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Pastor angeklagt, weil er Schild mit Bibelvers vor Abtreibungsklinik getragen hat

24. Oktober 2023 in Prolife, 5 Lesermeinungen
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Niemand könne sich als frei bezeichnen, wenn es nicht erlaubt sei, ein Schild mit einem Vers des Psalms 139 in einer Straße in London zu tragen, warnt Stephen Green.


London (kath.net/LifeNews/jg)
Der christliche Prediger Stephen Green (72) wird angeklagt, weil er in einer Bannmeile um eine Abtreibungsklinik in London ein Schild mit einem Bibelzitat gehalten hat. Ihm drohen bis zu sechs Monate Haft und/oder eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 1.000 Pfund.

Auf dem Schild stand der Satz: „Psalm 139,13: Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.“ Der Vorfall, der jetzt zur Anklage geführt hat, ereignete sich bereits im Februar und dauerte ungefähr eine Stunde. Ein Mitarbeiter der Abtreibungsklinik meldete Green und andere Personen, die sich vor der Klinik aufhielten, bei der Polizei. Die Polizei antwortete in einer Textnachricht, dass sie das Ereignis als „Notfall“ behandle.


Green verließ den Bereich vor der Abtreibungsklinik noch bevor die Polizei eintraf. Die Mitarbeiter der Klinik berichteten der Polizei was vorgefallen war und sieben Monate nach dem Vorfall erhielt Green die Nachricht, dass er deswegen angeklagt worden sei.

Die Bannmeile ist seit April 2018 in Kraft und war die erste dieser Art im Vereinigten Königreich.

Green sieht in der Anklage einen Angriff auf die Bibel und die Redefreiheit. Niemand könne sich als frei bezeichnen, wenn es nicht erlaubt sei, ein Schild mit einem Vers des Psalms 139 in einer Straße in London zu tragen, warnt er.

Andrea Williams vom Christian Legal Center ist Greens Anwältin. Es sei besorgniserregend, wenn ein Mann über siebzig, der ein Schild mit einem Bibelvers hält, von der Polizei jetzt als Notfall betrachtet werde, sagt sie.

 


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Lesermeinungen

 Anja2022 25. Oktober 2023 
 

Unglaublich

In England scheint das Rechtsbewusstsein ziemlich verschwunden zu sein, wenn bei einer Tötungseinrichtung von Kindern ein Bibelvers als völlig unangebracht gesehen wird.


1
 
 Johannes14,6 24. Oktober 2023 
 

Wenn dann eines Tages die Abtreibung zum MENSCHENRECHT erklärt wird

kommt die BIBEL auf den Index verbotener Bücher oder wird UMGESCHRIEBEN ?

Der wunderbare Psalm 139 ist ja keineswegs die einzige Stelle, in der die heilige Schrift auf Gott den Schöpfer und die prinzipielle UNVERFÜGBARKEIT MENSCHLICHEN LEBENS gerade in seiner Entwicklung im Mutterschoß hinweist.


2
 
 BetenHilft 24. Oktober 2023 
 

Ähnliches passierte hier vor ein paar Jahren

In unserem katholischen Krankenhaus wurde eine neue Ärztin für die Gynäkologie eingestellt. Jemand hat im Erfahrung gebracht dass diese Dame in ihrem früheren Krankenhaus auch Abtreibungen hat durchführen lassen. Sie selber, inzwischen in reiferem Alter gab eine öffentliche Erklärung ab, dass sie das heute nie mehr machen würde und strikt dagegen sei. Inzwischen Mutter von 7 Kindern und vielen Enkelkindern. Half nicht, gab Demonstrationen vor dem Krankenhaus – Eingang blieb frei zugänglich – mit Mahnwache und Rosenkranz gegen diese Frau, irgendwann kam die Polizei und nahm Personalien auf. Alle bekamen ein Bußgeld und die Ärztin kündigte selbst. Man weiß nicht wie die Zukunft ausgesehen hätte, aber ich hatte schon den Eindruck dass sie ehrlich war und sich gegen Abtreibung gestellt hätte. Ob man nun friedlich demonstrierende Menschen mit guter Absicht immer bestrafen muss ist eine Frage die sich unsere Legislative durchaus einmal zu Gemüte führen sollte!


1
 
 Herbstlicht 24. Oktober 2023 
 

"Demokratie!"???

Hoch lebe die sog. "Demokratie", eine Demokratie der neuesten Art!

Keinerlei gezeigte Aggression, nur das stille Hochhalten eines Schildes mit Bibelvers durch einen älteren Herrn - wahrhaftig, die "Demokratie" hat es weit gebracht.

Zumal es sich um kein Bibelzitat handelte, das irgendwie Angst einflößend sein könnte, sondern um auch literarisch und inhaltlich sehr schöne Worte:
des Psalms 139.

"Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter."

Wenn solche Worte schon ausreichen, um anzuklagen ...


2
 
 girsberg74 24. Oktober 2023 
 

"Demokratie" versus "Freiheit" der Meinungsäußerung

Tja, bloß keine Klagen.
Das ist Demokratie in ihrer reinsten Form.

Dagegen steht das Böckenforde-Diktum:
„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“


2
 

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