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Jesuitenpater verteidigt Madonnenbild mit Regenbogen-Heiligenschein

11. Februar 2021 in Weltkirche, 16 Lesermeinungen
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Die LGBT-Bewegung hätte ihr Symbol, den Regenbogen, auf ‚respektvolle Weise’ dem Bild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau eingefügt. In Polen stehen drei Aktivistinnen wegen des Bildes vor Gericht, P. James Martin erklärt sich solidarisch.


USA/Polen (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Aus Solidarität mit drei Aktivistinnen, die in Polen wegen Verletzung religiöser Gefühle durch Profanierung eines religiösen Gegenstandes vor Gericht stehen, hat Jesuitenpater James Martin (Foto) auf Twitter das Bild veröffentlicht, dessentwegen die drei angeklagt sind.

Die drei Frauen waren 2019 verhaftet worden, nachdem sie Poster auf die Kirche der Dominikaner in Plock (Polen) geklebt hatten. Auf dem Poster war das Gnadenbild von Tschenstochau zu sehen. Die Heiligenscheine von Maria und Jesus waren in den Regenbogenfarben der LGBT-Bewegung gemalt. Die Aktivistinnen haben zugegeben, dass sie die Poster angebracht haben. Es sei ein Protest gegen eine Darstellung in der Kirche gewesen, in der Homosexualität als Sünde bezeichnet worden ist.


Martin behauptete in seiner Twitterbotschaft, dass Homophobie in Polen weit verbreitet sei. Die Aktivistinnen stünden vor Gericht, weil sie ein Bild von Maria profaniert hätten. „Aber Maria ist für alle, einschließlich LGBT-Personen“, schrieb Martin wörtlich. Diese Gruppe hätte nicht viele Symbole, daher sei es nicht überraschend, dass sie ihr eigenes Symbol, den Regenbogen, „auf respektvolle Weise“ dem Bild Marias einfügen würden. Es sei „passend“, dass Maria auf dem Bild weint, denn es sei ihr Sohn, der leide, wenn eine LGBT-Person verfolgt werde, schrieb Martin weiter.

Der Regenbogen war ursprünglich ein religiöses Symbol, ein Zeichen für den Bund, den Gottes mit Noah nach der Sintflut geschlossen hat (Gen 9,13-17). Im natürlichen Regenbogen sind sieben Farben enthalten. Seit den späten 1970er-Jahren wurde der Regenbogen von der Schwulenbewegung als Symbol übernommen. Die verschiedenen Farben sollen „Diversität“, in diesem Fall sexuelle Vielfalt, darstellen. Dieser Regenbogen hat nur sechs Farben. Auch auf dem Bild, das auf der Kirche in Plock angebracht wurde, ist der sechsfarbige Regenbogen zu sehen.

James Martin stammt aus den USA. Er ist Mitarbeiter des Jesuitenmagazins America und Berater des vatikanischen Sekretariats für Kommunikation. Auf Twitter hat er mehr als 300.000 Abonnenten.

 


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