Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  2. Ein „Desaster“ – Die Kirche nach dem Tod Benedikts XVI.
  3. „Kirchenbeitragsstopp“ für Vorarlberg – ein Warnsignal für Bischof Elbs
  4. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  5. Wie sich der österreichische 'Familienbischof' Glettler erneut an die Gay-Bewegung anbiedert
  6. Grüne wollen bestimmte Haustiere verbieten
  7. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  8. Diözese Rottenburg-Stuttgart hebt (endlich) alle Corona-Maßnahmen auf
  9. "Das Recht auf Meinungsfreiheit lasse ich mir von niemandem nehmen.
  10. Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen
  11. Ein Löwe der Kirche!
  12. Diejenigen, die sich anmaßen, der Synode ein bestimmtes Thema aufzuzwingen....
  13. Auf dem Weg zur Kirchenspaltung
  14. Das synodale Schisma
  15. ‚Satanische goldene Medusa’ – Pro-Abtreibungsstatue auf New Yorker Gerichtsgebäude

„Wann sagen wir endlich wieder Ja zu unserer Zukunft statt nein?“

31. Jänner 2019 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Man beruft sich auf Menschenrechte und leugnet sie im gleichen Augenblick.“ kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Ein österreichischer Minister sagte vor kurzem: „Ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht.“ Der scheinbar unscheinbare Satz löste einen Sturm der Entrüstung aus. Mit offenem Hass stürzten sich die politischen Feinde des Ministers auf ihn. Sie verlangten seinen Rücktritt oder auch seine Amtsenthebung durch den Bundespräsidenten und die entsprechenden Maßnahmen von Seiten des Kanzlers. Künstler und Autoren, die sich vermutlich für besonders bedeutend halten, beteiligten sich auf ihre Weise an der Jagd. Der Vorwurf: Der Minister habe damit die Menschenrechte ausgehebelt, die er offenbar nicht wirklich anerkenne. Diese aber seien absolut unverzichtbar und gelten für ausnahmslos alle Menschen und gehörten zum Selbstverständnis der Österreicher und ihrer Verfassung.

Es geht mir nicht um die Verteidigung des tatsächlich mehr als missverständlichen Satzes, wohl aber ist auf den Selbstwiderspruch der „Gerechten“, die den Politiker zur Strecke bringen wollen, hinzuweisen. Man kann auch sagen: Der Protest ist reine Heuchelei pur und die alte, aber erfolgreiche „Haltet den Dieb“-Strategie: Man beruft sich auf Menschenrechte und leugnet sie im selben Augenblick.


Aber erstens: Menschenrechte gelten für alle, aber sie werden nicht von Menschen gemacht, sondern sollten „von uns allen für alle“ geachtet werden als Gottesrechte, auch wenn Herr Gudenus das nicht verstanden hat.

Zweitens erinnere ich mich an keinen empörten Aufschrei, als kürzlich bestimmte Gruppen ein „Menschenrecht auf Abtreibung“ forderten: ein Recht, Menschenrechte anderer zu ignorieren? Auch Schweigen kann sündhaft sein.

Drittens haben die Politiker Österreichs vor Jahren schon genau das getan, was sie jetzt dem Angeklagten vorwerfen: Mit der Fristenlösung haben sie das Menschenrecht auf Leben für einen Teil der Österreicher abgeschafft, ihre Meinung über deren Recht gestellt. Dabei ist es ihnen gelungen, große Teile der Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen und diejenigen, die das Lebensrecht der Ungeborenen geschützt wissen wollen, zu diffamieren und mundtot zu machen, auch mit der Nazikeule!

Viertens sollten sie in dieser Frage „Geschichte lernen“: Auch die Nazis wollten Abtreibung, zwar nicht für Arier, wohl aber für die slawischen und andere Völker.

Fünftens sollten sich die Empörten bewusst machen, wo Empörung dringend nötig wäre, weil ihre Politik nicht nur ungeborene Männer entrechtet, sondern auch die ungeborenen Mädchen ihres Lebensrechtes beraubt.

Der Rede kurzer Schluss: es bedarf eines gesellschaftlichen Diskurses über Menschenrechte, über ihren Ursprung und ihre Reichweite, und über die begrenzte Macht des Volks, von dem eben nicht alles Recht, nur die Verkehrsgesetze, Steuergesetze und anderes dieser Art, ausgeht, aber sehr wohl das Recht über die vom höheren Recht begründeten Kompetenzen und Begrenzungen der Politiker. Es wäre ein Wunder und eine Heilung der schon so lange „offenen Wunde“ (Kardinal König) der Fristenlösung, unter der wir seit einem halben Jahrhundert leiden und der täglich viele Österreicher beiderlei Geschlechts geopfert werden und übrigens auch jene Arbeitskräfte, die uns heute so dringend fehlen.

Wo bleibt die flammende Empörung im Land und auch in der Kirche darüber, dass wir all diese Einsichten „vergessen“ haben, obwohl wir um sie sie eigentlich spätestens seit dem Holocaust wissen. Wann sagen wir endlich wieder Ja zu unserer Zukunft statt nein, wie Kardinal Schönborn in einer denkwürdigen Rede in Jerusalem hat gesagt hat.

