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Papstsekretär: Menschen werden Kirche verlassen, die sie allein lässt

17. März 2020 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Yoannis Lahzi Gaid: Priester sollten sich nicht auf die Rolle des Zuschauers beschränken, sondern zu den Menschen gehen. Dabei sollten sie alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um Ansteckungen zu vermeiden


Vatikan (kath.net/jg)
Yoannis Lahzi Gaid, einer der persönlichen Sekretäre von Papst Franziskus, hat in einer Nachricht seine Priesterfreunde dazu aufgerufen, zu den Menschen zu gehen. Sonst würden die Menschen die Kirche verlassen, wenn sie sich in einer Krisensituation von der Kirche im Stich gelassen fühlten.

„Ich denke an die Menschen, welche die Kirche bestimmt verlassen werden, wenn dieser Albtraum vorbei ist, weil die Kirche sie verlassen hat, als sie in Not waren“, schrieb er am 13. März. „Niemals soll es heißen: Ich gehe nicht in eine Kirche die nicht zu mir gekommen ist, als ich sie gebraucht habe.“


Priester sollten sich nicht auf die Rolle des Zuschauers beschränken, sondern zu den Menschen gehen. Dabei sollten sie alle notwendigen Vorkehrungen treffen um Ansteckungen zu vermeiden.

„Pasta und Pizza“ würden weiterhin zugestellt, aber nicht die Kommunion für Alte, Kranke und Menschen in Not. Supermärkte und andere Läden seien offen, aber nicht die Kirchen, schrieb Gaid. Die Regierung habe die Pflicht, die Gesundheit und materielle Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen, die Kirche habe die Pflicht, das Gleiche für die Seelen zu tun betonte er.

Gaids Nachricht kam einen Tag nachdem die Diözese Rom beschlossen hatte, alle Kirchen zu schließen. Einen Tag später hob Kardinalvikar Angelo De Donatis die Entscheidung wieder auf.

Auch Papst Franziskus hat die Priester aufgefordert, während der Krise nahe bei den Gläubigen zu sein.


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