
Pakistans Regierung knickt in Causa Asia Bibi vor Islamisten ein4. November 2018 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Regierung stimmt nach tagelangen Massenprotesten einem Fünf-Punkte-Papier zu, sie wird sich einem Revisionsverfahren nicht entgegen stellen Bibi bleibt Ausreise aus Pakistan verwehrt Bibis Anwalt flüchtet wegen Lebensgefahr nach Europa
Islamabad (kath.net) Nach tagelangen Massenprotesten knickt Pakistans Regierung vor den Islamisten ein, die weiter den Tod durch Erhängen für die Katholikin Asia Bibi fordern. Bei Seiten unterzeichneten in Fünf-Punkte-Papier, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, das vorsieht, dass sich die Regierung einem Berufungsverfahren nicht entgegenstellen wird. Außerdem wurde der wegen angeblicher Blasphemie angeklagten Christin die Ausreise aus Pakistan verboten. Bibis Anwalt kritisiert, dass die Regierung nicht einmal ein Urteil ihres obersten Gerichts umsetzen könne. Er hat inzwischen wegen Lebensgefahr das Land verlassen und will nach Europa. Auch Bibis Ehemann und Töchter sind nicht sicher und müssen ständig den Aufenthaltsort wechseln. Die FAZ zitierte aus einem Leitartikel der Zeitung Dawn: Eine weitere Regierung hat vor den gewalttätigen religiösen Extremisten kapituliert, die weder an die Demokratie noch an die Verfassung glauben. 
Über den Umgang Pakistans mit der Christin wird auch in Mainstreammedien erfreulich viel berichtet. Allerdings kann man kann man in Mainstreammedien (mit der Ausnahme der Bild-Zeitung) übrigens eine Tendenz erkennen, dass Asia Bibi ausschließlich als Christin dargestellt wird und ihre katholische Konfession eher nicht genannt wird, auch der zitierte Beitrag in der FAZ nennt ihre Konfessionszugehörigkeit nicht. Die christlichen Medien berichten in diesem Punkt tendenziell genauer. Link zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Streit um Christin Asia Bibi: Pakistans Regierung beugt sich Druck der Islamisten.
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