Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Unterwegs zur Heiligkeit nach dem Geist

1. November 2020 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: sich gegen die Hauptströmung der Mentalität dieser Welt zu stellen, gegen die Kultur des Besitzes, des sinnlosen Vergnügens, der Arroganz gegenüber den Schwächsten. Der Weg der Seligpreisungen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am einunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis, Hochfest Allerheiligen, die "große Hoffnung". An diesem Tag lade uns die Kirche ein, über die große Hoffnung nachzudenken, die sich auf die Auferstehung Christi gründet, so Papst Franziskus in seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet.

Die Heiligen und die Seligen seien die maßgeblichen Zeugen der christlichen Hoffnung, weil sie diese in ihrem Leben, inmitten von Freuden und Leiden, in vollem Umfang gelebt und die Seligpreisungen, die Jesus verkündet habe und die heute in der Liturgie widerhallten (vgl. Mt 5,1-12a), in die Tat umgesetzt haben. Die Seligpreisungen des Evangeliums seien in der Tat der Weg zur Heiligkeit. Der Papst wandte sich zwei Seligpreisungen zu, der zweiten und der dritten.

„Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“ Es habe den Anschein, dass es ich um widersprüchliche Worte handle, so der Papst, denn Weinen sei kein Zeichen von Freude und Glück. Gründe für das Weinen und Leiden seien Tod, Krankheit, moralische Widrigkeiten, Sünde und Irrtümer: einfach der Alltag, gebrechlich, schwach und von Schwierigkeiten geprägt. Ein Leben, das manchmal durch Undankbarkeit und Missverständnisse verwundet und geprüft werde. Jesus verkünde denjenigen, die über diese Realitäten weinten und trotz allem auf den Herrn vertrauten und sich in seinen Schatten stellten, als „Selige“. Sie seien weder gleichgültig, noch verhärteten sie ihre Herzen vor Schmerz, sondern sie hofften geduldig auf Gottes Trost. Und diesen Trost „erfahren sie bereits in diesem Leben“.


In der dritten Seligpreisung sage Jesus: „Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben“ (V. 5). Sanftmut sei charakteristisch für Jesus, der von sich selbst sagt: „Lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig“ (Mt 11,29). Sanftmütig seien diejenigen, die es verstünden, sich selbst zu beherrschen, die dem anderen Platz machten, die ihm zuhörten und ihn in seiner Lebensweise, seinen Bedürfnissen und Forderungen respektierten. Sie „wollen ihn nicht überwältigen oder herabsetzen, sie wollen nicht alles überwältigen und beherrschen, noch ihre eigenen Ideen und Interessen zum Nachteil anderer durchsetzen“. Diese Menschen, die von der weltlichen Mentalität nicht geschätzt würden, seien stattdessen wertvoll in den Augen Gottes, der ihnen das verheißene Land, das heißt das ewige Leben, schenke. Auch diese Seligkeit beginne hier unten und werde sich im Himmel erfüllen.

„Sich für Reinheit, Sanftmut und Barmherzigkeit zu entscheiden“, so Franziskus, „sich in geistiger Armut und Bedrängnis dem Herrn anzuvertrauen, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen, bedeutet, sich gegen die Hauptströmung der Mentalität dieser Welt zu stellen, gegen die Kultur des Besitzes, des sinnlosen Vergnügens, der Arroganz gegenüber den Schwächsten“.

Diesem dem Evangelium entsprechenden Weg seien die Heiligen und Seligen gefolgt. Das heutige Fest, das alle Heiligen feiere, erinnere uns an die persönliche und universale Berufung zur Heiligkeit und schlage uns die sicheren Vorbilder für diesen Weg vor, den jeder auf einzigartige und unwiederholbare Weise beschreite. Es genüget, an die unerschöpfliche Vielfalt der Gaben und konkreten Geschichten zu denken, die es unter den Heiligen gebe, die die Kirche im Laufe der Jahrhunderte anerkannt habe und die sie beständig wieder als Zeugen des einen Evangeliums vorschlage.

„Diese riesige Familie von treuen Jüngern Christi hat eine Mutter“, so der Papst abschließend: „die Jungfrau Maria. Wir verehren sie unter dem Titel der Königin aller Heiligen, doch sie ist vor allem die Mutter, die jeden lehrt, ihren Sohn aufzunehmen und ihm zu folgen. Möge sie uns helfen, den Wunsch nach Heiligkeit zu nähren, indem wir den Weg der Seligpreisungen gehen“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz