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„Reich, aber immer weniger sichtbar“ – Kirchen in Deutschland14. Mai 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Hans-Jörg Müller/„Neue Zürcher Zeitung“, zur Lage in der #Corona-Pandemie: „Die ersten Gläubigen kehren zurück, doch ungewisser als heute erschien die Zukunft der Kirchen in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie.“
Zürich (kath.net) „Wie relevant sind die Kirchen überhaupt noch in einer Zeit, in der die Nation vor allem auf Wissenschaftler hört, während es auf den Kanzeln neun Wochen lang still blieb?“ Das fragt der Berlin-Korrespondent der „Neuen Zürcher Zeitung“, Hans-Jörg Müller, in einem Kommentar. Die Kirchensteuer seien in den fetten 2010er Jahren noch reichlich gesprudelt, „auch wenn von denen, die sie bezahlten, viele allenfalls noch an Weihnachten den Weg in einen Gottesdienst fanden.“ Doch nun meinen viele, dass die Corona-Krise „für die Kirchen zu einem Moment der Wahrheit werden“ könne. Würden die Gläubigen nach dem wochenlangen Gottesdienstverbot nun „wiederkommen oder würden sie erkennen, dass ihnen gar nichts gefehlt hat?“ 
„Nie in der Geschichte der Bundesrepublik wirkten die deutschen Bischöfe machtloser als heute.“ In einer Fernsehansprache im März habe Bundeskanzlerin Angela Merkel die Kirchen mit keinem Wort erwähnt, anders als ihr österreichischer Amtskollege Sebastian Kurz.
Müller zitiert den Theologen Jan-Heiner Tück, der ihm am Telefon gesagt hatte, er finde es richtig, dass sich die Kirchen zunächst an die Vorgaben der staatlichen Organe gehalten haben, doch habe er habe kein Verständnis dafür, dass einzelne Würdenträger nun über die staatlichen Forderungen hinausgingen. Tück kritisierte namentlich den Würzburger Bischof Franz Jung, der weiterhin öffentliche Gottesdienste untersage, „so, als sei der Gesundheitsschutz und nicht die Heilssorge die oberste Aufgabe der Kirche“.
Link zum Beitrag in der NZZ: «Taufe mit Spritzpistole, das geht nicht»: In der Corona-Krise fürchten sich die deutschen Kirchen vor dem Bedeutungsverlust
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Lesermeinungen| | gloriosa 14. Mai 2020 | | | | Anton_Z sie sagten: Von daher kann ich verstehen, wenn einzelne hohe Amtsträger so handeln, wie sie handeln. Aber leider sind es nicht einzelne sondern viele hohe Amtsträger, die da so handeln bzw. nicht handeln. Und das verunsichert viele junge Priester und vor allem die normalen Laien, welche doch Führung und Leitung gerade in schwierigen Zeiten erwarten.
Somit passiert es, dass immer mehr einzelne Strömungen in unserer katholischen Kirche entstehen, weil viele keine klare Richtung mehr erkennen können. |  5
| | | | | Anton_Z 14. Mai 2020 | |  | Auch in der Kirche walten nur Menschen ihres Amtes Von daher kann ich verstehen, wenn einzelne hohe Amtsträger so handeln wie sie handeln.
Matthaeus 26:75
"Da dachte Petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte: "Ehe der Hahn krähen wird, wirst du mich dreimal verleugnen", und ging hinaus und weinte bitterlich." |  0
| | | | | Herbstlicht 14. Mai 2020 | | | | Was ist die Berufung, die Aufgabe eines Hirten? Man gewann wirklich nicht den Eindruck, dass sich die Bischöfe Deutschlands kraftvoll und öffentlich wahrnehmbar zu Wort gemeldet hätten, mit wenigen Ausnahmen.
Vom Bischof meiner Diözese zumindest ist mir kein stärkendes Wort bekannt.
Wenn unser Glaube nur vom Verhalten der Bischöfe und den Kirchenoberen insgesamt abhinge, sähe es düster aus.
Doch wir haben Gott, der uns stärkt, bewahrt, heilt und uns mehr geben möchte, als wir erahnen können. |  10
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