Die Einführung der Fristenlösung, des Vergessens und der Verdrängung hat der große österreichische Gelehrte Wolfgang Waldstein mit dem Satz kommentiert: „Mit diesem Gesetz hat Österreich aufgehört im Vollsinn des Wortes ein Rechtsstaat zu sein!“ Das ist die Wahrheit, die man auch mit der Pilatus-Frage, „was denn Wahrheit sei, nicht entkräften kann.

Vgl. dazu auch: Wiener Kardinal Schönborn erläuterte 2008 vor den Europäischen Bischöfen: „Europa hat dreimal Nein zu seiner eigenen Zukunft gesagt“ - „Europa ist im Begriff zu sterben, da es Nein zum Leben gesagt hat“ durch die Ablehnung von Humanae vitae, durch die Abtreibungsgesetze, durch die homosexuelle „Ehe“.

Archivfoto Weihbischof Laun



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 sindbad 31. Jänner 2019 
 

Die Fristenlösung

Gesetze, die unsere werdenden Kinder auslöschen werden und können erst nach einem nächsten Grosskrieg verschwinden.
Der Mensch braucht leider von Zeit zu Zeit einen ordentlichen Klaps auf den Kopf, um wieder zu Sinnen zu kommen.


7
 
 gebsy 31. Jänner 2019 

Vergelt's Gott, Exzellenz!

Glaube - Recht - Politik; diese DREI in Einklang zu bringen, um dem Volk zu dienen; WER macht den ERSTEN Schritt?


5
 
 lesa 31. Jänner 2019 

Entweder oder

Danke, Bischof Laun. Political correctness ist - Gott und Ihnen sei`s gedankt - nicht ihre Sorge, sondern das Heil und Wohl des Menschen.

Wer noch auf drei zählen kann, wer die täglichen Berichte von Verrohung (durch Verzweiflung an Sinnlosigkeit seelisch und inzwischen auch materiell destabilisierender Lebensbedingungen WAHR nimmt, kann nur sagen: entweder oder.
Dekalog, Humanae Vitae, Christsein nicht bloß im Fotoalbum - das wär´s ...


12
 
 JuM+ 31. Jänner 2019 
 

Herr Kardinal Schönborn,

Das Rückgängigmachen der Fristenlösung wäre doch ein kardinales Gnadengeschenk an das österreichische Volk und Impuls zur Rehabilitierung des Rechtsstaat?


12
 
 priska 31. Jänner 2019 
 

Vielen Dank Bischof Laun,wie recht Sie wieder haben..Der Minister hat ,leider die falsche Farbe und die ist blau ,wenn rot oder grün würde kein Hahn danach schreien ...Ja die Abtreibung ist legal,da schreit kein Politiker ,da könnte die Abtreibungsgegner mal die Nazi keule schmeißen.Wie verrückt alles geworden ist.


10
 
 michael1500 31. Jänner 2019 
 

Menschrechte, Recht auf Leben

Es ist auch ein Menschrecht, dass man die Eltern nicht zwingen kann, dass sie ihre Kinder impfen lassen. Auch dieses von dem Median geforderte Impflicht ist somit eindeutig gegen die Menschenrechte. Aber gleich wie bei der Abtreibung interessiert dies die linken Medien nicht.
Die Kinder sollen die Eltern ehren. Damit haben auch die Eltern das Recht zu entscheiden, was für ihre Kinder am besten ist und wie viele Impfungen sie ihren Kindern zumuten. Wenn das Kind durch eine Impfung geschädigt wird, dann will niemand mehr Haften. Die Ärzte in den Schulen trauen sich ohne eine Haftungsübernahme auch nicht zu Impfen. Auch die Pharmaindustrie übernimmt nicht die Haftung obwohl sie durch ihre Impfstoffe Millionen verdient.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  2. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  3. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  4. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen
  5. Bischöfe sehen "unbedingtes Ja zum Leben in Frage gestellt"
  6. Lackner: "Ostern wird heuer sicher mit dem Volk gefeiert"
  7. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  8. Erstes Treffen von Schönborn und Kurz nach Regierungsbildung
  9. Rockfestival "Key2Life": Suche nach "Schlüssel zum Leben"
  10. "Welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind"






Top-15

meist-gelesen

  1. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  2. Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen
  3. Ein „Desaster“ – Die Kirche nach dem Tod Benedikts XVI.
  4. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  5. "Das Recht auf Meinungsfreiheit lasse ich mir von niemandem nehmen.
  6. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  7. Ein Jahr „Out in Church“ – ein Symptom unserer Zeit
  8. Das synodale Schisma
  9. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  10. Wie queer ist das denn?
  11. "Papa Benedetto, was tröstet Sie?“ - „Dass Gott alles in der Hand behält.“
  12. „Kirchenbeitragsstopp“ für Vorarlberg – ein Warnsignal für Bischof Elbs
  13. Einsam sterben, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  14. Diejenigen, die sich anmaßen, der Synode ein bestimmtes Thema aufzuzwingen....
  15. Grüne wollen bestimmte Haustiere verbieten

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz