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Trump gegen DeSantis – Lebensschützer auf der Seite des Gouverneurs von Florida

19. Mai 2023 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Der ehemalige US-Präsident hat das Abtreibungsverbot bei Herzschlag in Florida als ‚zu streng’ kritisiert.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat Ron DeSantis, den Gouverneur von Florida, wegen des Abtreibungsverbotes bei Herzschlag kritisiert, welches DeSantis unterstützt. Diese Regelung sei wohl zu streng, sagte Trump.

„Er muss tun, was er tun muss“, sagte der ehemalige Präsident über DeSantis. „Wenn man sich anschaut, was DeSantis getan hat, wissen viele Leute nicht, ob er weiß, was er getan hat. Aber er hat sechs Wochen unterzeichnet und viele Leute in der Lebensschutzbewegung haben das Gefühl, das ist zu streng“, sagte Trump wörtlich in einem Interview mit The Messenger, welches am 15. Mai veröffentlicht wurde.

Gouverneur DeSantis hat im April ein Gesetz unterzeichnet, welches Abtreibungen im Bundesstaat Florida verbietet, sobald beim Ungeborenen der Herzschlag festgestellt werden kann, also etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche. Lebensschützer in den USA haben das Gesetz begrüßt.


„Wir sind stolz darauf, dass wir das Leben und die Familie in Florida würdigen und unterstützen“, teilte DeSantis mit. Gleichzeitig mit dem Abtreibungsverbot bei Herzschlag wurde ein umfangreiches Unterstützungsprogramm für Schwangere und Familien verabschiedet.

Die Frage, ob er ein Abtreibungsverbot ab der sechsten Woche unterstützen würde, ließ Trump offen. Er werde alle Optionen prüfen, kündigte er an und verwies erneut auf die Aufhebung des Abtreibungsurteils „Roe v. Wade“ durch den Obersten Gerichtshof. Diese sei nur deshalb möglich gewesen, weil er drei „ausgezeichnete“ Richter nominiert habe. Das sei der größte Erfolg für den Lebensschutz gewesen, sagte Trump.

Die US-Lebensschutzbewegung kann Trumps Kritik nicht viel abgewinnen. Sie erwarte sich einen Präsidentschaftskandidaten, der mutig für die Menschenrechte aller eintrete, sagte Noah Brandt von der Lebensschutzorganisation LiveAction. Es sei „traurig und enttäuschend“, dass ein Kandidat die Bevölkerung von Florida angreife, weil sie ungeborene Kinder mit einem messbaren Herzschlag beschütze.

„Trump blamiert sich selbst, wenn er die Pro-Life Wähler und die Kinder für die wir kämpfen im Stich lässt“, schrieb Lila Rose, die Präsidentin von LiveAction auf Twitter. Florida und DeSantis sollten für den Schutz des Lebens beglückwünscht werden. „Wenn für Trump der Kampf für das Leben erledigt ist, dann sollte er für die Pro-Life Wähler erledigt sein“, schrieb sie wörtlich. In einer weiteren Twitterbotschaft wies sie darauf hin, dass das Abtreibungsverbot bei Herzschlag von einer deutlichen Mehrheit der Menschen in Florida gutgeheißen werde, auch von einer Mehrheit der Frauen und sogar von der Mehrheit der Demokraten.

Ähnlich äußerten sich auch die Lebensschutzorganisation Susan B. Anthony Pro-Life America und Jeanne Mancini, die Organisatorin des jährlichen Marsches für das Leben in Washington D.C. Sie strichen ebenfalls die breite Unterstützung des Abtreibungsverbotes bei Herzschlag heraus und verwiesen auf die Unterstützungsmaßnahmen für Schwangere und Familien.

Bob Vander Plaats, Präsident und Geschäftsführer der Lebensschutzorganisation The Family Leader schrieb wörtlich auf Twitter: „Nein, Herr ehemaliger Präsident, viele in der Lebensschutzbewegung sind nicht der Ansicht dass Babys zu retten zu streng ist.

Kristan Hawkins von Students for Life America betonte, dass die Lebensschutzbewegung nicht 50 Jahre für die Ungeborenen und ihre Mütter gekämpft habe, um dann eine Regelung zu akzeptieren, die weiterhin 9 von 10 Abtreibungen erlauben würde. Ideal wäre ein Schutz der Ungeborenen von der Empfängnis an. Ein Abtreibungsverbot bei Herzschlag, dem allgemein anerkannten Lebenszeichen, sei das Minimum. Diese Regelung würde auch weitgehend von der Bevölkerung akzeptiert, ergänzte Hawkins.

 

Foto: Archivbild Ron DeSantis

 


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