo.

Ein wichtiges Anliegen der Ausstellung ist es, die Bedeutung des Stillens zu vermitteln. Es geht dem Dommuseum auch darum, "über die Liebe der Gottesmutter zum Jesuskind diese besonders innige Beziehung am Lebensbeginn des Menschen prototypisch zu veranschaulichen". Im Wiener Domverlag erscheint demnächst das Buch "Die Stillende in Kunst und Alltag", in dem das Stillen aus kunstgeschichtlicher, kinderärztlicher, theologischer und gesellschaftspolitischer Sicht beleuchtet wird.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Maria

  1. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"
  2. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  3. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  4. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“
  5. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  6. Mariologen-Vereinigung IMA kritisiert ‚Mater Populi Fidelis‘
  7. Leo XIV. betet nach Fahrt im Papamobil an römischer Mariensäule
  8. US-Präsident Trump veröffentlichte erstaunliche Würdigung der Muttergottes
  9. Vatikanankündigung: Neues Dokument „Mater Populi Fidelis“ wird am 4.11. veröffentlicht
  10. 150.000 Teilnehmer an neunmonatiger Novene zu Maria von Guadalupe







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  4. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  5. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  6. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  7. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  8. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar
  9. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  10. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  11. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  12. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  13. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz