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USA: Rücktrittsforderung nach Kommentar zu Spätabtreibungen

6. Februar 2019 in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Ein Gesetzesvorschlag will Spätabtreibungen im Bundesstaat Virginia einfacher machen. Kontroverse Aussage des Gouverneurs: Soll Infantizid legal werden?


Richmond (kath.net/jg)
Ralph Northam, Gouverneur des Bundesstaates Virginia, hat mit einer kontroversen Aussage zu Spätabtreibungen für Aufsehen gesorgt. Ben Sasse, Senator der Republikanischen Partei hat ihm vorgeworfen, für die Legalisierung von Infantizid einzutreten und ihn zum Rücktritt aufgefordert, falls er sich nicht für das Lebensrecht von Babys einsetze, die ihre Abtreibung überleben. Die Aussagen des Demokratischen Politikers seien „abscheulich“, sagte Sasse in einem Interview mit FOXNews wörtlich.

Northam hatte in einer Sendung eines lokalen Radiosenders zum „Repeal Act“ Stellung genommen, einem Gesetzesvorschlag, der von einer Abgeordneten der Demokratischen Partei in das House of Delegates des Bundesstaates Virginia eingebracht werden soll. Der Repeal Act will Einschränkungen bei Spätabtreibungen aufheben.


Kathy Tran, die den Gesetzesvorschlag einbringen will, hat bei einer Anhörung eingeräumt, dass der Repeal Act einer Frau, die gerade ein Kind auf die Welt bringt, unter bestimmten Voraussetzungen eine Abtreibung erlauben würde.

Northam, der selbst Kinderneurologe ist, nahm in der Radiosendung zu Trans Beispiel Stellung. Er fasste zunächst die Bedingungen für eine Spätabtreibung zusammen. Die Mutter und mehrere Ärzte müssten die Abtreibung gut heißen. Das Baby müsse schwere Fehlbildungen aufweisen oder nicht lebensfähig sein.

In diesem konkreten Beispiel würde das Baby auf die Welt gebracht werden, fuhr Northam fort. Wörtlich sagte er dann: „Das Kind würde versorgt. Das Kind würde wiederbelebt, wenn die Mutter und die Familie das wünschen, und dann würde es ein Gespräch der Ärzte mit der Mutter geben.“ Damit beendete Northam seinen Kommentar.

Lebensschützer übten sofort heftige Kritik an der Aussage des Gouverneurs. Northam reagierte mit einer Nachricht auf Twitter. Er habe sich sein Leben lang für Kinder eingesetzt. Jede Unterstellung, die etwas anderes behaupte sei beschämend und widerlich.

Der Repeal Act will die Zahl der Ärzte, die einer Spätabtreibung zustimmen müssen, von drei auf einen reduzieren. Er würde die Voraussetzung einer wesentlichen und unheilbaren Schädigung der Gesundheit der Mutter streichen. Unter dem Repeal Act würde es reichen, wenn der Arzt eine Schädigung der Gesundheit bestätigen würde.



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Lesermeinungen

 Andrzej123 6. Februar 2019 
 

Sasse ist nicht weniger furchtbar als Northam

"Ben Sasse, Senator der Republikanischen Partei hat ihm vorgeworfen, für die Legalisierung von Infantizid einzutreten und ihn zum Rücktritt aufgefordert, falls er sich nicht für das Lebensrecht von Babys einsetze, die ihre Abtreibung überleben."
Die Begründung dieses Rücktritt Gesuchs ist abscheulich; denn sie bezieht sich nur auf den Fall, dass die Abtreibung überlebt wird... sprich, wenn das Kind vor der Abtreibung getötet wird (wie üblich) scheint der republikanische Senator die Verneinung des Lebensrechts irgendwie weniger problematisch zu finden.
Das ist der typische "konservative Kompromiss", der entsetzlich verlogen ist und nichts anderes als das volle Mittragen der Abtreibungspolitik darstellt.


3
 
 Andrzej123 6. Februar 2019 
 

218a

"Der Repeal Act will die Zahl der Ärzte, die einer Spätabtreibung zustimmen müssen, von drei auf einen reduzieren. Er würde die Voraussetzung einer wesentlichen und unheilbaren Schädigung der Gesundheit der Mutter streichen. Unter dem Repeal Act würde es reichen, wenn der Arzt eine Schädigung der Gesundheit bestätigen würde."
Das entspricht genau dem unter CDU geführter Regierung formulierten 218a in Deutschland.


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