Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  4. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Schwager von Asia Bibi ermordet

28. Mai 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Younus Masih, der Schwager von Asia Bibi, soll in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai in seiner Heimat Pakistan ermordet worden sein.


Pakistan (kath.net/pm)

Younus Masih, der Schwager von Asia Bibi, soll in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai in seiner Heimat Pakistan ermordet worden sein. Das berichten unabhängig voneinander mehrere pakistanische und indische Online-Nachrichtendienste sowie der indische Journalist Aakash Kumar. Masih, der wie sein Bruder und dessen Frau Asia Bibi zur christlichen Minderheit in Pakistan gehörte, soll demnach von einem letzten abendlichen Kontrollgang auf einem Bauernhof nicht mehr zurückgekehrt sein. Am nächsten  Morgen fand man ihn mit durchgeschnittener Kehle auf einem von ihm bewirtschafteten Stück Land. Masih wurde 50 Jahre alt.

 

Seine Schwägerin Asia Bibi war aufgrund von Blasphemie-Vorwürfen von pakistanischen Gerichten zum Tode verurteilt worden. Erst das oberste pakistanische Gericht hob dieses Urteil auf, beschreibt Josef Scheppach in der kürzlich erschienenen Biografie „Asia Bibi. Eine Frau glaubt um ihr Leben“ (Brunnen Verlag, Gießen 2020). Der langjähriger Mitarbeiter eine NGO, die sich um verfolgte Christen weltweit kümmert, berichtet auch, dass selbst nach der Ausreise von Asia Bibi nach Kanada sie und ihre Familie nach Einschätzung westlicher Behörden akut vom Tode bedroht sind. Unter meist pakistanischen Muslimen existiere der Aufruf, Bibi zu töten. Deshalb muss Bibi mit ihrer Familie wie lange Jahre der Autor Salman Rushdie  im Verborgenen und unter Personenschutz leben.


 

Pakistanische Online-Medien diskutieren offen darüber, dass der Mord an Younus eine Rache an Asia Bibi sein könnte. Die Nachrichtenagentur Ucannews hingegen sieht keine Zusammenhänge und berichtet über eine mittlerweile erfolgte Verhaftung von Asia Bibis Schwester, der Ehefrau Masihs und einem muslimischen Nachbarn.

 

Es wäre nicht das erste Mal, dass Menschen aus dem Umfeld von Asia Bibi oder Unterstützer von ihr in Pakistan ermordet wurden. Prominenteste Opfer waren 2011 Salman Taseer, der Gouverneur von Punjab und Shabaz Bhatti, der damals amtierende pakistanische Minister für religiöse Minderheiten, der in Islamabad ermordet wurde. Nach der Freilassung von Asia Bibi und ihrer von der pakistanischen Regierung durchgeführten heimlichen  Ausreise aus Pakistan, die auch von der deutschen Bundesregierung unterstützt wurde, kam es in christlichen  Wohnvierteln und Dörfern zu zahlreichen Lynchmorden an der christlichen Bevölkerung, wie Joseph Scheppach in seinem Buch dokumentieren konnte.  Ob auch der mutmaßliche Mord an Younus Masih seine Ursache in dem Konflikt um Asia Bibi hat, ist noch nicht bestätigt. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  4. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  9. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  10. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  14. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  15. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz