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Wie Kardinal Kasper die Leser manipuliert...

11. Februar 2019 in Chronik, 48 Lesermeinungen
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... und Kardinal Müller Aussagen unterschiebt, die so gar nicht getätigt wurden. - Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand aus St. Gallen in den Ring mußte - Kasper vs. Müller - Ein Gastkommentar von Peter Winnemöller / Katholon


Bonn (kath.net/https://katholon.de/pw)
Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand aus St. Gallen in den Ring musste. Kardinal Kasper, so die Schlagzeile, kritisiere das Glaubensmanifest von Kardinal Müller. Halbwahrheiten enthalte es, so der Vorwurf des Verteidigers ganzer Wahrheiten. Na prima, die ganze Wahrheit, dass zum Beispiel die Afrikaner bei weltkirchlichen Fragen nicht mitreden könnten, weil sie die Probleme Europas nicht verstehen, hatte er uns ja schon mal erklärt. Damit machte Kasper während der Familiensynode Schlagzeilen.

Weil das Glaubensmanifest von Kardinal Müller inhaltlich nicht angreifbar ist, spielt Kasper über Bande und bringt sonderbare Aspekte der Wahrheit ins Spiel, die im gegebenen Kontext vollkommen irrelevant sind. Es ist eine Binsenweisheit, dass wir Christen an denselben Gott glauben, wie die Juden und wir darüber hinaus mit den Moslems den Glauben an den einen Gott teilen. Welche Bedeutung das für die Selbstversicherung im Glauben der Katholiken haben soll, erläutert Kasper nicht. Das Argument des Weltfriedens ist recht nett, aber wenig hilfreich. Ökonomische Fragestellungen sind für den Weltfrieden vielleicht viel bedeutsamer.


Eine entstellte Katechismuszitation wirft Kasper seinem Mitbruder im Kardinalskollegium vor. Das ist übelste Manipulation. Hier ein exemplarischer Vergleich:

Kasper:
Für die Aussage, dass standesamtlich wiederverheiratet Geschiedene und nicht katholische Christen die Eucharistie nicht fruchtbar empfangen könnten, beruft sich das Manifest auf Nr. 1.457 des Katechismus der katholischen Kirche.

Müller:
Von der inneren Logik des Sakramentes versteht sich, dass standesamtlich wiederverheiratet Geschiedene, deren sakramentale Ehe vor Gott besteht, nicht voll mit dem katholischen Glauben und der Kirche verbundene Christen, wie alle, die nicht entsprechend disponiert sind, die heilige Eucharistie nicht fruchtbar empfangen (1457), weil sie ihnen nicht zum Heil gereicht. Darauf hinzuweisen entspricht den geistigen Werken der Barmherzigkeit.

Hier zeigt sich exemplarisch, wie Kardinal Kasper die Leser manipuliert und Kardinal Müller Aussagen unterschiebt, die so gar nicht getätigt wurden.

Auffällig ist zudem, dass das umstrittene Portal der Fa. APGmbH aus Bonn die Erklärung von Kardinal Kasper im Volltext postet, hingegen über Kardinal Müllers Glaubensmanifest nur in sehr allgemeinen Worten berichtet.

Die Manipulation nimmt ihren Lauf. Weltliche Medien verschweigen den Vorfall bislang vollends, so dass Katholiken, die sich nicht über einschlägige katholische Nachrichtenportale wie kath.net, CNA deutsch oder die Tagespost informieren gar nicht oder erst sehr spät von Kardinal Müllers Glaubensmanifest erfahren. Bleibt zu hoffen, dass viele Priester es auslegen und verteilen.



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