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Nach offener Kritik an Politik und Kirche: US-Bischof setzt Pfarrer ab

13. Juli 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Die Demokratische Partei sei für Katholiken nicht wählbar. Die Hirten der Kirche hätten in der Covid-Pandemie ihre Schafe im Stich gelassen. Mit diesen klaren Worten hat sich Pfarrer James Altman Feinde gemacht.


La Crosse (kath.net/jg)

James Altman, der katholische Pfarrer von St. Jakobus der Jüngere in La Crosse (US-Bundesstaat Wisconsin), wurde von Bischof William Callahan von seiner Position abgesetzt. Altman war wegen seiner deutlichen Kritik am Wahlprogramm der Demokratischen Partei und den Covid-Maßnahmen des Bistums in Ungnade gefallen. Bischof Callahan hat Altman bereits Ende Mai zum freiwilligen Rücktritt aufgefordert.

Callahan warf Altman vor, Unfrieden zu stiften. Er sei nicht in der Lage, eine Pfarre zu leiten. Im Herbst 2020 hatte Altman in einer Predigt das Wahlprogramm der Demokratischen Partei scharf kritisiert. Die Partei trete für eine liberale Abtreibungspolitik, für die „Homo-Ehe“ und für „Transgender-Rechte“ ein. Ihr Programm vertrete das Gegenteil von dem, was die Katholische Kirche lehre. „Sie können nicht gleichzeitig katholisch und ein Demokrat sein“, sagte er wörtlich. Es sei für Katholiken nicht möglich, die Demokratische Partei zu wählen, wenn sie nicht ihr ewiges Heil aufs Spiel setzen wollten, sagte Altman. Ein Video mit seiner Predigt wurde über soziale Medien schnell und weit verbreitet.


Aus der Kirche kam Kritik an seiner Stellungnahme. Diese sei „zu politisch“. Altman wies diesen Vorwurf als Heuchelei zurück. Diese Art von Kritik komme immer von Links. Dieselben Personen hätten aber nie ein Problem, wenn die Kirche ein politisches Thema der Linken aufgreife, konterte er.

Mit seiner Kritik an den Covid-19-Maßnahmen der Kirche hat sich Altman ebenfalls keine Freunde in der Hierarchie gemacht. Er hatte Hirten der Kirche vorgeworfen, ihre Herde in einer Zeit der Not verlassen zu haben. In seiner Pfarre waren die Kirchen zu Ostern geöffnet; er spendete auch die Mundkommunion. Altman hatte die Gläubigen auch vor den möglichen Gefahren der „experimentellen“ Covid-19-Impfstoffe gewarnt.

Nachdem Altman der Aufforderung zum freiwilligen Rücktritt nicht nachgekommen ist, hat ihn der Bischof nun als Pfarrer von St. Jakobus abgesetzt. Altman darf derzeit auch keine Dienste als Seelsorger leisten.

 

Foto: Symbolbild

 

 


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