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Erdogan kann über Hagia Sophia entscheiden

4. Juli 2020 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Status als Museumskomplex entspricht laut Richtern der aktuellen Rechtslage, aber Präsident Erdogan könnte sie legitimerweise ändern.


Istanbul (kath.net/ KAP)

Das Oberste Verwaltungsgerichts (Danistay) der Türkei legt die Entscheidung über den künftigen Status der Hagia Sophia und eine etwaige Umwandlung in eine Moschee offenbar in die Hände von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Das ist nach Angaben des Portals "OrthodoxTimes" und des römischen Pressediensts "Fides" das zu erwartende Ergebnis einer entsprechenden Gerichtsanhörung am Donnerstag. Bis zur Veröffentlichung des Wortlauts der Entscheidung und der entsprechenden Begründungen werden demnach noch einige Tage vergehen.


 

Die Richter bekräftigten laut den Berichten frühere Entscheidungen, wonach ein Dekret von Republikgründer Mustafa Kemal ("Atatürk") aus dem Jahr 1934, mit dem die Hagia Sophia zu einem Museum wurde, legal zustande gekommen ist. Der Status als Museumskomplex entspricht also der aktuellen Rechtslage. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass das derzeitige türkische Staatsoberhaupt das Recht habe zu entscheiden, den Status der Hagia Sophia per Präsidialdekret zu verändern. Die Sitzung des "Danistay", der in der Türkei auch "Staatsrat" genannt wird, dauerte laut Beobachtern nicht einmal eine halbe Stunde.

 

Staatschef Erdogan hatte in den vergangenen Wochen die Pläne für eine Rückwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee forciert. Die im sechsten Jahrhundert erbaute Hagia Sophia (griechisch: Heilige Weisheit), damals die größte Kirche der Welt, wandelten die Osmanen nach der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) 1453 in eine Moschee um. Unter "Atatürk" wurde sie 1934 zum Museum erklärt.

 

Die türkische Denkmalschutzvereinigung hatte bereits früher Vorstöße unternommen, um eine Rückumwandlung der Hagia Sophia zu erreichen; diese waren bisher aber immer erfolglos geblieben. Argumentiert wurde dabei stets, dass die Unterschrift Atatürks unter dem damaligen Beschluss zur Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum fehlerhaft und damit ungültig sei.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 stephanus2 5. Juli 2020 
 

Dieses wunderschöne...

...Marienbild in der Kuppel ! Wie schmerzlich, wenn Wahres und Schönes vom Bösen überwältigt wird. Doch Gott sei Dank - nicht für immer.


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 Gipsy 5. Juli 2020 

Erdogan

wird sich seinen und vielen Moslems Traum erfüllen. Die Hagia Sophia wird wieder zu einer Moschee. Es wird ein großer Triumph für ihn/ sie werden, was scheren ihn da noch evtl. Scheingefechte von orthodoxer Seite.
Freuen wir uns auf die Einweihungs-, oder Eröffnungsfeierlichkeiten und bringen wir Geschenke .Schließlich muss man doch solidarisch sein, so werden wir Christen doch gerade gut erzogen u.a. auch von unseren Hirten. Oder hört man da etwas gegen Erdogans Plan?


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 Numen 5. Juli 2020 
 

Ja, Msgr., da haben Sie in der Analyse sicher Recht,

Erdogan hat gegenüber den beiden Weltmächten viel Porzellan zerschlagen. Die Frage aber ist, inwieweit der neue Sultan vom Bosporus noch rational funktioniert. Innenpolitisch hat er keinen ernsthaften Widerstand mehr zu befürchten, nachdem er in den letzten Jahren das Militär und den Beamtenapparat unter totale Kontrolle gebracht hat. Was ficht es ihn an, wenn das Volk darbt? Im Prinzip kann er machen, was er will gemäß dem Sprichwort: Ist der Ruf erst ruiniert,.....Das spüren die Christen in der Türkei gerade massiv!


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 SCHLEGL 4. Juli 2020 
 

@Annamia

Möglicherweise haben Sie Recht! Aber vielleicht fällt den USA ein,dass sie eine große orthodoxen Minderheit im Land haben und die Beziehungen zur Türkei seit deren militärischem Eingreifen in Syrien nicht besonders gut sind! Das wäre eine Gelegenheit dem Diktator Erdogan ordentlich auf die Finger zu klopfen, die türkische Wirtschaft ist aufgrund von Corona und der Politik des Diktators im größten Schwierigkeiten.
Ich könnte mir auch denken,dass Russland, trotz des Schismas, das der Patriarch von Moskau, Kyrill, wegen der Ukraine ausgelöst hat,sich daran erinnert, dass Russland einst Schutzmacht aller Orthodoxen gewesen ist. Das Verhältnis Russlands zur Türkei ist ebenfalls angespannt.
Ob sich Erdogan leisten kann diese beiden Großmächte vor den Kopf zu stoßen................?


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 Annamia 4. Juli 2020 

Dann war es das

wohl mit der Hagia Sofia als Museum.Es freuen sich schon alle Muslime ,dort wieder beten zu dürfen.


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