Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Corona-Wahn
  2. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  3. Die adventliche Spalter-Predigt des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart
  4. SPD, GRÜNE und FDP - KEIN HERZ für UNGEBORENE KINDER!
  5. Erzbistum Hamburg - Kein Platz mehr für Ungeimpfte/Aussätzige?
  6. Lebensschützer Tschugguel gegen Impfpflicht
  7. Pariser Erzbischof vor Rücktritt? Was macht Papst Franziskus?
  8. Impfaktion IM Paderborner Dom – Hat der Dom keine Ausweichräume?
  9. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  10. Exorzist Ripperger: Satan wird die Zeit knapp
  11. Kölner Administrator Steinhäuser: Faktisch werde Woelki bei Rückkehr eine „Probezeit“ haben
  12. Das Herz hüten: das bedeutet, wachsam zu sein. Komm, Herr Jesus!
  13. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  14. Die Löwen kommen!
  15. Der notwendige Humanismus – die neue humanistische Perspektive. Quid est homo?

Die „Spina di Borgo“, die Kirche der „Madonna delle Grazie“ und die Marienikone

2. September 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn der Vatikan eine Gnaden- und Pilgerkirche abreißt… Geschichten, die sich wiederholen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Geschichte... Geschichten… aus der Heimat und vom Wohnort  eines Publizisten. Romanitas... Die „Spina di Borgo“ war ein Gebäudekomplex, der zwischen der Engelsburg und dem Petersplatz lag. Nach dem Bau der Via Alessandrina durch Papst Alexander VI. im Vorfeld des Jubiläums von 1500 und den anschließenden Umgestaltungen, die von den Römern Borgo Nuovo genannt wurden, wurden die Gebäude des Borgo durch zwei (keilförmig zusammenlaufende) Straßen begrenzt, die Borgo Nuovo im Norden und Borgo Vecchio im Süden hießen. So entstand ein Stadtgrundriss in Form eines langgestreckten Dreiecks mit der Spitze zur Engelsburg, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Rückgrat eines römischen Zirkus den Namen „Spina di Borgo“ erhielt.

Angela Ambrogetti ist die Direktorin des katholischen Nachrichtenportals „Acistampa“. Sie setzte sich mit einem besonderen Aspekt der „Geschichte“ der „Spina“ auseinander. Es wird deutlich, dass der Vatikan nicht erst heute, sondern bereits in der nahen Vergangenheit auf dem Altar des „Neuen“ und vor dem Goldenen Kalb des Moments jahrhundertealte Geschichte, Leben und betende Gegenwart opferte.

***

Santa Maria delle Grazie und ihr Verschwinden. Von Angela Ambrogetti

Zu den Kirchen, die bei der großen Umgestaltung der Borghi nach dem Abriss der „Spina“ verschwunden sind, gehört die Kirche Santa Maria delle Grazie an der Porta Angelica.


Die Kirche befand sich fast auf der Piazza del Risorgimento, also ziemlich weit von der eigentlichen „Spina“ entfernt. Sie wurde jedoch geopfert, um Platz für die neuen Gebäude zu schaffen, die der Heilige Stuhl aufgrund einer Vereinbarung im Anschluss an die Lateranverträge Ende der 1930er Jahre errichtete. Sie waren die letzten, die vor dem Krieg in Rom gebaut wurden.

Mehr als dreihundert Jahre lang nahm die Kirche, ein wahres Heiligtum, die Pilger auf und war das erste Gebäude am Eingang der „Porta Angelica“. Es war Sixtus V., der es gründete und dem Kamaldulensermönch Albenzio de Rossi von Cetraro anvertraute, der die Pilger in St. Peter empfing. Der Papst wusste um deren Bedürfnisse r und beauftragte den Mönch mit dem Bau eines Hospizes. Der Papst wusste um die Bedürfnisse vieler armer und mittelloser Menschen und beauftragte den Mönch mit dem Bau eines Hospizes. Ein weiteres entlang des Wegs zum Grab des Apostels.

Die erste Kapelle wurde 1588 mit einem Hospiz errichtet. Dort gab es eine Unterkunft für bis zu 8 Nächte, eine Mahlzeit am Tag und eine medizinische Notversorgung. Während des Jubiläums von 1600 war sie besonders aktiv, aber es war immer sehr schwierig, Mittel zu finden.

Die kleine Kirche war Mariä Himmelfahrt geweiht, aber Kardinal Marcello Lante, Prior des Hospizes, stellte eine kleine byzantinische Ikone aus dem Heiligen Land auf, vor der viele Gläubige beteten. Und sie erhielten Gnaden. Im Jahr 1644 bestätigte das Vatikankapitel die Echtheit des Bildes und krönte das Marienbild. Die Kirche wuchs zusammen mit ihrem wundertätigen Ruhm und wurde 1732 offiziell zu “Santa Maria delle Grazie”, “heilige Maria der Gnaden”.

Die Kirche hatte einen Säulengang mit drei Bögen und auf dem Hochaltar befand sich die wundertätige Marienikone. Es gab auch einen Altar, der dem heiligen Franz von Paola gewidmet war. Auch ein  dem heiligen Franz von Assisi geweihter Altar bildete einen wichtigen Punkt. Das Marienbild war von zahlreichen Votivgaben umgeben und die karitative Berufung des angrenzenden Klosters hat nie nachgelassen, auch wenn verschiedene Orden im Laufe der Jahre aufeinander folgten.

Im 19. Jahrhundert vergrößerten die so genannten “Scalzetti-Mönche des Bußordens von Jesus Nazzareno” die Kirche und restaurierten sie. Nach 1870 ging die Kirche in den Besitz des Wohltätigkeits- und Religionsfonds der Stadt Rom über, wurde jedoch weiterhin als Kirche genutzt.

In den folgenden Jahren wurden verschiedene Instandhaltungs- und Dekorationsarbeiten durchgeführt, bis 1925 Kardinal Merry del Val die Gnadenmutter in einer Zeremonie auf dem Petersplatz krönte. Das Volk liebte das Bild, aber 1935 hob Pius XI. den Bußorden auf und das Heiligtum wurde in das Projekt zum Abriss der Via di Porta Angelica einbezogen. Die Proteste blieben erfolglos. Im Jahr 1937 wurden Studien und Fotos angefertigt, die heute im Archiv der Abteilung Fonds und Gottesdienstes aufbewahrt werden. Der Abriss fand am 9. August 1939 statt, die Güter und das Mobiliar wurden von der “Opera per la Preservazione della Fede e la Provista di Nuove Chiese” mitgenommen und auf andere Kirchen verteilt.

Einige davon befinden sich in der Kirche “Santa Maria delle Grazie in Trionfale”, die 1941 erbaut wurde, angefangen bei der wundertätigen Ikone mit eigenem Altar zusammen mit dem Altarbild der Himmelfahrt. Tullio Rossi, der offizielle Architekt des Werks, der die Kirche gebaut hat, verwendete das Tor der alten Kirche Santa Maria Regina Pacis in Monteverde.

An die Kirche und die Ikone erinnern heute noch ein Schrein, eine “Madonnella” in einer Ecke eines der großen Gebäude aus den 1940er Jahren, das dem Heiligen Stuhl gehört. Die Sache erinnert ein wenig an eine Geschichte von Don Camillo, in der es um das Überleben einer kleinen Kapelle geht, während Sozialwohnungen gebaut werden.

Die Kirche hatte dieses Mal nicht wirklich Platz, aber es stehen immer noch Blumen und Kerzen vor der Ikone, denn es gibt viele Menschen, die die Madonna um Gnaden bitten. Das Beten geht weiter.

 

Ein kleiner Spaziergang bei der “Madonna delle Grazie”

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 anjali 2. September 2021 
 

Madonna-Ikone

Ich habe das gesehen als ich in Rom war. In dem Geschäft dort habe ich auch gegessen. Ist das jetzt alles geschlossen?? Wegen corona? Danke für die Geschichte dieser Ikone!


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Rom

  1. Die „Spina di Borgo“, Palazzo Cesi – von der Renaissance zum Zufluchtsort für die Juden
  2. Die „Spina di Borgo“, der Passetto, der als „Corridore“ (Fluchtweg) fungierte
  3. Rom sagt Veranstaltungen zum Stadtfest Peter und Paul ab
  4. Um 5.03 Uhr schreckte ein Erdbeben die Bewohner Roms auf
  5. Kirchensperre missachtet: ‚Zuhause muss für Kinder immer offen sein’
  6. Papstsekretär: Menschen werden Kirche verlassen, die sie allein lässt
  7. Römische Begegnungen
  8. Vor 75 Jahren machte die SS Razzia auf die Juden Roms
  9. Kirche im Zentrum Roms eingestürzt
  10. Ein Himmelreich für ein Eis: Sieben-Eisdielen-Wallfahrt durch Rom







Top-15

meist-gelesen

  1. Exorzist Ripperger: Satan wird die Zeit knapp
  2. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  3. Erzbischof Gänswein: Benedikt XVI. ist 'aus Überzeugung' geimpft
  4. Corona-Wahn
  5. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  6. Die adventliche Spalter-Predigt des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart
  7. Die Antwort auf die Not unserer Zeit ist JESUS CHRISTUS
  8. Pariser Erzbischof vor Rücktritt? Was macht Papst Franziskus?
  9. Bitte unterstützen Sie kath.net via AmazonSmile-Programm
  10. Die Löwen kommen!
  11. Lebensschützer Tschugguel gegen Impfpflicht
  12. Das siebeneinhalbte Sakrament
  13. Erzbistum Hamburg - Kein Platz mehr für Ungeimpfte/Aussätzige?
  14. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  15. SPD, GRÜNE und FDP - KEIN HERZ für UNGEBORENE KINDER!

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz